Produktbild: Das Herzflorett

Das Herzflorett Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.09.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,8/14,2/2,9 cm

Gewicht

446 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87660-3

Beschreibung

Rezension

»Ein großer Roman, der den Spagat zwischen dem bedrückenden Plot und sprachlicher Raffinesse bewältigt, um am Ende die Befreiung zu feiern.« ("Sylvia Treudl / Buchkultur")
»Die Wurzel und zugleich die Potenz ihrer bisherigen Erzählkunst. Die Traumata einer Kindheit finden einen Ausweg in der Zauberkraft der Sprache. Eine an tiefsitzenden Verletzungen reiche Gegenwart braucht Bücher wie ›Das Herzflorett‹.« ("NDR Kultur")
»Bodrožić hat einen Bildungsroman mit unerwarteten Wendungen geschrieben, der mitunter entrückt, beinahe märchenhaft erzählt wird.« ("Tagesspiegel")
»Es gibt einfach Menschen, die nicht gebrochen werden können und dafür steht diese Hauptfigur Pepsi für mich.« ("Shila Behjat / Deutschlandfunk Kultur")
»Mit sprachlicher Intensität und blitzgenauen Bildern erzählt Marica Bodrožićs Roman eine interkulturelle Bildunsgeschichte.« ("Michael Braun / Aachener Zeitung")
»Ein sprachliches Kunstwerk.« ("Cornelius Hell / Die Presse")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.09.2024

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,8/14,2/2,9 cm

Gewicht

446 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87660-3

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    10.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sticht mitten ins Herz

    Pepsi, die als Kind zwischen Großvater und Tanten herumgeschoben wurde – damals, in der Herzegowina, als die Eltern im fernen Hessen zum Arbeiten waren. Sie wünschte sich nichts mehr als endlich bei den Eltern wohnen zu dürfen. Sie bekam keine Liebe und wenig zu essen von den Tanten. Die Eltern besuchten ihre Kinder, die meist aufgeteilt wurden zwischen den Verwandten, nur im Sommer und mussten jedes Mal sehr bald wieder in den Norden zum Arbeiten. Als sie endlich schreiben konnte, schrieb sie den Eltern einen Brief, dass sie und ihre Geschwister abgeholt werden und zu ihnen in den Norden, nach Hessen, wollen. Damals war Pepsi acht Jahre alt. Darauf holen die Eltern ihre drei Kinder zu sich nach Hessen in Deutschland. Das Leben in der Einzimmer-Wohnung in Deutschland, mit dem trinkenden Vater, der ständig rauchte und die Schnapsflasche streichelte, und der Mutter, die vom vielen Putzen rissige Hände hatte, war für Pepsi nahezu unerträglich. Die Eltern hatten keine Zeit für ihre Kinder, sie waren abgearbeitet, müde und lieblos. Pepsi stellte sich immer vor, dass sie bald von dort weggehen und nicht zurückkommen werde. Wenn Pepsi gegen die Mutter aufbegehrte, drohte ihr die Mutter, sie an dem Baum vorm Haus aufzuhängen, mit dem Kopf nach unten, und ein Feuer machen werde, damit ihr Kopf zuerst verbrennt – dieser schlaue Kopf, damit sie endlich merkt, wie gut sie es hat und nicht mehr aufbegehren soll. Und dann gab es die Strafen, schon für kleine oder harmlose Vergehen von Seiten des Vaters: sie mussten auf trockenem Reis knien. Unerträgliche physische und psychische Grausamkeiten von Seiten der Eltern mussten Pepsi und ihre Geschwister ertragen. Pepsi fand Trost in Büchern, der Natur und zu den Vögeln und zu der für sie neuen Sprache. Pepsi muss vieles aushalten und geht ihren Weg. Alles was Pepsi wissen wollte, schlug sie in einem Lexikon nach. So verstand sie mit der Zeit die Welt und erlangte etwas Bildung. Das Abitur zu machen, verboten ihr die Eltern, sie solle arbeiten gehen. Pepsi macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin. Die Grausamkeiten, insbesondere von ihrer Mutter, werden durch die poetische Sprache noch entsetzlicher, weil sich der Kontrast zur Welt, in die Pepsi gedanklich flieht, und die zur Realität, auf die sie trifft, noch mehr verdeutlicht. Was für ein Buch – es sticht Mitten ins Herz! Eines der besten Bücher, die ich gelesen habe.

