"Ein wunderschöner Dialog zwischen Mutter und Tochter. Aber ebenso eine Geschichte für alle Menschen - und ein Geschenk. Man sagt Danke und lächelt." LA REPUBBLICA
Das poetische Zeugnis der bedingungslosen Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter
Daria ist die Tochter, deren Schicksal von Geburt an von einer verpassten Diagnose geprägt ist. Ada ist die Mutter, die an der Schwelle zu ihrem fünfzigsten Lebensjahr feststellt, dass sie krank ist. Diese Entdeckung wird für sie zum Anlass, ihre Tochter direkt anzusprechen und ihr ihre Geschichte zu erzählen.
Alles geht durch die Körper von Ada und Daria: tägliche Nöte, Wut, Geheimnisse, aber auch unerwartete Freuden und Momente unendlicher Zärtlichkeit.
Ausgezeichnet mit dem wichtigsten Literaturpreis Italiens (Premio Strega)
300.000 verkaufte Exemplare in Italien
"Die gigantische Geschichte einer Liebe, die niemals aufrechnet." La Stampa
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
27.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Berührend
Daria ist ein besonderes Mädchen. Sie kann nichts sehen, sich nicht mitteilen, nicht laufen und ist so ganz anders als viele Kinder in ihrem Alter. Ihre Mama Ada liebt sie so wie sie ist, versucht alles um ihrer Tochter das bestmögliche Leben zu ermöglichen. Sie erkennt meistens ihre Bedürfnisse, weiß wie sie ihr helfen kann. Die größte Last trägt sie, der Vater wollte sie am Anfang nicht. Doch dann bekommt Ada eine erschütternde Diagnose, auch ihr Körper kann nicht mehr leisten was bisher völlig normal vor. Ein Kampf ums Überleben beginnt und das schlechte Gewissen nicht mehr so für Daria da sein zu können beschäftigt Ada stark.
Ein Roman voller Liebe an die Tochter, emotional und aufwühlend. Ada macht auf viele Probleme aufmerksam, z. B. die schwierige Inklusion in den Schulen, Menschen, die Frauen verurteilen, weil sie sich aus gesundheitlichen Aspekten für eine Abtreibung entscheiden und auch die fehlende Akzeptanz gegenüber behinderter Menschen. Die Selbstaufgabe der Mutter wird hier vorausgesetzt.
Eine herzzerreißende, poetische Geschichte, die mich sehr berührt hat und immer in meinem Kopf bleiben wird.
Dieses Buch wurde bereits mit dem bedeutendsten Literaturpreis in Italien ausgezeichnet, den Ada leider nicht mehr entgegennehmen konnte.
Leseempfehlung
Literatursprechstunde
aus Göttingen
5/5
27.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das emotionalste, traurigste und schmerzhafteste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe!
Wir sprechen von Zufällen, Schicksal, Sternenkonstellationen, Unvorhergesehenem, Unglück, menschlichen Begebenheiten - doch was das Leben für Ada bereithielt ist nur schwer mit Worten zu erfassen.
Ada bringt ein Kind zur Welt, das sie sich so sehr wünscht, mit einem Mann an ihrer Seite, der zu Beginn der Schwangerschaft keine Lust hat, Vater dieser Tochter zu sein. Sie hat alles getan, was sie musste, Vorsorge für Schwangere wie aus dem Bilderbuch quasi - Untersuchungen und Tests. Doch ein Arzt hat einen Fehler gemacht, und dieses winzige Neugeborene, das ständig weint, wird mit einer schweren pränatal entstandenen Fehlbildung des Vorderhirns und des Gesichts geboren - Holoprosenzephalie (HPE), die man mit einem Ultraschall hätte diagnostizieren können - der Ada die Freiheit gegeben hätte, zu wählen.
