Produktbild: Einmal freiere Lüfte atmen: Schellings Idee der Freiheit

Einmal freiere Lüfte atmen: Schellings Idee der Freiheit Zum Geist der Bürgerstadt Leipzig (1796–1822)

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42,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.05.2024

Verlag

Angelika Lenz Verlag

Seitenzahl

535

Maße (L/B/H)

21,1/14,9/3,5 cm

Gewicht

678 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-943624-88-5

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.05.2024

Verlag

Angelika Lenz Verlag

Seitenzahl

535

Maße (L/B/H)

21,1/14,9/3,5 cm

Gewicht

678 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-943624-88-5

Herstelleradresse

Lenz, Angelika Verlag
Beethovenstraße 96
63263 Neu-Isenburg
DE

Email: info@lenz-verlag.de

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Aspekte der Aufklärung für das 21. Jarhundert

Bewertung am 01.08.2024

Bewertungsnummer: 2257950

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Konrad Lindner, promovierter und habilitierter Philosoph aus Leipzig, der auf Grund seiner damaligen überzeugten ideologischen Verwurzelung im Marxismus-Leninismus, aber auch - und damit unmittelbar zusammenhängend - aus psychischen Gründen nach der Wende für die akademische Forschung und Lehre nicht mehr in Frage kam und 1992 in den Beruf des (Wissenschafts-) Journalisten wechselte, hat zum anstehenden 250. Geburtstag des Philosophen Friedrich Wilhelm Schelling im Januar 2025 ein umfangreiches Buch vorgelegt, in dem er die Leipziger Jahre des Tübinger Studienfreundes von Hegel und Hölderlin aus Schriften, Briefen und weiteren Zeitdokumenten lebendig werden lässt. Die Bürger- und Universitätsstadt Leipzig wird dabei bis in die Gegenwart als Hort der Freiheit und der Forschung sichtbar und gefeiert. Das Buch zeichnet sich durch umfangreiche und gründliche Kenntnisse, eine Vielfalt an Perspektiven, akribische Recherchen und zielführende Imagination aus, wobei das frühe Interesse an der Natur- und Freiheitsphilosophie Schellings auf anregende und unterhaltsame Weise mit späteren Interviews des Wissenschaftsjournalisten - u.a. mit dem Physiker und Philosophen Carl Friedrich von Weizäcker - und lebensgeschichtlichen Ereignissen verknüpft wird. Aktuellen Anregungen folgend hat Lindner sich dabei auch auf das Werk des Lyrikers Reiner Kunze bezogen, der sich als junger Assistent im "Roten Kloster", der Kaderschmiede der SED, aus eigener Kraft aus ideologischer Verblendung und Parteihörigkeit befreit hat. Eine späte Entdeckung, deren Kraft und Frische das Buch inhaltlich dennoch bereichert. Sehnsucht als Urgrund der Freiheit, Philosophie und Dichtung wird dabei als urromantisches Motiv ebenso sichtbar wie der Fluss als zentrale Metapher für Leben und Denken. Alles fließt, ist in ständiger Bewegung, Veränderung. Gegensätze gehen wechselseitig auseinander hervor, bedingen Werden und ermöglichen Ganzheit. Denken ist Überschreiten, wie Lindner anknüpfend an Ernst Bloch resümiert. Und Gott, der Geist ist, kein abstraktes (über-) personales Wesen, das jenseits der Welt als wunscherfüllende, lenkende und bestrafende Instanz angesiedelt ist, sondern die Gesamtheit der personalen Vollzüge real existierender, sich nach Liebe, Verständnis, Freiheit und Frieden sehnender Menschenwesen. Lindners Buch bringt damit wesentliche Aspekte der Aufklärung erhellend zur Sprache, die auch das 21. Jahrhundert immer noch dringend gebrauchen kann. Seiner Offenheit und Aufrichtigkeit in biografischen Angelegenheiten entspricht seine Gründlichkeit und Ausgewogenheit des Urteils in geschichtlicher Hinsicht, wobei ein Anliegen damals wie heute besonders deutlich wird: Im dialogischen Bemühen um Wahrheit einander mit Respekt und Würde zu begegnen und nicht zu vergessen, dass Wissenschaft von Menschen für Menschen gemacht wird. Lindner ist es mit diesem Buch eindrucksvoll gelungen, wertvolle Gedanken- und Erlebnis-Fäden zu bündeln und zu einem lebendigen Gewebe zu verdichten. Beigefügt sind dem Buch 19 Aquarelle des Autors aus dem Jahr 2023, die auf ansprechende Weise das ergänzen, was in dem Geschriebenen ungesagt bleiben muss.“ (Benedikt Maria Trappen in DAMARU)

