Produktbild: Das Gewicht unserer Körper

Das Gewicht unserer Körper über Bodyshaming in der Medizin - und warum Mitgefühl und Respekt wichtiger sind als Abnehmtipps

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

4962

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.09.2025

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

19,6/12,7/2,7 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Koralle

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8236-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

4962

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.09.2025

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

19,6/12,7/2,7 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Koralle

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8236-5

Herstelleradresse

Haymon Verlag
Erlerstraße 10
6020 Innsbruck
AT

Email: order@studienverlag.at

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  • PMelittaM

    aus Köln

    5/5

    28.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lest dieses Buch!

    Mehrgewichtige werden mit Spott und Häme überzogen, beleidigt, nicht ernst genommen, sowie, und das ist fast das schlimmste, sogar von der Medizin diskriminiert. Die Autorinnen, Adipositasspezialistinnen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem entgegenzusteuern, so soll auch dieses Buch aufzeigen, einordnen und sichtbarmachen, vor allem auch medizinisches Personal jedweder Art und Entscheidungsträger:innen zum Umdenken anregen. Die Autorinnen sind aus Österreich und sprechen hier für das österreichische Gesundheitswesen, aber, soweit ich das sehe und recherchiert habe, kann man das im wesentlichen auch auf Deutschland übertragen. Alles andere ist sowieso leider nicht auf ein Land begrenzt. Sehr gut hat mir der Einstieg gefallen, hier geht es unter anderem um die Venus von Willendorf und die Deutungen ihrer Darstellung. Jede:r von uns hat sicher zumindest einmal ein Bild von ihr gesehen, und vielleicht auch über sie nachgedacht. Für ein Buch dieses Themas ist das ein würdiger Einstieg, der direkt die Richtung vorgibt. Die beiden Autorinnen sprechen aus ihrer eigenen Erfahrung, bringen Beispiele an, aber zitieren auch Quellen. Sie berichten von Therapien und Medikamenten, aber auch von Hindernissen, die Mehrgewichtigen immer wieder in den Weg gelegt werden. Sie stellen klar, dass man immer auch die Hintergründe der einzelnen Person sehen muss, und dass Beleidigungen und Nichternstnehmen schwerwiegende negative Konsequenzen haben können. Wenn zum Beispiel nicht auf das Problem eingegangen wird, weswegen jemand in die ärztliche Sprechstunde kommt, sondern als allererstes das Gewicht angesprochen wird, egal, ob es überhaupt der Auslöser des Problems sein könnte, ist das für den:die Patient:in unter Umständen lebensgefährlich, denn es fehlt an adäquater Behandlung und es kann dazu führen, dass keine Praxis mehr aufgesucht wird. Und selbst, wenn auf das Problem eingegangen wird, kann es sein, dass die Therapie nicht auf eine:n mehrgewichtige:n Patient:in angepasst ist. Oder, dass diese gar von der Krankenkasse als Lifestyle-Therapie angesehen und nicht übernommen wird. Was das mit Menschen macht, die solche Kosten nicht übernehmen können, kann man sich denken. Übrigens ist lange nicht jeder übergewichtige Mensch krank oder unsportlich, und nicht jeder nichtmehrgewichtige Mensch gesund oder sportlich. Das ist ein rein gesellschaftliches Konstrukt, dass zum Beispiel Gesundheit am Gewicht abzulesen ist, leider scheinen darauf auch nicht wenige aus dem medizinischen Bereich hereinzufallen. Ich würde mir wünschen, dass viele dieses Buch in die Hand nehmen und ihre eigene Einstellung zum Thema überdenken. Vielleicht bringt ja sogar meine Rezension schon manche:n zum Nachdenken. Für alle mehrgewichtigen Menschen wünsche ich mir, dass sie ernst genommen werden, egal in welchem Zusammenhang, und dass sie die Hilfe erhalten, die sie brauchen. Also: Lest dieses Buch!

