Berührend ehrlich, schonungslos offen und mit einem beeindruckenden Sprachgefühl schreibt Renate Welsh ihre Geschichten, hört genau hin und erzählt von Schicksalen. Und nun verpackt sie in ihren Gedichten nichts weniger als ihr Leben: Da wird aus der Schreibwerkstatt berichtet, an Schrauben gedreht, der Schwester gedacht, Kindern genau zugehört und das Leben in Kunstwerke verpackt. Die Autorin schreibt von der Sprachlosigkeit nach ihrem Schlaganfall, von Vertrauen und zwischenmenschlichen Begegnungen, von fremden Ländern, Reisen und Flucht, von Liebe und von Trauer.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
aus Bremen
5/5
28.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbar
Rezension zu "Leih mir Dein Ohr"
von Renate Welsch
Gefühlvolle Gedichte
Es sind sehr gefühlvolle Gedichte darin, die mein Herz dabei auch wirklich sehr tief bewegt und berührt haben, da so etwas mal bei jedem von uns irgendwann im Leben passieren kann. Auch, wenn man in dem Moment überhaupt nicht damit rechnen tut.
Nach einiger Überlegung finde ich z.B. das Gedicht mit Burkina Faso 2006 wirklich sehr herrlich. Es erinnert mich irgendwie an einen Schäferhund, den meine Eltern früher hatten. Er ist damals genauso gewesen. Mein Herz hat's wirklich sehr liebgewonnen und ich kann es euch Allen auch herzlichst empfehlen.
Die wunderbaren Gedichte warten schon tiefst sehnsüchtig auf Euch.
clematis
5/5
25.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lyrik
Nach den sehr berührenden Prosa-Werken rund um „Johanna“ und etlichen anderen Stücken liegt nun ein schöner Gedichtband von Renate Welsh vor, in welchem sie recht persönliche Erlebnisse in melodischer und ansprechender Weise transportiert.
Mit einem Blick in einen tragischen Abgrund beginnt Welsh ihre Reise zurück ins Leben nach einem Schlaganfall. Sofort nimmt sie den Leser mit zu vermeintlichen Selbstverständlichkeiten, die ganz und gar nicht selbstverständlich sind.
Bei den einzelnen Gedichten handelt es sich nicht um klassische Lyrik mit steten Verszeilen, gleichbleibenden Strophen oder Reimen, dennoch spürt man sogleich die mitschwingende Melodie, die hoffnungsfrohe Botschaft, die zwischen den Gesagten hervorleuchtet. Wunderbare Metaphern mit Naturelementen finden sich eingeflochten in Gedanken an frühere Fehler und Missverständnisse. Verzeihen und Vergeben sind zentrale Themen bei einschneidenden Lebensmomenten, aber ebenso nehmen ganz banale Alltagstätigkeiten Raum ein, an die man sich erinnert. Zwischendurch darf der geneigte Leser mit auf Urlaubsreisen gehen, fremde Schicksale kennenlernen. Besonders gut gefallen mir die Zeilen zum Thema Sehnsucht im Gedicht „Zwischen Tür und Angel“, welches Renate Welsh aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und zu einem sehr gut nachvollziehbaren Schluss kommt. Und dann gibt es am Ende noch „Brennnesseln“ mit einem ganz speziellen Humor, der mich das Buch zufrieden zur Seite legen lässt.
Eine wunderbare Reise durch ihr Leben verpackt Renate Welsh in diesem schmalen Gedichtbändchen und spricht damit allerlei unterschiedliche Bereiche an, erzählt dem Leser von ihren Erlebnissen. Ein phantastischer Schreibstil begleitet all das von der ersten bis zur letzten Seite und darf allen Freunden inhaltsreicher Lyrik empfohlen werden.
Daniela Heinen
aus Sankt Augustin
5/5
24.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Moderne Lyrik, die mir gut gefällt
Dieses Lyrikbuch gefällt mir wirklich sehr. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil. Sehr gefühlvoll, aber gleichzeitig auch treffend. Es ist spannend, wie viele verschiedene Themen sie in ihren Gedichten anspricht und mit welch gutem Augen sie sich und ihre Gefühle, aber auch ihr Umfeld betrachtet.
Ich habe bewusst immer nur 2 oder 3 Gedichte pro Tag gelesen, weil sie mich oft zum Nachdenken angeregt haben. Und damit ich das Buch länger genießen konnte.
Wer moderne Lyrik mag, ist bei diesem Buch genau richtig!
Persönliche Poesie über die unterschiedlichsten Themen
Renate Welsh ist eine sehr bekannte Autorin und ich hatte mich sehr gefreut, eins ihrer Bücher- ein Sammelwerk mit Gedichten- zu lesen. Sie schrieb über ihre Familie, die kranke Schwester zum Beispiel, über Liebe, Trauer und über Krieg. Die einen waren zum Schmunzeln, andere zum Nachdenken. Manche hat man mehr gefühlt und verstanden, manche weniger.
Der Großteil hat mich leider weniger bewegt. Leider muss ich sagen, dass ich schon für mich schönere Werke gelesen habe.
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