VON EINER PRINZESSIN ERWARTET NIEMAND, DASS SIE BRUTAL IST ... ... und genau das spielt Lada Dragwyla in die Hände. Seit sie und ihr sanftmütiger jüngerer Bruder Radu aus ihrer walachischen Heimat gerissen und von ihrem Vater verlassen wurden, um am osmanischen Hof aufzuwachsen, weiß die Prinzessin, dass Rücksichtslosigkeit der Schlüssel zum Überleben ist. Sie und Radu sind dazu verdammt, Schachfiguren in einem bösen Spiel zu sein, in dem ein unsichtbares Schwert über jeder ihrer Bewegungen schwebt. Denn die Abstammung, die sie zu etwas Besonderem macht, macht sie gleichzeitig auch zur Zielscheibe. Lada hegt nichts als Verachtung für die Osmanen und plant ihre Rache für den Tag, an dem sie in die Walachei zurückkehren und ihr Geburtsrecht einfordern kann. Radu hingegen sehnt sich nur nach einem Ort, an dem er sich sicher fühlen kann. Und als sie Mehmed begegnen, dem so trotzigen wie einsamen Sohn des Sultans, der ein ganzes Land regieren soll, hat Radu das Gefühl, einen wahren Freund gefunden zu haben - und Lada fragt sich, ob sie endlich jemanden gefunden hat, der ihrer Leidenschaft würdig ist. Doch Mehmed ist der Erbe genau des Reiches, das Lada zu bekämpfen geschworen hat - und das Radu nun als seine Heimat betrachtet. Zusammen bilden Lada, Radu und Mehmed ein toxisches Dreieck, das die Bande der Liebe und Loyalität bis zum Zerreißen strapaziert.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
sweinzie
aus Rafz
5/5
01.08.2024
eBook (ePUB)
tolles Setting mit Tempo
Historischer Roman toll aufgearbeitet rund um das osmanische Reich und die Intrigen und Politik am Hof des Sultans
Ich bin jemand der Bücher gerne nach dem Cover auswählt. Dabei muss ich sagen, das "Das Dunkel in mir" eines der Bücher ist, bei denen Cover und Titel für mich nicht zur Geschichte passen. Aber wer weiss, ob ich es im anderen Fall gelesen und so etwas verpasst hätte.
Um den Frieden zwischen zwei Ländern zu wahren verpfändet der Fürst der Walachei seine Kinder an den Sultan des osmanischen Reiches. Dort sollen sie erzogen und ausgebildet werde. Durch einen Zufall lernen die beiden Kinder den jüngsten Sohn des Sultans kennen ohne es zu merken. Langsam bildet sich eine Freundschaft zwischen den dreien die allerdings nicht ganz so einfach ist. Denn immerhin ist der Sultan mit seiner Familie eigentlich der Feind. Während Lada sich die Zeit zu nutze macht mit Kampfausbildungen, ist ihr Bruder Radu eher an der Religion und den Geisteswissenschaften interessiert. Doch zusammen werden sie unersetzliche Freunde des jungen Sultans, der sich auf die Machtübernahme vorbereitet. Intrigen, Mordanschläge, Kriegsführung aber auch Liebe, und die Planung der Macht Sicherung wechseln sich in rasendem Tempo ab.
Der Schreibstil ist fesselnd und das Buch so voll Informationen, dass man es fast nicht aus der Hand legen kann. Im Gegensatz zu anderen Büchern ist es nicht möglich, das Buch quer zu lesen weil einem sonst der Zusammenhang schnell verloren geht. Das macht für mich das Buch so besonders. Es fesselt und jede Seite hat Gehalt. Die Personen sind vielschichtig und man schwebt immer zwischen Freund und Feind. Teilweise ändert sich das auch, da die Personen sich weiter entwickeln. Auch das Setting, ein osmanisches Reich ist eher selten und macht das Buch daher lesenswert.
