Ein dunkler Ort, den man nicht betreten darf. Ein Mord in Islands Einöde, der brutaler nicht sein könnte. Und der Glaube an finstere Mächte, die durch die Risse im Lavagestein nach oben steigen wie giftige Dämpfe und die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Eingeschlossen von einem Schneesturm weiß Kommissar Skagen, der Mörder ist mitten unter ihnen. Er muss ihn stellen, bevor er erneut zuschlägt.
Ein Fall für Tom Skagen von der Sondereinheit Skanpol, der ihn im Land der Elfen und Zwerge in die Abgründe des Glaubens und Aberglaubens blicken lässt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Martina Meyen
aus Sankt Augustin
5/5
12.01.2025
eBook (ePUB 3)
Dunkel, spannend und mystisch
Kalter Sturm – schon beim Titel fange ich an zu frösteln und ziemlich schnell merke ich, dass Anne Nørdby auch hier dem Crime Noir alle Ehre macht. Denn sie schickt Tom Skagen, den Ermittler der Sondereinheit Skanpol nach Island. Eine abgelegene Gegend in der Nähe von Seyðisfjörður ist Schauplatz von „Kalter Sturm“. Auf der einsamen Halbinsel gibt es nur 3 Schaffarmen und ein riesiges Lavafeld. Das Wetter ist schlecht, es ist dunkel und kalt. Ein Schneesturm ist im Anmarsch. Die perfekte Kulisse für einen erbarmungslosen Mord, bei dem die isländischen Ermittler und Tom Skagen lange im Dunkeln tappen.
Auf den Farmen halten sich nicht nur die Bewohner, sondern auch 2 Familien aus Deutschland auf, die in dem Sommerhalbjahr auf den Höfen helfen: „Urlaub gegen Hand“. Schnell wird klar, dass sie einer religiösen Sekte angehören, die ihre eigenen Regeln hat. Das macht den Ermittlern das Leben noch schwerer, denn auf Kooperation hoffen sie vergeblich.
Ich lerne einiges über das „dunkle Land“, den verbreiteten Aberglauben und das mystische Island. Trotz der Kälte ist es faszinierend und macht mich noch neugieriger, denn Anne Nørdby hat die besondere Stimmung gekonnt eingefangen. Gleichzeitig führt sie mich an der Nase herum. Die einzelnen Kapitel enden oft mit Cliffhangern, sie springt zwischen den einzelnen Personen und der Spannungsbogen ist konstant hoch. Am Ende gab es noch mal eine unerwartete Steigerung mit einem Ende, dass mich absolut überrascht hat. Ich war mir so sicher, dass ich wusste, wer den brutalen Mord begangen hatte, aber da war ich ganz schön auf dem Holzweg.
Ich habe das Buch mit einer Gänsehaut beendet und die war nicht nur der Spannung geschuldet sondern auch dem Zauber und der Mystik zwischen den Zeilen.
Nina
aus Sankt Augustin
5/5
12.01.2025
eBook (ePUB 3)
Dunkel, spannend und mystisch…
Dunkel, spannend und mystisch Kalter Sturm – schon beim Titel fange ich an zu frösteln und ziemlich schnell merke ich, dass Anne Nørdby auch hier dem Crime Noir alle Ehre macht. Denn sie schickt Tom Skagen, den Ermittler der Sondereinheit Skanpol nach Island. Eine abgelegene Gegend in der Nähe von Seyðisfjörður ist Schauplatz von „Kalter Sturm“. Auf der einsamen Halbinsel gibt es nur 3 Schaffarmen und ein riesiges Lavafeld. Das Wetter ist schlecht, es ist dunkel und kalt. Ein Schneesturm ist im Anmarsch. Die perfekte Kulisse für einen erbarmungslosen Mord, bei dem die isländischen Ermittler und Tom Skagen lange im Dunkeln tappen. Auf den Farmen halten sich nicht nur die Bewohner, sondern auch 2 Familien aus Deutschland auf, die in dem Sommerhalbjahr auf den Höfen helfen: „Urlaub gegen Hand“. Schnell wird klar, dass sie einer religiösen Sekte angehören, die ihre eigenen Regeln hat. Das macht den Ermittlern das Leben noch schwerer, denn auf Kooperation hoffen sie vergeblich. Ich lerne einiges über das „dunkle Land“, den verbreiteten Aberglauben und das mystische Island. Trotz der Kälte ist es faszinierend und macht mich noch neugieriger, denn Anne Nørdby hat die besondere Stimmung gekonnt eingefangen. Gleichzeitig führt sie mich an der Nase herum. Die einzelnen Kapitel enden oft mit Cliffhangern, sie springt zwischen den einzelnen Personen und der Spannungsbogen ist konstant hoch. Am Ende gab es noch mal eine unerwartete Steigerung mit einem Ende, dass mich absolut überrascht hat. Ich war mir so sicher, dass ich wusste, wer den brutalen Mord begangen hatte, aber da war ich ganz schön auf dem Holzweg. Ich habe das Buch mit einer Gänsehaut beendet und die war nicht nur der Spannung geschuldet sondern auch dem Zauber und der Mystik zwischen den Zeilen.
