Produktbild: Wenn die Welt nach Sommer riecht

Wenn die Welt nach Sommer riecht Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

12957

Erscheinungsdatum

18.07.2024

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

4437 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783709984413

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ePUB

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

12957

Erscheinungsdatum

18.07.2024

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

4437 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783709984413

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  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    31.08.2024

    eBook (ePUB)

    Erinnerungen an die Kindheit in den 1970er-Jahren

    In diesem Roman begegnen wir Siegfried „Sigi“ und seiner Familie nach „Die Welt war eine Murmel“ und „Die Welt war voller Fragen“ ein drittes Mal. Er schließt nahtlos an die Vorgänger an. Doch lassen sich alle drei Bücher auch völlig unabhängig voneinander lesen, ohne dass man zuvor einen früheren Band gelesen haben muss. Allerdings brächte man sich um einige köstliche Lesestunden, vor allem dann, wenn man selbst ein Kind der Sechziger-Jahre ist. Zwar lassen sich nicht alle Erinnerungen des 13-jährigen Sigi, der auf dem Land aufwächst, auf Stadtkinder wie mich übertragen, doch teile ich zahlreiche Rückblicke, wie das ständige Rauchen der Erwachsenen. Meine Eltern haben jeweils zwei Packerl Zigaretten geraucht und ich musste meinen Lehrerinnen (reines Mädchengymnasium) immer erklären, dass ich selbst nicht rauche. Sigi beginnt sich langsam für mehr als nur für die Apollo-Mission und Karl May zu interessieren. Mädchen rücken in seinen Fokus. Er erlebt die erste Zigarette und die erste vom Alkohol verursachte Übelkeit. Die Rivalität zwischen seiner Schwester und ihm wird stärker. In der Schule, nunmehr vierte Klasse Gymnasium, stellt er nach wie vor neugierige Fragen, die ihm als ungebührliche Kritik ausgelegt werden. Die Erkenntnis, dass nach wie vor zahlreiche alte Nazis in den Schulen unterrichten, führt auch in seiner Schule zu Schülerprotesten, die es, in unterschiedlichen Ausprägungen, überall gegeben hat. Auch die damaligen gesellschaftlichen Einstellungen innerhalb der Familie, ob Mütter und Ehefrauen „Nur-Hausfrauen“ zu sein haben, oder auch einer Berufstätigkeit nachgehen dürfen, wird an Hand von Sigis Familie sehr gut dargestellt. Sigis Mutter arbeitet Teilzeit in der dörflichen Apotheke, was ihr Mann äußerst argwöhnisch beobachtet. Denn er sieht seine Rolle als „Herr im Haus“ gefährdet, zumal der Apotheker ein allein stehender Mann ist. Sigis Vater greift immer häufiger zur Flasche und fürchtet um seine eigene Bequemlichkeit, wenn er sich das Bier oder die Jause selbst aus der Küche holen muss. Ja, das kenne ich auch aus meiner eigenen Familie sehr gut! Schmunzeln musste ich an die Versuche, Zimmer zu vermieten. Hier kann Sigi erstmals seine Englisch-Kenntnisse und Kochkünste an englisch sprechenden Feriengästen ausprobieren, als die ein englisches Frühstück wollen. Auch die Bezeichnung „Gammler“ für jene Studenten, die keinen militärisch kurzen Haarschnitt getragen haben, habe ich noch im Ohr. Darüber haben sich vor allem meine Großeltern ziemlich aufgeregt. Fazit: Gerne bin ich mit Sigi in die 1970er-Jahre eingetaucht, auch, wenn die eine oder andere Erinnerung für mich persönlich nicht so angenehm gewesen ist. Aber, das ist eine andere Geschichte. Für die von Sigi gibt es jedenfalls 5 Sterne.

