Produktbild: Was wissen sie vom Freisein

Was wissen sie vom Freisein Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.10.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

2170 KB

Originaltitel

Oliva Denaro

Übersetzt von

Esther Hansen

Sprache

Deutsch

EAN

9783641295462

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

02.10.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

2170 KB

Originaltitel

Oliva Denaro

Übersetzt von

Esther Hansen

Sprache

Deutsch

EAN

9783641295462

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Der Kampf um mehr Frauenrechte…

MarcoL aus Füssen am 14.11.2024

Bewertungsnummer: 2902183

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Kampf um mehr Frauenrechte in Italien! Literarisch genial umgesetzt! Würde man das Buch ohne das Wissen lesen, wo die Geschichte spielt, könnte man irrtümlich auf den Gedanken kommen, wir befänden uns im tiefsten Islam. In einem Land, in welchem junge Mädchen, die gerade die biologische Schwelle zur Frau überschritten haben, von ihren Eltern weggesperrt und verschachert werden wie ein Stück Vieh. Diese nur in Begleitung Erwachsener oder des Bruders das Haus verlassen dürfen. Den jungen Frauen wird ein paar Tage vor der Hochzeit ihr „Auserwählter“ präsentiert. Aber die Handlung spielt nicht in einem vom radikalen Islam geführten Staat, sondern im hochkatholischen Sizilien im Jahre 1960. Wenn ein junger Mann meint, er will unbedingt ein Mädchen ehelichen, es ihm aber nicht versprochen wird, dann vergewaltigt er es einfach. Verspricht danach die Ehe und er geht straffrei. Das Gesetz war in Italien bis 1981 auf Seite der Triebtäter und Verbrecher. Einzige Ausflucht: der Ehrenmord. Das Leben der Frau war trotzdem zerstört. S.11: „Die Frau ist eine Vase: Wer sie zerbricht, der nimmt sie, sagt meine Mutter immer. Ich wäre lieber ein Junge geworden …“ Dieser sehr ergreifende Roman handelt von Olivia, die in Sizilien auf dem Land aufwächst und den oben beschrieben strengen Regeln unterworfen ist. Ihre Mutter ist streng, keift den ganzen Tag nur herum, versucht das eng geschnürte Korsett an Verhaltensmustern aufrecht zu erhalten, obwohl sie selber in ihrer Jugend ein Freigeist war. Nur selten zeigt sie ihre Zuneigung. Ihr Vater ist da anders, diplomatischer, hält zu seiner Tochter, fragt sie, was sie möchte, setzt sich für sie ein. Doch das ganze tratschende Umfeld macht Familienentscheidungen nicht einfach, schnell wird man zum Außenseiter. Abtrünnig, nur weil man ein klein wenig anders ist, anders denkt. UND: sich vor allem für die Rechte anderer Frauen einsetzt: ABER: Was wissen sie schon vom Freisein? – besser könnte der Titel des Romans nicht lauten. Lieber nichts ändern, es war ja schon immer so. Wir haben es auch überlebt. Und Liebe? Zuwas? Das Patriarchat wird als gegeben angenommen. S.60: „Worte waren Waffen. Und nicht nur Fremdwörter, sondern auch die ganz gewöhnlichen Wörter aus dem Mund der Einfältigen“ S.85: „Ich sitze in einer Ecke und knabbere nervös an den Fingernägeln, während sie über mich reden wie über ein Stück Vieh, das zur Paarung geführt wird.“ Olivia droht im Sumpf der Patriarchen zu versinken wie ihre Schwester, die vom Ehemann geprügelt und weggesperrt wird. Aber mit Hilfe ihrer einzigen Freundin Liliana, Tochter des Kommunisten Calò, schafft sie es, ihr Haupt erhoben zu tragen. Viola Ardone hat mit diesem Roman ein einfühlsames wie wütend machendes Buch verfasst, das den Finger tief in die große Wunde namens Patriarchat legt und dort drinnen herumwühlt. Es ist quasi eine Geschichte über die Entwicklung der Rechte der Frauen. Über den Kampf ein paar weniger, mutigen Frauen, sich vom Zwang der Gesellschaft zu befreien für das Wohl aller. Die Sprache ist direkt, schnörkellos. Man kann sich sehr gut in die Lage der Ich-Erzählerin Olivia hineinversetzen, leidet und kämpft mit ihr. Mich hat das Buch nachhaltig beeindruckt und ist ein weiteres Mahnmal im Kampf gegen das Patriarchat und frauenfeindliche Strukturen. Für mich ein Jahreshighlight und gerne gebe ich eine absolute Leseempfehlung.

