Gutscheinbedingungen

**Gültig bis 24.06.2026 auf tolino vision color (4016621130183, 4016621131456) online auf thalia.at, in der Thalia App und in allen Thalia Buchhandlungen in Österreich. In den Buchhandlungen nur gültig auf lagernde Ware. Pro Einkauf einmal einlösbar. Nur gültig gegen Vorlage oder im Onlineshop hinterlegter Bonuscard. Infos zur Einlösung in der Buchhandlung sind auf der Bonuscard-Vorteilspreisseite zu finden. Click & Collect nur bei Onlinevorabzahlung möglich. Keine Einlösung bei Scan & Go-Bezahlung. Keine Barauszahlung. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen und Gutscheinen. Nicht gültig für Geschenkkarten, Versandkosten und Services. Nur solange der Vorrat reicht.

Produktbild: Getäuscht

Getäuscht Roman | Aus dem Russischen und mit einem Vorwort von Rosemarie Tietze. Mit einem Nachwort von Dana Vowinckel

6

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.01.2025

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

4500 KB

Übersetzt von

Rosemarie Tietze

Sprache

Deutsch

EAN

9783462312591

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

16.01.2025

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

4500 KB

Übersetzt von

Rosemarie Tietze

Sprache

Deutsch

EAN

9783462312591

Kundinnen und Kunden meinen

6 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

1 Sterne

(0)

Eine Liebe im Paris der Zwischenkriegszeit

Christopher Bahn (Mitglied der Book Circle Community) am 13.11.2025

Bewertungsnummer: 2653700

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Juri Felsen ist ein wiederentdeckter Autor der russischen Emigration nach Paris nach der Oktoberrevolution, der als Jude im 2. Weltkrieg in Auschwitz ermordet wurde. Der Roman ist sein bekanntester und erinnert in seiner Fokussierung auf die Innerlichkeit seines Protagonisten an Proust, mit dem Felsen auch oft verglichen wurde. Das Werk wird ergänzt durch eine sehr gute Einleitung zu Schriftsteller und Zeit, die sehr lesenswert ist. Sehr empfehlenswert.

Eine Liebe im Paris der Zwischenkriegszeit

Christopher Bahn (Mitglied der Book Circle Community) am 13.11.2025
Bewertungsnummer: 2653700
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Juri Felsen ist ein wiederentdeckter Autor der russischen Emigration nach Paris nach der Oktoberrevolution, der als Jude im 2. Weltkrieg in Auschwitz ermordet wurde. Der Roman ist sein bekanntester und erinnert in seiner Fokussierung auf die Innerlichkeit seines Protagonisten an Proust, mit dem Felsen auch oft verglichen wurde. Das Werk wird ergänzt durch eine sehr gute Einleitung zu Schriftsteller und Zeit, die sehr lesenswert ist. Sehr empfehlenswert.

verhinderter Klassiker?

