Zwei alte Schulfreunde, die ungleicher nicht sein können. Der eine, Edvin Golm, ein skrupelloser und machthungriger Emporkömmling, und der andere, Alexander van Daalen, der verträumte Spross einer einflussreichen Bankerdynastie. Doch ist es wirklich Freundschaft zwischen den beiden? Edvin zieht die Fäden in einem schmutzigen Spiel und verfolgt ein kaltblütiges Ziel. Er und der undurchsichtige Harvard Professor Samuel Peterson stehen im Mittelpunkt von hemmungslosen Spekulationen, die von maßloser Gier getriebenen sind. Alexander könnte dabei alles verlieren - sogar seine große Liebe. Edvins ausgeklügelte Finanzmaschinerie entpuppt sich mehr und mehr als monströses Schneeballsystem und das globale Gefüge der Weltfinanzmärkte gerät in den Grundfesten ins Wanken. Edvin setzt jedoch ohne Rücksicht auf Kollateralschäden sein hochriskantes Spiel fort. Selbst in seinen schlimmsten Alpträumen hätte Alexander nicht erahnen können, wohin die gewissenlose Gier am Ende führen wird. Der fesselnde Finanzthriller TRUST von Stefan Polter zeigt vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise in 2008, häufig als "Lehman Pleite" verharmlost, wie sich der rapide Vertrauensverlust in der Welt offenbart. Stefan Polter lässt uns mit TRUST tief in die Abgründe der Finanzwelt eintauchen. Aber TRUST ist kein moralisch erhobener Zeigefinger, sondern ein einfühlsam gezeichnetes Bild unserer Gesellschaft mit allen menschlichen Schwächen der Protagonisten - und dennoch ein fesselnder Finanzthriller, so bitter, kaltblütig und spannend wie unsere Zeit.
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5/5
05.04.2024
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So klar und unmissverständlich, absolut empfehlenswert
Der Autor versteht es, uns die Ursachen und die Entwicklung der Finanzkrise mit ihren verheerenden Auswirkungen, in seinem Roman auf spannendste und fesselnde Weise mit viel Gespür und Sensibilität nahezubringen.
Stefan Polter nimmt uns mit an ganz unterschiedliche Orte auf eine Reise, wo wir seine so unterschiedlichen Protagonisten kennenlernen, jeden für sich ganz individuell, mit ihren ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen. Die einen sind die Verursacher die anderen die Opfer der Finanzkrise.
Der Autor fungiert dabei als Beobachter nicht als Richter.
Man darf sich fragen, ob die Ursachen eher von systemischer oder von menschlicher Natur sind, oder beides?
Wie konnte die Habgier einiger weniger Akteure dazu führen, dass so viele Menschen alles verloren?
Ein Wirtschaftsthriller der so aktuell ist, der ohne den moralischen Zeigefinger auskommt und doch so klar und unmissverständlich ist.
Absolut lesenswert.
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