Produktbild: Die Villa der Architektin
Band 183

Die Villa der Architektin Roman

Aus der Reihe Transfer Bibliothek
3

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.08.2024

Herausgeber

Karin Fleischanderl

Verlag

Folio

Seitenzahl

463

Maße (L/B/H)

21,3/13,7/3,8 cm

Gewicht

703 g

Farbe

Aubergine / Beige

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

L’architettrice

Übersetzt von

Karin Fleischanderl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85256-901-7

Beschreibung

Rezension

„Außergewöhnlich ist Mazzuccos Rekonstruktion dieses überbordenden und korrupten, sinnlichen und scheinheiligen, heiteren und tieftraurigen Rom des 17. Jahrhunderts.“
La Repubblica

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.08.2024

Herausgeber

Karin Fleischanderl

Verlag

Folio

Seitenzahl

463

Maße (L/B/H)

21,3/13,7/3,8 cm

Gewicht

703 g

Farbe

Aubergine / Beige

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

L’architettrice

Übersetzt von

Karin Fleischanderl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85256-901-7

Herstelleradresse

Folio Verlagsges. Mbh
Pfarrhofstraße 2d
39100 Bozen / Italien
IT

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  • drawe

    aus Landau

    4/5

    07.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein opulentes Zeitgemälde des barocken Rom

    Es ist ein Zufall, der Melania Mazzucco auf die Spur von Plautilla Bricci gesetzt hat. In einem kunsthistorischen Werk trifft sie auf ein Wort, das es im Italienischen gar nicht gibt: L’architettrice, die Architektin. Gemeint war Plautilla Bricci, eine Architektin der römischen Barockzeit, eine große Unbekannte. Melania Mazzucco nimmt Witterung auf. 19 Jahre lang forscht sie in Archiven, in den Depots der Museen und privaten Kunstsammlungen, in Briefwechseln und in Tagebüchern. Stück für Stück sammelt sie kleine Puzzleteilchen, die sie schließlich zu einer Geschichte zusammensetzt: die Geschichte der Plautilla Bricci, die sich selbstbewusst als „L’architettrice“, als Architektin bezeichnete. Mit dem Titel dieses Buches löste Melania Mazzucco allerdings Proteste aus. Mazzucco lebt in einem Land, in dem die Ministerpräsidentin auf der Anrede „Herr Präsident“ besteht. Weibliche Berufsbezeichnungen werden von den italienischen Rechtspopulisten als Angriff und Abwertung betrachtet, und so wurde Mazzucco von der rechten Presse wegen des Buchtitels angegriffen. Plautilla Bricci hatte diese Probleme nicht, dafür aber andere. Bricci, 1616 geboren, lebte in einer Zeit und einer Gesellschaft, in der sich das Leben der Frauen im engen Umkreis der Häuslichkeit erschöpfte. Dazu kam ihre Herkunft aus einer ständig von Geldnöten geplagten Familie, die der Vater mehr schlecht als recht mit seinen Malereien und Dichtungen über Wasser hielt. Aber er erkennt die Begabung seiner Tochter und unterrichtet sie im Lesen und Schreiben, in Mathematik, Astronomie, Physik, Malerei, in Sprachen und allem, was er für wesentlich hielt. Plautilla hat seinen wachen Geist geerbt und nimmt nach seinem Tod ihr Leben selber in die Hand. Sehr anschaulich beschreibt Mazzucco die Abhängigkeit der Künstler von den barocken Höfen, allen voran der Kurie, und das von Intrigen, Betrügereien, Neid und Missgunst geprägte Klima der Stadt. Die Prunksucht der Päpste und des römischen Adels, der Überfluss an Geld auf der einen Seite, bitterste Armut auf der anderen Seite, Korruption und Vetternwirtschaft – all das entsteht vor dem Auge des Lesers, der Plautilla Bricci auf ihrem Weg durch dieses Haifischbecken begleitet. Ihre Leistungen werden durchaus anerkannt, aber als Frau hat sie dennoch zu schweigen, und immer wieder muss sie erleben, wie sie verraten wird und ihre Leistungen von Männern für sich selber reklamiert werden, so dass sie schließlich dem Vergessen anheimfällt. Ihr Hauptwerk ist ein pompöser Palazzo in Schiffsform: die Villa Benedetta auf dem Hügel Gianicolo. Diese Villa baute Plautilla Bricci für ihren Geliebten Elpidio Benedetti, der als Botschafter für Kardinal Mazarin und den französischen König Ludwig XIV. tätig war. Im italienischen Freiheitskampf gegen die französische Besetzung wurde diese Villa der Mittelpunkt des Widerstands und daher 1849 zerstört, als dem Papst die weltliche Herrschaft wieder zugefallen war. Insgesamt ein akribisch recherchiertes Buch, dessen Sachkenntnis überzeugt. Mit der immer wieder holprigen sprachlichen Gestaltung wäre die Ästhetin Plautilla Bricci vermutlich nicht ganz zufrieden gewesen. Dennoch: hier zeigt sich ein buntes Kaleidoskop des barocken Roms mit seinem Glanz, aber auch mit seinem sozialen Elend. Ein opulentes Sittengemälde!

