Produktbild: Jerusalem

Jerusalem Für die Leser:innen von James Joyce, Roberto Bolaño und David Foster Wallace — Roman

Aus der Reihe Carcosa
4

81,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.11.2024

Verlag

Carcosa Verlag

Seitenzahl

1400

Maße (L/B/H)

24,8/17,9/6,6 cm

Gewicht

2004 g

Farbe

Olive

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Hannes Riffel + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910914-20-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.11.2024

Verlag

Carcosa Verlag

Seitenzahl

1400

Maße (L/B/H)

24,8/17,9/6,6 cm

Gewicht

2004 g

Farbe

Olive

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

  • Hannes Riffel
  • Andreas Fliedner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910914-20-9

Herstelleradresse

Carcosa Verlag
Kirchberg 1
23843 Bad Oldesloe
DE

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  • Bewertung

    5/5

    02.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gewaltig

    Das beste der Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe! Schauplatz ist das eher arme Stadtviertel der Borroughs in der englischen Stadt Northhampton, dessen Geschichte vom frühen Mittelalter bis heute anhand einer Vielzahl kleiner Miniaturen geschildert wird. Im Mittelpunkt stehen immer die liebevoll geschilderten Menschen des Viertels, ihr Leben und Sterben in unterschiedlichen Zeiten. Darüber und damit verwoben spannt sich ein geisterhaftes Universum der Verstorbenen, die nach ganz eigenen Regeln "leben" und handeln. Die Sprache ist flexibel, innovativ und bildhaft. Die 1500 Seiten haben mir viele vergnügliche Leseabende gegeben.

  • Bewertung

    5/5

    30.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine Wucht, was für eine kreative Meisterleistung

    Unglaublich, was Moor mit seinem Magnus Opum hier abliefert! Zum Stand der Rezension bin ich etwas zu zwei Dritteln durch und hellauf begeistert! Wer Zeit und Geduld mit längeren kapiteln mitbringt wird hier absolut belohnt! Sprachgewaltig, fantastisch, unglaublich intelligent und vielschichtig: ein absolutes Meisterwerk! Ein Klassiker der Neuzeit, der hoffentlich den Platz einnehmen wird, den er verdient!

  • Bewertung

    5/5

    27.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“

    Moore spielt virtuos mit Sprache und Stil, was Jerusalem zu einem Paradebeispiel sprachphilosophischer Literatur macht. Wie Ludwig Wittgenstein einst bemerkte: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Moore scheint genau diese Grenzen auszuloten und zu verschieben. Seine Sprache ist nicht nur Werkzeug der Beschreibung, sondern selbst eine Dimension des Erlebens. Ein sprachphilosophisches Motiv findet sich in der Thematisierung der Zeit. Sprache fungiert bei Moore als Brücke zwischen den verschiedenen Zeitebenen. Die Figuren durchleben Erinnerungen, Visionen und alternative Realitäten – stets getragen von einer Sprache, die diese Ebenen zugleich differenziert und miteinander verknüpft. Hier zeigt sich ein Hauch von Derridas Différance: Die Bedeutung der Worte verschiebt sich je nach Kontext, und jede Beschreibung bleibt unvollständig, fragmentarisch. Wer bereit ist, sich auf diese sprachphilosophische Reise einzulassen, wird mit einer einzigartigen literarischen Erfahrung belohnt. Doch diese Erfahrung verlangt Geduld, Aufmerksamkeit und den Mut, sich in den sprachlichen Labyrinthen Moores zu verlieren – ein Verlust, der sich als ein Gewinn an Tiefe und Einsicht entpuppt.

  • Bewertung

    5/5

    27.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine andere Vision der Zukunft

    Im Gesamtwerk von Ursula K. Le Guin fristete "Always Coming Home" lange Zeit eine Sonderstellung, da es sich in Anspruch, Inhalt und Form deutlich von ihren Hauptwerken unterschied und als schwerer zugänglich galt. Umso erfreulicher, dass nun die erste Übersetzung ins Deutsche vorliegt. Blättert man durch das Buch, wird rasch klar, dass man es dabei nicht mit einem konventionellen Roman zu tun. Es findet sich neben gängigen Romanteilen eine unglaubliche Vielfalt an Textsorten, von Dichtung, Erzählungen und Musikstücke über Mythen und Dramen bis hin zu Porträts, einem Glossar und archäologischen Schnipseln. Dabei schafft Le Guin es tatsächlich, ihrem Anspruch, eine phantastische Archäologie der Zukunft zu kreieren, gerecht zu werden und eine Gemeinschaft, die Kesh, zu porträtieren, die um ihr Fortbestehen in einer teilweise zerstörten Welt kämpft, dabei ihre Werte aber nie verrät. Das Gesamtbild, das dabei entsteht, ist dabei um einiges detaillierter, liebevoller und feinfühliger als man es aus anderen Sci-Fi-Werken kennt. Die einzelnen Aspekte der Kultur der Kesh kennenzulernen, bereitete mir grosses Vergnügen. Seite für Seite werden Lebensbereiche, Riten, Bräuche, Traditionen etc. zu einem schlüssigen Ganzen verwoben, nicht unählich einem anthropologischen Werk, nur erweitert durch die Kraft des Erzählens, der Dichtung und der Musik. Einen Plot gibt es nicht, das Buch lebt einzig von den Kesh, ihrer Welt, ihrer Mythologie und ihrem Leben. Wer also seine Freude an Literatur hat, die radikal gegen die gängigen Konventionen konzipiert ist und über die Ambition des Geschichteerzählens hinausgeht, der wird an "Immer nach Hause" grosse Freude haben. Nicht zuletzt entwirft es durch die Verwebung mit indigenen Lebensweisen, Mythen, Traditionen etc. auch eine andere Vision einer künftigen Gesellschaft, die nicht dystopisch und/oder apokalyptisch ist, sondern utopisch und durchaus von Hoffnung gefärbt.

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