„In diesen Jahren habe ich zersplitterte Familien kennengelernt, zerbrochene Partnerschaften, Frauen, die in Depressionen versunken sind. Nicht jeder hat die körperliche Stärke, die psychologischen Mittel, die finanziellen Ressourcen oder die notwendige Bildung, um gegen die unerbittliche Bürokratie, die Grausamkeit gewisser Ärzte und die vorherrschende Unzivilisiertheit, die Einsamkeit und die Erschöpfung, und letztendlich gegen sich selbst und die eigene Unzulänglichkeit anzukämpfen. [...] Eine Abtreibung ist eine schmerzhafte Entscheidung für diejenigen, die sie treffen, aber sie ist eine Entscheidung und muss garantiert werden. Auch wenn sie mein Leben auf den Kopf gestellt hat, liebe ich meine wunderbare, unvollkommene Tochter. Aber wenn ich an jenem Tag hätte wählen können, hätte ich mich für einen medizinischen Schwangerschaftsabbruch entschieden. Den Ärzten, die Föten ohne Zustimmung der Mütter reanimieren wollen, sage ich: Verlasst die Intensivstationen und geht mit eigenen Augen sehen, was aus diesen Kindern geworden ist, in welches ewige Jetzt ihr diese Mütter verurteilt habt.“
Ein komplexes und erschöpfendes Leben beginnt, im Dienst von Daria, einem Wesen, das dazu bestimmt ist, niemals den Boden zu berühren, niemals zu gehen. Kämpfe, bürokratische Abläufe, Überlebensstrategien werden zu fast routinemäßigen Alltagsangelegenheiten, bis das nächste Schicksal erneut alles durcheinanderbringt: Ada erkrankt an Krebs. Nun wird das Überleben zur Priorität, und oft bedeutet Überleben, sich von dieser Symbiose zu lösen, die seit Darias Geburt zur Pflicht geworden war.
„Ich bin nicht ich, ich bin ‚Darias Mutter‘. Besser gesagt, ich bin ‚die Mutter‘ und sonst nichts.“
Ein Buch, das real und schonungslos ist, voller Liebe und Verzweiflung. Eine Frau, die alles sein möchte, nur keine "Mutter Courage". Sie behauptet entschlossen, dass Abtreibung ein Recht ist, und wurde stark kritisiert, weil sie sagte, sie hätte abgetrieben, wenn die pränatale Diagnose ihrer geliebten Tochter Daria, die schwer behindert ist, die enormen Probleme vor der Geburt offengelegt hätte.
Nach der Nominierung für den Premio Strega (Italienischer Literaturpreis) und der Aufnahme in die Longlist ist Ada verstorben an ihrer Krebserkrankung . Wieder einmal hat das Schicksal hart und grausam zugeschlagen. Die Entscheidung der Jury war es, das Buch dennoch im Wettbewerb zu belassen. Ada D'Adamo erhält den Preis posthum, da sie am 1. April 2023 stirbt, kurz nachdem sie erfahren hatte, dass sie den Premio Strega Giovani gewonnen hat. Sie hinterlässt ihre Tochter Daria in der Obhut ihres Vaters und des italienischen Gesundheitssystems.
Ein erschütterndes, wahres Buch, das auch die Krankheit beschreibt, mit der die Autorin selbst konfrontiert ist, die Behandlungen, die sie nach und nach schwächen und sie von sich selbst entfernen lassen, und die Ähnlichkeit, die sich mehr und mehr zwischen ihren beiden Körpern entwickelt.
Es mag wie ein Buch voller Schmerz erscheinen – und das ist es auch, zweifellos –, aber es gibt auch unendliche Liebe: zur Tochter, zum Ehemann, zum Leben selbst. Das Buch prangert die Schwierigkeiten an, die die Behinderung in den Schulen und in der Inklusion mit sich bringt, und zeigt ihre Gefühle ohne Schnörkel, genau so, wie sie sind.
