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Band 6

Zerbrochene Stille Island Krimi. Nominiert für den "Blóðdropinn", den isländischen Krimipreis

Aus der Reihe Kommissar Konrad
14

25,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.12.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,2/12,7/3,2 cm

Gewicht

434 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

2. Auflage 2024

Originaltitel

Saelurikið

Übersetzt von

Freyja Melsted

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7577-0086-7

Beschreibung

Rezension

"In Zerbrochene Stille gelingt es dem isländischen Bestsellerautor Arnaldur Indriðason aufs Neue, uns in einem hochspannenden Kriminalroman ein Stück Reykjavíker Geschichte nahezubringen." Buchmagazin, Medien-Info, 02.2025

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.12.2024

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

20,2/12,7/3,2 cm

Gewicht

434 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

2. Auflage 2024

Originaltitel

Saelurikið

Übersetzt von

Freyja Melsted

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7577-0086-7

Herstelleradresse

Lübbe
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: vertrieb@luebbe.de

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  • Peter Klein

    aus Bodenheim

    5/5

    29.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kalter Krieg in Island

    Kommissar Konrad ist im Ruhestand. Aber als er vom Auffinden der sterblichen Überreste von Skafti erfährt, ist sein Interesse geweckt. Zwar wurden die damaligen Ermittlungen von seinem ehemaligen Kollegen und Freund Leo geleitet. Schnell wird ihm klar, dass nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Als dann auch noch eine weitere Leiche aufgefunden wird, versucht er Verknüpfungen zwischen beiden Fällen herzustellen. Dabei stößt er auf Auswirkungen des kalten Krieges, der in den 70er Jahren in Island deutlich spürbar war. Arnaldur Indridason ist kein Autor, der Wert auf ausschweifende Formulierungen Wert legt. Vielmehr einen sachlichen Sprachstil, der Wert auf die Inhalte legt. Schon in seiner ersten Erfolgsreihe um den Kommissar Erlendur pflegte er diesen Stil und ist ihm bis heute treu geblieben. Indridason versteht es meisterhaft, ein kritisches Sozialbild Islands zu skizzieren. Ich liebe diese Art des Schreibens.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    07.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergangenheit und Gegenwart auf Island

    Konrad, ein pensionierter Polizeibeamter wird durch den Fund eines Toten an einem der größten Seen Islands, an eine alten Fall erinnert den er und sein ehemaliger Kollege Leo bearbeitet haben. Bei dem Fall sind Zweifel geblieben, ob sie damals den richtigen Täter eingesperrt hatten. Also macht er sich auf die Suche nach Informationen, die Aufklärung in den Fall bringen könnten und er muss sehr tief graben, um das Rätsel lösen zu können. Der Island Krimi „Zerbrochene Stille“ von Arnaldur Indridason ist ein sehr dicht geschriebener Krimi, der sich sehr intensiv mit der Story auseinandersetzt und man braucht beim Lesen sehr viel Konzentration, um sich durch die vielen beteiligten Namen zu wühlen und dem Handlungsstrang zu folgen. Indridason versteht es wie kein zweiter die Handlung in mehrere verschieden Erzählstränge laufen zu lassen. Diese Erzählungen sind alle sehr wichtig für den Handlungsverlauf, doch manchmal kam es mir, dass der Autor Spaß daran hat, immer wieder hin und her zu springen. Das verbindende Glied in diesem Krimi ist der Hauptcharakter Konrad, der die Stränge in der Hand hält und immer wieder an einem anderen Strang zieht, um am Ende einen abgeschlossenen Fall zu bekommen. Es ist auch nicht ganz einfach nachzuvollziehen, was denn nun die Hauptachse des Krimis ist, doch es baut alles sehr logisch aufeinander auf. Das ist es, was mich an Indridason fasziniert, die Themen und wie er die Geschichte erzählt. Außerdem wird die Handlung natürlich auch durch die isländische Gegenwart und Vergangenheit geprägt und da muss ich sagen, fehlen mir doch einige Informationen. Doch in diesen Romanen erfahre ich immer wieder Neues aus und über Island und nicht nur Stereotype, wie das Haus am einsamen See, das auf dem Cover abgebildet wird. Die Spannung wird in diesem Roman immer hochgehalten und der Spannungsbogen ist bis zum Ende sehr gut aufgebaut. Mir gefällt dieser Band sehr gut, da er für mich neben der Spannung auch viele Informationen über Island bereithält. Es ist schon eine Zeitlang her, das ich einen Band von Indridason gelesen haben, doch auch dieser hat mich überzeugt.