  • Bewertung

    5/5

    09.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    2 Ärztinnen stellen sich an die Seite von Menschen mit Übergewicht

    Dieses Buch über Adipositas ist ein mutiges, kluges, warmherziges, witziges und längst überfälliges Werk. Es räumt entschieden mit gängigen Vorurteilen über Menschen mit Mehrgewicht auf und zeigt, wie tief gesellschaftliche Stigmatisierung und medizinische Fehlannahmen verankert sind. Mit feministischer Schärfe und großer Empathie geben die Autorinnen all jenen eine Stimme, die unter Fat-Shaming und Diskriminierung leiden. Ein starkes Plädoyer für Respekt, Körpervielfalt und eine neue, gerechtere Sicht auf Gesundheit – informativ, berührend und befreiend.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    31.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegen die Entmenschlichung dicker Körper

    „Das Gewicht unserer Körper“ von Bianca-Karla Itariu; Johanna Maria Brix behandelt auf verständliche Art das Thema Bodyshaming: Im Alltag, im Beruf und vor allem im medizinischen Bereich. Dabei betrachten die Autorinnen auch den Wandel der Körpernormen und Schönheitsideale, imi Wandel der Zeit und in verschiedenen Gegenden. „In ländlichen Gegenden wird Schönheit häufig anders gedeutet als in der Stadt. Auch heute noch gibt es Regionen in der Welt, insbesondere in Gegenden, wo Menschen lange als Nomaden gelebt haben – wie zum Beispiel im Nahen Osten -, wo Mehrgewicht mit Wohl-stand gleichgesetzt wird. Die persönlichen Erfahrungen mit unterschiedlichen Körperbildern trägt jede*r von uns mit sich. Die Überzeugungen dazu leider auch. Der Körper eines Menschen ist während seiner Lebens-zeit im Wandel und kann sich in alle Richtungen ändern.“ „Die Art, wie wir mit Menschen umgehen, ist ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Werte.“ “ - ein eindrückliches Beispiel dafür, wie tief gesellschaftliche Erwartungen das Selbstbild prä-gen. Besonders Frauen sind von Gewichtsstigmatisierung betroffen, und für Frauen aus einkommensschwachen Verhältnissen sind die Folgen oft noch gravierender. Denn Körpernormen sind kein Zufall – sie spiegeln gesellschaftliche Machtverhältnisse wider. Zwischen Frauenfeindlichkeit und dem Kampf um Gleichberechtigung, zwischen Patriarchat und wirtschaftlicher Verwertbarkeit, zwischen Pseudowissenschaft und Verschwörungstheorien wird der Körper zur Projektionsfläche sozialer Kontrolle.” Das Buch las sich größtenteils sehr flüssig und leicht. Manches hat sich wiederholt, wenige Passagen lasen sich etwas theoretisch/wissenschaftlich. Insgesamt finde ich jedoch, dass die Autorinnen Dr. Johanna Maria Brix und Dr. Bianca-Karla Itariu ein wichtiges