Unter dem Wissen, dass die Geschichte aus wahren Ereignisse basiert, wird das Buch nochmal spannender. Es ist gelungen die historischen Ereignisse in einen packenden Roman zu verpacken.
Das Buch ist der Anfang einer Trilogie. Er hat keinen grossen Cliffhänger, aber wissend dass es sich um die Geschichte handelt weckt es die Neugier auf den weiteren Verlauf der Geschichte.
Klare Empfehlung und sicher ein Highlight der besonderen Art für mich
sweinzie
aus Rafz
5/5
01.08.2024
Buch (Taschenbuch)
tolles Setting mit Tempo…
tolles Setting mit Tempo Historischer Roman toll aufgearbeitet rund um das osmanische Reich und die Intrigen und Politik am Hof des Sultans Ich bin jemand der Bücher gerne nach dem Cover auswählt. Dabei muss ich sagen, das "Das Dunkel in mir" eines der Bücher ist, bei denen Cover und Titel für mich nicht zur Geschichte passen. Aber wer weiss, ob ich es im anderen Fall gelesen und so etwas verpasst hätte. Um den Frieden zwischen zwei Ländern zu wahren verpfändet der Fürst der Walachei seine Kinder an den Sultan des osmanischen Reiches. Dort sollen sie erzogen und ausgebildet werde. Durch einen Zufall lernen die beiden Kinder den jüngsten Sohn des Sultans kennen ohne es zu merken. Langsam bildet sich eine Freundschaft zwischen den dreien die allerdings nicht ganz so einfach ist. Denn immerhin ist der Sultan mit seiner Familie eigentlich der Feind. Während Lada sich die Zeit zu nutze macht mit Kampfausbildungen, ist ihr Bruder Radu eher an der Religion und den Geisteswissenschaften interessiert. Doch zusammen werden sie unersetzliche Freunde des jungen Sultans, der sich auf die Machtübernahme vorbereitet. Intrigen, Mordanschläge, Kriegsführung aber auch Liebe, und die Planung der Macht Sicherung wechseln sich in rasendem Tempo ab. Der Schreibstil ist fesselnd und das Buch so voll Informationen, dass man es fast nicht aus der Hand legen kann. Im Gegensatz zu anderen Büchern ist es nicht möglich, das Buch quer zu lesen weil einem sonst der Zusammenhang schnell verloren geht. Das macht für mich das Buch so besonders. Es fesselt und jede Seite hat Gehalt. Die Personen sind vielschichtig und man schwebt immer zwischen Freund und Feind. Teilweise ändert sich das auch, da die Personen sich weiter entwickeln. Auch das Setting, ein osmanisches Reich ist eher selten und macht das Buch daher lesenswert. Unter dem Wissen, dass die Geschichte aus wahren Ereignisse basiert, wird das Buch nochmal spannender. Es ist gelungen die historischen Ereignisse in einen packenden Roman zu verpacken. Das Buch ist der Anfang einer Trilogie. Er hat keinen grossen Cliffhänger, aber wissend dass es sich um die Geschichte handelt weckt es die Neugier auf den weiteren Verlauf der Geschichte. Klare Empfehlung und sicher ein Highlight der besonderen Art für mich
faanielibri
5/5
22.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Auch wenn das Cover Romantasy suggeriert, das ist es nicht. Es ist historische Fantasy, spannend und mit einem unvergesslichem Setting!
Achtung, Achtung, hier kommt eine Durchsage: ‚Das Dunkle in mir‘ von Kiersten White, übersetzt von Helga Parmiter, ist keine Romantasy, selbst wenn das Cover eine solche Richtung suggeriert. Es ist historische Fantasy mit einer alternativen Geschichtsschreibung: Was wäre passiert, wäre Vlad III. eine Frau gewesen? Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass dies eine begeisterte Rezension sein wird. Durchsage beendet.
