Produktbild: Victory City

Victory City Roman - Der Friedenspreisträger mit seinem großen epischen Roman über Macht, Liebe und die Kraft des Erzählens

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.06.2024

Verlag

Penguin

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,2 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Anthrazit

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11214-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.06.2024

Verlag

Penguin

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,2 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Anthrazit

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11214-3

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Wilde_buchjagd

    3/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kommt nicht an seine frühen Werke heran

    »Literatur, das ist für Salman Rushdie immer die Möglichkeit gewesen, der Welt, wie sie ist, andere Welt-Möglichkeiten entgegenzuhalten.«* Salman Rushdie ist ein gewaltiger Autor, dessen vielschichtiges und verspieltes Werk, das vor Ideenreichtum und Wahnsinn nur so sprudelt, für mich ein Lesehighlight ist, besonders als großer Liebhaber des Magischen Realismus. In seinem neusten Roman nimmt sich Rushdie nichts einfacheres als die Geschichte eines fiktiven über 240 Jahre währenden Reiches vor. Die 9 jährige Pampa Kampana pflanzt in Südindien des 14. Jahrhunderts Samen in die Erde und befeuchtete diese mit ihren magischen Fähigkeiten, sodass die große Stadt Bisnaga in der kargen Landschaft sprießt. Als Strippenzieherin hält Kampana ihre magischen Hände über das Reich, das viele Herrscher, Feden und Herausforderungen erlebt. Neben wahnwitzigen Ideen und Ereignissen, von der die Geschichte in typisch rushdiehafter Manier durchsetzt ist, wird hier eine Parabel auf unsere Welt erzählt, in der Göttinnen den Menschen ihre Gedanken einflüstern, nur um später über die Ignoranz der Menschheit zu stolpern. »Geschichte ist nicht nur Resultat unserer taten, sondern auch unseres Vergessens.« Beim Lesen war ich etwas zwiegepalten. Einerseits mag ich Rushdies Verspieltheit immer sehr, doch fehlte mir manchmal die Wärme und Sympathie in der Geschichte und den Charakteren, um den Funken überspringen zu lassen. »Victory City« war bereichernd, fühlte sich aber auch an als wenn man ein Feuer mit feuchten Zunder entzünden möchte: das Nest für die Glut war da, die Funken fielen in heißen Schnipseln hinab, aber es entstand kein Feuer. Das Feuer, das in mir seit »Mitternachtskinder« und »Die satanischen Verse« brennt, nie aufgehört hat faszinierend zu lodern, konnte hier leider nicht vollends überspringen, obwohl es durchaus Spaß gemacht hat Rushdies "Wahn" zu folgen, unkonventionell abzubiegen oder fortschrittlich voranzugehen. _______ »Victory City« von Salman Rushdie. Aus dem Englischen von Bernhard Robben, Penguin. *Zitat von Volker Weidermann, Die Zeit.

  • Jürg Stocker

    aus Scuol

    3/5

    07.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fiktion und Wahrheit bunt gemischt

    Es war dies mein erstes Buch von Salman Rushdie das ich gelesen habe und ich gebe zu, es brauchte einiges an Durchhaltewillen. Einerseits hatte ich das Gefühl ich lese ein Märchen, anderseits hat das Ganze einen historischen Hintergrund wie meine Recherchen im Internet ergeben haben. Ort des Geschehens ist Indien. Ein Land über das ich bis dato weder etwas fundiertes über die Geschichte noch der Kultur gelesen hatte. Auf den letzten Seiten seines neuen Romans findet man einige Quellen, die ihn zu diesem in¬spiriert haben. Vijayanagara ist ein hinduistisches Königsreich mit gleichnamiger Hauptstadt, welche bis im 16. Jahrhundert bestand, hatte. Der Roman schildert den Aufstieg und Zerfall eines Teils des indischen Reiches. Dabei vermischt Rushdie historisches mit erfundenem. So bringt er unter anderem eine zentrale Figur namens Pampa Kampana in die Geschichte ein die 247 Jahre alt geworden sein soll. Diese wird uns als Prophetin und Königin präsentiert. Zum Cover: Meine Recherchen zu diesem Symbol blieben erfolglos. Ich persönlich gehe davon aus, dass uns Rushdie hier symbolisch den Samen darstellen möchte, aus dem diese Geschichte entstanden ist. Zitate aus dem Buch: «Die Geschichte eines Lebens, sagte sie sich, hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Zieht sich die Mitte unnatürlich in die Länge, macht die Geschichte keinen Spass mehr. Sie wird zum Fluch». Fazit: Historisches und fiktives, dargeboten in einer poetischen Sprache die mich als Leser «normaler Literatur» an eine meine persönlichen Grenzen geführt hat.

