»Pardon, ich bin Bahnkunde!«Zugausfälle, Böschungsbrand, Personen im Gleis, defekte Klimaanlagen, Umleitungen - in den fünfundzwanzig Jahren, die Reinhard Rohn zwischen Köln und Berlin pendelte, hat er fast alles erlebt, was man sich an Bahnerlebnissen denken kann - und auch noch ein wenig mehr. Absolut unterhaltsam und mit freundlicher Gelassenheit beschreibt er, wie man all diese Missgeschicke überlebt - und doch ans Ziel kommt, wenn auch nicht pünktlich und nicht immer auch dahin, wo man ursprünglich hinwollte. Und auch einige Rätsel werden hier gelöst, etwa, was eine Steckdose im ICE mit Schrödingers Katze zu tun hat, warum Wolfsburg nicht existiert, welche Gefahren ein Hurrikan über Hamm mit sich bringt oder was Schnee in Leipzig Hauptbahnhof für Reisende bedeuten kann. - Aufregende Bahngeschichten von einem leidenschaftlichen und leidgeprüften Bahnfahrer!
Kundinnen und Kunden meinen
3.5/5.0
Dirk Heinemann
aus Hohe Börde
5/5
08.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erlebnisse eines Bahnreisenden
Reinhard Rohn ist Schriftsteller und pendelte jahrelang mit der Bahn zwischen Köln und Berlin. Als Bahncard-100-Kunde war er während dieser Zeit mit zahlreichen Zügen unterwegs. In "Kühe im Gleis" berichtet er authentisch über seine Erlebnisse und verliert dabei nicht seinen Humor. Wir erfahren, welche Erfahrungen er gesammelt hat und wie er diese bei zukünftigen Fahrten berücksichtigt. Wer selbst häufig mit der Bahn unterwegs ist, wird sicher so einiges wiedererkennen und bei anderen Geschichten hoffen, dass es einen niemals selbst trifft.
Bei der Reise mit Fernzügen kann es z.B. vorkommen, dass der Lokführer vergisst in Wolfsburg zu halten und einfach mit hoher Geschwindigkeit durch den Bahnhof fährt. Da man so einen Zug nun einmal nicht einfach wenden kann, müssen in so einem Fall die betroffenen Passagiere mit einer Regionalbahn vom nächsten Bahnhof wieder zurückfahren. Richtig kritisch kann es hingegen bei einem heranziehenden Unwetter werden. So musste Reinhard Rohn erleben, dass der komplette Bahnverkehr in Norddeutschland zum Erliegen kam und die Mietwagenfirmen das Geschäft ihres Lebens machten.
Auch wenn einige Erlebnisse sehr frustrierend waren, betrachtet er sie im nachhinein dennoch mit Humor. Sein Fazit: "Wir lieben die Bahn, doch sie liebt uns leider nicht".
Am Ende des Buches gibt es noch die wichtigsten Regeln fürs Bahnfahren.
Zu den verschiedenen Geschichten gibt es passende Illustrationen von Mawil, die das Buch zusätzlich auflockern.
Insgesamt gefällt mir diesen kleine Büchlein sehr gut. Es eignet sich als Geschenk für befreundete Bahnfahrer.
MaWiOr
aus Halle
5/5
04.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn einer eine (Bahn-) Reise…
Wenn einer eine (Bahn-) Reise tut, dann kann er was erzählen, denn Bahnreisende werden häufig vom Schicksal geprüft. Bei einer Reise mit der Bahn können so viele Dinge schiefgehen, die man gar nicht für möglich hält. Reinhard Rohn war rund 25 Jahre passionierter Bahnreisender; der ehemalige Lektor und Verlagsleiter war berufsmäßig, ausgestattet mit einer Bahncard 100 für die zweite Klasse, viel mit der Bahn unterwegs. Da hat er schon jede Menge Verspätungen und Zugausfälle erlebt. Seine Bahnerlebnisse erzählt er in „Kühe im Gleis“. Ein großer Feind ist das Wetter: im Sommer gibt es ausgefallene Klimaanlagen und im Winter vereiste Weichen. Bahnstreiks legen den Bahnverkehr unabhängig von der Jahreszeit lahm. Auch ein Funkloch auf der Strecke kann zu einem Stillstand führen. Auch Kühe im Gleis, ein alleingelassener Rucksack oder eine Umleitung können zu einem Tohuwabohu auf der Schiene führen. Eine köstlich humorvolle Lektüre, die wunderbar die Wartezeit verkürzt, wenn man einmal seinen Anschlusszug verpasst. Auch die Illustrationen von Mawil sind Augenweide. Die Neuerscheinung mit dem Mini-Format passt außerdem in jedes Reisegepäck.