Inhaltlich möchte ich ein paar Triggerwarnungen aussprechen, da ich das Buch definitiv zu dem härteren emotionalen Tobak zähle. Die Fehldiagnose, die für den Mediziner ohne Konsequenzen blieb, kann sehr belastend für Leser*innen dieses Buches sein und auch die damit verbundene Hilflosigkeit von Darias Eltern, da leider in Italien kein Auffangnetz für pflegende Familienangehörige existiert. Des Weiteren sollte von der Lektüre absehen, wer Schwangerschaftsabbrüche aus medizinischen Gründen ablehnt. Auch aktuell Schwangeren sollten die Lektüre womöglich auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
Für mich ist „Brief an mein Kind“ zweifellos, das emotionalste, traurigste und schmerzhafteste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe - und doch bin ich froh über diese Leseerfahrung, denn ich konnte viel für mich selbst mitnehmen aus der Lektüre - danke Ada D‘Adamo in den Himmel, denn meine Zeilen werden sie auf diesem Wege leider nicht mehr erreichen.
begine
aus Lemwerder
5/5
26.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eindrucksvoll
Ada d'Adamo war Balletttänzerin und Sachbuchautorin. Als 2005 bei ihre Tochter nach der der Geburt Holoprosenzephalie diagnostiziert wird, wird alles anders. Dann erfährt sie, das sie selbst an Krebs sterben wird. Was für ein grausames Schicksal.
Dann schreibt sie den Roman, Brief an mein Kind. 2023 stirbt sie an Krebs.
Es ist ein erschütternder Bericht über ihre Tochter, die nicht sprechen kann , das ist ein Hartes Los, so was kann eine Mutter ganz schön stressen.
Der Roman prangert die Regierung Italiens an, das sie gegen Abtreibung ist und das
Behinderte zu wenig Hilfe bekommen.
Es ist ein eindringlicher Roman.
Bewertung
5/5
02.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses literarische Meisterwerk kann man nicht in Worte fassen. Voller Schönheit, Liebe und Trauer.
Ich versuche es trotzdem.
Ada bekommt 2005 eine behinderte Tochter, Daria, der sie diesen Brief schreibt. Daria ist blind, kann nicht sprechen und sich auch überhaupt nicht bewegen. Ada beschreibt ihre Gedanken und Gefühle nieder, beginnend bei der Geburt bis fast zu ihrem eigenen Tod im April 2023.
Vom ersten Satz an ist man komplett überwältigt von diesen Gefühlen, der Literatur und Poesie.
Ich habe zwar Gefühle erwartet, aber nicht, dass es jemand schafft, so viel Schönheit in aneinander gereihte, sorgsam bedachte Worte zu verpacken.
Unbedingt lesen!
Lisa
4/5
12.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Roman, der Herzen berührt und Augen öffnet
Ein zutiefst berührender Roman, der einige Tränen hervorzulocken vermag.
In „Brief an mein Kind“ von Ada D’Adamo begleitet man die Autorin über mehrere Jahre hinweg durch ihren Alltag mit einer schwerbehinderten Tochter. Dabei schildert sie schonungslos die vielen Hürden, denen sie gegenübersteht: von Ausgrenzung und Bürokratie bis hin zu den Herausforderungen der Pandemie und den Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderung. Währenddessen kämpft sie selbst mit einer schweren Krebserkrankung. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen.
D’Adamo streut immer wieder poetische Passagen ein, die zum Nachdenken anregen. Der Roman wirft tiefgehende Fragen auf, die einen noch lange nach dem Lesen beschäftigen werden.
Dieses Buch hat mich tief berührt, und ich kann es nur empfehlen, weil es ein Bewusstsein für die Herausforderungen und Kämpfe von Familien mit behinderten Angehörigen schafft. Es öffnet den Blick für die alltäglichen Hürden, die oft unsichtbar bleiben, und für die Kraft, die nötig ist, um gegen Ausgrenzung und Vorurteile anzukämpfen.
Unbedingt die Triggerwarnungen zu den Themen Tod, Krankheit und Abtreibung beachten.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.