David hat ein siegessicheres Vorbild: Jene überwältigende Statue aus Marmor, die seit Jahrhunderten die Menschen fasziniert. Als auch er in Florenz an der Hand seines Vaters vor dem Kunstwerk Michelangelos steht, weiß er, dass es nicht einfach werden wird. Von der Stärke, die David zugesprochen wird, spürt er selbst nicht viel. Wo fing es an? Um diese zentrale Frage kreist der Roman, der die Geschichte eines Suchenden erzählt. Als Kind sucht David seine Stärke im Wald, während er sich mit dem Großvater um Tiere und den Baumbestand kümmert. Als Heranwachsender sucht er seinen Widerstand in den Kunstwerken, die er mit dem Vater in dessen Museum betrachtet. Er will Künstler werden, beginnt ein Studium der Bildhauerei und scheitert an den eigenen Anforderungen, verliebt sich und wird verlassen, reist ans andere Ende der Welt und findet Briefe, deren Geheimnisse zu einer schmerzlichen Erfahrung werden, die alles infrage stellen. Im Zimtlicht des zu Ende gehenden Jahres erzählt sich Davids Geschichte neu und gibt endlich Antworten.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Buch_im_Koffer
aus Münster
5/5
06.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschöner Roman über die Kunst und die Kunst, erwachsen zu werden
David wächst bei seinen Eltern und dem Großvater in einem liebevollen, warmherzigen und dem Leben zugewandten Umfeld auf. Der Vater ist Museumsdirektor und erweckt in dem Jungen schon früh die Liebe zur Kunst; der Großvater nimmt ihn regelmäßig mit in den Wald und lehrt ihn den Schutz der Natur. Die Familie liebt und unterstützt ihn, bestärkt ihn in seinen Entscheidungen und ist stolz auf ihn.
Und doch hadert David, benannt nach der größten aller Skulpturen der Antike, Michelangelos Meisterwerk. Wer ist er schon im Vergleich zu diesem perfekten Helden? Zu dieser makellosen, kraftstrotzenden Schönheit? Diesem Inbegriff an Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Bewunderung. Und so verzagt David, still und in sich gekehrt, „eigenartig“ auf seine Art. Er geht Schritt für Schritt durch das Leben, zögert, vergleicht, beurteilt, fühlt sich nicht gut genug. Und doch macht er seinen Weg.
Die Erzählsprache dieses Romans ist ein Kunstwerk für sich! Minu Ghedina schreibt in einer poetischen, bildgewaltigen und intensiven Art, dass man sich nicht „sattlesen“ kann. Ein Satz schöner als der nächste und mehr als einmal musste ich innehalten, atmen, lächeln, weiterlesen. Ein Roman, der seine Zeit braucht, um sich voll zu entfalten und zu wirken.
Selten hat mich ein Roman emotional auf so viele Arten ergriffen, wie dieser hier. Ich möchte diesen David in den Arm nehmen und ihm Zuversicht zusprechen, mit dem Großvater durch den Wald gehen und von ihm lernen, mit dem Vater ein Museum besuchen und seine Version zum Kunstwerk hören. Und ich möchte David sagen, dass er auf seine Art genau dieser David ist, den Michelangelo da geschaffen hat.
Ein wunderschöner Coming-of-Age Roman, der sich so perfekt in die Herbststimmung einfügt, dass es eine wahre Freude ist! Leseempfehlung, Jahreshighlight, Herzensbuch!
Buch_im_Koffer
5/5
06.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderschöner Roman über…
Ein wunderschöner Roman über das Erwachsenwerden -David wächst bei seinen Eltern und dem Großvater in einem liebevollen, warmherzigen und dem Leben zugewandten Umfeld auf. Der Vater ist Museumsdirektor und erweckt in dem Jungen schon früh die Liebe zur Kunst; der Großvater nimmt ihn regelmäßig mit in den Wald und lehrt ihn den Schutz der Natur. Die Familie liebt und unterstützt ihn, bestärkt ihn in seinen Entscheidungen und ist stolz auf ihn. Und doch hadert David, benannt nach der größten aller Skulpturen der Antike, Michelangelos Meisterwerk. Wer ist er schon im Vergleich zu diesem perfekten Helden? Zu dieser makellosen, kraftstrotzenden Schönheit? Diesem Inbegriff an Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Bewunderung. Und so verzagt David, still und in sich gekehrt, „eigenartig“ auf seine Art. Er geht Schritt für Schritt durch das Leben, zögert, vergleicht, beurteilt, fühlt sich nicht gut genug. Und doch macht er seinen Weg. Die Erzählsprache dieses Romans ist ein Kunstwerk für sich! Minu Ghedina schreibt in einer poetischen, bildgewaltigen und intensiven Art, dass man sich nicht „sattlesen“ kann. Ein Satz schöner als der nächste und mehr als einmal musste ich innehalten, atmen, lächeln, weiterlesen. Ein Roman, der seine Zeit braucht, um sich voll zu entfalten und zu wirken. Selten hat mich ein Roman emotional auf so viele Arten ergriffen, wie dieser hier. Ich möchte diesen David in den Arm nehmen und ihm Zuversicht zusprechen, mit dem Großvater durch den Wald gehen und von ihm lernen, mit dem Vater ein Museum besuchen und seine Version zum Kunstwerk hören. Und ich möchte David sagen, dass er auf seine Art genau dieser David ist, den Michelangelo da geschaffen hat. Ein wunderschöner Coming-of-Age Roman, der sich so perfekt in die Herbststimmung einfügt, dass es eine wahre Freude ist! Leseempfehlung, Jahreshighlight, Herzensbuch!