sleepwalker
5/5
12.11.2024
eBook (ePUB 3)
Mit „Kalter Sturm“ schickt…
Mit „Kalter Sturm“ schickt Anne Nørdby ihren Ermittler Tom Skagen und seine Kollegen in ihren vierten Fall. Dieses Mal verschlägt es ihn eher unfreiwillig nach Island, wo er in vielerlei Hinsicht auf Neues und Unbekanntes stößt. Ein ruhiger, aber durchaus spannender Thriller mit viel Island, vielen Mythen und interessanten Charakteren. Aber von vorn. Eigentlich könnte im Leben von Tom Skagen, Ermittler der länderübergreifenden Sondereinheit Skanpol, Ruhe einkehren. Nach traumatischen Erlebnissen ist er endlich mit seiner Freundin, der schwedischen Polizistin Maja, glücklich. Aber die rechte Gruppierung „Åsgards Sønner“ ist immer noch auf der Jagd nach ihm. Wer der mysteriöse „Onkel“ ist, der der Chef der norwegischen Organisation ist, ist immer noch unklar, vermutet wird aber, dass es einen Informanten in den Reihen der Polizei gibt. Auf dem Weg in ein Safehouse in Kopenhagen lauern ihm zwei der „Söhne“ auf, weshalb er sofort zusagt, als er von einem Fall auf Island hört. Dort ist ein Fünfjähriger in einem Lavafeld auf der Halbinsel Dverganes verschwunden. Die sechsköpfige deutsche Familie Brandt lebt dort seit einigen Monaten auf einer Schaffarm, gegen Mithilfe bei der Arbeit gibt es freie Kost und Logis. Auf der Nachbarfarm wohnt eine weitere deutsche Familie, die beiden Familien gehören derselben religiösen Vereinigung an. Unversehens findet sich Tom Skagen zusammen mit seinen isländischen Kollegen Nils Jónsson, Bjarni Egilsson und Halla Austdal in einem Chaos aus Lügen, unkooperativen Mitmenschen, religiösem Fanatismus und isländischen Mythen wieder. Schnell wird der kalte Sturm, dem das Buch den Titel verdankt, zu ihrem kleinsten Problem. Zwar wird der kleine Jonas in einer Lavahöhle lebend gefunden, kurze Zeit später wird allerdings seine Mutter ermordet. In der abgeschiedenen und durch den heftigen Schneesturm abgeschlossenen Gegend kann das eigentlich nur eines heißen: der Mörder ist unter ihnen. Wird er wieder zuschlagen? Als „Fan der ersten Stunde“ habe ich mich sehr über den neuen Tom-Skagen-Thriller und das Wiedersehen mit Tom, Jette und Maja gefreut und die Spannung hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Geschichte wird anfangs in zwei Handlungssträngen erzählt. Nach Toms Ankunft auf der Insel gibt es nur noch eine Erzählebene, der Erzähler ist neutral und als Leser:in weiß man immer etwa so viel wie die Ermittelnden. Daher machte es auch viel Spaß, während der Lektüre mitzuraten, wer hinter allem steckt und was die Motive sein könnten. Das ist gar nicht so einfach, denn fast alle scheinen etwas zu verbergen zu haben. Alle Charaktere sind gut und detailliert ausgearbeitet. Sicher kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse aus den anderen Teilen lesen und verstehen, ich empfehle aber die Lektüre der anderen Bücher in der richtigen Reihenfolge. Vor allem zum Protagonisten Tom Skagen kann man vieles besser verstehen kann, wenn man seine Vergangenheit kennt und seine Entwicklung mitverfolgt hat. Auch die Rolle von „Åsgards Sønner“ erschließt sich besser mit etwas Hintergrundwissen. Noch viel interessanter als die Charaktere fand ich aber die Atmosphäre und die Landschaft, die Anne Nørdby hervorragend einfängt. Die klaustrophobische und düstere Stimmung mit der rauen Landschaft wird komplettiert durch den Schneesturm, die Dunkelheit, die er mit sich bringt und natürlich die isländischen Mythen mit den Elfen des versteckten Volks, des huldufólk, die man nicht wütend machen sollte. Das Auftauchen des religiösen Oberhaupts der Glaubensgemeinschaft, der die deutschen Familien angehören, bringt eine ganz neue Art „kalten Sturm“ mit sich, er verbreitet eine äußerst toxische Stimmung. Sprachlich ist das Buch gut gelungen, es ist trotz einiger Brutalität und Spannung eher ruhig erzählt, dabei flüssig und angenehm zu lesen. Mich hat es begeistert und ich empfehle es gerne weiter. Von mir gibt es fünf Sterne und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil.
