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Schnabl

1. Deutschlands fette Jahre sind vorbei

Deutschlands fette Jahre sind vorbei Wie es dazu kam und wie wir ein neues Wirtschaftswunder schaffen können

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Peter Paulun

Spieldauer

10 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.04.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

71

Verlag

Finanzbuch Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783986091866

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Peter Paulun

Spieldauer

10 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.04.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

71

Verlag

Finanzbuch Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783986091866

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  • VolkerM

    5/5

    19.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wirtschafts- und Klimaminister…

    Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck definiert in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2023 neben dem Bruttoinlandsprodukt 34 neue Wohlstandsindikatoren, darunter die Zahl der Windkraftanlagen, die Zahl der ausländischen Beschäftigten, Frauen in Führungspositionen oder Existenzgründungen durch Frauen. Doch hilft das Schönrechnen von Wachstum und das ideologische Framing nicht über die Tatsache hinweg, dass die deutsche Wirtschaft ins Straucheln geraten ist und wir bereits heute Wohlstand verlieren. Gunther Schnabl, Professor an der Universität Leipzig, analysiert in seinem Buch sachlich, nüchtern und allgemein verständlich die Gründe für den wirtschaftlichen Niedergang und den Kaufkraftverlust großer Teile der deutschen Bevölkerung und zeigt, dass Wohlstand nur durch Produktivitätssteigerung bei moderaten Sozialausgaben möglich ist. Die Gründe für den Wohlstandsverlust sind vielfältig. Die Politik hat durch zahlreiche wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen die falschen Weichen gestellt, wobei die Krisen der letzten Jahre (Finanz- und Eurokrise, Corona-Pandemie, Flüchtlingskrise, Ukraine-Krieg) als Brandbeschleuniger gewirkt haben, wie Schnabl in seinen gründlichen Analysen deutlich macht. Er geht auf die Konstruktionsfehler der Europäischen Währungsunion ein (keine gemeinsame Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik, keine Abwertung des Euro möglich) und kritisiert die Europäische Zentralbank für ihre wirtschaftspolitischen Eingriffe (Geldschwemme, unbegrenzte Anleihekäufe, Staatsfinanzierung, Manipulation der Inflationsrate). Er zeigt auch, dass unsere vermeintlichen Exporterfolge zwar die Illusion eines reichen Landes nähren, in Wirklichkeit aber „ins Ausland verschenkter Wohlstand“ sind. Vor allem aber kritisiert er den Investitionsstau und die ausufernden Sozialausgaben, die sich immer deutlicher als Wachstumsbremse erweisen. Er benennt die Ursachen und wagt sich auch an das Thema Migration heran. Viel Spielraum bleibt nicht mehr, wie der Anteil der Sozialausgaben am Bundeshaushalt zeigt. Er lag 2022 bei 46,5 Prozent und stieg 2023 bereits auf knapp 53 Prozent. Weitere Themen sind die verfehlte Umwelt-, Energie- und Klimapolitik sowie der Bürokratiewahnsinn und der Arbeitskräftemangel als Standortnachteil. Besonders kritisch sieht er die europäischen Institutionen wie die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank, die seiner Meinung nach erheblich an Glaubwürdigkeit verloren haben, sowie die zentralistische und linkslastige Politik, die mittelfristig unsere Freiheit bedroht. Aber auch die Ampelregierung bekommt ihr Fett weg und Schnabl nennt schonungslos die Gründe, warum die marktwirtschaftliche Ordnung gestört ist und es den Anschein hat, dass vor allem die deutsche Politik den Solidaritätsgedanken der Sozialen Marktwirtschaft und ihre Moralvorstellungen (siehe Lieferkettengesetz, Asylpolitik) auf die ganze Welt ausdehnen will. Der deutsche Wohlfahrtsstaat sei nicht mehr bezahlbar, so Schnabl, der eine Rückbesinnung auf die Prinzipien Ludwig Erhards fordert. Nur mit einer stabilitätsorientierten Geldpolitik, Kürzungen der Staatsausgaben und einer umfassenden Deregulierung könne der Wohlstand in Europa gesichert werden. Seine Lösungsansätze sind plausibel und einleuchtend, doch ein Paradigmenwechsel in der Politik ist nicht zu erwarten, wie der Ökonom selbst resigniert feststellt: „Es scheint, als ob der schleichende Weg in die Planwirtschaft der politisch einfachere ist.“. „Deutschlands fette Jahre“ ist kein Gute-Laune-Buch. Ohne Polemik, Haudrauf-Rhetorik und Verschwörungstheorien analysiert Prof. Dr. Gunther Schnabl die aktuellen Probleme und Ursachen unseres Wohlstandsverlustes. Er spricht Klartext, argumentiert faktenbasiert und entzaubert damit so manches von der Politik verbreitete Narrativ. Auf ein Wirtschaftswunder werden wir wohl vergeblich warten. (Das Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)

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