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Radieschen-Revolution

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2024

Verlag

Otto Müller Verlag GmbH

Seitenzahl

252

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,3 cm

Gewicht

360 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7013-1320-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2024

Verlag

Otto Müller Verlag GmbH

Seitenzahl

252

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,3 cm

Gewicht

360 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7013-1320-4

Herstelleradresse

Otto Müller Verlag GmbH
Ernest-Thun-Straße 11|5020|Salzburg|AT
info@omvs.at

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Kleingartenverein mit Befindlichkeiten

MarieOn am 10.09.2024

Bewertungsnummer: 2289198

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der introvertierte Gerd liest und bespricht Bücher. Jetzt soll er sich aufraffen, am Wochenende seiner Freundin Elfie zur Hand zu gehen, denn sie hat ein Beet gepachtet. Es werde ihm guttun, glaubt sie und strahlt ihn mit roten Wangen und zerzausten Haaren an. Gerd will nicht, bliebe am liebsten an seinem Schreibtisch sitzen, um in Dateien zu wühlen und Wortunkraut zu rupfen, aber das sagt er nicht. Im Laufe des nächsten Vormittags lernt Gerd die anderen Gärtner kennen. Ekke taucht die Mistgabel in den Kompost und befördert alles an unverdautem und sperrigem Gestrüpp in die Büsche. Gerd packt an und erzählt von den Birnbäumen und seinem Opa, wie der die Kreissäge bedient hat. Ekke ist Lehrer, unterrichtet Werkeln und Kunst. Er kennt den Literaturkritiker Gerd aus der Zeitung. Allmählich trudeln die anderen ein und kümmern sich um ihre Beete. Schon bald lernt Gerd die andere Seite der Kleingärtnerei kennen, die Vereinsmeierei. Erwin, der Obmann, will, dass der Tümpel zugeschüttet wird, zu gefährlich. Die Allgemeinheit müsse für den Heckenrückschnitt sorgen, damit die Anlage präsentabel ist. Ab 22 Uhr müssen alle das Gelände verlassen haben, dann muss Ruhe herrschen. Die Einhaltung der Vorschriften wird mit Argusaugen von einem der oberen Balkone beäugt und wenn nötig dokumentiert. Gerd macht seine Elfie glücklich, weil er sich mit dem ganzen Körper in die Anlage hineinkniet. Umso tiefer geht sein Groll, als man Elfie und ihn des Vereins verweist. Doch Gerd hat vom Kompost geleckt und ruft sofort einen eigenen Kleingarten ins Leben, nicht so zur Freude Elfies, die wieder mehr Zeit mit Gerd und allem, was Gerd zur Verfügung steht, verbringen möchte. Fazit: Christian Lorenz Müller hat eine feine Geschichte über eine Nachbarschaft geschrieben, die sich in der Stadt eine Insel geschaffen hat, um ihre Naturverbundenheit auszuleben. Doch wie immer, wenn mehrere Charaktere zusammengewürfelt werden, entwickeln sich Schwierigkeiten. Der Autor hat subtil die Befindlichkeiten aller Darsteller herausgearbeitet. Der Protagonist hängt sich voll rein, knüpft die Kontakte für das neue Projekt und andere wollen von ihm profitieren, sich mit seinen Federn schmücken. Mit feiner Ironie beleuchtet der Autor menschliche Abgründe. Am Ende haben alle Beteiligten an Lebenserfahrung gewonnen. Lesenswert.

