Frank Wilhelm, genannt der ›Undertaker‹, ehemaliger Medizin-Student, Ex-Privatdetektiv und Schwiegersohn eines Bestattungsunternehmers, wird mit der Beisetzung eines aus Polen übergesiedelten Spätaussiedlers beauftragt, der bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Als es dann zu weiteren Unfällen kommt, bei denen Wilhelm als Bestatter involviert ist, wird der Undertaker misstrauisch. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Das ist schwieriger als gedacht – und mörderisch dazu, denn der oder die Täter verfügen über ein MÖRDERISCHES KONZEPT …
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Nor Bert
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12.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Neues vom Undertaker
Mit "Mörderisches Konzept" legt Falk-Ingo Klee den vierten Regionalkrimi um den Gießener Bestattungsunternehmer, ehemaligen Medizinstudenten und Ex-Privatdetektiv Frank Wilhelm vor. Es handelt sich um eine Erstveröffentlichung.
Privat hat sich seit dem letzten Roman im Leben von Untertaker Frank Wilhelm einiges getan, denn er ist inzwischen Vater geworden. Da ist es für ihn eine vielleicht ganz reizvolle Abwechslung vom Familienalltag, als er mit der der Bestattung eines Spätaussiedlers aus Polen beauftragt wird, der offiziell durch einen Unfall ums Leben gekommen ist, und es dann im Umfeld zu weiteren scheinbar tragischen Unfällen kommt. Sein Misstrauen und kriminalistischer Instinkt sind geweckt, so dass er einmal mehr beginnt, eigenmächtig zu ermitteln. Zurecht, wie sich zeigt. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sich seine Nachforschungen nicht nur kompliziert gestalten, sondern auch gefährlich sind, denn der oder die Drahtzieher schrecken eben auch vor Mord nicht zurück, um ihre Taten zu vertuschen.
Dass Falk-Ingo Klee an seiner Wahlheimat Gießen hängt, dürfte kein Geheimnis sein und hat er zuletzt mit seiner Kurzgeschichten-Sammlung "Phantastisches Gießen" bewiesen, die ebenfalls im Verlag Peter Hopf erschienen ist. Und so sind seine Undertaker-Romane Regionalkrimis im besten Sinne des Genres. Da sie in den 1980er Jahren vor der Zeit von Handys und Google spielen, kann man sie aber fast schon auch als historische Krimis bezeichnen. Jedenfalls zeigen Szenen wie die in Gießens Oststadt spielenden Abschnitte profunde Ortskenntnis.
Auch der vierte Teil der Reihe ist ein gelungener Mix aus Lokalkolorit, einer packenden Kriminalstory und einem originellen Ermittler. Wie schon in Frank Wilhelms vorangegangen Fällen gibt es wieder einen Auslandsblock, der diesmal in Polen spielt. Hier merkt man, dass Klee im Vorfeld auch Hintergründe recherchiert hat. Der Roman liest sich gewohnt flüssig, verfügt über Spannung, Tempo und eine Priese Humor, hat somit alles, was man von einem guten Krimi erwarten kann. Aber wie schon im dritten Band wirkt das Engagement des Undertakers etwas konstruiert, was aber dem Unterhaltungswert keine Abbruch tut. Mit einer Länge von 240 Seiten eignet sich das Buch bestens für ein Lesewochenende. Da werden keine Nebenhandlungen und Backstorys von Nebenfiguren ausgewalzt, sondern der Autor kommt angenehm auf den Punkt.
Der vierte Gießen-Krimi von Falk-Ingo Klee überzeugt wie seine Vorgänger.
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