Bewertung
aus Apolda
3/5
12.12.2024
Hörbuch-Download
eher wenig Humor
Reinhard Rohns Hörbuch, gelesen von Urban Priol, bietet eine Sammlung von Geschichten über die Abenteuer und Herausforderungen des Bahnreisens. Der Ansatz, den alltäglichen Wahnsinn der Deutschen Bahn humorvoll aufzubereiten, wirkt auf den ersten Blick vielversprechend - insbesondere mit einem erfahrenen Kabarettisten wie Urban Priol als Sprecher.
Leider bleibt der Humor oft hinter den Erwartungen zurück. Viele Passagen wirken eher wie nörgelnde Beschreibungen von Alltagsfrustrationen, anstatt diese auf unterhaltsame Weise zu verarbeiten. Statt scharfsinniger Satire oder charmanten Witz, erhält man manchmal nur eine Aneinanderreihung von Beschwerden. Auch Priols Lesung, die stellenweise ironisch und bissig sein soll, kann den Inhalt nicht immer retten.
Wer leichte Unterhaltung sich oder sich für Bahn-Anekdoten interessiert, könnte dennoch ein paar unterhaltsame Momente finden. Insgesamt fehlt jedoch die spritzige Leichtigkeit, die man sich bei diesem Thema und dieser Kombination von Autor und Sprecher erhofft.
Fazit: Ein Hörbuch mit Potenzial, das leider nicht voll ausgeschöpft wird. Humor ist Geschmackssache, aber wer sich wirklich amüsieren möchte, sollte besser nach einer Alternative suchen. 2,5/5 Sternen.
Zsadista
1/5
03.12.2024
Hörbuch-Download
Rezension zu "Kühe im Gleis - HB"
„Kühe im Gleis – HB“ ist ein Hörbuch aus der Feder des Autors Reinhard Rohn.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Der Sprecher Urban Priol hat ganz gute Arbeit geleistet.
Das Buch verspricht heitere und aufregende Abenteuer mit der Bahn. Für meinen Geschmack habe ich davon nichts bekommen.
Das Hörbuch ist jetzt nicht wirklich lange. Es hat gerade mal 2 Stunden und 4 Minuten. Locker, dachte ich mir bei der Zeit. Trotzdem habe ich das Hörbuch total genervt bei etwa 60% abgebrocken.
Was der Autor von sich gibt, ist nicht lustig. Ich würde sagen, er ist für mich ein totaler Nörgler und selbstverliebt.
Ständig muss der Herr Autor erwähnen, dass er ein Autor ist. Und ja so wichtig immer auf Messen oder Lesungen fahren muss. Daher ja auch das viele Reisen mit der Bahn. Vielleicht sollte sich der Autor dann doch lieber ein eigenes Auto zulegen, dann ist er nicht so genervt.
Bei jeder Story muss der Autor seinen eigenen Senf dazu geben. Jetzt sind gerne mal die Steckdosen in Zügen kaputt. Das wird natürlich der Bahn angelastet. Nur kann die Bahn auch nicht jeden Tag die Steckdosen in allen Abteilen prüfen, ob sie noch funktionieren oder von Reisenden kaputt gemacht worden sind.
Auch dürfte klar sein, dass Züge nicht einfach mal umgeleitet werden können, damit Herr Autor pünktlich an sein gewünschtes Ziel kommt. Immerhin sind die Verbindungen getaktet und es ist nicht wie auf einer Straße, auf der man einfach mal drehen könnte.
Natürlich ist es so, dass die Leute heute ohne Rücksicht laut Telefonieren. Wenn es ganz schlecht kommt, hört man den Gegenpart noch. Oder die Leute zappen durch ihre TikTok Videos und lassen lautstark die Musik mitlaufen. Es ist eben so. Und wenn es den Autor so stört, dass er über ein Telefonat ein eigenes Kapitel schreibt, dann sollte er über einen Gehörschutz nachdenken. Es gibt da tolle Kopfhörer, die kann man auf der Baustelle anziehen und die dämpfen fast alles weg.
Das Hörbuch beendet habe ich nach der Story mit den Kühen im Gleis. Da regt sich der Autor tatsächlich darüber auf, dass der Zug gehalten hat. Und als es weiter ging, da gar keine Kühe waren. Und wieso stehen Kühe im Gleisbett, die sind doch im Stall. Außerdem glaubt er zu wissen, dass da nie Kühe standen, weil er keine gesehen hat.
Joa, Städter würde ich sagen. Noch nie Kühe auf der Wiese gesehen. Und nur, weil keine mehr da waren, zumindest auf der Seite, aus der er heraus sehen konnte, gab es dann auch keine.
Tja, was soll ich dazu noch sagen. Böse Bahn, an allem Schuld und bleibt aus Jux und Dollerei dann auch einfach mal stehen und gibt als Grund „Kühe im Gleis“ an.
Nein, für mich war das nicht lustig. Ich habe nicht einmal geschmunzelt. Ich war einfach nur von so viel Nörgelei genervt.
Daher gibt es hier von mir nur 1 Stern.
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