  • Marielle_liest

    5/5

    13.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sanftheit kann Stärke sein

    Pepsi wächst als Kind jugoslawischer Eltern in einem hessischen Dorf auf, gemeinsam mit ihren beiden jüngeren Geschwistern. Wir begleiten sie knapp 10 Jahre lang bis zu ihrem 18. Lebensjahr. Währenddessen können wir beobachten, wie der Einfluss und der Erziehungsstil der Eltern die Entwicklung der Kinder bestimmen und prägen - und wie Pepsi trotzdem ihren Weg geht. Marica Bodrožić hat mit „Das Herzflorett“ ein sprachlich zartes und zugleich so poetisches Werk erschaffen. Ich hatte während der Lektüre immer wieder ein Bild im Kopf: ein Seidentuch, das durch Dornenbüsche und Stacheldraht gezogen wird, und das dabei zwar immer wieder Fäden zieht, aber nie ganz kaputt geht. Pepsi muss durch ihre Eltern so schlimme Gewalt erleben - körperlich und psychisch, dass es wirklich schwer zu ertragen ist. Die Worte der Mutter sind so schlimm, so grausam und so unvorstellbar. Doch Pepsi leistet stillen Widerstand. Mich hat Pepsis Wesen tief beeindruckt: Wenn es zu schlimm wird, wird sie still, blickt in die Natur und findet dort Erlösung. Harmonie und Freundlichkeit der Welt gegenüber sind ihr Weg. Sie hat alles durchlebt – Erniedrigung, Machtmissbrauch, Brutalität – doch nie lässt sie sich von Hass, Wut oder Rachelust leiten. Stattdessen schlägt sie in ihrem Lexikon nach, was sie nicht versteht. Und es gelingt ihr, die Gewalt der Eltern zu interpretieren und sie nicht auf sich selbst zu beziehen. Sie lernt, dass sie selbst keine Schuld trifft und dass ihre Eltern eigene Erfahrungen auf die Kinder projizieren. Was vielleicht nüchtern klingt, ist durch die Sprache der Autorin so nah und intim aus Pepsis Augen zu sehen, dass es mich oftmals erstarren lässt. Und was für mich zurückbleibt, ist ganz ganz große Bewunderung für Pepsis wunderschönen Charakter. Dieses Buch ist kein einfacher Roman, es ist eine seelische Grenzerfahrung - doch eine sehr lehrreiche. Große Empfehlung für alle, die fühlen wollen, wie Literatur unser Innerstes berühren kann und dass Sanftheit auch Stärke ist.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    09.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr bewegender Roman über ein junges Mädchen aus Dalmatien, das allen familiären und politischen Widrigkeiten zum Trotz die Welt der Bücher für sich entdeckt hat.

    Ganz vorne weg: Was für ein intensives Buch, das einen mitnimmt, entführt in Pepsis Welt, geprägt mit autofiktionalen Zügen. Schmerzhaft, erschütternd – und in einer so wunderbaren Sprache, die ihresgleichen suchen muss. Ich bin hellauf begeistert, trotz des schweren Inhaltes – und für mich ein weiteres #Jahreslesehighlight S.12: „Das Dorf, die Wiese, das Surren der Insekten fielen zurück in der Zeit, und die Zeit selbst wurde eine Grenze […] Die Weite des wie hingemalten und tröstenden Himmels war auf eine so entbehrende Weise weg, dass auch das südliche Blau und die Bäume anfangen, Pepsi sehr bald und sehr bitter zu fehlen.“ Pepsi wuchs in Dalmatien auf, meistens getrennt von ihrer Schwester und ihrem Bruder, am Hof ihres Großvaters, und manchmal auch bei einer Tante. Sie wurde als lästiges Anhängsel weitergereicht, lernte früh, was es bedeutete zu hungern, obwohl der Tisch reichlich gedeckt war. Ihre Eltern arbeiteten in Hessen, kamen nur in den Ferien zu spärlichen Besuchen zurück in den Süden. Mit neun Jahren ertrug sie das nicht mehr, schrieb ihren Eltern einen Brief, sie mögen sie zu sich nehmen. Das taten sie auch 1983, mit ihren Geschwistern, und die erste Zeit lebten sie zu fünft in einer Einzimmerwohnung. Der Vater war entweder arbeiten oder betrunken. Die Mutter nahm eine Putzstelle nach der anderen an, Pepsi musste helfen. Und dennoch schuf sich das Mädchen mit Kraft der neuen Sprache einen eigenen Rückzugsort. Sie bekam ein Lexikon, und begann, all die Wörter und Begriffe zu lernen, versuchte sie zu verstehen. Und sie verstand sie, denn Pepsi war sehr klug. Es war der Startpunkt zu einer innigen Liebe zur Literatur. Sie begriff auch sehr rasch ihre Stellung in der Gesellschaft. Ein Platz, dem sie irgendwann entrinnen wollte. Pepsi war nicht gewollt, weder von ihrer Mutter noch von ihrem Vater, der lieber einen Sohn an ihrer statt gehabt hätte. Beide machten keinen Hehl daraus. Die beschriebenen Szenen der körperlichen und seelischen Gewalt bedürfen beinahe einer Triggerwarnung. S. 79: „Ihr Bruder war ein richtiges Kind, und Herzmandel (Anm.: ihre Schwester) und Pepsi waren keine richtigen Kinder. Da sie nun mal da waren, ertrug man sie nur, weil man sie ertragen musste.“ Pepsi hatte es, wie gesagt nicht leicht, aber sie war stark, allen Widrigkeiten zum Trotz und arrangierte sich mit ihrem Leben. Sie gab nicht auf, die Worte halfen ihr … mehr wird nicht verraten. Nur eines noch: S. 279 „Pepsi baut um sich herum einen Kreis aus Büchern, ihre runde Welt aus diesem kostbaren Papier, und wie ein Insekt aus ihrer Kindheit, ein Rosenkäfer in seinem Element, getragen von der Sommerluft der Freiheit, schwirrt sie von Tasche zu Tasche und holt Buch für Buch heraus und durchdenkt auch die Verwandtschaft der Bücher …“ Was für eine wunderbare Vorstellung das doch ist, sich in einem Turm aus Büchern aufzuhalten. – und die Zeilen schließen auch den Kreis zu erstgenanntem Zitat. Der Roman aus der Feder der Autorin ist viel mehr als eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort. Ich sehe es als einen Aufruf, an seinen Idealen und Zielen festzuhalten; eingepackt, wie schon erwähnt, in eine wunderbare Sprache. Ich bin restlos begeistert, ganz große Leseempfehlung und ein Muss für alle Bücherliebhaber*innen.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    09.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr bewegender Roman…