  • Philiene

    aus Süsel

    4/5

    25.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kunst und Architektur in Rom

    Die Villa der Architektin erzâhlt die Geschichte der Architektin Plautilla Bricci und spielt im siebzehnten Jahrhundert in Rom. Die Geschichte beginnt in ihrer frühen Kindheit und erzâhlt sehr ausgiebig aus ihrem Leben. Von der Armut in der sie als Kind lebte, den vielen Umzügen, dem Verhältnis zum Vater. Einerseits waren diese Einblicke sehr interessant, da sie einen starken Einblick in das Leben der damaligen Zeit geboten haben, andererseits fand ich es etwas langatmig. Natürlich sollt hier genau gezeigt werden wie aus dem Mädchen die erste Architektin Roms wurde, aber manche Alltagssituationen waren schon sehr ausführlich beschrieben. Andererseits war ich von der guten Recherche und dem Hintergrundwissen der Autorin beeindruckt. Ob nun die Architektur oder die Welt der Künstler alles war eindrucksvoll beschrieben. Eine beeindruckende Frau in einer Welt voller Kunst und Dichtung. Die aber immer auch das wirkliche Leben zeigt.

  • Lesemanege

    2/5

    23.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Potential nicht ausgeschöpft

    Warst du schon mal in Rom? Ich liebe diese Stadt, ihren Vibe, ihre Geschichte und natürlich den Kaffee :) im 17. Jahrhundert hätte ich allerdings nicht so gern dort gelebt, denn grade Frauen hatten es wirklich nicht leicht. So erging es auch Plutilla Bricci, Tochter des Malers und Schriftstellers Bricci. Verschiedenste Umstände sorgten dafür, dass Plautilla zur Malerin ausgebildet wurde und noch unwahrscheinlicher Umstände dafür, dass sie die erste Architektin überhaupt wurde. Klingt doch spannend, oder? War es aber leider nicht. Mir fiel es erstmal sprachlich sehr schwer, weil jede Straße, jeder noch so irrelevante Name - natürlich auf Italienisch - Eingang finden musste. Auch viele alte Wörter, die heute kein Teil des Sprachgebrauchs mehr sind, erschwerten das Reinkommen in die Geschichte. Leider plätschert auch alles so vor sich hin und bis zur Hälfte des Buches ist eigentlich noch nicht viel passiert. So unwahrscheinlich es zur damaligen Zeit war, dass eine Frau überhaupt den langen Weg einschlagen konnte um Architektin zu werden, so langwierig ist auch das Buch. Bis überhaupt das erste Mal ein echtes Interesse an Architektur bei Plautilla erwähnt wird, müssen wir schon fast 2/3 des Buches gelesen haben. Aus dem Thema hätte man sicher mehr machen können, man denke an artverwandte Romane wie „Die Päpstin“ oder „Letzte Reise“ über die Frau John Cooks, die ich beide großartig fand. Ähnliches habe ich mir hier gewünscht, mich aber leider arg gelangweilt. Wirklich schade.

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