  • Bewertung

    4/5

    24.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein herausfordernder Krimi

    "In der Zeitung hatten sie gelesen, dass viele Isländer mit alten Ladas zum Hafen fuhren, um sie den Russen zu verkaufen." Ein Paar mit einem kaputten Auto möchte seinen Wagen an russische Seemänner verkaufen, doch die lehnen ab. Eine kurze, schnell vergessene Episode, Wer kann schon ahnen, dass sich in diesem Ereignis der Schlüssel für gleich mehrere Morde finden lässt? Arnaldur Indridason beleuchtet im sechsten Band der Krimireihe um Kommissar Konrad Islands Geschichte im Kalten Krieg. Ein Mord aus den 80ern, das Verschwinden eines Einwanderers und das Auffinden einer Leiche in der Gegenwart spielen darin eine tragende Rolle. Und es geht um geheime Informationen, junge isländische Kommunisten und die US-Armee auf der Insel im Atlantik. Neben diesem Spionage-Fall versucht Konrad, einen alten Fall rund um einen pädophilen Arzt weiter aufzuklären. Der Roman bietet also einigen kriminellen Stoff. Leider konnte mich die Geschichte trotz der Fülle an Hinweisen, Indizien und Gerüchten nicht packen. Möglicherweise liegt es daran, dass ich die ersten (preisgekrönten) fünf Bände der Reihe nicht kenne. Denn für mich war die Lektüre vor allem sehr kompliziert. Es tauchen viele ähnliche Namen auf, die man erst einmal auseinanderhalten muss. Und auch davon abgesehen ist das Figurenensemble Indirdasons nicht gerade klein. Der Autor fordert seine Leser außerdem mit einer Reihe von Zeitsprüngen, die also solche aber nicht kenntlich gemacht sind. Hinzu kommen mehrere Erzählstränge, die sich erst nach und nach (und auch nicht in Gänze) zu einer Erzählung verdichten. Indridason mutet seinen Lesern also einiges zu. Solche literarischen Herausforderungen können interessant sein - schließlich ist es zu begrüßen, wenn auch Krimiautoren ihren Lesern etwas zutrauen. Allerdings muss es meiner Meinung nach dann auch sprachlich passen. Die Handlung wird größtenteils als distanzierter Erzählerbericht präsentiert. Da kommt leider nur wenig Mitgefühl und Spannung auf. Zusammen mit dem durchaus komplexen politischen Thema wird der Roman stellenweise wirklich anstrengend zu lesen. Man sollte dem Autor allerdings zugute halten, dass die historischen Details genau recherchiert sind. Nach dem Lesen hat man einen guten Eindruck davon, wie die isländische Bevölkerung im Kalten Krieg mit den Beeinflussungsversuchen aus Ost und West gehadert hat. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen ist das der eigentlich spannende Teil an diesem Krimi.

  • SandyMe

    aus Lausitz

    4/5

    04.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düstere Stimmung und zum Ende hin packend

    Obwohl ich das vorherige Buch nicht gelesen habe, war ich sofort wieder drin im Geschehen. Es geht nämlich auch um eine Nebengeschichte, die in einem noch früheren Buch behandelt wurde. Hier bekommt man noch einige wichtige Details präsentiert. Es ist enorm wichtig, die Protagonisten schon zu kennen, ein spätes Einsteigen ist eher weniger zu empfehlen, obwohl es in diesem Buch auch um eine andere Handlung geht. Ich finde es dieses Mal sehr persönlich für Konrad. Manchmal nervt mich seine Art, alles alleine zu machen und doch handelt er in den entscheidenden Momenten richtig. Man muss wie immer sehr konzentriert lesen, um mit den vielen Namen klarzukommen und diese auch zuzuordnen. Des Weiteren verschwimmt die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit in den einzelnen Kapiteln. Leider finde ich das in den Büchern von Arnaldur Indridason generell schwierig dargestellt. Gegen Ende hin konnte mich der Fall packen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das Finale ist gut durchdacht und auch tragisch. Zerbrochene Stille ist ein typscher Indridason-Krimi: Die Charaktere sind vielschichtig, die vielen Namen, so wie die Stimmung, erdrückend und die Linie zwischen aktuellen Geschehen und Erinnerungen nicht immer klar erkennbar. Gerade beim Thema Gesundheitsversorgung kommt aber auch ein Island zum Vorschein, das nicht mal die unbeschreiblich traumhafte Landschaft überdecken kann.

  • Jürg K.

    4/5

    04.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannender Krimi

    Als Leser dieses Buches wird man tief in die Schatten der Vergangenheit Islands mitgenommen. Der Fund eines ermordeten Touristen am Hafravatn wirkt zunächst wie ein isoliertes Verbrechen, doch schnell entfaltet sich ein Netz aus alten Geheimnissen und verdrängten Erinnerungen. Beim Lesen hat mich besonders die Figur des pensionierten Kommissars Konrád. Er ist kein klassischer Ermittler mehr, sondern ein Mann, der von seiner eigenen Geschichte eingeholt wird. Die Verbindung des Mordes zu einem Vermisstenfall aus den 1970er Jahren zwingt ihn, sich nicht nur mit den Spuren der Tat, sondern auch mit den Dämonen seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Diese Konstellation verleiht der Geschichte die nötige Spannung beim Lesen. Arnaldur Indriðason gelingt es meisterhaft, die Atmosphäre des Kalten Krieges wieder lebendig werden zu lassen, ein Klima aus Misstrauen, ideologischen Fronten und dem ständigen Denken in Gut-Böse-Kategorien. Der Roman ist nicht nur ein Krimi, sondern auch ein Werk zum Nachdenken über Schuld, Wahrheit und die Macht der Erinnerung. Meine Meinung zu diesem Buch ist, es ist eine fesselnde und nachhaltige Lektüre.

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