Thema sehr informativ und gut behandelt haben. Sie bieten Lösungswege und Ideen zur Veränderung für einen respektvollen Umgang mit mehrgewichtigen Menschen im Gesundheitssystem. „Wenn wir von Gewichtsdiskriminierung oder Fettphobie sprechen, sprechen wir von einem allgegenwärtigen Thema. Dicke Menschen werden überall diskriminiert: am Arbeitsplatz, in den Arztpraxen, in Verkehrsmitteln, beim Einkaufen und in Beziehungen. […] Man muss sich diese Beispiele vor Augen führen und klar sagen: Würde ist kein Privileg für die letzte Lebensphase, sondern ein Grundrecht. Wenn eine mehrgewichtige Person zum*r Ärzt*in geht – vielleicht wegen eines ganz anderen Problems - und dem Arzt oder der Ärztin auffällt, dass das Gewicht ein Thema sein könnte, dann muss der*die Patient*in zuerst um Erlaubnis gefragt werden, bevor das Thema angesprochen wird.“ „Die Medizin muss sich dringend von starren, vorurteilsbeladenen Ansätzen lösen, die weder evidenzbasiert noch menschenwürdig sind. Die Therapie der Adipositas stellt eine wahrhafte Revolution der Medizin dar. Doch anstatt diese Errungenschaft zu feiern und den Zugang zur Therapie zu erleichtern, setzen viele Krankenversicherungen weiterhin auf die altbekannte Rhetorik von ‚mehr Anstrengung‘. Gleichzeitig schüren einige Wissenschaftler*innen unbegründete Ängste, indem sie mögliche Nebenwirkungen neuer Therapieoptionen überbetonen und behaupten, diese könnten die Prävention untergraben – eine Prävention, die bisher ohnehin nahezu inexistent und somit wirkungslos war. Eine solche Haltung ignoriert den realen Nutzen für Betroffene und für unsere Gesellschaft. Therapien können wie Schwimmhilfen wirken: Sie geben Menschen die nötige Unterstützung, um sicher voranzukommen. Jeder Mensch, der eine Schwimmhilfe benötigt, sollte Zugang dazu haben – und nicht statt-dessen mit nutzlosen ‚Schwimmanleitungen‘ von der Zuschauer*innentribüne aus beworfen werden. Sich abzufinden ist keine Option. Es braucht ein radikales Umdenken, um die Kluft zwischen moderner Medizin und stigmatisierenden Einstellungen zu schließen – und allen Menschen, unabhängig von ihrem Körpergewicht, Zugang zu einem solidarischen, menschenwürdigen Gesundheitssystem zu ermöglichen.“ „Eine gesunde Gesellschaft ist nicht durchtrainiert. Sie ist solidarisch. Wenn wir bei Naturkatastrophen füreinander da sind, warum nicht auch im Alltag, bei den sozialen Beben, die unsichtbar bleiben? Menschlichkeit ist das Fundament unseres Zusammenlebens. Wenn wir wirklich wollen, dass dicke Menschen gesund werden, müssen wir aufhören, sie zu beschämen.“ Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. - Die geäußerte Meinung zum Buch ist meine eigene.

