Der Diebstahl eines Meisterwerks der isländischen Buchkunst.
Ein mit der Kunsthistorikerin Anna Bentorp befreundeter Autor wird auf Island ermordet. Zuletzt arbeitete er an einem True-Crime-Roman um einen in Island verschollenen Experten für nordische Geschichte. Anna folgt seiner Spur und stößt auf den Diebstahl eines mittelalterlichen isländischen Buchs. Je tiefer sie in die Materie eintaucht, umso deutlicher wird: Hier geht es um eine Verschwörung mit tödlichem Ziel. Doch es sind vor allem die Geister ihrer eigenen Vergangenheit, die Anna in Gefahr stürzen und sie mit Wahrheiten konfrontieren, die sie lieber verdrängen wollte . . .
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Fesselnd bis zur letzten Seite
Gertie G. aus Wien am 08.10.2024
Bewertungsnummer: 2311525
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In diesem 8. und wie Autorin Margarete von Schwarzkopf bekanntgibt, dem letzten aus der Reihe rund um die Kunsthistorikerin und Hobbyermittlerin Anna Bentorp, dürfen wir in nordische Mythen, die eng mit der Geschichte des heutigen Irlands und Islands verknüpft sind, eintauchen.
Worum geht’s?
Da die Welt der Kunsthistoriker recht klein ist, kennt man sich untereinander, weshalb Anna mit zahlreichen Vertretern zumindest in telefonischen Kontakt steht bzw. deren Publikationen kennt. So ist ihr auch der in seiner Branche nicht unumstrittene Markus Hannemann ein Begriff, der vor einigen Jahren während einer Recherchereise auf der isländischen Insel Grímsey verschwunden ist. Er soll, wie Gerüchte sagen, aus der isländischen Nationalbibliothek ein frühmittelalterliches Buch „Book of Thor“ von Corran McSlaughty, eines Mönches des Klosters Saint Columban entwendet haben. „Book of Thor“ wird ähnlich wie das „Book of Kells“ als Rarität der mittelalterlichen Klosterbibliotheken bezeichnet und ist von unschätzbaren Wert.
Und genau dem mysteriösen Verschwinden dieses Kunsthistorikers geht einer von Annas Freunden, der Schriftsteller Heinz Kröger, nach. Wenig später ist Kröger, der sich in der letzten Zeit vorrangig der True Crime-Literatur verschrieben hat, tot, ertrunken wie es scheint.
Anna Bentorp macht ihrem Spitznamen alle Ehre und beginnt ihrerseits sowohl zu Krögers Tod als auch zu Hannemanns Verschwinden zu recherchieren. Dabei wird sie von ihren vergangenen Ermittlungen sowie ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt und Heinz Kröger wird nicht der einzige Tote bleiben.
Meine Meinung:
Da ich alle Anna-Bentorp-Krimis kenne, sind mir die vielen kurzen Rückblick sowie die Zusammenhänge klar. Quereinsteiger in diese Reihe werden das eine oder andere Mal mit den Blitzlichtern aus den Vorgängern konfrontiert, die nicht immer gleich einzuordnen sind. Ich empfehle zum besseren Verständnis die sieben Vorgänger zu lesen.
Wir treffen jedenfalls zahlreiche Protagonisten aus den anderen Fällen wieder: KHK Hans Schumann, Annas irische Freundin Deidre, ihren on/off-Freund Richard, Desmond Casey sowie Quasselstrippe Harald Frostauer. Dazu kommen zahlreiche neue Personen, deren Absichten nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Natürlich darf auch Anna Bentorps 91-jährige Mutter mit ihren Zitaten aus der Literatur und den guten Ratschlägen für ihre Tochter nicht fehlen.
Je tiefer Anna in ihre Nachforschungen eintaucht, umso gefährlicher und komplexer wird die Sache. Sie kommt einer großangelegten politischen Verschwörung allzu nahe, und gerät nicht nur einmal in akute Lebensgefahr.
Geschickt verquickt Margarete von Schwarzkopf die Geschichte des mittelalterlichen irischen Mönchs, die in großen Zügen kursiv dargestellt wird, mit der irischen Unabhängigkeitsbewegung.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und fesselt von der ersten bis zur letzte Seite. Die Handlung ist sehr komplex und die unterschiedlichen Handlungsstränge werden letztlich gut auseinandergedröselt und erneut zusammengeführt. Ich hatte recht bald mehrere Theorien entwickelt, wovon sich nicht alle, aber doch einige, am Ende als ans Ziel führend herausgestellt haben.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem spannenden und historisch sehr interessanten Krimi gelesen, der mich richtig gut unterhalten hat 5 Sterne.
Historie und Diebstahl/Mord in der Neuzeit
Monika Deinhart am 05.10.2024
Bewertungsnummer: 2309372
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Buchblog mit Senf:
- gibt meinen persönlichen Eindruck beim Lesen wieder
- achtet auf Inhalt, Rechtschreibung, Formulierung
- hat über 55 Jahre Leseerfahrung und freut sich über neuen Lesestoff .
❎️ Das Buch wurde mir von der Autorin bzw. dem Verlag zur Verfügung gestellt. Damit ist es als #Werbung zu kennzeichnen.
1. Einband / Titel
Im Voraus hatte ich den Klappentext gelesen, um zu entscheiden, will ich es lesen.
Der Einband hat mich angesprochen und der Titel neugierig gemacht. Mit dieser Vulkanthematik, alten Büchern und Island hatte ich noch nichts gelesen.
2. Handlung
Die beschriebenen Situationen konnte ich mir bildhaft vorstellen - und war sofort im Geschehen. [Es ist Band 8 und mein erster Krimi der Autorin.]
Ein Buch verschwindet, ein Mann wird vermisst und wie hängt alles zusammen? Das Pendeln zwischen verschiedenen Orten und Personen war anfangs merkwürdig, dann wusste ich, wer zu wem gehört. Doch wer ist "Gut" und wer ist "Böse"?
Spannend bleibt es bis zum Schluss.
3. Rechtschreibung
Das Lektorat hat für mich topp gearbeitet.
Gesamt-Senf:
Ein besonderer Krimi - die Mischung aus Kunst, normalem Leben und anderen Ländern.
#Island #Vulkan
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