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Es sind nur wir Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2024

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,3 cm

Gewicht

320 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8235-8

Beschreibung

Rezension

„In ,Es sind nur wir‘ nimmt Martin Peichl mit großem Talent und einer bemerkenswerten, sich niemals verlierenden Sprache ebenso poetisch wie lapidar dem Beiläufigen jede Beiläufigkeit. Ob er von Eiswürfeln in einem Glas erzählt, den Nicht-Beziehungen seiner Figuren, nächtlichen Vertikalwanderern oder der Unmöglichkeit, sich auf das Unmögliche vorzubereiten.“
Karin Peschka
„Ich mag die Vorstellung, dass die Welt weder im Feuer noch im Eis enden wird, sondern so wie dieses Buch, das auf dem Weg dorthin im gleichen Maße traurig und witzig ist, altklug und kindlich, detailverliebt und allumfassend. Große Empfehlung für Aliens, die uns tiefgehend kennenlernen möchten.“
Ana Marwan
„Martin Peichl gehört zu den literarisch interessantesten österreichischen Autoren. Behutsamkeit und Sachlichkeit halten sich in seiner Prosa die Waage, sensibel Wahrgenommenes findet eine klare, übertreibungsfreie Sprache.“
Ö1, Edith-Ulla Gasser
„Martin Peichls Roman „Es sind nur wir“ ist ein obsessives Beobachten einer Welt ohne rechten Trost und erzählt von einem Untergeher in einer untergehenden Welt“
Standard, Alexander Kluy
„Es strotzt vor Sätzen, die man unterstreichen will. Dass das mitunter skurrile Gedanken sind, macht das Buch so lustig. Es strotzt vor unnützem Wissen, das man sich merken will. Dass das Ich seine Gedanken zu einem einsamen Menschen machen, macht das Buch so traurig.“
Markus Köhle / DUM
„Eine zarte Dystopie, die einen nicht verzweifeln lässt.“
Die Presse, Erwin Uhrmann
„Martin Peichl erzählt von einem Alltag im Ausnahmezustand, auf einem Planeten in schlechter Verfassung, den ständigen Krisen dort und wie sich in dieser Umgebung Menschen und Tiere überhaupt noch zurechtfinden.“
Buchkultur, Katia Schwingshandl
„This is a gripping and original novel, with moments of comedy despite the dark subject matter. Exploring the timely theme of climate grief, [...] a protagonist we shouldn’t like takes us on a bleak journey we can’t help but want to go on.“
New Books in German
„Süßer Schmerz – sehr ironisch und witzig, und sehr poetisch geschrieben“
Buchhandlung Analog, Baruch Pomper
„Ein sehr schönes, melancholisches Novemberbuch.“
blauschwarzberlin, Ludwig Lohmann
„Martin Peichl legt eine bildungsgesättigte Krisenerzählung aus der Perspektive eines angeschlagenen Ich-Erzählers vor. Das Buch handelt davon, wie Klimawandel, politische Bedrohung und persönlicher Verlust ein Durchschnittsleben in den Ausnahmezustand versetzen.“
Literaturhaus Wien, Karin Wozonig
„Martin Peichl schafft mit "Es sind nur wir" ein poetisches Meisterwerk gespickt mit (welt)klugen, tief berührenden Sätzen, die sich in geschriebene Gegenstände verwandeln, "die Erinnerungen speichern".“
Bezirksblätter, Sabine Schletterer

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2024

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,3 cm

Gewicht

320 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8235-8

Herstelleradresse

Haymon Verlag
Erlerstraße 10
6020 Innsbruck
AT

Email: order@studienverlag.at

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  • darkola77

    5/5

    30.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Und draußen geht die Welt unter