Aspekte der Aufklärung für das 21. Jarhundert

Bewertung am 01.08.2024
Bewertungsnummer: 2257950
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Konrad Lindner, promovierter und habilitierter Philosoph aus Leipzig, der auf Grund seiner damaligen überzeugten ideologischen Verwurzelung im Marxismus-Leninismus, aber auch - und damit unmittelbar zusammenhängend - aus psychischen Gründen nach der Wende für die akademische Forschung und Lehre nicht mehr in Frage kam und 1992 in den Beruf des (Wissenschafts-) Journalisten wechselte, hat zum anstehenden 250. Geburtstag des Philosophen Friedrich Wilhelm Schelling im Januar 2025 ein umfangreiches Buch vorgelegt, in dem er die Leipziger Jahre des Tübinger Studienfreundes von Hegel und Hölderlin aus Schriften, Briefen und weiteren Zeitdokumenten lebendig werden lässt. Die Bürger- und Universitätsstadt Leipzig wird dabei bis in die Gegenwart als Hort der Freiheit und der Forschung sichtbar und gefeiert. Das Buch zeichnet sich durch umfangreiche und gründliche Kenntnisse, eine Vielfalt an Perspektiven, akribische Recherchen und zielführende Imagination aus, wobei das frühe Interesse an der Natur- und Freiheitsphilosophie Schellings auf anregende und unterhaltsame Weise mit späteren Interviews des Wissenschaftsjournalisten - u.a. mit dem Physiker und Philosophen Carl Friedrich von Weizäcker - und lebensgeschichtlichen Ereignissen verknüpft wird. Aktuellen Anregungen folgend hat Lindner sich dabei auch auf das Werk des Lyrikers Reiner Kunze bezogen, der sich als junger Assistent im "Roten Kloster", der Kaderschmiede der SED, aus eigener Kraft aus ideologischer Verblendung und Parteihörigkeit befreit hat. Eine späte Entdeckung, deren Kraft und Frische das Buch inhaltlich dennoch bereichert. Sehnsucht als Urgrund der Freiheit, Philosophie und Dichtung wird dabei als urromantisches Motiv ebenso sichtbar wie der Fluss als zentrale Metapher für Leben und Denken. Alles fließt, ist in ständiger Bewegung, Veränderung. Gegensätze gehen wechselseitig auseinander hervor, bedingen Werden und ermöglichen Ganzheit. Denken ist Überschreiten, wie Lindner anknüpfend an Ernst Bloch resümiert. Und Gott, der Geist ist, kein abstraktes (über-) personales Wesen, das jenseits der Welt als wunscherfüllende, lenkende und bestrafende Instanz angesiedelt ist, sondern die Gesamtheit der personalen Vollzüge real existierender, sich nach Liebe, Verständnis, Freiheit und Frieden sehnender Menschenwesen. Lindners Buch bringt damit wesentliche Aspekte der Aufklärung erhellend zur Sprache, die auch das 21. Jahrhundert immer noch dringend gebrauchen kann. Seiner Offenheit und Aufrichtigkeit in biografischen Angelegenheiten entspricht seine Gründlichkeit und Ausgewogenheit des Urteils in geschichtlicher Hinsicht, wobei ein Anliegen damals wie heute besonders deutlich wird: Im dialogischen Bemühen um Wahrheit einander mit Respekt und Würde zu begegnen und nicht zu vergessen, dass Wissenschaft von Menschen für Menschen gemacht wird. Lindner ist es mit diesem Buch eindrucksvoll gelungen, wertvolle Gedanken- und Erlebnis-Fäden zu bündeln und zu einem lebendigen Gewebe zu verdichten. Beigefügt sind dem Buch 19 Aquarelle des Autors aus dem Jahr 2023, die auf ansprechende Weise das ergänzen, was in dem Geschriebenen ungesagt bleiben muss.“ (Benedikt Maria Trappen in DAMARU)