Bewertung am 05.02.2025

Bewertungsnummer: 2404014

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Juri Felsen, dass dieser Name und sein Werk dem Vergessen einheim fielen und er nicht neben Nabukov oder Proust etwa in Erinnerung blieb, liegt wahrscheinlich daran, dass er in Auschwitz ermordet wurde und vielleicht auch, dass er trotz Emigration die russische Welt und Sprache nie verließ. Der "russische Proust" ist ein Stempel auf seinem Werk, der sicherlich prägnant hängen bleibt, zumal GETÄUSCHT in Paris spielt und auch Felsen in Paris lebte. Doch las ich den nun durch Rosemarie Tietze ins Deutsche übertragenen Roman mehr als Antwort auf die großen Erzählungen der gefallenen Frauen der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Madamé Bovary kam mir in den Sinn, Effi Briest und vor allem Anna Karenina. Eine Gefallene ist die selbstbestimmte von dem namenlosen Tagebuchschreibenden heimgesuchte Ljolja aber nicht. 50 Jahre später als Anna Karenina lässt sie sich seine Gesellschaft gefallen, betont Freundschaft, windet sich auch aus dieser, hat einen launigen geliebten Künstler, einen langweiligen Ehemann hinter sich und vor den Augen des sich als erhabenen Künstler verstehenden Tagebuchschreibers beginnt sie eine Liaison mit einem einfältigen Geschäftsmann in der Pariser Diaspora, während ihre Tante aus Berlin über sie wacht. 50 Jahre später nach Wronskij verweilt der russische Adel nach der Revolution im Exil, umspielt die erworbene Armut mit Anmut und kompensiert sie mit großen sentimentalen Gefühlen. GETÄUSCHT ist diese Sehnsucht nach dem nach Hause kommen in die Arme einer schönen, klugen und schlagfertigen russischen Frau, die ebenso wenig erreichbar bleiben soll wie das vergangene russische Kaiserreich. Obsessiv, selbstmitleidig, nach männlichen Idealen suchend, schreibt sich die Figur durch GETÄUSCHT und lässt immer wieder Lücken, die stolpern lassen, Zweifel sähen, dass die liebestolle Sicht des Schreibenden so hinhaut oder er greift die Zweifel gleich direkt auf und schreibt auf sich herab. Er wäre gern ein charismatischer Liebhaber, manchmal fühlt er sich auch so, wenn er die attraktive und eigensinnige Ljolja umwirbt, insbesondere wenn er zuhause sitzt und wie ein Besessener alle Szenen der Begegnungen nachvollzieht, seinen Gedanken nachhängt über die Liebe, über seine Rivalen und über die Angebetete. Wie attraktiv er von außen betrachtet ist, bleibt der Phantasie der Lesenden überlassen, vielleicht ist er kein Incel, zumal er zwischendurch zwei Geliebte hat, die ihn aber kalt lassen, gerade weil sie ihm nahe kommen, denn das scheint der Figur bewusst, wenn Ljolja es wagen würde, sich außerhalb seiner Phantasie auf ihn einzulassen, würde sie fallen und seine Liebe erkalten. Wären da nicht die Lücken, die Felsen gekonnt setzt in den Tagebucheinträgen, die Zweifel und Distanz, die die Figur und das Publikum immer wieder auf die Frage zurück bringt, was Täuschung ist, wo die Figur sich bewusst und wo sie sich unbewusst etwas vormacht, ob sie überhaupt auf Erfüllung aus ist, oder sich in der Rolle der selbstmitleidigen, zu Bindung und Kontakt kaum fähigen Figur nur allzugut gefällt. Ljolja, eine nicht nur aus heutigem Blick selbstbestimmte, kluge und mit der Liebe spielende Frau, kann sich nicht entscheiden, ob sie sich der großen überhöhten schwierigen Liebe hingeben möchte oder sich in ihre beständige Sicherheit und nährende Form, die aber die Unzulänglichkeit respektieren muss. Doch spielt dabei der Erzähler keine Rolle, ist es der ferne Künstler Sergej, der sie überhöhte und fallen ließ, dann wieder zu sich rief, jedoch kein beständiges Glück bot, sowie ein verlassener verlässlich aber langweilender Ehemann und ein vom Erzähler als einfältig beschrieben und empfundener Rivale, der vor seinen Augen Ljolja nahe kommt, was den Erzähler in Eifersucht, Kampf, Rückzug, Erkalten und erneute Hitze bringt. Andere Frauen erleben ähnliches mit ihm, bei diesen ist er souverän und kalt, wie es vielleicht Ljolja bei ihm ist, weil, so drängt sich ihm auf, das fieberhafte Verliebtsein die Wahrnehmung trübt und schärft. Es steckt noch vieles mehr in diesem auch in Form und Sprache fast zeitlos fieberhaft fließenden und dennoch kalkuliert prazise gesetzten Roman, der im Aufbau streng einer Dreiaktstruktur eines Dramas folgt. Und ich stimme Dana Vowinckel mit ihrem begeisterten Nachwort zu, dass GETÄUSCHT etwas zeitloses hat oder hochaktuell wirkt, dass Felsen mehr zu erzählen weiß über fragile Männlichkeit und darin versteckte Feindseligkeiten gegenüber Frauen als aktuelle Spielarten. Dass sich der Roman trotz der Platzierung in einer russische Diaspora, in der der Autor selbst verkehrte nicht als Emigrationsroman liest, sehe ich etwas anders. Ob es eine jüdische Geschichte ist, verneint Vowinckel entschieden, wenn auch die Geschichte des Autors und seine Vergessenheit damit zu tun haben. Große begeisterte Empfehlung von mir.

verhinderter Klassiker?