    Ein sehr bewegender Roman über ein junges Mädchen aus Dalmatien, das allen familiären und politischen Widrigkeiten zum Trotz die Welt der Bücher für sich entdeckt hat. Ganz vorne weg: Was für ein intensives Buch, das einen mitnimmt, entführt in Pepsis Welt, geprägt mit autofiktionalen Zügen. Schmerzhaft, erschütternd – und in einer so wunderbaren Sprache, die ihresgleichen suchen muss. Ich bin hellauf begeistert, trotz des schweren Inhaltes – und für mich ein weiteres #Jahreslesehighlight S.12: „Das Dorf, die Wiese, das Surren der Insekten fielen zurück in der Zeit, und die Zeit selbst wurde eine Grenze […] Die Weite des wie hingemalten und tröstenden Himmels war auf eine so entbehrende Weise weg, dass auch das südliche Blau und die Bäume anfangen, Pepsi sehr bald und sehr bitter zu fehlen.“ Pepsi wuchs in Dalmatien auf, meistens getrennt von ihrer Schwester und ihrem Bruder, am Hof ihres Großvaters, und manchmal auch bei einer Tante. Sie wurde als lästiges Anhängsel weitergereicht, lernte früh, was es bedeutete zu hungern, obwohl der Tisch reichlich gedeckt war. Ihre Eltern arbeiteten in Hessen, kamen nur in den Ferien zu spärlichen Besuchen zurück in den Süden. Mit neun Jahren ertrug sie das nicht mehr, schrieb ihren Eltern einen Brief, sie mögen sie zu sich nehmen. Das taten sie auch 1983, mit ihren Geschwistern, und die erste Zeit lebten sie zu fünft in einer Einzimmerwohnung. Der Vater war entweder arbeiten oder betrunken. Die Mutter nahm eine Putzstelle nach der anderen an, Pepsi musste helfen. Und dennoch schuf sich das Mädchen mit Kraft der neuen Sprache einen eigenen Rückzugsort. Sie bekam ein Lexikon, und begann, all die Wörter und Begriffe zu lernen, versuchte sie zu verstehen. Und sie verstand sie, denn Pepsi war sehr klug. Es war der Startpunkt zu einer innigen Liebe zur Literatur. Sie begriff auch sehr rasch ihre Stellung in der Gesellschaft. Ein Platz, dem sie irgendwann entrinnen wollte. Pepsi war nicht gewollt, weder von ihrer Mutter noch von ihrem Vater, der lieber einen Sohn an ihrer statt gehabt hätte. Beide machten keinen Hehl daraus. Die beschriebenen Szenen der körperlichen und seelischen Gewalt bedürfen beinahe einer Triggerwarnung. S. 79: „Ihr Bruder war ein richtiges Kind, und Herzmandel (Anm.: ihre Schwester) und Pepsi waren keine richtigen Kinder. Da sie nun mal da waren, ertrug man sie nur, weil man sie ertragen musste.“ Pepsi hatte es, wie gesagt nicht leicht, aber sie war stark, allen Widrigkeiten zum Trotz und arrangierte sich mit ihrem Leben. Sie gab nicht auf, die Worte halfen ihr … mehr wird nicht verraten. Nur eines noch: S. 279 „Pepsi baut um sich herum einen Kreis aus Büchern, ihre runde Welt aus diesem kostbaren Papier, und wie ein Insekt aus ihrer Kindheit, ein Rosenkäfer in seinem Element, getragen von der Sommerluft der Freiheit, schwirrt sie von Tasche zu Tasche und holt Buch für Buch heraus und durchdenkt auch die Verwandtschaft der Bücher …“ Was für eine wunderbare Vorstellung das doch ist, sich in einem Turm aus Büchern aufzuhalten. – und die Zeilen schließen auch den Kreis zu erstgenanntem Zitat. Der Roman aus der Feder der Autorin ist viel mehr als eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort. Ich sehe es als einen Aufruf, an seinen Idealen und Zielen festzuhalten; eingepackt, wie schon erwähnt, in eine wunderbare Sprache. Ich bin restlos begeistert, ganz große Leseempfehlung und ein Muss für alle Bücherliebhaber*innen.