    Wenn die eigene Welt in Scherben bricht – der Protagonist in „Es sind nur wir“ hat genau das erlebt. Und daraus seine Konsequenzen gezogen, Schritt für Schritt, dann zunehmend drastisch und ohne einen Weg zurück in sein altes Leben. Denn dieses Leben hat ihn schwer verwundet zurückgelassen. Als Lehrer, der seinen Beruf ohne Profession und nur mit halben Herzen ausgeübt hat, wurde er von dem tragischen Schicksal seines Schülers aus seiner instabilen Bahn geworfen – und direkt zu Mascha katapultiert. Mascha ist Prepperin und damit bestens und mit großer Ernsthaftigkeit auf das vorbereitet, was der Ich-Erzähler im Privaten bereits erlebt hat: den Untergang der Welt. Maschas Bunker ist ihr gemeinsamer Zufluchts- und Rückzugsort, ihr Schutz vor Bedrohungen und Anforderungen einer Außenwelt, er ist aber auch der Ort, an welchem Zivilisation und Natur aufeinandertreffen und sich begegnen – und dies in geradezu mystischer oder auch mythologischer Gestalt einer Füchsin. Nicht nur, dass das Tier die Nähe zu den beiden Eremiten in seinem Revier sucht, es wagt sich zunehmend auch in deren Behausung vor, scheint dort ein- und auszugehen und so zu einem festen Bestandteil des Lebens im Rückzug zu werden. Einem Leben, das auf das Ende ausgerichtet ist. Martin Peichl vermag in klarer Sprache und mit poetischen Worten eine Geschichte zu erschaffen, die einen Rausch an Emotionen freisetzt und dabei ebenso fasziniert wie verstörend wirkt in Denken und Ausrichtung der Figuren. Dass der Roman mich gerade zwischen den Jahren gefunden hat, sehe ich dabei als großes Glück und wunderbare Fügung – denn kaum treffender hätte diese Zeit des Abschlusses und Neubeginns für mich begleitet werden können.

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    03.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unangepasste Tiere

    Ein Mann, ziemlich verloren zwischen Exfreundin, Affäre und einer Wohnung, die immer leerer wird, versucht sich in einer zunehmend bedrohlicheren Welt zurechtzufinden. Eigentlich ist er Lehrer, doch unter dem Vorwand, an einem Wörterbuch der Verluste schreiben zu wollen, hat er sich beurlauben lassen. Und vielleicht hat auch der Suizid eines seiner Schüler den Ausschlag dazu gegeben. Doch ohne geregelte Unterrichtszeiten ist er zwar frei, aber auch haltlos, das Testen von Computerspielen bringt immerhin Geld, verstärkt jedoch das Gefühl der Einsamkeit. Im Spiel tauchen Vögel auf, die sich seltsam verhalten, doch auch in der realen Welt gibt es Tiere, deren Verhalten Rätsel aufgibt. Zum Beispiel eine Füchsin, die um das Haus seiner neuen Bekannten Mascha herumschleicht und ab und zu sogar hereinkommt. Mascha tritt der Bedrohung von außen proaktiv gegenüber, sie hat ein Zimmer ihres Hauses in einen Bunker verwandelt und lagert dort alles, was man fürs Überleben benötigt. Der Ich-Erzähler des Romans findet bei ihr Halt, auch sein Freund Julian, mit dem er regelmäßig Bier trinken geht, ist so ein Fixpunkt für ihn, hält ihn fest und lässt ihn nicht ganz abrutschen. Martin Peichl erzählt in dichter und poetischer Sprache von Verdrängtem und Vergessenem, von der realen Bedrohung einer immer unverständlicheren Welt, der wir uns doch jeden Tag aufs Neue stellen müssen. Die Natur kann dabei beides sein: Gefahr und Trost. Der Text ist nicht linear, sonst erzählt fragmentarisch und in kurzen Vignetten vom Leben des namenlosen Protagonisten, erst nach und nach erfahren wir Genaueres über seine Umstände. Eigentlich interessieren mich Männer, die permanent Alkohol trinken und Frauen vorrangig als potentielle Affären wahrnehmen, eher nicht, aber Martin Peichls Sprache und Erzählweise entfalten eine Magie, die dazu beiträgt, dass man sich gern auf den Text und den Protagonisten einlässt. Dazu gehören auch überraschend liebevolle Begegnungen mit seiner langsam dement werdenden Mutter und kleine Exkurse in die Welt der Verluste anhand von Redewendungen. Ein Buch, das perfekt zur Jahreszeit passt und nach dessen Lektüre man die Natur und die Welt um sich herum mit anderen Augen sieht. Ich habe es jedenfalls sehr gern gelesen.

