Als Seniorin Maggie an die Tür der WG in Berlin klopft glauben Studentin Carla und ihre Mitbewohner noch an ein Versehen. Doch schnell stellt sich heraus, dass es sich bei Maggie um die Vermieterin der Wohnung handelt, die beschlossen hat, das freie Zimmer in der WG selbst zu beziehen. Den Studenten bleibt gar nichts anderes übrig als sich den Wünschen der Seniorin zu beugen und so sind sie fortan den Anforderungen der rüstigen Dame ausgeliefert. Maggie kommt aus einer anderen Generation und so einiges was in der WG vorgeht, erschließt sich ihr nicht. Wozu muss man seinen Alltag auf Instagram streamen, warum ist es wichtig, für den Klimaschutz zu demonstrieren und warum fühlen die jungen Leute sich so verloren. Und während Carla und ihre Freunde ihren Weg im Leben suchen, sucht Maggie eine Möglichkeit sich aus dem Leben zu verabschieden.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
tabeas-zeilenliebe
5/5
11.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine herrlich humorvolle Geschichte über die Generationskonflikte unserer Zeit!
Der Titel des Buchs ist hier definitiv Programm, denn hier ist absolut nichts so, wie man es denken würde! Als Senioren Maggie in die Berliner Studierenden-WG einzieht, stellt sie dort alles auf den Kopf. Und während sich zu Beginn alle einig zu sein scheinen, dass Maggie überhaupt nicht in diese WG passt und sie am liebsten vor die Tür setzen würden, müssen alle schnell erkennen, dass Maggie mit ihrer Lebensweisheit vielleicht doch gar nicht so fehl am Platz ist, wie sie anfangs dachten. Denn Maggie sorgt immer wieder dafür, dass alle Bewohner ihre Komfortzonen verlassen und sich mit Themen beschäftigen, die sie viel zu lange ignoriert haben. Außerdem schafft es die Anwesenheit von Maggie auch, dass sich die einstigen guten Freunde (Carla, Tristan und Wolfi) wieder annähern, denn obwohl sie zusammen leben und man meinen sollte, dass das ihre frühere Freundschaft nur verstärkt hat, ist genau das Gegenteil passiert, der Alltag und vor allem die alltäglichen Probleme haben zwischen den Freunden aus Kindheitstagen eine immer größer werdende Barriere geschaffen, die ohne Maggie vermutlich nur noch größer geworden wäre. Darüber hinaus schafft es dieser Roman perfekt aufzuzeigen, was passiert, wenn verschiedene Generationen gezwungen werden sich miteinander auseinanderzusetzen, es finden Gespräche statt, die auf beiden Seiten zum Nachdenken anregen und es werden Parallelen gefunden, mit denen niemand gerechnet hätte und so entsteht schon fast so etwas wie eine ungeahnte Freundschaft zwischen den WG-Bewohnern, die alle Beteiligten aus ihrem Alltagstrott herauszieht und neue Möglichkeiten offenbart! Thematisch möchte ich an dieser Stelle gar nicht allzu viel vorwegnehmen, aber hier wird wirklich viel angeschnitten und trotz des doch eher unterhaltenden Charakters des Romans, wird man zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt, was mir besonders gut gefallen hat! All das wird durch einen wahnsinnig humorvollen Erzählstil ergänzt, der dieses Buch zu einem einzigartigen Lesevergnügen macht und das sowohl zum Schmunzeln einlädt als auch nachdenklich stimmt, wie sehr man vielleicht selbst in seinem eigenen Alltagstrott gefangen ist und gar nicht mehr darüber nachdenkt, diesen zu durchbrechen und vielleicht bräuchten wir alle mal eine Maggie, die auftaucht und das eigene Leben von heute auf morgen auf den Kopf stellt und einen dadurch erkennen lässt, was wirklich wichtig ist.
Fazit
Dieser Roman überzeugt insbesondere durch seinen wahnsinnig humorvollen Ton und schafft es dadurch gekonnt auf die aktuellen Generationskonflikte einzugehen, dabei werden so viele unterschiedliche Themen angesprochen und man findet sich in so vielen davon wieder! Für mich war es ein wirklich schönes Leseerlebnis, das gleichzeitig unterhaltsam ist, aber auch ernste Momente hat.