  • Ilses Lesetipps

    aus Wien

    5/5

    20.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Zeiten ändern sich – die 70er Jahre

    Nach „Die Welt war eine Murmel“ und „Die Welt war voller Fragen“ nimmt Herbert Dutzler mit „Wenn die Welt nach Sommer riecht“ die Leser wiederum mit auf eine Zeitreise in die 70er-Jahre. Worum geht es? Der erwachsene Siegfried räumt nach dem Tod der Mutter das Elternhaus. Anhand von Fotos erinnert er sich an Begebenheiten aus seiner Teenager- bzw. Schulzeit, die technische Neuerungen, an Hits und Filme der damaligen Zeit, die Hippie-Bewegung und die erste Verliebtheit. Wie die Vorgängerbände ist auch dieses Buch eine edel ausgeführte Hardcover-Ausgabe mit Lesebändchen. Das Cover verströmt Sommerfeeling. Das Buch erschien 2024 und ist in elf kurze Kapitel mit Überschriften unterteilt. Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll. Es wechseln sich die Erzählungen aus der Kindheit mit den Gedanken bzw. der heutigen Meinung des zurückblickenden erwachsenen Siegfried ab, letztere sind in Kursivschrift gehalten. Ich bin seit dem ersten Band ein Fan dieser Reihe, holt sie doch unzählige Erinnerungen an meine eigene Jugend ins Gedächtnis. Die Bücher sind jeweils unabhängig voneinander lesbar. Trotzdem, man sollte sich alle gönnen, nicht nur um den Reifeprozess des Jungen mitzuerleben, sondern insbesondere den Wandel der Zeit. Der Gymnasiast Siegfried ist ein intelligenter Junge voller Wissensdurst, der lieber liest als Sport zu betreiben, der nicht nur gerne isst, sondern sich auch fürs Kochen interessiert, was dem damaligen Rollenbild so gar nicht entspricht. Er hinterfragt alles, was die Lehrer meist als vorlaut und frech empfinden. So kassiert er statt Anerkennung negative Klassenbucheintragungen. Nicht nur im Gymnasium gibt es Probleme, sondern auch im Elternhaus, wo die zunehmenden Eigenständigkeitsbestrebungen der Mutter – sie geht arbeiten, fährt Auto und geht im Urlaub eigenen Hobbys nach – zu Streitigkeiten führen. Die handelnden Personen wirken generell sehr lebendig, gut vorstellbar und authentisch, auch Nebenfiguren wie Verwandte, Lehrkörper oder Schulkameraden. Sigi steht natürlich im Mittelpunkt. Er ist an allem interessiert, was in der Welt geschieht, schaut über die Grenzen des kleinen Ortes hinaus. Er erkennt, wie wichtig Fremdsprachen sind und lernt mit Begeisterung Englisch. Wie alle Teenager dieser Zeit würde er gerne Trends wie lange Haare und legere Kleidung mitmachen, stößt hier aber bei den konservativen Eltern auf Grenzen. Was ich an dieser Reihe so liebe ist, dass sie so viele Erinnerungen an die eigene Jugend weckt. An das Umfeld, von Mode und Schlagern angefangen bis zu politischen Ereignissen und technischen Neuerungen. Wie sporadisch seinerzeit die Urlaubsquartiere waren! Ja, solche Urlaube erlebte ich auch. Keine üppigen Frühstücksbuffets, kein eigenes WC, selbst Warmwasser war keine Selbstverständlichkeit im Zimmer. Wie Sigi habe ich gerne gelesen, nicht nur ebenfalls Karl May, sondern auch die Bücher von Thor Heyerdahl und natürlich auch die Zeitschrift Bravo. Amüsiert las ich von Sigis Schokopudding mit Himbeersirup, denn das gab es auch bei uns daheim und ich habe es geliebt. Mir hat der Roman großes Lesevergnügen bereitet, mich animiert, in den eignen Fotoalben von damals zu blättern und ein bisschen in der Nostalgie zu versinken. Ich empfehle dieses Buch nicht nur Gleichaltrigen. Es ist doch sicher auch für jüngere Leser interessant, ein wenig in das Leben ihrer Großeltern einzutauchen. Eine unbedingte Leseempfehlung!