  • Bewertung

    1/5

    20.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leblos, einfältig und sterbenslangweilig – ein ganz schwaches Alterswerk

    In den 1980er Jahren schrieb sich Salman Rushdie mit drei aufeinanderfolgenden Romanen in den Olymp der Weltliteratur: „Mitternachtskinder“ (1981), sein bislang größter Erfolg bei den Lesern; „Scham und Schande“ (1983), ein Meisterwerk im Schatten; und schließlich „Die satanischen Verse“ (1988), ein Geniestreich, der Höhepunkt in Salman Rushdies Schaffen und einer der größten Romane des zwanzigsten Jahrhunderts. Mehr als drei Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Salman Rushdie hat noch viele Romane geschrieben, aber keiner reichte jemals wieder an die Größe der drei Frühwerke heran. Auch „Victory City“ gelingt dies nicht – im Gegenteil: Dieser Roman ist mit Abstand Rushdies schwächstes Werk, eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Denn Salman Rushdie erzählt die Geschichte des Wirkens und Scheiterns der „Wundertätigen und Poetin“ Pampa Kampana, die im 14. Jahrhundert in Südindien durch Zauberkraft die Stadt Bisnaga samt Bewohnern aus Samen wachsen lässt, in einem Stil, als handele es sich um ein Kinderbuch für Siebenjährige – die Sprache ist schlicht, die Figuren sind aus gröbsten Holz geschnitzt und völlig klischeehaft gezeichnet, die Handlung ist simpel, vorhersehbar und spannungsarm. Als habe Rushdie jedes Vertrauen in die Intelligenz und das Gedächtnis seiner Leser verloren, werden einem der Charakter der Figuren und jede Einzelheit der Handlung durch ständige Wiederholungen regelrecht eingehämmert. Was die Figuren zu ihrem Handeln bewegt, bleibt im Dunkeln. Als Leser bringt man diesen holzschnittartigen Skizzen kein Interesse und keine Emotion entgegen. Und das gilt auch für die gesamte Erzählung: Wir hecheln durch die 250 Jahre umspannende Geschichte der Stadt Bisnaga, von ihrer Entstehung bis zu ihrem Untergang, durch gute und schlechte Zeiten, mit guten und schlechten Herrschern, und alles, alles bleibt uns fremd, weil es so unecht, so unnatürlich, so leblos ist. „Victory City“ ist wie ein am Reißbrett entworfenes Gedankenexperiment, das langweilige Fragen stellt und belanglose Antworten liefert. Dichtkunst, eine geschliffene Sprache, den Zauber der Poesie sucht man hier vergebens. Stattdessen gibt es jede Menge holprige Kalendersprüche à la: »So ist nun mal der Lauf der Geschichte; die Obsession der einen Zeit landet in der nächsten auf dem Abfallhaufen des Vergessens.« Es ist bitter anzusehen, wie tief der gefeierte Schriftsteller, der für sein Frühwerk schon zu Beginn der 1990er Jahre den Nobelpreis verdient gehabt hätte, mit diesem Roman gesunken ist. Falls Sie also noch nichts von Salman Rushdie gelesen haben und wissen möchte, warum dieser Autor zu den größten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts zählt, besorgen Sie sich „Mitternachtskinder“, „Die satanischen Verse“ oder „Shalimar der Narr“ – nur tun Sie sich den Gefallen und lassen Sie „Victory City“ links liegen. Und fallen Sie auch nicht herein auf die Lohnschreiber des Kulturbetriebs, die diesen Roman als »ein Wunderwerk der Erzählkunst« (Arno Widmann), als »ein Meisterwerk an Fabulierlust« (Petzer Helling) oder gar als »eine zum Nägelkauen spannende, an exotischer Buntheit unüberbietbare Geschichte« (Dennis Scheck) anpreisen – denn das ist er unzweifelhaft nicht. Abschließend noch ein Wort zur Übersetzung: Nachdem der deutsche Verlag mit Salman Rushdies Werken in den letzten Jahren sehr stiefmütterlich umgegangen war und insbesondere „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ und „Quichotte“ von den Übersetzern regelrecht gemeuchelt wurden, hat diesmal wieder der alte Rushdie-Kenner Bernard Robben die Übersetzung ins Deutsche übernommen. Herausgekommen ist eine ganz ordentliche Übertragung, die nun wirklich nicht verantwortlich ist für die armselige Qualität des Romans. Und trotzdem stößt man auf skurrile Patzer, die wohl vor zwanzig Jahren, als der deutsche Kulturbetrieb noch nicht von der Wokeness ergriffen war, undenkbar gewesen wären. So werden zum Beispiel an einer Stelle Pampa Kampanas Töchter allen Ernstes als »Gelehrtinnen« (im Original: »scholars«) bezeichnet, an einer anderen verursacht das hirnlose Bemühen um eine vermeintlich „geschlechtergerechte“ Ausdrucksweise folgenden sprachlichen Unfall: »Doch ich sehe, dass die Person, die Ihr wiederauferstehen lassen wollt, jemand anderes ist, jemand, die Ihr geliebt habt und die ins Feuer ging.« (Im Original: »But I see that the one you are trying to resurrect is someone else, someone you loved who walked into a fire.«) Womit sich leider ein weiteres Mal zeigt, dass die Verlage heutzutage nicht einmal bei Autoren von Weltrang auf ein sorgfältiges Lektorat der Übersetzungen Wert legen.

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