Produktbild: Jeanie und Julius

Jeanie und Julius Roman. Über ein einfaches Leben in einem englischen Cottage

9

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.04.2024

Verlag

Jonathan Cape

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

1381 KB

Originaltitel

Unsettled Ground

Übersetzt von

Andrea O'Brien

Sprache

Deutsch

EAN

9783910372245

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

15.04.2024

Verlag

Jonathan Cape

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

1381 KB

Originaltitel

Unsettled Ground

Übersetzt von

Andrea O'Brien

Sprache

Deutsch

EAN

9783910372245

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  • meerblick

    5/5

    13.05.2024

    eBook (ePUB)

    Der beschwerliche Weg zurück…

    Der beschwerliche Weg zurück ins Leben Die Autorin Claire Fuller schenkt uns Lesern mit ihrem Roman 'Jeanie und Julius' eine Geschichte, die gleichzeitig unfassbar lebensnah, erschreckend authentisch, atmosphärisch brillant dargestellt ist, als auch bedrückend und nachdenklich macht. Ihr Schreibstil ist wunderbar leicht und bildhaft, so dass man sich als Teil des Erzählten glaubt und stets neugierig auf den Fortgang des Buches bleibt. Es ist eine Geschichte von großer Dramatik über die Außenseiter des Zwillingspaares Jeanie und Julian, die abgeschieden, weltfremd von ihrer Umgebung, einsam in einem halb zerfallenen Cottage im Südwesten Englands aufwachsen. Ihre Mutter hält sie fern von der Welt, von vernünftiger schulischer und beruflicher Bildung. Als sie stirbt hinterlässt sie nicht nur völlig hilflose einundfünfzigjährige Zwillinge, sondern vermeintlich auch hohe Schulden. Die Herausforderungen des täglichen Lebens bringen beide in große existenzielle und lebensbedrohliche Nöte. Unverhofft, aber auch ungewollt erhalten sie liebevolle Unterstützung, zwei Menschen, die ihr Schicksal annehmen, ohne zu hadern. Dieser Roman ist lesenswert. Er hinterlässt mich ebenso nachdenklich wie hoffnungsfroh.

  • meerblick

    5/5

    13.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der beschwerliche Weg zurück ins Leben

    Die Autorin Claire Fuller schenkt uns Lesern mit ihrem Roman 'Jeanie und Julius' eine Geschichte, die gleichzeitig unfassbar lebensnah, erschreckend authentisch, atmosphärisch brillant dargestellt ist, als auch bedrückend und nachdenklich macht. Ihr Schreibstil ist wunderbar leicht und bildhaft, so dass man sich als Teil des Erzählten glaubt und stets neugierig auf den Fortgang des Buches bleibt. Es ist eine Geschichte von großer Dramatik über die Außenseiter des Zwillingspaares Jeanie und Julian, die abgeschieden, weltfremd von ihrer Umgebung, einsam in einem halb zerfallenen Cottage im Südwesten Englands aufwachsen. Ihre Mutter hält sie fern von der Welt, von vernünftiger schulischer und beruflicher Bildung. Als sie stirbt hinterlässt sie nicht nur völlig hilflose einundfünfzigjährige Zwillinge, sondern vermeintlich auch hohe Schulden. Die Herausforderungen des täglichen Lebens bringen beide in große existenzielle und lebensbedrohliche Nöte. Unverhofft, aber auch ungewollt erhalten sie liebevolle Unterstützung, zwei Menschen, die ihr Schicksal annehmen, ohne zu hadern. Dieser Roman ist lesenswert. Er hinterlässt mich ebenso nachdenklich wie hoffnungsfroh.

  • MarieOn

    5/5

    07.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine fesselnde Geschichte

    Jeanie war sechzehn als sie die Schule ohne Abschluss verließ. Das rheumatische Fieber hatte sie erwischt und die Bakterien ihr Herz nachhaltig geschädigt. Ihre Mum Dot berschwor sie immer wieder, sich zu schonen und so häuften sich die Fehlzeiten. Sie hatte sich von Dot zeigen lassen, wie man den Garten bewirtschaftet. Ein paar Hühner wurden angeschafft, und dank den Gelegenheitsarbeiten ihres Bruders Julius hielten sie sich gerade so über Wasser. Doch dann fand Jeanie Dot auf dem Küchenfußboden, tot. Die Geschwister haben kein Geld, um Dot zu beerdigen. Derweil bahren sie sie auf einer Holztüre im Wohnzimmer auf, um eine Lösung zu finden. Am nächsten Tag steht Rawsons Frau vor der Tür. Rawson gehört das heruntergekommene Cottage in dem sie schon so lange wohnen und Jeanie hasst ihn. Jetzt will seine Frau zweitausend Pfund Mietrückstände eintreiben. Jeanie weiß jedoch, dass sie mietfrei wohnen, weil Rawson ihren Vater auf dem Gewissen hat. Zumindest war das die Version, die Dot ihnen erzählt hat. Ihr Bruder hätte die Rawson sicher hinhalten können, doch der ist in den Ort hinuntergeradelt, um den Arzt zu rufen, damit er den Totenschein ausstellt. Dots beste Freundin Bridget ist eine der Arzthelferinnen und erfährt so vom Tod ihrer Freundin. Sie bietet Jeanie an, sie in die Stadt zu fahren, um weitere Papiere zu beantragen. Auf der Fahrt erfährt die verzweifelte Jeanie, dass Dot sich von Bridgets Mann Geld geliehen hat. Die nächsten Tage allerdings, werden Jeanies Herz erst richtig auf die Probe stellen. Fazit: Was für eine fesselnder Ideenreichtum. Was für ein Drama. Die Autorin erzählt diese Geschichte, die immer schlimmer wird völlig unprätentiös. Sie reiht verschiedene Szenen aneinander, bis ein angemessen glaubhaftes Elend fassbar wird. Sie lässt Bilder entstehen und führt mich mitten hinein, in dieses Leben, die marode Wohnsituation, die feindlich gesinnten Menschen, Armut, Verlust und Verzweiflung. Ich leide mit Jeanie und Julius mit, frage mich, wann der Albtraum endlich aufhört, hoffe, bange und zürne. Die letzten 50 Seiten beschenkt mich die Autorin dann mit einer Kehrtwende, die so viel Leichtigkeit und Lebensfreude mit sich bringt, dass sie imstande ist, meine Traurigkeit aufzulösen. Danke für dieses emotionale Feuerwerk.