  • CK

    aus Raum Stuttgart

    4/5

    31.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegen die Entmenschlichung…

    Gegen die Entmenschlichung dicker Körper „Das Gewicht unserer Körper“ von Bianca-Karla Itariu; Johanna Maria Brix behandelt auf verständliche Art das Thema Bodyshaming: Im Alltag, im Beruf und vor allem im medizinischen Bereich. Dabei betrachten die Autorinnen auch den Wandel der Körpernormen und Schönheitsideale, imi Wandel der Zeit und in verschiedenen Gegenden. „In ländlichen Gegenden wird Schönheit häufig anders gedeutet als in der Stadt. Auch heute noch gibt es Regionen in der Welt, insbesondere in Gegenden, wo Menschen lange als Nomaden gelebt haben – wie zum Beispiel im Nahen Osten -, wo Mehrgewicht mit Wohl-stand gleichgesetzt wird. Die persönlichen Erfahrungen mit unterschiedlichen Körperbildern trägt jede*r von uns mit sich. Die Überzeugungen dazu leider auch. Der Körper eines Menschen ist während seiner Lebens-zeit im Wandel und kann sich in alle Richtungen ändern.“ „Die Art, wie wir mit Menschen umgehen, ist ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Werte.“ " - ein eindrückliches Beispiel dafür, wie tief gesellschaftliche Erwartungen das Selbstbild prä-gen. Besonders Frauen sind von Gewichtsstigmatisierung betroffen, und für Frauen aus einkommensschwachen Verhältnissen sind die Folgen oft noch gravierender. Denn Körpernormen sind kein Zufall – sie spiegeln gesellschaftliche Machtverhältnisse wider. Zwischen Frauenfeindlichkeit und dem Kampf um Gleichberechtigung, zwischen Patriarchat und wirtschaftlicher Verwertbarkeit, zwischen Pseudowissenschaft und Verschwörungstheorien wird der Körper zur Projektionsfläche sozialer Kontrolle." Das Buch las sich größtenteils sehr flüssig und leicht. Manches hat sich wiederholt, wenige Passagen lasen sich etwas theoretisch/wissenschaftlich. Insgesamt finde ich jedoch, dass die Autorinnen Dr. Johanna Maria Brix und Dr. Bianca-Karla Itariu ein wichtiges Thema sehr informativ und gut behandelt haben. Sie bieten Lösungswege und Ideen zur Veränderung für einen respektvollen Umgang mit mehrgewichtigen Menschen im Gesundheitssystem. „Wenn wir von Gewichtsdiskriminierung oder Fettphobie sprechen, sprechen wir von einem allgegenwärtigen Thema. Dicke Menschen werden überall diskriminiert: am Arbeitsplatz, in den Arztpraxen, in Verkehrsmitteln, beim Einkaufen und in Beziehungen. [...] Man muss sich diese Beispiele vor Augen führen und klar sagen: Würde ist kein Privileg für die letzte Lebensphase, sondern ein Grundrecht. Wenn eine mehrgewichtige Person zum*r Ärzt*in geht – vielleicht wegen eines ganz anderen Problems - und dem Arzt oder der Ärztin auffällt, dass das Gewicht ein Thema sein könnte, dann muss der*die Patient*in zuerst um Erlaubnis gefragt werden, bevor das Thema angesprochen wird.“ „Die Medizin muss sich dringend von starren, vorurteilsbeladenen Ansätzen lösen, die weder evidenzbasiert noch menschenwürdig sind. Die Therapie der Adipositas stellt eine wahrhafte Revolution der Medizin dar. Doch anstatt diese Errungenschaft zu feiern und den Zugang zur Therapie zu erleichtern, setzen viele Krankenversicherungen weiterhin auf die altbekannte Rhetorik von ‚mehr Anstrengung‘. Gleichzeitig schüren einige Wissenschaftler*innen unbegründete Ängste, indem sie mögliche Nebenwirkungen neuer Therapieoptionen überbetonen und behaupten, diese könnten die Prävention untergraben – eine Prävention, die bisher ohnehin nahezu inexistent und somit wirkungslos war. Eine solche Haltung ignoriert den realen Nutzen für Betroffene und für unsere Gesellschaft. Therapien können wie Schwimmhilfen wirken: Sie geben Menschen die nötige Unterstützung, um sicher voranzukommen. Jeder Mensch, der eine Schwimmhilfe benötigt, sollte Zugang dazu haben – und nicht statt-dessen mit nutzlosen ‚Schwimmanleitungen‘ von der Zuschauer*innentribüne aus beworfen werden. Sich abzufinden ist keine Option. Es braucht ein radikales Umdenken, um die Kluft zwischen moderner Medizin und stigmatisierenden Einstellungen zu schließen – und allen Menschen, unabhängig von ihrem Körpergewicht, Zugang zu einem solidarischen, menschenwürdigen Gesundheitssystem zu ermöglichen.“ „Eine gesunde Gesellschaft ist nicht durchtrainiert. Sie ist solidarisch. Wenn wir bei Naturkatastrophen füreinander da sind, warum nicht auch im Alltag, bei den sozialen Beben, die unsichtbar bleiben? Menschlichkeit ist das Fundament unseres Zusammenlebens. Wenn wir wirklich wollen, dass dicke Menschen gesund werden, müssen wir aufhören, sie zu beschämen.“ Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. - Die geäußerte Meinung zum Buch ist meine eigene.