clematis
5/5
29.09.2024
eBook (ePUB 3)
Elfen und Wunder Auf der…
Elfen und Wunder Auf der Flucht vor der Rechtsradikalengruppe Åsgards Söhne landet Tom Skagen in Island und wird sogleich in einen neuen Fall verwickelt: ein fünfjähriger Urlauberbub ist auf der Halbinsel Dverganes verschwunden, die Mythen rund um Elfen und Zwerge erleichtern die Suche nicht gerade. Es wird empfindlich kalt in der Nacht und bald wäre das Überleben des Kindes ein Wunder. Gewohnt lebendig und atmosphärisch geht es auch in Band Vier der Tom Skagen – Reihe weiter, nicht zuletzt tragen die baumlose, karge Lavalandschaft und die abgelegenen Schafhöfe dazu bei. Die beiden etwas sonderbaren deutschen „Arbeit-für-Urlaub“-Familien runden die Stimmung der Handlung perfekt ab. Dazu kommen Szenen mit Figuren, deren Namen bewusst nicht genannt werden, sodass der Leser vorerst einmal rätseln muss, wer sich da wohl unterhält. Raffinierte Schachzüge der Autorin, welche den gesamten Thriller spannend werden lassen, dennoch gibt es am Ende noch eine Zugabe, bei der einem der Atem stockt. Anne Nørdby gelingt es stets, ihre Figuren authentisch ins Geschehen einzubetten, erzählt dabei locker von Land und Leuten, den Gepflogenheiten in Island und versetzt einen damit direkt an den Schauplatz. Auch diesmal habe ich die Zeit mit dem Skanpol-Ermittler Tom Skagen und einem nervenaufreibenden Fall sehr genossen. Ein mitnehmender Schreibstil (trotz Präsens, welches ich nicht unbedingt favorisiere), glaubwürdige Charaktere und eine schlüssige Handlung liefern alles, was ein packender Thriller braucht. Leseempfehlung!
Leseratte-Y
5/5
11.09.2024
eBook (ePUB 3)
Spannung Pur
"Kalter Sturm“ ist der vierte Fall um den Sonderermittler Tom Skagen von der Sondereinheit Skanpol. Dieses Mal führen ihn die Ermittlungen nach Island. Erst verschwindet ein Kind. Dann wird eine Deutsche brutal ermordet, so dass die Ermittler auf seine Mithilfe angewiesen sind. Die Ermittlungen gestalten sich nicht einfach. Es gibt viele Verdächtige. Doch wo ist das Motiv? Gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen? Wird es ihnen gelingen, den Täter zu stellen? Denn eines ist allen schnell klar – der Täter ist unter ihnen. Und dann sind da noch die Geschichte um Elfen und Zwerge, der Glaube und Aberglaube der Menschen, die dort leben.
Mit ihrem flüssigen, spannenden Schreibstil hat mich Anne Nordby wieder von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen. Der Buchtitel ist gut gewählt, denn macht er doch deutlich, dass auch das Wetter so einigen Einfluss auf die Ermittlungen hat. Die Protagonisten sind sehr realistisch dargestellt. Man kann sich gut in sie hineinversetzen, mit ihnen mitfühlen. Auch die Gefahr, der Tom noch von seinem letzten Fall ausgesetzt ist, ist sehr authentisch abgebildet. Doch man muss den Vorgängerband dazu nicht gelesen haben. Durch notwendige Rückblenden ist das Buch ohne die Vorgängerbände lesbar. Gut gefallen hat mir auch der Ausflug in die isländische Mythologie. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Gern gebe ich hier eine Leseempfehlung.
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