Winter in Siebenbürgen. Ein eisiger Schneesturm hat das alte Heimatdorf des Journalisten Paul Schwartzmüller fest im Griff. Im Sommer hatte er dort nicht nur einen Mordfall aufgeklärt, sondern sich auch in die mysteriöse Maia verliebt - nun steht er, bibbernd vor Kälte und Aufregung, wieder vor ihrem Hoftor. Doch Maia hat in der Zwischenzeit einen anderen Mann geheiratet. Als der kurz darauf tot im Wald gefunden wird, gerät Paul sofort in Verdacht und landet in einer Zelle der trutzigen Kirchenburg. Von dort beobachtet er in den langen Winternächten höchst Seltsames: Im Wald kriechen Menschen durch den Schnee und scheinen etwas zu suchen ... Aber was? Und: Haben sie etwas mit dem Toten zu tun?
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Magnolia
5/5
28.12.2024
eBook (ePUB)
Gelungener zweiter Teil der Siebenbürgen-Krimireihe
Mit Paul Schwartzmüller bin ich wieder in Siebenbürgen gelandet, diesmal jedoch im tiefsten Winter. Schon der Einstieg in die Siebenbürgen-Krimireihe von Lioba Werrelmann „Tod in Siebenbürgen“ hat mich für die Reihe begeistert, „Tödlicher Winter“ steht dem ersten Buch in nichts nach.
Der Journalist Paul Schwartzmüller kehrt zurück in die alte Heimat in einen kleinen Ort in Siebenbürgen, der direkt im Herzen Rumäniens liegt. Dort hat er bei seiner Tante Zinzi glückliche Tage verbracht, bis er als 14jähriger mit seinem Vater nach Deutschland ging. Nach Zinzis Tod war er das erste Mal nach langer Zeit wieder da, dabei hat er die nicht sehr gesprächige Maia kennen- und liebengelernt, aber irgendwann musste er dann doch wieder zurück nach Deutschland. Und nun freut er sich auf ein Wiedersehen mit Maia, die er sechs Monate und 13 Tage nicht gesehen hat. Schon allein diese exakte Zählweise zeigt seine Sehnsucht nach ihr.
Der Schock ist groß, als er bei Maia anklopft. Denn nicht sie, sondern ein Kerl öffnet ihm – Petre, Maias Ehemann. Er kommt bei seinem Freund Sorin unter, auch er ist unglücklich verbliebt. Nach einer durchzechten Nacht wird Paul verhaftet, denn Petre ist tot und Paul wird verdächtigt, mit seinem Tod zu tun zu haben. Frau Hatmanu, die Polizistin, sperrt in kurzerhand ins sogenannte Ehegefängnis, einer zugigen Hütte bei der Kirche. Die Lage spitzt sich zu, auch Maia landet dort, es folgen noch etliche Tote, angeblich bei Waldarbeiten verunfallt. Alles sieht eher nach Willkür aus, mithilfe einer Journalistenfreundin aus Deutschland beginnt Paul zu recherchieren.
Nicht nur Paul wird in diesen bitterkalten Winter mit Schneemassen und Schneestürmen direkt hineingesaugt, auch mich lässt das Geschehen nicht los. Seltsame Dinge geschehen, die Autorin nimmt ihre Leser mit in eine sagenumwobene Welt. Wir begegnen etwa den Sântoaderi, das sind übernatürliche Wesen, das Mystische gehört zu diesem Landstrich ebenso wie viele andere Fabelwesen und Schauergeschichten, die Lioba Werrelmann gekonnt in ihre Geschichte einzuflechten weiß. Es geht auch um knallhartes Business, um illegale Abholzung, die mit kriminellen Methoden vorangetrieben werden, es geht um Schmuggel und um noch so einiges, es geht ums Überleben in dieser kargen und zu dieser Jahreszeit ziemlich unwirtlichen Umgebung.