Der Kampf um mehr Frauenrechte…

MarcoL aus Füssen am 14.11.2024
Bewertungsnummer: 2902183
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Kampf um mehr Frauenrechte in Italien! Literarisch genial umgesetzt! Würde man das Buch ohne das Wissen lesen, wo die Geschichte spielt, könnte man irrtümlich auf den Gedanken kommen, wir befänden uns im tiefsten Islam. In einem Land, in welchem junge Mädchen, die gerade die biologische Schwelle zur Frau überschritten haben, von ihren Eltern weggesperrt und verschachert werden wie ein Stück Vieh. Diese nur in Begleitung Erwachsener oder des Bruders das Haus verlassen dürfen. Den jungen Frauen wird ein paar Tage vor der Hochzeit ihr „Auserwählter“ präsentiert. Aber die Handlung spielt nicht in einem vom radikalen Islam geführten Staat, sondern im hochkatholischen Sizilien im Jahre 1960. Wenn ein junger Mann meint, er will unbedingt ein Mädchen ehelichen, es ihm aber nicht versprochen wird, dann vergewaltigt er es einfach. Verspricht danach die Ehe und er geht straffrei. Das Gesetz war in Italien bis 1981 auf Seite der Triebtäter und Verbrecher. Einzige Ausflucht: der Ehrenmord. Das Leben der Frau war trotzdem zerstört. S.11: „Die Frau ist eine Vase: Wer sie zerbricht, der nimmt sie, sagt meine Mutter immer. Ich wäre lieber ein Junge geworden …“ Dieser sehr ergreifende Roman handelt von Olivia, die in Sizilien auf dem Land aufwächst und den oben beschrieben strengen Regeln unterworfen ist. Ihre Mutter ist streng, keift den ganzen Tag nur herum, versucht das eng geschnürte Korsett an Verhaltensmustern aufrecht zu erhalten, obwohl sie selber in ihrer Jugend ein Freigeist war. Nur selten zeigt sie ihre Zuneigung. Ihr Vater ist da anders, diplomatischer, hält zu seiner Tochter, fragt sie, was sie möchte, setzt sich für sie ein. Doch das ganze tratschende Umfeld macht Familienentscheidungen nicht einfach, schnell wird man zum Außenseiter. Abtrünnig, nur weil man ein klein wenig anders ist, anders denkt. UND: sich vor allem für die Rechte anderer Frauen einsetzt: ABER: Was wissen sie schon vom Freisein? – besser könnte der Titel des Romans nicht lauten. Lieber nichts ändern, es war ja schon immer so. Wir haben es auch überlebt. Und Liebe? Zuwas? Das Patriarchat wird als gegeben angenommen. S.60: „Worte waren Waffen. Und nicht nur Fremdwörter, sondern auch die ganz gewöhnlichen Wörter aus dem Mund der Einfältigen“ S.85: „Ich sitze in einer Ecke und knabbere nervös an den Fingernägeln, während sie über mich reden wie über ein Stück Vieh, das zur Paarung geführt wird.“ Olivia droht im Sumpf der Patriarchen zu versinken wie ihre Schwester, die vom Ehemann geprügelt und weggesperrt wird. Aber mit Hilfe ihrer einzigen Freundin Liliana, Tochter des Kommunisten Calò, schafft sie es, ihr Haupt erhoben zu tragen. Viola Ardone hat mit diesem Roman ein einfühlsames wie wütend machendes Buch verfasst, das den Finger tief in die große Wunde namens Patriarchat legt und dort drinnen herumwühlt. Es ist quasi eine Geschichte über die Entwicklung der Rechte der Frauen. Über den Kampf ein paar weniger, mutigen Frauen, sich vom Zwang der Gesellschaft zu befreien für das Wohl aller. Die Sprache ist direkt, schnörkellos. Man kann sich sehr gut in die Lage der Ich-Erzählerin Olivia hineinversetzen, leidet und kämpft mit ihr. Mich hat das Buch nachhaltig beeindruckt und ist ein weiteres Mahnmal im Kampf gegen das Patriarchat und frauenfeindliche Strukturen. Für mich ein Jahreshighlight und gerne gebe ich eine absolute Leseempfehlung.