  • yellowdog

    5/5

    27.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Füchsin

    Neben der Rahmenhandlung um Mascha und dem Icherzähler gibt es dazwischen immer wieder Überlegungen und Reflexionen über diverse Details. Das sind oft ungewöhnliche Abschnitte, die einen als Leser stutzen und überlegen lassen. Der Protagonist ist verstört. Oft erinnert er sich an seinen Freund Paul, der sich umbrachte, hat Sorgen um seine Mutter oder denkt an seine Exfreundin Sophia. Doch die Beziehung zu Mascha ist ihm wichtig. Er hat Mascha in einem Birdwatching-Verein kennen gelernt. Sie lebt zurückgezogen in einem Bunker. Leitmotivhaft begleitet eine Füchsin Mascha. Der Text deutet die Auswirkungen eines problematischen Gesellschaftszustand an. Es sind nur wir ist ein sorgfältig gemachter, verhaltener, manchmal auch stimmungsvoller Roman!

  • MarieOn

    4/5

    09.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Endzeitstimmung

    Die Füchsin dringt in das Haus ein. Springt durch das Fenster auf die Küchenzeile, verharrt kurz, orientiert sich. Elegant gleitet sie auf den Fußboden, durchquert den Flur und bleibt vor der schweren Metalltüre stehen. Sie kratzt am Eisen, noch einmal, aber die Tür bleibt zu, wie gestern und vorgestern. Die Tage sind zum Verwechseln ähnlich. Während des Probealarms gießt er seine Blumen und überlegt, wie unwahrscheinlich grausam es wäre, würden sich echte Katastrophen hinter den Sirenen verbergen. Ein explodierendes Atomkraftwerk, ein Krieg, der unerwartet ein paar Hundert Kilometer näher rückt, startende Raketen, einschlagende Raketen. Und die Leute gießen einfach ihre Blumen und leben ihr Leben. Er hat bis vor Kurzem Informatik unterrichtet, dann aber Antrag auf Dienstfreistellung gestellt, was die Schulleiterin sichtlich erleichterte. „Alles Gute für Ihr Projekt.“ Alles Gute für dein Buch, die Kollegen. Er sammelte schon seit einer Weile Geschichten über das Verlieren und erzählte zu schnell, zu vielen Leuten davon, die jetzt alle glauben, daraus würde ein Buch entstehen. Nebenbei entwickelt er für ein Start-up Unternehmen Computerspiele. Dabei stellte er fest, wie schwer sich Vögel in das Game implizieren ließen. Die werden nie überzeugend lebensecht. Jetzt hat er den Job, sich ausgiebig damit auseinanderzusetzen und deswegen ist er unterwegs zum Birdwatching. Dort lernt er Mascha kennen. Sie ist Prepperin und hat alles akribisch für das Ende vorbereitet. Fazit: Martin Peichl hat eine Geschichte geschrieben, mit der er eine Endzeitstimmung thematisiert. Sein Protagonist lässt sich nach dem tragischen Ereignis eines Mitschülers suspendieren. Er hat viel Zeit, über das Leben nachzudenken und sich in die Natur einzufinden. Die Schuldgefühle und seine Traurigkeit versucht er mit dem Daten von Frauen zu unterdrücken. Dabei geht es nur um eins, er bleibt emotional distanziert. Kurz bevor sich zahlreiche Umweltereignisse abspielen, die den Kipppunkt deutlich machen, lernt er Mascha kennen, die in einem Haus mit Bunker und einer Füchsin lebt. Und zum ersten Mal kann er die Nähe zu einem anderen Menschen aushalten, sich sogar wohlfühlen. Der Autor schreibt in der Gegenwart, das macht die Geschichte sehr lebendig. Die Sprache ist unaufgeregt, fast entspannend. Am Ende jedes Kapitels stellt er passende, ja philosophische Fragen, mit denen er sich auseinandersetzt. Wie die Innenschau im wirklichen Leben. Mir hat die Schreibweise des Autors, die ich sehr besonders finde, absolut gefallen.