Auch dieses zweite Buch um Paul, den etwas tapsigen, stets aber aufrechten, gutmütigen Protagonisten habe ich sozusagen am Stück genossen. Das Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, es ist in sich abgeschlossen. Es wäre aber so gar nicht verkehrt – so als Tipp am Rande - Paul bei seiner Wiederannäherung an seine alte Heimat kennenzulernen, das erste Buch ist eine spannende Reise ins unbekannte Transsilvanien. Nun zurück zu diesem „Tödlichen Winter“. Auch hier spürt man die Geister Siebenbürgens, das Sagenhafte schwingt immer durch. Daneben lesen wir von skrupellosen Typen, die ohne Rücksicht ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.
Dieser Krimi im bitterkalten Winter hat mich voll erwischt, ich habe mitgezittert, habe gebibbert und gefroren, die Autorin hat mich ins Geschehen gezogen, ihren Charakteren nehme ich ihre Eigenschaften voll ab – von nett und umgänglich bis hin zu verschlangen, gewissenlos und unberechenbar. Eine eisige, frostklirrende, unheimlich-schaurig-schöne Reise ist nun zu Ende, ich habe sie sehr genossen, war direkt mittendrin und nun hoffe ich, dass ich noch mehr von Paul lesen werde, ich freue mich auf seinen nächsten Aufenthalt in Siebenbürgen, wenn es wieder heißt: Paul Schwartzmüller ermittelt.
Monika Deinhart
5/5
03.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Mord in Siebenbürgen - war es der Journalist?
Buchblog mit Senf:
- gibt meinen persönlichen Eindruck beim Lesen wieder
- achtet auf Inhalt, Rechtschreibung, Formulierung
- hat über 55 Jahre Leseerfahrung und freut sich über neuen Lesethemen.
❎️ Das Buch habe ich von der Autorin / dem Verlag erhalten und kennzeichne diesen Beitrag als #Werbung.
1. Einband / Titel
Siebenbürgen im Winter auf dem Cover - ein Mord in der Kälte im Wald? Es machte mich neugierig auf den 2. Band. Der erste Band ist auch von mir rezensiert.
2. Handlung
Der Journalist Paul Schwartzmüller fährt zurück nach Siebenbürgen. Er hat erkannt, dass er Maia liebt. Doch Maia ist mittlerweile verheiratet.
Seine Enttäuschung wandelt sich in Wut und so spricht er lautstark aus, was er dem Ehemann von Maia wünscht. Der "Wunsch" wird wahr und Paul als Mörder verdächtigt. War er es wirklich oder steckt jemand anderes hinter dem Mord?
3. Rechtschreibung
Das Lektorat hat angenehm gearbeitet.
Gesamt-Senf:
Das Buch ist eine Zeitreise für mich gewesen. Siebenbürgen - für mich als Kind hinter dem "eisernen Vorhang" und damit nicht erreichbar.
Eine andere Welt des Miteinanders, auch der Spionage und des kargen Lebens. Wer das Handeln eines Menschen verstehen möchte, darf so leben wie er. Doch können wir den anderen immer verstehen? Können wir uns wirklich in ein anderes Leben oder gar eine andere Kultur versetzen?
Völker-Verständigung - den Krimi empfehle ich gerne, um Brücken zu bauen zwischen verschiedenen Lebensauffassungen.
#Siebenbürgen #Korruption #Spionage #Vergangenheit #Bookstagram #bookradio #senf #eisernerVorhang #Familie #Umwelt #Mülltrenung #Mindset #Journalismus
Lesens_werte
5/5
18.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Raues Siebenbürgen
Journalist Paul Schwartzmüller ist zurück in Siebenbürgen, seiner rumänischen Heimat. Allerdings wird er nicht von allen Menschen dort mit offenen Armen empfangen. Ein paar zwielichtige Personen haben sich in der Region seiner Kindheit angesiedelt und die hübsche Maia, der Paul einst das Versprechen gegeben hatte wiederzukommen, ist jetzt plötzlich mit einem davon verheiratet. Dann verunglückt ein Waldarbeiter tödlich und als auch Maias Mann tot aufgefunden wird, hat die Polizei angebliche Beweise gegen Paul.