Der Kampf um mehr Frauenrechte in Italien! Literarisch genial umgesetzt!

MarcoL aus Füssen am 14.11.2024

Bewertungsnummer: 2341108

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Würde man das Buch ohne das Wissen lesen, wo die Geschichte spielt, könnte man irrtümlich auf den Gedanken kommen, wir befänden uns im tiefsten Islam. In einem Land, in welchem junge Mädchen, die gerade die biologische Schwelle zur Frau überschritten haben, von ihren Eltern weggesperrt und verschachert werden wie ein Stück Vieh. Diese nur in Begleitung Erwachsener oder des Bruders das Haus verlassen dürfen. Den jungen Frauen wird ein paar Tage vor der Hochzeit ihr „Auserwählter“ präsentiert. Aber die Handlung spielt nicht in einem vom radikalen Islam geführten Staat, sondern im hochkatholischen Sizilien im Jahre 1960. Wenn ein junger Mann meint, er will unbedingt ein Mädchen ehelichen, es ihm aber nicht versprochen wird, dann vergewaltigt er es einfach. Verspricht danach die Ehe und er geht straffrei. Das Gesetz war in Italien bis 1981 auf Seite der Triebtäter und Verbrecher. Einzige Ausflucht: der Ehrenmord. Das Leben der Frau war trotzdem zerstört. S.11: „Die Frau ist eine Vase: Wer sie zerbricht, der nimmt sie, sagt meine Mutter immer. Ich wäre lieber ein Junge geworden …“ Dieser sehr ergreifende Roman handelt von Olivia, die in Sizilien auf dem Land aufwächst und den oben beschrieben strengen Regeln unterworfen ist. Ihre Mutter ist streng, keift den ganzen Tag nur herum, versucht das eng geschnürte Korsett an Verhaltensmustern aufrecht zu erhalten, obwohl sie selber in ihrer Jugend ein Freigeist war. Nur selten zeigt sie ihre Zuneigung. Ihr Vater ist da anders, diplomatischer, hält zu seiner Tochter, fragt sie, was sie möchte, setzt sich für sie ein. Doch das ganze tratschende Umfeld macht Familienentscheidungen nicht einfach, schnell wird man zum Außenseiter. Abtrünnig, nur weil man ein klein wenig anders ist, anders denkt. UND: sich vor allem für die Rechte anderer Frauen einsetzt: ABER: Was wissen sie schon vom Freisein? – besser könnte der Titel des Romans nicht lauten. Lieber nichts ändern, es war ja schon immer so. Wir haben es auch überlebt. Und Liebe? Zuwas? Das Patriarchat wird als gegeben angenommen. S.60: „Worte waren Waffen. Und nicht nur Fremdwörter, sondern auch die ganz gewöhnlichen Wörter aus dem Mund der Einfältigen“ S.85: „Ich sitze in einer Ecke und knabbere nervös an den Fingernägeln, während sie über mich reden wie über ein Stück Vieh, das zur Paarung geführt wird.“ Olivia droht im Sumpf der Patriarchen zu versinken wie ihre Schwester, die vom Ehemann geprügelt und weggesperrt wird. Aber mit Hilfe ihrer einzigen Freundin Liliana, Tochter des Kommunisten Calò, schafft sie es, ihr Haupt erhoben zu tragen. Viola Ardone hat mit diesem Roman ein einfühlsames wie wütend machendes Buch verfasst, das den Finger tief in die große Wunde namens Patriarchat legt und dort drinnen herumwühlt. Es ist quasi eine Geschichte über die Entwicklung der Rechte der Frauen. Über den Kampf ein paar weniger, mutigen Frauen, sich vom Zwang der Gesellschaft zu befreien für das Wohl aller. Die Sprache ist direkt, schnörkellos. Man kann sich sehr gut in die Lage der Ich-Erzählerin Olivia hineinversetzen, leidet und kämpft mit ihr. Mich hat das Buch nachhaltig beeindruckt und ist ein weiteres Mahnmal im Kampf gegen das Patriarchat und frauenfeindliche Strukturen. Für mich ein Jahreshighlight und gerne gebe ich eine absolute Leseempfehlung.