  • Fee04

    4/5

    11.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnliches Buch

    „Es sind nur wir“ von Martin Peichl Verlag: Haymon In diesem Roman, erzählt in der Ich-Form des namenlosen Protagonisten, handelt von einem Informatik-Lehrer, der durch den Suizid seines Schülers Paul aus der Bahn geworfen wird. Seine Schuldgefühle und seine Trauer nehmen überhand, sein Leben wird immer ausschweifender. Er beginnt abstruse Affären, setzt Sex-Beziehungen unter Alkoholeinfluss fort und überlebt als Entwickler von Computerspielen. Auch arbeitet er sporadisch an einem „Wörterbuch der Verluste“ , welches er auf Karteikarten festhält. Er versucht herauszufinden, auf wie viele Arten man scheitern kann. Mascha ist Biologin und Prepperin; sie breitet sich in einem Haus mit Bunker am Waldrand auf das Unausweichliche vor. Eine Füchsin besucht Mascha, das Haus und ihn. Die Füchsin kommt und geht, Mascha beschützt das Tier vor Jägern und die drei gehen eine ungewöhnliche Beziehung ein. Er kommt immer wieder zurück zu Mascha. Ihre Art, ihre Gedanken und unrealistischen Aktionen lassen ihn nicht mehr los. Die beiden ziehen sich immer öfter zurück in das Haus, in den Bunker. Zwischenzeitlich leert sich die Wohnung unseres Ich-Erzählers in der Stadt; sein Besitz wird immer weniger, nur seine sexuellen Ausschweifungen kann er noch nicht unterbinden. Der Autor beschreibt in poetischer Sprache ein Szenario des Verlustes, der Obsession und der Trauer. Über eine Welt, die wir nicht sehen möchten; von den Tieren und ihrem Nutzen. Er beschreibt den Kreislauf des Lebens in einer Welt voller Katastrophen, Krisen, Ängsten und Verlusten. Real und surreal wird in flüssigem Schreibstil erzählt, Kapitel um Kapitel zieht uns der Autor in den Bann dieser unglaublichen, fantastischen und zugleich surrealen Geschichte. Mascha und der Lehrer finden auf ihre Art zusammen und nur die Füchsin findet noch den Weg zu den beiden. Überlebt der namenlose Protagonist den angeblichen Weltuntergang? Nur die Füchsin erhält Gewissheit, doch kratzt die tagelang an der Metalltür und niemand öffnet. Zwischendrin spürt man die Liebe des Erzählers zur dementen Mutter, zu den Frauen in seinem Leben und Paul, dem jungen, der zu früh gestorben ist. Martin Peichl beschreibt uns einen Alltag mit Verlusten, den aktuellen Themen des Klimawandels und das politische Geschehen mit seinen Kriegen auf der Erde. Das Ende lässt der Autor geschickt offen, die Gedanken der Leser:innen sind frei und man spekuliert, was nun tatsächlich geschah. „Wie aber nennt man Das Gegenteil von Massenhysterie, wenn die Welt jeden Tag ein Stück weiter untergeht, wir unbeirrt weitermachen mit dem, was schon seit Jahren nicht mehr funktioniert, wie nennt man diese Ruhe, auf die kein Sturm folgt, nur noch Stille, wie? Vielleicht haben wir noch nicht die Sprache gefunden für das, was uns bevorsteht.“ (Seite 49) Sehr beeindruckend erzählt mit einem eigenwilligen, unterhaltsamen Schreibstil fesselt der Autor die Leser:innen an die Erzählung. Realität oder traumhaft-unwirklich, wer kann das schon beurteilen. Mir liegt es fern, hier eine Wahrheit zu finden; ich kann nur sagen, es ist ein außergewöhnliches Buch.

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