  • MarieOn

    3/5

    27.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine jugoslawische Familientragik

    Pepsi lebt bei ihrer Großmutter. In den Sommerferien kommen ihre Eltern zu Besuch, sitzen mit ihr unter dem Mandelbaum und freuen sich über die Zeit, die sie in ihrer Heimat verbringen. In Deutschland, wo sie arbeiten, fliegen die Tage dahin. Die Mutter putzt in Schulen, Büros und überall, wo sie schneller ist als ihre Konkurrentinnen. Pepsi vermisst ihre Geschwister, die schöne Herzmandel und den stillen Bruder. Als die muslimische Bevölkerung in Dalmatien nicht mehr gern gesehen ist, kommt sie zu einer Tante, nach deren Tod zu einer anderen. Dort bekommt sie wenig zu essen, weil die beiden Söhne der Tante gieriger sind als sie und weil Jungs wichtiger sind. Pepsi hält die Trennung von Eltern und Geschwistern kaum aus und deswegen schreibt sie ihren Eltern einen Brief. Die Eltern holen alle Kinder in den Taunus, wo sie auf engstem Raum leben. Pepsi empfindet tiefe Zärtlichkeit für die Mutter, deren rissige Hände schmerzen. Die Mutter, immer in Bewegung, kann Pepsis Zuneigung nicht erwidern, im Gegenteil, sie ist ihr lästig. Schon bald schließt Pepsi ihre Liebe hinter ihrer Brust ein, spricht trotz ihres großen Sprachverständnisses nicht und vergräbt sich in Büchern. Der Vater beginnt seinen Tag mit Schnaps und Zigaretten, die ihn grau im Gesicht und die Tapeten gelb machen. Der Umzug ins größere Fachwerkhaus bringt den Kindern keine Erleichterung. Der Vater lässt die Kinder auf Reiskörnern knien, wenn sie vorlaut waren. Die Körnchen graben sich tief in die Haut, die noch Tage danach sticht und prickelt. Fazit: Marica Bodrozic hat eine Familiengeschichte geschaffen, die im ehemaligen Jugoslawien beginnt und in Deutschland endet, wo die Eltern unter sich bleiben. Das Leben, das sie gewählt haben, ist kein Vergnügen, der Vater unterdrückt seine Traurigkeit durch Betäubung, die Mutter kompensiert ihre Einsamkeit durch Wutausbrüche. Ihr Zorn trifft vor allem die Protagonistin und gründet auf Eifersucht, auf die Intelligenz und den Freiheitsdrang des Mädchens. Ich mag den Plot und finde das Thema Balkankrise und Flucht wichtig. Zuerst hat mir die märchenartige Sprache der Autorin gefallen, die Naturbeschreibungen in Pepsis Kindheit. Ab der Hälfte des Buches hat mich der Singsang Rhythmus genervt. Die zahlreichen Adjektive: der lange lange Weg, die tiefe tiefe Traurigkeit, schöne und nährende Gedanken. Ebenso die Wortwiederholungen: Der Abschied ist ein Abschied, weil er ein Abschied ist. Jetzt muss sie gehen, das Gehen lernen, Schritt für Schritt, hätte ich nicht gebraucht. Da die Autorin aber mehrfach ausgezeichnet und ihre Bücher mehrsprachig übersetzt wurden, mag ich das als meinen eigenen Geschmack werten, den sie nicht ganz getroffen hat. Ich kann verstehen, wenn andere Leser*innen diese Erzählung als etwas Besonderes feiern.

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