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Einmal freiere Lüfte atmen: Schellings Idee der Freiheit

von Konrad Lindner

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  • Produktbild: Einmal freiere Lüfte atmen: Schellings Idee der Freiheit
  • . Denkfreiheit 1789 und 1989 13

    1. Im Atem einer Bürgerstadt –
    Schellings Leipziger Briefe an die Eltern 29
    1. 1. Hegel ins Vertrauen gezogen 31
    1. 2. Schellings Reisetagebuch 32
    1. 3. Desto schöner ist Leipzig von außen 34
    1. 4. Wenn Theologen streiten, geht's hoch her 39
    1. 5. Bach – der Gott der Harmonie 42
    1. 6. Farbe des Feuers bei Rubens erblickt 48
    1. 7. Der in Allegorien starke Oeser 52
    1. 8. Klatsch über Schiller:
    Man wird nicht froh in seinem Umgang 58
    1. 9. Bücherwurm erblickt Basedows Schriften 60
    1. 10. Einen nächtlichen Vulkan im Blick 64
    1. 11. Im Streit mit Professor Heydenreich 67
    1. 12. Durch das herrliche Brandenburger Tor 70
    1. 13. Auf verschiedenen Wegen dem Ziel entgegen 74
    1. 14. In Philosophie und Bildung alles wagen 76
    1. 15. Stadt mit Sternwarte 79
    1. 16. Adjeu Vaterland! 86
    1. 17. Professor Fichte wünscht sich Schelling nach Jena 89
    1. 18. In Beygangs Museum angetroffen 92
    1. 19. Schlaflose Nächte über tierische Elektrizität 95
    1. 20. Es ist Glück, nach Jena gerufen zu werden 98
    1. 21. Aufnahme in die Linnéische Sozietät 101
    1. 22. Galerie in Besitz genommen 105
    1. 23. Heilige Nacht auf Pappelholz 107
    1. 24. Eine echte Urnatur 109
    1. 25. Gottesbegriff als Freiheitsbegriff formuliert 111
    1. 26. Bürgermeister Müller 116
    1. 27. Schelling-Schätze für die Ratsbibliothek 119

    2. Natur und Freiheit denken –
    der Leipziger Ansatz des jungen Schelling 125
    2. 1. Zum Begriff der Freiheit 126
    2. 2. Berner Aufforderung zum Dialog 128
    2. 3. In Briefen kommt eine Revolution in Fluss 131
    2. 4. Gott verzeih' mir die Sünde: Ein großes Buch 135
    2. 5. Identität von Geist und Natur 140
    2. 6. Sozialität des Geistes 146
    2. 7. Grundfrage aller Philosophie richtig beantworten 148
    2. 8. Den Geist macht das „Element Freyheit“ aus 152
    2. 9. Freiheit als Element technologischen Handelns 155
    2.10. Eine philosophische Revolution
    in Leipzig fortgeschrieben 158
    2.11. Kein Zweifel, dass in „jeder Brust Freyheit wohne“ 161
    2.12. Unser Geist ist nicht leise, sondern laut 163
    2.13. Zusammenhang von Menschenleib
    und Erdenleib entdeckt 168
    2.14. Bewusst-Sein ist Leib-Sein 171
    2.15. Weisheit des Leibes und der Sinn von Wahnsinn 174