MarcoL
aus Füssen
5/5
01.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Coming-of-Age Roman der…
Ein Coming-of-Age Roman der besonderen Art. Sprachlich eine Genuss sondergleichen. Bin ich mir, bin ich dir genug? Bin ich überhaupt jemandem genug? Diese Fragen treiben David durch den Roman, er hat hohe Ansprüche an sich, an denen er laufend droht zu zerbrechen. Er sucht sich seine Zukunft, immer von der Furcht begleitet, irgendetwas falsch zu machen, oder sein Umfeld zu enttäuschen, anstatt seinem Inneren zu folgen. Dabei verschließt er sich in seine eigene aufgetürmte Mauer, ist wortkarg anstatt auszusprechen, was ihn bedrückt, oder was er möchte. Er ist sehr sensibel mit einem hohen Sinn für Gerechtigkeit, liebt dank seinem Großvater die Natur, und wächst in einem behütenden Umfeld voller familiärer Liebe auf. Er ist ein guter, feiner Kerl, aber auf seiner Reise ins Erwachsenenleben ist es eine Odyssee durch Gefühle der verschiedensten Art. Wie kann man sich auch in der Welt zurecht, und den Platz im Leben finden, der einen aufnimmt, wenn man von den Launen anderer Menschen von einem Eck ins andere geworfen wird. Seinen Namen verdankt David der gleichnamigen Skulptur von Michelangelo. Sein Vater ist Museumsleiter und ein glühender Anhänger dieses zeitlosen Werkes. Es strahlt Stärke aus, perfekte Proportionen, den Blick in die Ferne, auf den bevorstehenden Sieg gegen Goliath gerichtet. Wir kennen die biblische Geschichte, die Inspiration zur fünf Meter hohen Statue aus Marmor war. David fühlt sich dadurch angesprochen, möchte Stärke beweisen. Er scheint sich in dieser Kunstfigur manchmal zu sehr zu verrennen. Er sucht andere Wege. Als Kind zum Beispiel mit seinem Großvater im Wald. Oder zaghafte Anfänge als Bildhauer bei Bernhard, einem Freund seines Vaters. Mit den Mädchen klappt es auch nicht so recht, zu verschlossen sei er, seltsam. Aber wie soll er sich auch artikulieren, wenn er sich selbst nicht kennt. Wir begleiten David durch verschiedene Stationen seines jungen Lebens, versucht sich letztendlich im Jus-Studium, lernt hart. Nebenbei boxt er, damit sein Körper seinem angedachten Namenspatron gerecht wird. Nach dem Tod seines Großvaters entdeckt David Briefe, die er seiner verstorbenen Schwester geschrieben hat. Ein gut gehütetes Geheimnis offenbart sich. Es ist ein Coming-of-Age Roman der ganz besonderen Art. Die Autorin, selbst Bildhauerin, lässt uns an ihrer Liebe zur Kunst teilhaben und stellt die Möglichkeit bereit, in diese (für mich) unbekannte Welt zwischen Marmor und Meisel einzutauchen. Die Sprache ist eine Wucht mit derart poetischen und wunderbaren Sätzen, jeder einzelne eine Kunstform für sich, die eingerahmt werden möchten. So wie Michelangelo bereits im rohen Stein das Werk sah, so befreit Minu Ghedina die Sprache von Ballast und lässt sie in ihrer eigenen Pracht erstrahlen. Manchmal, das muss ich zugeben, war es beinahe schon eine erschlagende literarische Kraft, die mich das Buch auskosten ließ – und auch dementsprechend langsam war der Leseprozess, bei dem ich mir tatsächlich von Zeit zu Zeit im Stillen gewünscht hatte, die Geschichte möchte sich straffen. Zum Glück tat sie das aber nicht, und so konnten diese wunderbaren Zeilen knappe 400 Seiten lang dazu dienen, den David zu formen, und das Leseherz zu beglücken. Das ist pure Kunst! Ganz große Leseempfehlung und vielen Dank an den Verlag, für die Anfrage und das Bereitstellen des Leseexemplars. Es bekommt einen ganz besonderen Platz in meiner Bibliothek.