  • Kati

    aus Nürnberg

    4/5

    09.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    gutes Buch

    Rezension Buchname: Das Gewicht unserer Körper: über Bodyshaming in der Medizin – und warum Mitgefühl und Respekt wichtiger sind als Abnehmtipps Autor: Bianca-Karla Itariu und Johanna Maria Brix Seiten: 256 (Print) Fromat: als Print und Ebook erhältlich Verlag: ‎ ‎ ‎ Haymon Verlag Sterne: 4 Cover: Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen bzw lila und weißfarbenen Buchstaben auf dem ganzen rot/orange hinterlegten Cover.. .. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend. Klappentext: (aus Amazon übernommen) Einfach zu dick? Fettfeindlichkeit als daily business Faul, schwach, undiszipliniert – das sind nur einige der gängigen Vorurteile gegenüber mehrgewichtigen Menschen. Fettfeindlichkeit gehört zu ihrem Alltag. Dicke Personen haben es in allen Lebensbereichen schwerer: im Beruf, in Beziehungen, in der Freizeit. Unsere Welt ist für diejenigen gestaltet, die der vermeintlichen Norm entsprechen. Wie unsere Gesellschaft tickt, zeigt sich auch in der Gesundheitsversorgung. Dicke Patient*innen werden stigmatisiert und nicht ausreichend behandelt. Die Autorinnen Dr. Johanna Maria Brix und Dr. Bianca-Karla Itariu erklären: Wir müssen in einem wertschätzenden und offenen Rahmen über die Vielfalt dicker Körperbilder reden und Körperformen als einen wertfreien Einblick in das Menschsein selbst betrachten. Über Bodyshaming, die historische Entwicklung von Körperidealen und eine notwendige Revolution des Gesundheitssystems Wenn mehrgewichtige Patient*innen mit einer Axt im Kopf zu Ärzt*innen kämen, hieße es, sie sollten zuerst abnehmen, dann ginge es ihnen besser – so die beiden Autorinnen und Expertinnen auf dem Gebiet Adipositas. Doch worauf basiert diese Dickfeindlichkeit, die unsere Gesellschaft prägt und bis in die Arztzimmer und Krankenhäuser reicht? Und wie hängt sie mit Misogynie zusammen? Brix und Itariu blicken zurück auf die historischen Entwicklungen zu Körperformen und -idealen, und sie plädieren für eine gesunde Auseinandersetzung mit Gewicht und Krankheit. Weshalb Diskriminierung in der Medizin uns alle betrifft Die Autorinnen und Ärztinnen kämpfen für geeignete medizinische Behandlungen, für Anerkennung und die Zerschlagung von Fettfeindlichkeit. Für einen würdevollen Umgang, der einer humanistisch-solidarischen Gesellschaft angemessen ist. Sie beschreiben Lösungswege, Ideen zur Veränderung und Visionen, machen deutlich, warum Respekt und Mitgefühl wichtiger sind als Abnehmtipps. Denn: Ein Gesundheitssystem in Sozialstaaten darf kein Gesundheitssystem sein, in dem mehrgewichtige Personen, Frauen oder auch arme Menschen ausgeschlossen werden. Dieses Buch ist eine feministische Streitschrift, die besagt: Schluss mit der Tabuzone Fett! Schreibstil: Der Schreibstil der Autorinnen ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich. Meinung: !!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!! Mir hat „Das Gewicht unserer Körper: über Bodyshaming in der Medizin – und warum Mitgefühl und Respekt wichtiger sind als Abnehmtipps“ von Bianca-Karla Itariu und Johanna Maria Brix recht gut gefallen. In diesem Buch geht es um Bodyshaming beim Arzt. Ich kenne das Thema nur sehr gut und wurde auch schon richtig gemobbt von Ärzten. Richtig interessant fande ich, dass die beiden Autorinnen auf die historische Entwicklung von Körperbilder zu sprechen gekommen sind. Es ist sehr erstaunlich wie sich das Körperbild in den letzten Jahren/Jahrhunderten geändert hat. Und wie manche Ärzte noch an alten Idealen hängen bleiben. In ein paar Punkten haben sich die Autorinnen wieder holt und mache Sachen hätte ich mir persönlich einfach ausführlicher gewünscht. Alles im Allen aber ein sehr informatives und wichtiges Buch. Fazit: Interessantes und inspirierender Ratgeber.

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