  • haberlei

    aus Wien

    5/5

    20.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Zeiten ändern sich – die…

    Die Zeiten ändern sich – die 70er Jahre Nach „Die Welt war eine Murmel“ und „Die Welt war voller Fragen“ nimmt Herbert Dutzler mit „Wenn die Welt nach Sommer riecht“ die Leser wiederum mit auf eine Zeitreise in die 70er-Jahre. Worum geht es? Der erwachsene Siegfried räumt nach dem Tod der Mutter das Elternhaus. Anhand von Fotos erinnert er sich an Begebenheiten aus seiner Teenager- bzw. Schulzeit, die technische Neuerungen, an Hits und Filme der damaligen Zeit, die Hippie-Bewegung und die erste Verliebtheit. Wie die Vorgängerbände ist auch dieses Buch eine edel ausgeführte Hardcover-Ausgabe mit Lesebändchen. Das Cover verströmt Sommerfeeling. Das Buch erschien 2024 und ist in elf kurze Kapitel mit Überschriften unterteilt. Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll. Es wechseln sich die Erzählungen aus der Kindheit mit den Gedanken bzw. der heutigen Meinung des zurückblickenden erwachsenen Siegfried ab, letztere sind in Kursivschrift gehalten. Ich bin seit dem ersten Band ein Fan dieser Reihe, holt sie doch unzählige Erinnerungen an meine eigene Jugend ins Gedächtnis. Die Bücher sind jeweils unabhängig voneinander lesbar. Trotzdem, man sollte sich alle gönnen, nicht nur um den Reifeprozess des Jungen mitzuerleben, sondern insbesondere den Wandel der Zeit. Der Gymnasiast Siegfried ist ein intelligenter Junge voller Wissensdurst, der lieber liest als Sport zu betreiben, der nicht nur gerne isst, sondern sich auch fürs Kochen interessiert, was dem damaligen Rollenbild so gar nicht entspricht. Er hinterfragt alles, was die Lehrer meist als vorlaut und frech empfinden. So kassiert er statt Anerkennung negative Klassenbucheintragungen. Nicht nur im Gymnasium gibt es Probleme, sondern auch im Elternhaus, wo die zunehmenden Eigenständigkeitsbestrebungen der Mutter – sie geht arbeiten, fährt Auto und geht im Urlaub eigenen Hobbys nach – zu Streitigkeiten führen. Die handelnden Personen wirken generell sehr lebendig, gut vorstellbar und authentisch, auch Nebenfiguren wie Verwandte, Lehrkörper oder Schulkameraden. Sigi steht natürlich im Mittelpunkt. Er ist an allem interessiert, was in der Welt geschieht, schaut über die Grenzen des kleinen Ortes hinaus. Er erkennt, wie wichtig Fremdsprachen sind und lernt mit Begeisterung Englisch. Wie alle Teenager dieser Zeit würde er gerne Trends wie lange Haare und legere Kleidung mitmachen, stößt hier aber bei den konservativen Eltern auf Grenzen. Was ich an dieser Reihe so liebe ist, dass sie so viele Erinnerungen an die eigene Jugend weckt. An das Umfeld, von Mode und Schlagern angefangen bis zu politischen Ereignissen und technischen Neuerungen. Wie sporadisch seinerzeit die Urlaubsquartiere waren! Ja, solche Urlaube erlebte ich auch. Keine üppigen Frühstücksbuffets, kein eigenes WC, selbst Warmwasser war keine Selbstverständlichkeit im Zimmer. Wie Sigi habe ich gerne gelesen, nicht nur ebenfalls Karl May, sondern auch die Bücher von Thor Heyerdahl und natürlich auch die Zeitschrift Bravo. Amüsiert las ich von Sigis Schokopudding mit Himbeersirup, denn das gab es auch bei uns daheim und ich habe es geliebt. Mir hat der Roman großes Lesevergnügen bereitet, mich animiert, in den eignen Fotoalben von damals zu blättern und ein bisschen in der Nostalgie zu versinken. Ich empfehle dieses Buch nicht nur Gleichaltrigen. Es ist doch sicher auch für jüngere Leser interessant, ein wenig in das Leben ihrer Großeltern einzutauchen. Eine unbedingte Leseempfehlung!