Kennst du das, wenn du auf den ersten Seiten eines Buches merkst, dass diese Geschichte etwas ganz Großes werden könnte? Wenn du hohe Erwartungen hast und diese sogar noch übertroffen werden könnten? Selten genug komme ich in eine Situation, umso mehr freut es mich, hier ein absolutes Lieblingsbuch gefunden zu haben.
Das liegt zum einen am Setting und zum anderen an den Figuren. Und natürlich am Plot.
Die Geschichte startet in der Walachei, die Heimat von Protagonistin Lada. Doch recht schnell befinden wir uns im Osmanischen Reich, das sich zum Zeitpunkt des Romans über die heutige Türkei und Teile Südosteuropas erstreckt. Ein für mich sehr interessantes Setting, das der Geschichte tatsächlich einen Hauch von ‚Was wäre wenn‘ gibt. Ich finde diese Zeit sehr faszinierend und freue mich, Einblicke in diese zu bekommen. Ich habe nebenher viel recherchiert und gelesen und werde definitiv auch nach andern Büchern suchen, die zur Zeit dieses Weltreiches spielen. Am liebsten natürlich nicht von US-amerikanischen, weißen Autor*innen geschrieben.
Die Personen, die White in ihrem Trilogieauftakt beschreibt, haben bis auf Lada alle existiert. Ihre Geschichte jedoch hat sie umgeschrieben. Lada selbst ist unangepasst und kämpferisch, fast könnte man sie als Feministin bezeichnen – wäre da nicht ihr Stolz und ihr Streben danach, Männer zu beeindrucken. Außerdem mag sie Frauen nicht sonderlich, sie sind ihr zu schwach. Es überrascht nicht, dass Lada nicht wirklich sympathisch ist, aber ich mag ihren Charakter trotzdem. Sie wirkt sehr authentisch und ist wegen ihrer eigenständigen Art ungemein interessant. Und sie hat durch ihr Auftreten schon auch eine gewisse Macht über manche Menschen, die sie ziemlich manipulativ einzusetzen weiß. Lada könnte fast die Bösewichtin der Geschichte sein, doch auch mich hat sie mit ihrer Art ziemlich gefesselt. Deshalb würde ich nicht so weit gehen, sie als die ‚Villain‘ zu bezeichnen, zumal sie nicht aktiv gegen Jemanden arbeitet. Sondern nur für sich und ihren Bruder.
Eben diesen Bruder habe ich anfangs tatsächlich ein bisschen unterschätzt. Radu steht immer im Schatten seiner Schwester, ist zu wehleidig und obendrein zu hübsch, um ernst genommen zu werden. Doch seine Schönheit öffnet ihm alle Türen und Tore und irgendwann weiß er dieses Vertrauen, dass ihm automatisch entgegengebracht wird, geschickt einzusetzen. Er ist die tragische Figur der Geschichte, da er in Whites Erzählung einer hoffnungslosen Liebe folgt – ganz im Gegensatz zur historischen Kontroverse.
Der Plot selbst ist die Krönung des ganzen Romans. Intensiv und episch, detailliert und sich die Zeit nehmend, die die Geschichte braucht. Dabei startet die Erzählung in der Kindheit von Lada und Radu, geht über ihre Reise ins Osmanische Reich bis hin zu einem schicksalsvollen Treffen mit einem jungen Mann, der ihr beider Schicksal sein wird. Selbst wenn der Auftakt alles für den Folgeband bereitet, fand ich ihn keine Sekunde zu langwierig oder zu ausschweifend. Ich habe jede Seite genossen und kann es kaum erwarten, weiterzulesen. 5 Sterne!
