Die drei Ringe Warum die Religionen erst im Mittelalter entstanden sind
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
11.07.2024
Abbildungen
mit 28 Abbildungen und 4 Karten
Verlag
C.H. BeckSeitenzahl
608
Maße (L/B/H)
22,2/15/4,3 cm
Gewicht
876 g
Farbe
Elfenbein / Kaffee
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-406-81192-0
In der Parabel von den drei Ringen streiten die Brüder über das Erbe, das sie von ihrem Vater bekommen haben. Juden, Christen und Muslime waren sich im Mittelalter sehr bewusst, dass ihre Traditionen miteinander verwandt sind. Die Historikerin Dorothea Weltecke zeigt, dass ihre konfliktreiche und dennoch gemeinsame Geschichte in dem großen Raum zwischen Atlantik, Nil und Indus überhaupt erst die exklusiven «Religionen» hervorgebracht hat.
Das Grab des Propheten Ezechiel in der Nähe von Bagdad war im Mittelalter Ziel von jüdischen, muslimischen und christlichen Pilgern. An diesem und vielen anderen Beispielen zeigt Dorothea Weltecke anschaulich, wie intensiv sich die Glaubensgemeinschaften austauschten. Gemeinsam bauten sie eine neue kulturelle Landschaft. Dass ihre Traditionen miteinander verwandt waren, wussten Juden, Christen und Muslime im Mittelalter. In der Parabel von den drei Ringen streiten die Brüder jedoch über das Erbe, das sie von ihrem gemeinsamen Vater bekommen haben. Problematisch für das Verhältnis der Glaubensgemeinschaften zueinander wurden im Mittelalter nicht ihre Wahrheitsansprüche, sondern neue rechtliche Unterscheidungen zwischen Gläubigen, nur Geduldeten und Nichtgeduldeten. Die Theorien und die Gewalt, mit denen diese Ungleichheit fortlaufend begründet und aufrechterhalten wurde, militarisierten die Grenzen zwischen den Glaubenstraditionen. Damit legt das Buch eindrucksvoll eine Schicht der Religionsgeschichte frei, die vom Lavastrom der Polemik verschüttet wurde.
- Ein bahnbrechendes Werk zur gemeinsamen Geschichte von Juden, Christen und Muslimen
- Eine eindrucksvolle Schilderung des gemeinsamen kulturellen Raums zwischen Atlantik und Indus
- Eine neue These zur harten Abgrenzung der Religionen
- Auf der Grundlage zahlreicher bisher nicht beachteter Quellen
Kundinnen und Kunden meinen
Religionsfreiheit und Toleranz
Bewertung am 20.08.2024
Bewertungsnummer: 2272336
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
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