Produktbild: Rio Reiser. 100 Seiten
Band 118

Rio Reiser. 100 Seiten

Aus der Reihe Reclam 100 Seiten
3

13,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.11.2024

Abbildungen

mit 15 Farbfotos

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

100

Maße (L/B/H)

17,7/11,2/1,1 cm

Gewicht

96 g

Farbe

Marine

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-020715-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.11.2024

Abbildungen

mit 15 Farbfotos

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

100

Maße (L/B/H)

17,7/11,2/1,1 cm

Gewicht

96 g

Farbe

Marine

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-020715-4

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

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  • Bewertung

    5/5

    01.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Rio Reiser - Der Begründer des Deutschrock

    „Sie haben alle von meinem Wein getrunken“, sagte Rio und meinte Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Marius Müller-Westernhagen und wie sie alle heißen. Und wirklich: Wenn einer sich rühmen konnte, der Begründer des Deutschrock zu sein, dann war er es. Er war in der Anfangszeit mit Ton Steine Scherben ein radikaler Anarchist, der sich auch schon mal von der RAF einspannen ließ; vollzog 1975 die Trennung von der Berliner Anarcho-Szene, machte Theater- und Filmmusik und bekam als Filmschauspieler sogar das Filmband in Gold. Eine Zeitlang war er Gastkomponist in der Schwulenkommune von Corny Littmann in Hamburg. Aber sein Eigentliches waren eben doch die Songs, die er mit Ton Steine Scherben und später als Solokünstler schrieb und auf die Bühne brachte. Diese ausgesprochen gut lesbaren „100 Seiten“ beleuchten die verschiedenen Facetten des genialen Künstlers Rio Reiser in prägnant geschriebenen Abschnitten. Besonders beeindruckt hat mich das Kapitel „Keine Macht für Niemand“, in dem die Autoren Musik und Texte der ersten drei Scherben-LPs interpretieren. Da geht einem noch das eine oder andere Licht auf. Und bewegend ist die Beschreibung von Rios Solo-Auftritt 1988 in der Werner Seelenbinder-Halle: „Rio sang vom Traum in Ostberlin, and the wall came tumbling down“. Beide Autoren kannten Rio schon in den frühen 70er Jahren (Jens Johler brachte Kai Sichtermann zu Rio und seinen Brüdern) – ihre kurze Geschichte von Rio Reiser verrät zugleich Kenntnis, die aus der Nähe kommt, und Distanz, die in der Rückschau entsteht. Heiligenverehrung des Sängers, der täglich in der Bibel las und gern barfuß auf die Bühne kam, ist von ihnen nicht zu erwarten. Wohl aber große Zuneigung und tiefer Respekt vor dem, von dessen Wein sie alle getrunken hatten. Dass er selbst zu viel davon trank, wird auch nicht verschwiegen. Ob das in dieser Deutlichkeit nötig war, darüber könnte man streiten.

  • Bewertung

    5/5

    12.01.2025

    eBook (ePUB 3)

    Sehr zu empfehlen, auch für Kenner

    Auch wenn man Rios Autobiographie und die von seinem Bruder Gert Möbius verfasste Biographie schon kennt, hat dieser kompakte und gut geschriebene Band noch einiges Neues zu bieten. Besonders erfreulich ist, dass die Autoren Rio auch persönlich gekannt haben, daher erzählen sie liebevoll und authentisch, aber dennoch objektiver als z.B. Gert Möbius von Rio und seinem Leben. Diese Balance zwischen Bekanntem und Unbekanntem, Wertschätzung (ohne unnötige Verklärung) und Objektivität hat mir besonders gefallen, und der Ton ist generell gut getroffen und auch angenehm zu lesen. Diese Einführung ist definitiv mehr als nur das, nämlich eine tolle Erweiterung für jeden Fan-Bibliothek, aber natürlich auch ein super Einstieg für alle, die gerade erst in Rios Leben und Werk eintauchen.

  • Jennifer

    5/5

    17.11.2024

    eBook (ePUB 3)

    Konzises Büchlein über Rio Reiser

    Als ausgesprochener Fan der 100-Seiten-Buchreihe von Reclam konnte ich mir den Band über den genialen Deutschrocker Rio Reiser (1950-1996) einfach nicht entgehen lassen. Das Besondere an diesem Büchlein ist die Tatsache, dass es von zwei Zeitgenossen des Künstlers geschrieben wurde, die ihn persönlich kannten. Hannes Eyber und Jens Johler binden daher erinnerungswürdige Begegnungen mit ein. Obschon ich schon einige Bücher über Rio Reiser, u.a. von Gert Möbius und Hollow Skai, konsumiert habe, fand ich das vorliegende Werk ausgesprochen leicht zu lesen und zu verstehen. Künstler und Mensch werden darin gleichermaßen authentisch sichtbar. Die eingestreuten Fotos, Liedtexte etc. lassen den "König von Deutschland", auch für all jene, die weit nach Rio geboren sind, wieder auferstehen. Der empfindsame wie musikalisch talentierte Sänger lebte für die Kunst und verlor sich zugleich in dieser. Rio Reiser, der 1950 als Ralph Christian Möbius in Berlin geboren wurde, liebte das Spiel mit Worten und Konventionen. Er war zwar ein Teil der 68er und doch auch ein Eigenbrötler. Ob als Hausbesetzer in Berlin oder Hausbesitzer in Fresenhagen, so richtig frei schien er nur beim Musizieren zu sein. Und seine Lieder wie z. B. "Junimond" oder "Macht kaputt, was euch kaputt macht" sind bis heute aktuell. Hannes Eyber und Jens Johler versuchen dem scheuen Menschen und dem anarchischen Sänger gleichermaßen gerecht zu werden. Und dies gelingt ihnen m. E. ausgesprochen gut. Den Aufstieg und Niedergang der Musikikone beschreiben sie in konzisen Kapiteln - durchaus chronologisch sowie künstlerisch verworren. Ich habe bei der Lektüre neben allseits bekannten Fakten noch mir unbekannte Sachverhalte (wie z.B. die Schauspielkonkurrenz zwischen Grönemeyer und Reiser) entdecken können. Rio Reiser in all seinen Facetten abzubilden, ist einfach unmöglich. Am besten man lässt ihn durch seine Kompositionen sprechen. Die angeführte Playlist (inklusive QR-Code) liefert eine Menge Material. Ein stimmiges, weil aufschlussreiches 100-Seiten-Werk für Fans und interessierte Leser.

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