  • buchstaeblichverliebt

    aus NRW

    5/5

    20.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über Armut und Geschwisterliebe

    "Wie soll sie erklären, dass sie und Julius obdachlos sind? Was soll sie sagen, wenn sie jemand fragt, wo sie jetzt wohnen?" - S. 176 Die Zwillinge Jeanie und Julius wohnen seit jeher mit ihrer Mutter Dot in einem alten Cottage in Wiltshire/England und leben von dem wenigen, das ihnen zur Verfügung steht. Der Vater und Ehemann ist schon vor vielen Jahren tragisch ums Leben gekommen. Als Dot völlig unerwartet stirbt, müssen die Zwillinge mit nunmehr 51 Jahren plötzlich auf eigenen Beinen stehen und ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten. Dieses gestaltet sich als äußerst schwierig, den Jeanie, als Kind stets kränkelnd, hat nie richtig lesen und schreiben gelernt und so sind ihre Möglichkeiten stark eingeschränkt. Julius versucht sie beide mit Gelegenheitsjobs über die Runden zu bringen, aber die Arbeit ist hart und der Lohn gering. Als sie auch noch ihr Zuhause verlieren, stürzt besonders die introvertierte Jeanie, die besonders schlecht Hilfe annehmen kann, in eine völlige Perspektivlosigkeit. Es bleibt auch leider nicht bei dem Tod der Mutter und dem Verlust des Heims, denn nicht alle sind den Zwillingen wohlgesonnen. ... "Es ist schwierig, die eigene Vergangenheit neu zu denken." - S. 327 Das Schicksal dieser beiden einfachen Leute, die während ihres heranwachsens so wenig vom Leben außerhalb ihres geschützten Elternhauses mitbekommen haben, hat mich zutiefst berührt. Zusammen, zufrieden mit der Einfachheit der Gegebenheiten konnten sie sich zu jeder Zeit und in jeder Lebenslage aufeinander verlassen. Am Ende ist dies ein Buch, das bleibt. Weil einem die Menschen darin ans Herz gewachsen sind und ihre Geschichte etwas in einem bewegt hat.

  • Lesemanege

    4/5

    02.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über Menschen, die nicht gesehen werden

    Jeanie und Julius leben trotz ihres fortgeschrittenen Alters von 50 Jahren zusammen mit ihrer Mutter Dot in einem einfachen Cottage im Südwesten Englands. Als Dot überraschend plötzlich verstirbt, steht das Leben der Geschwister Kopf. Kein Geld ist da für die Beerdigung, geschweige denn für die Kosten des Lebensunterhalts. Julius verdient nur ein bisschen Geld mit Gelegenheitsjobs und die herzkranke Jeanie kann kaum mehr zum Lebensunterhalt beitragen, als sie mit dem Verkauf des selbst angebauten Gemüses verdient. Als sie auch noch drohen obdachlos zu werden, scheint alles ausweglos und verloren. Ernsthaft? Gleich am Anfang ein Satz über 27 (!) Zeilen. Und so zog es sich durch das ganze Buch. Der ein oder andere Satzpunkt mehr, hätte wirklich nicht geschadet. Aber da hört es auch schon auf mit meiner Kritik, denn die Geschichte hat mich wirklich erreicht. Die Geschwister Jeanie & Julius sind mir mit ihrer Genügsamkeit, der Zufriedenheit mir ihren Leben und ihrer Bodenständigkeit total ans Herz gewachsen. So viele Menschen streben nach immer mehr und mehr Konsum, Gütern, Prestige. Diese beiden sind sich gegenseitig so loyal gegenüber und machen aus der Einfachheit ihres Lebens etwas ganz besonderes. Fuller zeigt aber eben auch die Schattenseiten. Wie Jeanie & Julius von der Außenwelt behandelt werden, wie auf sie herabgeschaut wird ist ein Abbild der Arroganz, die es und er Gesellschaft an jeder Ecke gibt. Die Härte mit der sie teils bedacht werden ist würdelos und menschenverachtend. Es ist nicht leicht, solche Situationen in der Anschaulichkeit zu lesen, in der die Autorin zu Scheiben vermag. Fuller richtet mit diesem Roman das Augenmerk auf zwei Außenseiter:innen, die es verdient haben, gesehen zu werden.

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