  • Applepie21

    5/5

    03.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnder Rückblick auf eine Jugend im Österreich der 1970er-Jahre

    Die Familiengeschichte aus Sicht des 13-jährigen Sigi wirkt durchgehend glaubhaft und authentisch, sowohl vom Schreibstil als auch vom Inhalt her. Vieles kam mir sehr vertraut vor, sowohl aus eigener Erfahrung als auch durch Erlebnisse im Freundeskreis. Die Wertevorstellungen und Erziehungsmethoden haben sich in den letzten 50 Jahren immens gewandelt. Auch wenn vieles heute nicht mehr vorstellbar ist, so ist es dennoch beruhigend zu sehen, dass aus der Jugend der 70er-Jahre durchaus passable Erwachsene wurden. Die beiden Vorgängerbände habe ich leider noch nicht gelesen. Nachdem mir der Einstieg in Sigis Vergangenheit so leichtgefallen ist, bin ich überzeugt, dass sich die Bücher auch in umgekehrter Reihenfolge lesen lassen und werde sie mir als Urlaubslektüre gönnen. Auch auf die Fortsetzung in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft bin ich sehr gespannt.

  • Bewertung

    aus Issum

    5/5

    03.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aktivierte Erinnerungen

    Buchmeinung zu Herbert Dutzler – »Wenn die Welt nach Sommer riecht« »Wenn die Welt nach Sommer riecht« ist ein Roman von Herbert Dutzler, der 2024 im Haymon Verlag erschienen ist. Zum Autor: Herbert Dutzler, geboren 1958, ist mit seinen Krimis um den Altausseer Polizisten Gasperlmaier Autor einer der erfolgreichsten österreichischen Krimiserien. Dass Herbert Dutzler auch abseits der Krimiwelt ein versierter Schriftsteller ist, beweist der Erfolg von „Die Welt war eine Murmel" (2020) und „Die Welt war voller Fragen" (2023). Mit "Wenn die Welt nach Sommer riecht" entführt er uns 2024 nun ein drittes Mal in die Zeit seiner Kindheit. Zum Inhalt: Siegfried Niedermayr blättert in einem alten Fotoalbum mit Bildern aus der Zeit, als er etwa 13 Jahre alt war. Mit den Bildern erinnert sich Siegfried an Episoden und Geschichten aus dieser Zeit. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich positiv überrascht, obwohl ich hohe Erwartungen hatte. Viele der Episoden der Hauptfigur haben ein Gegenstück in meiner Jugend gehabt und mit zum Nachdenken gebracht. Vieles war in meiner Jugend ähnlich, obwohl es natürlich auch Unterschiede gegeben hat. Der Autor beschreibt Siegfrieds Erinnerungen sehr detailliert und hilft dem Leser damit, eigene Erinnerungen wieder zum Leben zu erwecken. Sogar das Lebensgefühl der damaligen Zeit erwacht und ich habe mich in meine Jugend zurück versetzt gefühlt. Fast automatisch reflektiert man über die damalige Zeit und die Unterschiede zur heutigen Zeit. Die positiven Erinnerungen Siegfrieds überwiegen bei Weitem und selbst negative Aspekte wirken weniger schlimm. Politische Ideen und Missstände werden angesprochen, aber kaum näher beleuchtet, weil Siegfried noch weitgehend politisch unbeleckt gelebt hat. Obwohl die Episoden oft eher banal erscheinen, haben sie mich berührt und zum Reflektieren angeregt. Gespannt warte ich auf eine Fortsetzung. Fazit: Ein wunderbarer Roman, der meine Erinnerungen zu neuem Leben verholfen hat und mich dadurch gefesselt hat. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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