Bewertung am 05.02.2025
Bewertungsnummer: 2404014
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Juri Felsen, dass dieser Name und sein Werk dem Vergessen einheim fielen und er nicht neben Nabukov oder Proust etwa in Erinnerung blieb, liegt wahrscheinlich daran, dass er in Auschwitz ermordet wurde und vielleicht auch, dass er trotz Emigration die russische Welt und Sprache nie verließ. Der "russische Proust" ist ein Stempel auf seinem Werk, der sicherlich prägnant hängen bleibt, zumal GETÄUSCHT in Paris spielt und auch Felsen in Paris lebte. Doch las ich den nun durch Rosemarie Tietze ins Deutsche übertragenen Roman mehr als Antwort auf die großen Erzählungen der gefallenen Frauen der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Madamé Bovary kam mir in den Sinn, Effi Briest und vor allem Anna Karenina. Eine Gefallene ist die selbstbestimmte von dem namenlosen Tagebuchschreibenden heimgesuchte Ljolja aber nicht. 50 Jahre später als Anna Karenina lässt sie sich seine Gesellschaft gefallen, betont Freundschaft, windet sich auch aus dieser, hat einen launigen geliebten Künstler, einen langweiligen Ehemann hinter sich und vor den Augen des sich als erhabenen Künstler verstehenden Tagebuchschreibers beginnt sie eine Liaison mit einem einfältigen Geschäftsmann in der Pariser Diaspora, während ihre Tante aus Berlin über sie wacht. 50 Jahre später nach Wronskij verweilt der russische Adel nach der Revolution im Exil, umspielt die erworbene Armut mit Anmut und kompensiert sie mit großen sentimentalen Gefühlen. GETÄUSCHT ist diese Sehnsucht nach dem nach Hause kommen in die Arme einer schönen, klugen und schlagfertigen russischen Frau, die ebenso wenig erreichbar bleiben soll wie das vergangene russische Kaiserreich. Obsessiv, selbstmitleidig, nach männlichen Idealen suchend, schreibt sich die Figur durch GETÄUSCHT und lässt immer wieder Lücken, die stolpern lassen, Zweifel sähen, dass die liebestolle Sicht des Schreibenden so hinhaut oder er greift die Zweifel gleich direkt auf und schreibt auf sich herab. Er wäre gern ein charismatischer Liebhaber, manchmal fühlt er sich auch so, wenn er die attraktive und eigensinnige Ljolja umwirbt, insbesondere wenn er zuhause sitzt und wie ein Besessener alle Szenen der Begegnungen nachvollzieht, seinen Gedanken nachhängt über die Liebe, über seine Rivalen und über die Angebetete. Wie attraktiv er von außen betrachtet ist, bleibt der Phantasie der Lesenden überlassen, vielleicht ist er kein Incel, zumal er zwischendurch zwei Geliebte hat, die ihn aber kalt lassen, gerade weil sie ihm nahe kommen, denn das scheint der Figur bewusst, wenn Ljolja es wagen würde, sich außerhalb seiner Phantasie auf ihn einzulassen, würde sie fallen und seine Liebe erkalten. Wären da nicht die Lücken, die Felsen gekonnt setzt in den Tagebucheinträgen, die Zweifel und Distanz, die die Figur und das Publikum immer wieder auf die Frage zurück bringt, was Täuschung ist, wo die Figur sich bewusst und wo sie sich unbewusst etwas vormacht, ob sie überhaupt auf Erfüllung aus ist, oder sich in der Rolle der selbstmitleidigen, zu Bindung und Kontakt kaum fähigen Figur nur allzugut gefällt. Ljolja, eine nicht nur aus heutigem Blick selbstbestimmte, kluge und mit der Liebe spielende Frau, kann sich nicht entscheiden, ob sie sich der großen überhöhten schwierigen Liebe hingeben möchte oder sich in ihre beständige Sicherheit und nährende Form, die aber die Unzulänglichkeit respektieren muss. Doch spielt dabei der Erzähler keine Rolle, ist es der ferne Künstler Sergej, der sie überhöhte und fallen ließ, dann wieder zu sich rief, jedoch kein beständiges Glück bot, sowie ein verlassener verlässlich aber langweilender Ehemann und ein vom Erzähler als einfältig beschrieben und empfundener Rivale, der vor seinen Augen Ljolja nahe kommt, was den Erzähler in Eifersucht, Kampf, Rückzug, Erkalten und erneute Hitze bringt. Andere Frauen erleben ähnliches mit ihm, bei diesen ist er souverän und kalt, wie es vielleicht Ljolja bei ihm ist, weil, so drängt sich ihm auf, das fieberhafte Verliebtsein die Wahrnehmung trübt und schärft. Es steckt noch vieles mehr in diesem auch in Form und Sprache fast zeitlos fieberhaft fließenden und dennoch kalkuliert prazise gesetzten Roman, der im Aufbau streng einer Dreiaktstruktur eines Dramas folgt. Und ich stimme Dana Vowinckel mit ihrem begeisterten Nachwort zu, dass GETÄUSCHT etwas zeitloses hat oder hochaktuell wirkt, dass Felsen mehr zu erzählen weiß über fragile Männlichkeit und darin versteckte Feindseligkeiten gegenüber Frauen als aktuelle Spielarten. Dass sich der Roman trotz der Platzierung in einer russische Diaspora, in der der Autor selbst verkehrte nicht als Emigrationsroman liest, sehe ich etwas anders. Ob es eine jüdische Geschichte ist, verneint Vowinckel entschieden, wenn auch die Geschichte des Autors und seine Vergessenheit damit zu tun haben. Große begeisterte Empfehlung von mir.

Kundinnen und Kunden meinen

Getäuscht

von Juri Felsen

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Getäuscht