MarcoL
aus Füssen
5/5
01.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Coming-of-Age Roman der besonderen Art. Sprachlich eine Genuss sondergleichen.
Bin ich mir, bin ich dir genug? Bin ich überhaupt jemandem genug?
Diese Fragen treiben David durch den Roman, er hat hohe Ansprüche an sich, an denen er laufend droht zu zerbrechen. Er sucht sich seine Zukunft, immer von der Furcht begleitet, irgendetwas falsch zu machen, oder sein Umfeld zu enttäuschen, anstatt seinem Inneren zu folgen. Dabei verschließt er sich in seine eigene aufgetürmte Mauer, ist wortkarg anstatt auszusprechen, was ihn bedrückt, oder was er möchte. Er ist sehr sensibel mit einem hohen Sinn für Gerechtigkeit, liebt dank seinem Großvater die Natur, und wächst in einem behütenden Umfeld voller familiärer Liebe auf. Er ist ein guter, feiner Kerl, aber auf seiner Reise ins Erwachsenenleben ist es eine Odyssee durch Gefühle der verschiedensten Art. Wie kann man sich auch in der Welt zurecht, und den Platz im Leben finden, der einen aufnimmt, wenn man von den Launen anderer Menschen von einem Eck ins andere geworfen wird.
Seinen Namen verdankt David der gleichnamigen Skulptur von Michelangelo. Sein Vater ist Museumsleiter und ein glühender Anhänger dieses zeitlosen Werkes. Es strahlt Stärke aus, perfekte Proportionen, den Blick in die Ferne, auf den bevorstehenden Sieg gegen Goliath gerichtet. Wir kennen die biblische Geschichte, die Inspiration zur fünf Meter hohen Statue aus Marmor war. David fühlt sich dadurch angesprochen, möchte Stärke beweisen. Er scheint sich in dieser Kunstfigur manchmal zu sehr zu verrennen. Er sucht andere Wege. Als Kind zum Beispiel mit seinem Großvater im Wald. Oder zaghafte Anfänge als Bildhauer bei Bernhard, einem Freund seines Vaters. Mit den Mädchen klappt es auch nicht so recht, zu verschlossen sei er, seltsam. Aber wie soll er sich auch artikulieren, wenn er sich selbst nicht kennt.
Wir begleiten David durch verschiedene Stationen seines jungen Lebens, versucht sich letztendlich im Jus-Studium, lernt hart. Nebenbei boxt er, damit sein Körper seinem angedachten Namenspatron gerecht wird. Nach dem Tod seines Großvaters entdeckt David Briefe, die er seiner verstorbenen Schwester geschrieben hat. Ein gut gehütetes Geheimnis offenbart sich.
Es ist ein Coming-of-Age Roman der ganz besonderen Art. Die Autorin, selbst Bildhauerin, lässt uns an ihrer Liebe zur Kunst teilhaben und stellt die Möglichkeit bereit, in diese (für mich) unbekannte Welt zwischen Marmor und Meisel einzutauchen.
Die Sprache ist eine Wucht mit derart poetischen und wunderbaren Sätzen, jeder einzelne eine Kunstform für sich, die eingerahmt werden möchten. So wie Michelangelo bereits im rohen Stein das Werk sah, so befreit Minu Ghedina die Sprache von Ballast und lässt sie in ihrer eigenen Pracht erstrahlen. Manchmal, das muss ich zugeben, war es beinahe schon eine erschlagende literarische Kraft, die mich das Buch auskosten ließ – und auch dementsprechend langsam war der Leseprozess, bei dem ich mir tatsächlich von Zeit zu Zeit im Stillen gewünscht hatte, die Geschichte möchte sich straffen. Zum Glück tat sie das aber nicht, und so konnten diese wunderbaren Zeilen knappe 400 Seiten lang dazu dienen, den David zu formen, und das Leseherz zu beglücken. Das ist pure Kunst!
Ganz große Leseempfehlung und vielen Dank an den Verlag, für die Anfrage und das Bereitstellen des Leseexemplars. Es bekommt einen ganz besonderen Platz in meiner Bibliothek.
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