Der Kampf um mehr Frauenrechte in Italien! Literarisch genial umgesetzt!

MarcoL aus Füssen am 14.11.2024
Bewertungsnummer: 2341108
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Würde man das Buch ohne das Wissen lesen, wo die Geschichte spielt, könnte man irrtümlich auf den Gedanken kommen, wir befänden uns im tiefsten Islam. In einem Land, in welchem junge Mädchen, die gerade die biologische Schwelle zur Frau überschritten haben, von ihren Eltern weggesperrt und verschachert werden wie ein Stück Vieh. Diese nur in Begleitung Erwachsener oder des Bruders das Haus verlassen dürfen. Den jungen Frauen wird ein paar Tage vor der Hochzeit ihr „Auserwählter“ präsentiert. Aber die Handlung spielt nicht in einem vom radikalen Islam geführten Staat, sondern im hochkatholischen Sizilien im Jahre 1960. Wenn ein junger Mann meint, er will unbedingt ein Mädchen ehelichen, es ihm aber nicht versprochen wird, dann vergewaltigt er es einfach. Verspricht danach die Ehe und er geht straffrei. Das Gesetz war in Italien bis 1981 auf Seite der Triebtäter und Verbrecher. Einzige Ausflucht: der Ehrenmord. Das Leben der Frau war trotzdem zerstört. S.11: „Die Frau ist eine Vase: Wer sie zerbricht, der nimmt sie, sagt meine Mutter immer. Ich wäre lieber ein Junge geworden …“ Dieser sehr ergreifende Roman handelt von Olivia, die in Sizilien auf dem Land aufwächst und den oben beschrieben strengen Regeln unterworfen ist. Ihre Mutter ist streng, keift den ganzen Tag nur herum, versucht das eng geschnürte Korsett an Verhaltensmustern aufrecht zu erhalten, obwohl sie selber in ihrer Jugend ein Freigeist war. Nur selten zeigt sie ihre Zuneigung. Ihr Vater ist da anders, diplomatischer, hält zu seiner Tochter, fragt sie, was sie möchte, setzt sich für sie ein. Doch das ganze tratschende Umfeld macht Familienentscheidungen nicht einfach, schnell wird man zum Außenseiter. Abtrünnig, nur weil man ein klein wenig anders ist, anders denkt. UND: sich vor allem für die Rechte anderer Frauen einsetzt: ABER: Was wissen sie schon vom Freisein? – besser könnte der Titel des Romans nicht lauten. Lieber nichts ändern, es war ja schon immer so. Wir haben es auch überlebt. Und Liebe? Zuwas? Das Patriarchat wird als gegeben angenommen. S.60: „Worte waren Waffen. Und nicht nur Fremdwörter, sondern auch die ganz gewöhnlichen Wörter aus dem Mund der Einfältigen“ S.85: „Ich sitze in einer Ecke und knabbere nervös an den Fingernägeln, während sie über mich reden wie über ein Stück Vieh, das zur Paarung geführt wird.“ Olivia droht im Sumpf der Patriarchen zu versinken wie ihre Schwester, die vom Ehemann geprügelt und weggesperrt wird. Aber mit Hilfe ihrer einzigen Freundin Liliana, Tochter des Kommunisten Calò, schafft sie es, ihr Haupt erhoben zu tragen. Viola Ardone hat mit diesem Roman ein einfühlsames wie wütend machendes Buch verfasst, das den Finger tief in die große Wunde namens Patriarchat legt und dort drinnen herumwühlt. Es ist quasi eine Geschichte über die Entwicklung der Rechte der Frauen. Über den Kampf ein paar weniger, mutigen Frauen, sich vom Zwang der Gesellschaft zu befreien für das Wohl aller. Die Sprache ist direkt, schnörkellos. Man kann sich sehr gut in die Lage der Ich-Erzählerin Olivia hineinversetzen, leidet und kämpft mit ihr. Mich hat das Buch nachhaltig beeindruckt und ist ein weiteres Mahnmal im Kampf gegen das Patriarchat und frauenfeindliche Strukturen. Für mich ein Jahreshighlight und gerne gebe ich eine absolute Leseempfehlung.

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Was wissen sie vom Freisein

von Viola Ardone

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