"Tödlicher Winter" ist der zweite Siebenbürgen Krimi von Lioba Werrelmann. Es ist ein authentisches Buch, das das raue Siebenbürgen und seine gastfreundlichen Bewohner gut in die Geschichte einbindet. Der Fall Rund um Paul Schwartzmüller lebt vom kalten Winter und den dadurch unwirtlichen Bedingungen vor Ort. Trotz der vielen landschaftlichen und gesellschaftlichen Beschreibungen, kommt sehr schnell Spannung auf und die mittellangen Kapitel lassen sich ausgesprochen flüssig lesen.
Gerade am Anfang hätte ich mir gewünscht auch den Vorgänger "Tod in Siebenbürgen" gelesen zu haben, weil mir an manchen Stellen das Vorwissen zu den Protagonisten gefehlt hat. Das hat sich aber im Laufe des Buches geklärt und man hat die Hintergründe besser verstanden.
Streiflicht
5/5
17.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Eisige Luft, tödlicher Wald
Da ich bereits den ersten Siebenbürgen-Krimi "Tod in Siebenbürgen" von Autorin Lioba Werrelmann voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit Paul und dem Dorf und natürlich auch mit Maia und allen anderen dort im fernen Rumänien. Ich hatte schon lange Lust, dorthin zu reisen, aber jetzt könnte ich sofort die Koffer packen - auch wenn ich gestehen muss, dass mich der heiße Sommer mehr locken würde als der eisige Winter dort.
Paul kommt an einemn eiskalten Tag mit viel Schnee im Dorf an und alle Vorfreude verflüchtigt sich noch schneller als die Wärme. Maia ist plötzlich verheiratet und dann wird besagter Mann auch noch tot gefunden. Paul wird verhaftet und wieder ereignen sich seltsame Dinge und es scheint auch zu spuken. Hat Paul nur eine überbordende Fantasie, die sich mit der Kälte und seiner Enttäuschung kombiniert? Oder was geht vor im kleinen Dorf in Siebenbürgen?
Zur Handlung möchte ich definitiv nicht mehr verraten, aber ich kann auf jeden Fall versichern, dass sich die Lektüre unbedingt lohnt! Ich denke, es macht noch mehr Spaß, wenn man Teil 1 ebenfalls gelesen hat, aber auch Quereinsteiger werden ihre Freude an diesem ungewöhnlichen Fall haben in einer Welt, die Paul und auch uns Lesern oft so fremd scheint. Hier kann man total tief eintauchen in das Leben in Siebenbürgen, mich hat es absolut begeistert!
Streiflicht
5/5
17.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Eisige Luft, tödlicher Wald…
Eisige Luft, tödlicher Wald Da ich bereits den ersten Siebenbürgen-Krimi "Tod in Siebenbürgen" von Autorin Lioba Werrelmann voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, wie es weitergeht mit Paul und dem Dorf und natürlich auch mit Maia und allen anderen dort im fernen Rumänien. Ich hatte schon lange Lust, dorthin zu reisen, aber jetzt könnte ich sofort die Koffer packen - auch wenn ich gestehen muss, dass mich der heiße Sommer mehr locken würde als der eisige Winter dort. Paul kommt an einemn eiskalten Tag mit viel Schnee im Dorf an und alle Vorfreude verflüchtigt sich noch schneller als die Wärme. Maia ist plötzlich verheiratet und dann wird besagter Mann auch noch tot gefunden. Paul wird verhaftet und wieder ereignen sich seltsame Dinge und es scheint auch zu spuken. Hat Paul nur eine überbordende Fantasie, die sich mit der Kälte und seiner Enttäuschung kombiniert? Oder was geht vor im kleinen Dorf in Siebenbürgen? Zur Handlung möchte ich definitiv nicht mehr verraten, aber ich kann auf jeden Fall versichern, dass sich die Lektüre unbedingt lohnt! Ich denke, es macht noch mehr Spaß, wenn man Teil 1 ebenfalls gelesen hat, aber auch Quereinsteiger werden ihre Freude an diesem ungewöhnlichen Fall haben in einer Welt, die Paul und auch uns Lesern oft so fremd scheint. Hier kann man total tief eintauchen in das Leben in Siebenbürgen, mich hat es absolut begeistert!
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