    3. In-der-Welt-Sein
    von Pflanze, Tier und Mensch erkunden 182
    3. 1. Start mit Timaios-Artikel 183
    3. 2. Begriff von der Weltseele 185
    3. 3. Innere Künstlerin, welche die Materie formt 188
    3. 4. Pflanzen sind sonnenförmige Wesen 191
    3. 5. Sonnenofen Blatt produziert Atmosphäre 195
    3. 6. Lebensbedürfnis Luft 198

    4. Leib und Leben der Pflanze -
    in Schellings Schrift Von der Weltseele 202
    4. 1. Linné in London: Urmeter der Biologie 204
    4. 2. Zur Freude von Goethe 210
    4. 3. Alles ist Blatt 214
    4. 4. Pflanzen sind leibliche und zeitliche Wesen 218
    4. 5. Blatt und Lunge in ihrer Koexistenz begreifen 223
    4. 6. Sein der Pflanze gipfelt in Individualisierung zur Blüte 226
    4. 7. Sexualität ist Ausbilden und Mischen des Verschiedenen 230
    4. 8. Nach Einheit und Ursprung des Lebenden fragen 233
    4. 9. Von der Erzeugung der produktiven Organe 240

    5. Seinslogische Denkimpulse 245
    5. 1. Sphären des Seienden 247
    5. 2. Alles fließt 251
    5. 3. Ökonomie der Natur 256
    5. 4. Musikinstrument Erde 262
    5. 5. List der Vernunft 270
    5. 6. Logik des Überschreitens 275
    5. 7. Fließfreiheit durch Ballon 282
    5. 8. Über die Seele 289
    5. 9. Differenz von Traum und Psychose 293
    5. 10. Ontologie der Malerei 299

    6. Sehnsucht definieren –
    Reiner Kunze und Ernst Bloch über das Fließen 309
    6. 1. Fließfreiheit 309
    6. 2. Liebesgedicht, aber auch ein Lehrgedicht 311
    6. 3. Im Dialog mit Heraklit 316
    6. 4. Bürger- und Blochstadt Leipzig 321
    6. 5. Zauberlehrlingseffekte 324
    6. 6. Wissen und Werte sind zu scheiden 327
    6. 7. Deutscher Kongress für Philosophie 1996 329
    6. 8. Bloch-Zeit begann als Aufbruchs-Zeit 331
    6. 9. Freiheit ist ein Vermögen des Guten und Bösen 334
    6. 10. Dichterkopf geballten Denkens 338
    6. 11. Kaum ein Virus und doch von Sehnsucht erfüllt 341
    6. 12. Sinnkritisches Philosophieren in Leipzig 344

    7. Wissensfluss im Geiste von Schellings Ideen –
    Oken rief für 1822 Naturforscher und Ärzte
    nach Leipzig 349
    7. 1. Leipziger Geist 350
    7. 2. Schellings Ideen im Leipziger Kontext 351
    7. 3. Oken saß in Schellings Würzburger Vorlesung 354
    7. 4. Berufsverbot in Jena, aber Isis-Erfolg in Leipzig 356
    7. 5. Ein freundliches Gesicht ist hinlänglicher Reiseapparat 359
    7. 6. Im September 1822 in Rudolphs Garten 362
    7. 7. Journal Isis über die Versammlung von 1822 in Leipzig 365
    7. 8. Schelling zur Begriffslogik:
    Unser Geist strebt nach Einheit 369
    7. 9. Ørsted im Juli 1820: Elektrizität bewegt Magnetnadel 373
    7. 10. Hegel über Ørsted's Entdeckung 376
    7. 11. Die Nacht, worin alle Kühe schwarz sind 380

    8. Ausklang: Treffen in Karlsbad 1829 388

    9. Hegel-Medaille für Karl Schelling 393

    10. Zusammenschau 397

    11. Dem Mozart der Philosophie auf der Spur –
    eine Danksagung in biographischen Schritten 404

    12. Widmung 427

    13. Literaturverzeichnis 430

    14. Verkaufskataloge der Bibliotheken
    Leipziger Professoren 468

    15. Verzeichnis der Aquarelle 473

    16. Zur Person 375

    17. Anmerkungen 477