das Geheimnis der Bücher
aus Bielefeld
4/5
03.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Als ich „Das Dunkle in mir“…
Als ich „Das Dunkle in mir“ begonnen habe, erwartete ich einen Romantasy oder Fantasy Roman. Die ganze Aufmachung und der Klappentext, sowie auch die Platzierung in den Buchhandlungen sprach in meinen Augen dafür. Aber ich bekam etwas anderes. So wie so oft musste ich deshalb die Geschichte erst einmal pausieren um mich dann ganz darauf einlassen zu können. Doch ich wurde dafür belohnt. Ein düsterer historischer Roman zog mich beim zweiten Beginnen in seinen Bann. Diese Geschichte fällt mir schwer mit anderen zu vergleichen oder einzuordnen. Sei es die Charaktere die vieles sind, nur nicht stereotyp, der Schreibstil der recht komplex daher kommt oder die Erzählstruktur die auch teilweise andere Wege geht, als das klassische „Schema F“. Der historische Kontext wird schön erklärt ohne dass es trocken oder langatmig daher kommt (was gern ein Problem von historischen Settings ist). Mir hat es wirklich gut gefallen einen Blick in das osmanische Reich werfen zu können und diese interessanten Charaktere zu begleiten. Und ich denke dass es auch vielen von euch zusagen könnte, wenn ihr euch von der Erwartung löst hier Romantasy/Fantasy zu erhalten. Ich für meinen Teil freue mich auf jeden Fall schon auf Teil 2. Bewertung: 4/5 Fazit: Eine tolle Geschichte die leider wohl so manchen verwirrt was das Genre betrifft.
Bewertung
aus Nürnberg
4/5
24.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Kampf und die Walachei mit neu geschriebener weiblicher Prota
Cover
Das Cover hat mir sehr gut gefallen, für fast 20 € wäre jedoch ein Hauch Haptik statt einer glatten Fläche, gerade bei dem Motiv, schön gewesen. Aufgrund der Aufmachung hatte ich aber eher einen Fantasy-Roman erwartet. - Das ist "Das Dunkle in mir" nicht, es handelt sich stattdessen um einen Historien-Roman.
Geschichte und Charaktere
Ich wusste tatsächlich wenig über das osmanische Reich, vor allem in Verbindung mit der Walachei. Das ist echt gut erklärt worden ohne zu geschichtslastig zu werden. Angeblich sind viele Basisinfos zeitlich auch wahr und richtig. In dieser Zeit leben Lada, eine von Vlad ungewollte Tochter (geschichtlich original ein Mann, wurde von der Autorin jedoch weiblich gemacht) und Radu, ein Sohn, von dessen weicher Art Vlad enttäuscht war. Ingesamt beginnt die Geschichte mit einer schwachen Mutter und einem sehr narzisstischen Vater, Vlad.
Radu entwickelt sich zum verzweifelten People Pleaser, wohingegen Lada taff und teilweise auch kalt und brutal wird. Ich fand es sehr nachvollziehbar erklärt, warum die beiden so wurden, jedoch sind es nicht gerade Sympathieträger. Dennoch war der Schreibstil, wenn auch mit nahezu gleichbleibender Spannungskurve flüssig und das Buch war einfach mal was anderes, Neuartiges.
Später kommt zu den beiden Walachen noch der osmanische Sultanssohn, Mehmed, hinzu, der von allen Figuren am normalsten, wenn auch etwas einsam wirkt. Mehr möchte ich noch nicht sagen, ohne zu spoilern.
Mein Fazit
Das Buch ist schön und neuartig zu lesen. Dank des detaillierten Stils hat es sich trotz gleichbleibender Spannung nicht zäh angefühlt. Die vielen 3-Sterne-Bewertungen hat es in meinen Augen nicht verdient, ich denke jedoch, dass sie daher kommen, dass man diese tiefe Sympathie - ganz bewusst - wie in vielen anderen Büchern nicht so ganz aufbauen kann, da alle Figuren mehr oder weniger egoistisch, wenn auch oft nachvollziehbar, handeln.
Zudem sollte man auch kein Fantasy-Buch erwarten, evtl. wäre ein anderer Titel passender. Insgesamt hat es mir gut gefallen, vor allem der spürbare Zeitgeist. Ich gebe glatte 4 Sterne.
⭐⭐⭐⭐
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