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Ein Haufen Dollarscheine Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.10.2024

Verlag

Maro

Seitenzahl

312

Maße (L/B/H)

20,2/14/2,8 cm

Gewicht

440 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-87512-676-1

Beschreibung

Rezension

»Mit brutaler Klar­heit und ­messerschar­­fer Sprache erzählt Esther ­Dischereit eindrücklich, was Deutsche lieber ­vergessen würden. Diese Geschichte ist eine ­Zumutung. Alle sollten sie lesen.« \nHengameh Yaghoobifarah

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.10.2024

Verlag

Maro

Seitenzahl

312

Maße (L/B/H)

20,2/14/2,8 cm

Gewicht

440 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-87512-676-1

Herstelleradresse

Maro Verlag
Zirbelstrasse 57 a
86154 Augsburg
DE

Email: produkte@maroverlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    15.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig

    Was ist das für ein Buch?! Eine schwarz-weiße jüdische Familie, Übriggebliebene. Zerstreut in die Welt, USA, Italien, Deutschland. Da ist die Frau mit dem blumengemusterten Kleid, sie ist die noch lebende Überlebende. Sommerhitze in Berlin. Sie hat Missionen. Es geht um ein verschwundenes jüdisches Grab auf einem christlichen Friedhof und einen jüdischen Friedhof, der Beweise für die Jüdischkeit der lange begrabenen Gebeine verlangt. Es geht um eine Wohnung in Berlin, ein Häuschen in den USA: verlorenes Erbe aus "Wiedergutmachungszahlungen", das die christlichen angeheirateten Familien sich angeeignet haben. Da sitzen der Sohn der Frau ("der Neffe") und ihre Schwester ("die Tante") stundenlang in der Flughafenlounge vom BER in der Hitze, die Schokoladenkekse verschmieren ihre Hand und die Segafredo Pads beulen seine Jackentasche, und es geht natürlich um viel mehr. Die Gedankenströme und die Gespräche kreisen und kreiseln, immer wilder, berühren, graben aus, bringen zum Vorschein. Familiengeschichte ("immer wieder taucht jemand auf und soll zu uns gehören"), Traumata, Abnabelungen. Sie erzählen vom Kampf gegen Windmühlen, kafkaeske Erfahrungen mit Behörden. Schamesröte auf dem Gesicht der Leserin. Die Prägnanz und Klarheit von Dischereits Erzählen gehen an die Nieren, ihre auch dem fiktiven Selbst gegenüber gnadenlos genauen Beobachtungen sind oft sehr, sehr komisch - manchmal steht das Lachen aber kurz vor dem Entsetzen. Sätze treffen ins Gewissen. Elfriede Jelineks Bemerkung "Dieses Buch ist schwer und leicht zugleich, das ist eine große Kunst." finde ich großartig. Und Dischereits Buch auch.

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