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Band 2

Käthe - Überall ist Fremde Romanbiografie

2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.05.2024

Verlag

Verlag Angelika Gontadse

Seitenzahl

381

Maße (L/B/H)

20,7/15/2,5 cm

Gewicht

488 g

Farbe

Schwarz / Graugrün

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910325-71-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.05.2024

Verlag

Verlag Angelika Gontadse

Seitenzahl

381

Maße (L/B/H)

20,7/15/2,5 cm

Gewicht

488 g

Farbe

Schwarz / Graugrün

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910325-71-5

Herstelleradresse

Verlag Angelika Gontadse
Breslauer Straße 50
55743 Idar-Oberstein
DE

Email: info@angelika-gontadse.de

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  • Bewertung

    5/5

    17.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein gutes, ein wichtiges Buch.

    In diesem Buch geht die Autorin dem Leben ihrer Großmutter nach. Von der Jugend nach dem Ersten Weltkrieg auf einem armseligen Bauernhof in der Eifel über die Nazi-Ziet mit einer unerfüllten Liebe zu einem jüdischen Geschäftsmann zur Heirat und Umzug in ein Brandenburgisches Dorf. Die Autorin hat jahrelang recherchiert um das Leben ihrer Oma zu erzählen. Die guten wie die schlechten Zeiten. Dabei achtet sie beispielsweise auch sehr auf lokale Besonderheiten wie den Eifeler Dialekt oder das Leben als Hausangestellte in einer reichen Fabrikantenvilla. Ich habe Respekt vor der Arbeit für das Buch und der Qualität der Erzählung. Lebendig und wahrhaftig. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

  • Bewertung

    5/5

    20.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Transgenerationale Traumaweitergabe ohne eigenes Wissen am Beispiel der eigenen Großmutter

    Wie pflanzen sich schwere Gewalterfahrungen, unvorstellbar schwere Gewalterfahrungen auf nachfolgende Generationen fort, die selbst nicht ebenfalls wieder ein solches Trauma erfahren? Wir sprechen hier über Kriegs- und Fluchterfahrungen, Folter und Vergewaltigung, bei denen Körper und Seele zerfetzt werden. Nehmen wir einmal an, das wäre keine nüchterne wissenschaftliche Forschungsfrage der Psychologie, Sozialpsychologie oder Sozialmedizin, sondern es wäre in unserer eigenen Familie passiert. Unsere Eltern oder unsere Großeltern hätten massive Gewalt erlebt. Wir würden aufhören, es nicht wahrhaben zu wollen, sondern würden der Entwürdigung unserer eigenen Vorfahren ungeschützt ins Gesicht blicken und uns darüber klar werden, dass wir nicht hier wären, wenn sie nicht genau dies überlebt hätten und dass es alles geprägt, alles vergiftet hat, was sie an uns weitergegeben haben. Geht das überhaupt? Wurden solche Geschichten in der Familie nicht aus guten Gründen lieber verschwiegen, um die Nachkommen gerade nicht mit dem erlebten Schrecken zu belasten? Katharina Prünte ist dieser Frage am Beispiel ihrer von ihr bei Lebzeiten hochverehrten Großmutter nachgegangen. Es ist schon schwer genug, einen solchen Lebensweg voller Verachtung von Kindesbeinen an bis zum Tiefpunkt einer Vergewaltigung durch eine Rotte von besoffenen Rotarmisten auch nur zu schildern. (Die Tochter stand als kleines Mädchen dabei, die Mutter der Autorin.) Doch dann ist Katharina Prünte aufgefallen, wie viele ihrer eigenen, ihr bis dahin unerklärlichen Ängste etwa vor dem Einschlafen im Dunkeln oder Kellerbesorgungen bei Nacht offenbar hier ihre Wurzeln haben – weit vor ihrem eigenen Leben. Seit sie die Geschichte aufgeschrieben hat, sich ihr gestellt hat, ist es besser geworden. Die Macht der bösen Erinnerung beruht immer zunächst auf dem Schweigen, auf dem Schweigen müssen im Sinne des guten Rufs oder des Respekts oder weil halt alle schweigen. Das Licht ist der Feind des Dunkels. Aber warum sollten Außenstehende so eine unschöne Geschichte lesen? Es ist eine wahre Geschichte, nicht etwa gut erfunden, sondern echt, mit zahlrei-chen Briefen und Fotos belegt – das reicht doch. Oder ist es sogar die Geschichte von noch so vielen anderen Großmüttern ca. 1908 geboren, ist es nicht die Geschichte von Millionen Frauen, zu denen wir seit unserer Kindheit aufgesehen haben und von deren Prägung wir nichts wissen wollten? Nur können wir sie nicht ignorieren, denn es ist nun einmal unsere Prägung geworden. Die Leserinnen und Leser werden sich selbst und ihre Vorfahren in diesem Buch wiedererkennen.

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