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Wir Ein eindringliches Plädoyer des Bundespräsidenten für mehr Zusammenhalt und für den Mut, zu handeln

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

141

Maße (L/B/H)

21/12,5/1,9 cm

Gewicht

254 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43215-0

Beschreibung

Rezension

»Nur 142 Seiten umfasst [das Werk]. Die jedoch entwickeln eine verblüffende Wucht.« ("Augsburger Allgemeine")
»Bundespräsident Steinmeier hat ein Buch geschrieben. Wer wissen will, wo Deutschland diskursiv gerade steht, sollte es gelesen haben.« ("Die sogenannte Gegenwart - Feuilletonpodcast der Zeit")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.04.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

141

Maße (L/B/H)

21/12,5/1,9 cm

Gewicht

254 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43215-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • LichtundSchatten

    2/5

    21.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das offenste deutsche Wort,…

    Das offenste deutsche Wort, das unverbindlichste, auch gefährlichste besteht aus drei Buchstaben: W, i , r . Wer soll das sein in Deutschland? Nach Frank-Walter Steinmeier, dem 12. deutschen Bundespräsidenten, ist es die Mehrheit aller Deutschen, die demokratische Mitte. Woran erkenne ich diese? Sie setzt sich für den Staat und dessen Institutionen ein. Der Rest, also die Misstrauischen, die Kritischen, die Benachteiligten? Wie sind sie durch das Wir zu behandeln? Sollen wir für sie beten oder sind sie nicht vielmehr das Salz in der Suppe der Demokratie, die sie bewegen und weiterbringen? Ist Demokratie nicht vielmehr die Staatsform des Misstrauens von unten nach oben, die Kritik, das Hinterfragen? Keine Antwort in diesem Buch. Sozialdemokraten reden gerne vom wir und den eigenen Erfolgen, Genossen genießen die Wärme der Wissenden, sie dürfen sich einreihen in etwas, was Enzensberger schon 1994 beschrieben hat: „In der Abenddämmerung der Sozialdemokratie hat dagegen Rousseau noch einmal gesiegt. Sie haben nicht die Produktionsmittel, sondern die Therapie verstaatlicht. Dass der Mensch von Natur aus gut sei, diese merkwürdige Idee hat in der Sozialarbeit ihr letztes Reservat. Pastorale Motive gehen dabei eine seltsame Mischung ein mit angejahrten Milieu- und Sozialisationstheorien und mit einer entkernten Version der Psychoanalyse. Solche Vormünder nehmen in ihrer grenzenlosen Gutmütigkeit den Verirrten jede Verantwortung für ihr Handeln ab.“ („Aussichten auf den Bürgerkrieg“, 1994, S. 37) Das Lieblingswort von Sozialdemokraten ist das rundum güldene, vermeintlich alle einschließende Wir, aber es hat einen harten, ausgrenzenden Kern. Wehe, man hat auch nur geringfügige Spuren eines alten Patriotismus oder man kritisiert alle Religionen, dann ist man nach diesem neuen Knigge der Demokratie raus. Nichts findet sich in diesem Buch über den Linksterrorismus und den Islamismus. Dieses Buch hat mich animiert, das Buch „Wir“ von Jewgeni Samjatin wieder zu lesen. In ihm wird eine dystopische Gesellschaft beschrieben, die unter umfassender Kontrolle eines Wohltäters steht, der sein Ich perfekt in das verbindliche Wir für alle übersetzt. Es ist das erste Buch, welches offiziell in der Sowjetunion verboten wurde. Unzählige „Beschützer“ wachen über das Wohl der Einwohner, deren Leben bis in kleinste Details reglementiert ist, über allen steht ein wohl meinender, mächtiger „Wohltäter“. Menschen die sich gegen diese Fürsorge wehren, werden öffentlich hingerichtet. Der Einzelne zählt nicht, nur das Kollektiv.

  • Bewertung

    1/5

    16.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer hat das geschrieben?

    Nein, so kann man nicht aufrütteln zu einem „Wir-Gefühl“. Ohne Sachverstand geht es eben nicht. Die geschichtlichen Einlassungen sind dermaßen oberflächlich, dass es schon peinlich wird. Es wäre gut gewesen, das Buch vorher mal selbst zu lesen oder (noch besser) einem Historiker zur Prüfung vorzulegen. (In kompetenten Darstellungen ist von 14 Mio. deutschen Vertriebenen die Rede… daraus macht Steinmeier „fast 7 Mio.“ usw.) Wie schafft man es, durchweg vor rechtspopulistischen Bestrebungen zu warnen (das ist sinnvoll!), dabei aber konsequent den islamistischen Terrorismus (überhaupt den politischen Islam) komplett zu verschweigen…?? Kein Wunder, dass außer FWS kein Autor angegeben ist (!).

  • Bewertung

    1/5

    19.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine sehr seltsame Konnotation

    Mit dem Titel "Wir" erzeugt dieses Buch bei mir unfreiwillige Assoziationen. Ein Buch mit dem gleichen Titel erschien bereits 1920 des russischen Autors Samjatin, der einen totalitären Überwachungsstaat beschreibt. Es war das erste Buch, das in der Sowjetunion offiziell verboten wurde. Dieses Buch ist die erste Dystopie, die Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Es gilt als vorläufer der Klassiker von "Brave New World" von Aldous Huxley und "1984" von George Orwell. Das Leben spielt sich in einem Nummern-Einheitsstaat, wo jeder Person eine Funktion zugewiesen wird. Nun kann diese Dystopie von Steinmeier wohl nicht gemeint sein. Dennoch finden wir in unserem Staat auch Elemente, die auf einen Überwachungsstaat hinweisen und das Grundgesetz unterminieren könnten, wie z. B. das Bargeldverbot oder der digitale Euro. Von dieser Dystopie sind wir jedoch glücklicherweise weit entfernt, dennoch wundere ich mich, dass sich der Verlag darüber keine Gedanken gemacht hat. Man kann nur hoffen, dass die Wahl dieses Titels nicht zu einem unfreiwilligen Omen wird.

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