Kleingartenverein mit Befindlichkeiten

MarieOn am 10.09.2024
Bewertungsnummer: 2289198
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der introvertierte Gerd liest und bespricht Bücher. Jetzt soll er sich aufraffen, am Wochenende seiner Freundin Elfie zur Hand zu gehen, denn sie hat ein Beet gepachtet. Es werde ihm guttun, glaubt sie und strahlt ihn mit roten Wangen und zerzausten Haaren an. Gerd will nicht, bliebe am liebsten an seinem Schreibtisch sitzen, um in Dateien zu wühlen und Wortunkraut zu rupfen, aber das sagt er nicht. Im Laufe des nächsten Vormittags lernt Gerd die anderen Gärtner kennen. Ekke taucht die Mistgabel in den Kompost und befördert alles an unverdautem und sperrigem Gestrüpp in die Büsche. Gerd packt an und erzählt von den Birnbäumen und seinem Opa, wie der die Kreissäge bedient hat. Ekke ist Lehrer, unterrichtet Werkeln und Kunst. Er kennt den Literaturkritiker Gerd aus der Zeitung. Allmählich trudeln die anderen ein und kümmern sich um ihre Beete. Schon bald lernt Gerd die andere Seite der Kleingärtnerei kennen, die Vereinsmeierei. Erwin, der Obmann, will, dass der Tümpel zugeschüttet wird, zu gefährlich. Die Allgemeinheit müsse für den Heckenrückschnitt sorgen, damit die Anlage präsentabel ist. Ab 22 Uhr müssen alle das Gelände verlassen haben, dann muss Ruhe herrschen. Die Einhaltung der Vorschriften wird mit Argusaugen von einem der oberen Balkone beäugt und wenn nötig dokumentiert. Gerd macht seine Elfie glücklich, weil er sich mit dem ganzen Körper in die Anlage hineinkniet. Umso tiefer geht sein Groll, als man Elfie und ihn des Vereins verweist. Doch Gerd hat vom Kompost geleckt und ruft sofort einen eigenen Kleingarten ins Leben, nicht so zur Freude Elfies, die wieder mehr Zeit mit Gerd und allem, was Gerd zur Verfügung steht, verbringen möchte. Fazit: Christian Lorenz Müller hat eine feine Geschichte über eine Nachbarschaft geschrieben, die sich in der Stadt eine Insel geschaffen hat, um ihre Naturverbundenheit auszuleben. Doch wie immer, wenn mehrere Charaktere zusammengewürfelt werden, entwickeln sich Schwierigkeiten. Der Autor hat subtil die Befindlichkeiten aller Darsteller herausgearbeitet. Der Protagonist hängt sich voll rein, knüpft die Kontakte für das neue Projekt und andere wollen von ihm profitieren, sich mit seinen Federn schmücken. Mit feiner Ironie beleuchtet der Autor menschliche Abgründe. Am Ende haben alle Beteiligten an Lebenserfahrung gewonnen. Lesenswert.

Machtkampf im Radieschengarten

yellowdog am 27.08.2024

Bewertungsnummer: 2277212

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch zeigt Gerd, ein Literaturkritiker, der seine Liebe zum Gärtnern entdeckt und seinen Weg zum eigenes gegründeten Gemeinschaftsgarten. Die Sprache ist überraschend und wirkt im Tonfall wie aus den sechziger Jahren. Gemäßigt wird das durch einige moderne Begriffe. Den Einsatz des betulichen in der Sprache verstehe ich als eine Art Ironie. Das schließe ich auch aus den drolligen Kapitelüberschriften und den Dialogen. Das wird zum Ende hin immer überdrehter. Wer für diese Art Ironie etwas übrig hat, wird den Roman amüsant finden.

Machtkampf im Radieschengarten

yellowdog am 27.08.2024
Bewertungsnummer: 2277212
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch zeigt Gerd, ein Literaturkritiker, der seine Liebe zum Gärtnern entdeckt und seinen Weg zum eigenes gegründeten Gemeinschaftsgarten. Die Sprache ist überraschend und wirkt im Tonfall wie aus den sechziger Jahren. Gemäßigt wird das durch einige moderne Begriffe. Den Einsatz des betulichen in der Sprache verstehe ich als eine Art Ironie. Das schließe ich auch aus den drolligen Kapitelüberschriften und den Dialogen. Das wird zum Ende hin immer überdrehter. Wer für diese Art Ironie etwas übrig hat, wird den Roman amüsant finden.

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