Kategorie: Leseempfehlung
misspider
4/5
11.06.2024
Buch (Taschenbuch)
WG mit Überraschungen
Meine Erwartung an eine locker-leichte WG-Geschichte mit ungewöhnlicher Konstellation hat sich nur zum Teil bewahrheitet. Einerseits war es urkomisch zu beobachten, wie Maggi, die weitaus ältere Besitzerin der Wohnung, die WG mit ihrer direkten Art aufmischt und mit ihren Spielchen manipuliert, andererseits ging die Handlung dann doch tiefer als erwartet. Und so verbirgt sich bei manchem mehr, als es auf den ersten Blick scheint, und das den Rahmen der vorschnell zugeordneten oberflächlichen Schublade dann doch wieder sprengt. Zwar kann man auch hier sagen, dass die auftretenden Probleme und Familiendramen nichts neues sind, aber die Erzählweise und vor allem Maggis fast schon penetrante Frohnatur, die den anderen zuweilen schwer auf die Nerven geht, machen das Buch durchaus lesenswert.
Die Geschichte wird dabei aus wechselnden Perspektiven erzählt, wobei noch eine weitere unerwartete hinzukommt: ein Dialog zwischen einer anfangs unbekannten Person und Gott - was mich zuerst mächtig irritiert hat, bis ich gemerkt habe wer hier im Zwiegespräch auf der Wolke sitzt.
Leider kam das Ende viel zu abrupt, was nicht so recht zum Rest passen wollte - da hätte sich die Autorin ruhig noch ein paar mehr Seiten Zeit lassen können.
Fazit: ein unterhaltsames Buch, das vor allem Spaß macht, aber auch immer wieder nachdenklich stimmt.
Jürg K.
4/5
25.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Man kann schmunzeln und verschmitzt lächeln
Studentin Carla und ihre Mitbewohner glauben an eine Verwechslung als die Seniorin Maggie an ihrer Türe klopft. Doch schnell klärt sich alles auf. Maggie ist die Vermieterin der Wohnung und will das freie Zimmer in der WG beziehen. Die Studenten haben keine Wahl. Sie kommt aus einer völligen anderen Generation und einiges kann sie nicht verstehen. Warum streamt man seinen Alltag, warum ist Demonstrieren für den Klimaschutz wichtig. Carla und ihre Freunde suchen ihre Richtung im Leben. Derweil sucht Maggie die Möglichkeit ihre Vergangenheit loszulassen. Das Lesen dieser Geschichte ist sehr unterhaltsam und humorvoll. Das beschriebene Thema und die Probleme, die daraus entstehen sind wunderbar geschildert. Das Leben der Protagonisten zu verfolgen ist sehr schön. Maggie merkt auch schnell, wo sie einen Schubs geben muss. Beim Lesen konnte ich an einigen Stellen schmunzeln und dachte an mich selber. Sehr empfehlenswertes Buch.
Mirja103
aus Hamburg
4/5
20.01.2024
eBook (ePUB)
Unterhaltsam und humorvoll
Maggie mischt die WG mit ihrer erfrischenden direkten Art auf. Sie erkennt schnell, wo jede Person einen Schubs in die richtige Richtung braucht und bemüht sich sehr, alle positiv zu beeinflussen.
In jedem Abschnitt steht eine Person im Mittelpunkt. Dies unterbricht aber zum Glück nicht den Lesefluss, da sich die Perpektive zwar leicht verändert, es aber keine harten Unterbrechungen gibt. Stattdessen lernt man die einzelnen Figuren so genauer kennen. Mir hat das gut gefallen. Es macht Spaß, das Leben der Figuren zu verfolgen. Immer wieder musste ich schmunzeln. Einige Entwicklungen waren zwar vorhersehbar, aber mich hat die Geschichte gut unterhalten. Die Abschnitte über die Begegnung mit Gott waren immer mal amüsant, wären aus meiner Sicht aber nicht unbedingt notwendig gewesen.
Mareike Kollenbrandt
aus Jülich
3/5
24.02.2024
Buch (Taschenbuch)
WG mit der Vermieterin
In einer WG leben mit der Vermieterin? Was sich ohnehin schon komisch anhört wird noch skurriler, wenn man feststellt, dass die neue Mitbewohnerin über 80 ist.
Aber von Anfang an:
3 Freunde gründen eine WG und nehmen noch 2 andere Studenten auf. Zu fünft leben sie mehr oder minder ein angenehmes Leben. Die Freundschaft ist zwar schon lange nicht mehr was sie mal war, aber auch daran kann man irgendwie vorbeileben. Als die neue Mitbewohnerin Maggie an die Tür klopft, stösst selbst die selbsternannte WG- Vorsitzende an ihre Grenzen. Denn Maggie entspricht gar nicht ihren Voraussetzungen für eine Bewohnerin. Dennoch kann sie nichts machen, denn Maggie ist die Besitzerin der Wohnung und bezieht fröhlich ihr Zimmer, ohne sich um ihre sprachlosen Mitstreiter zu wundern. Und dann stellt sie alles auf den Kopf.
Was teilweise recht lustig anmutet, hat einen traurigen Hintergrund. Meiner Meinung nach hätte man mehr aus der Geschichte machen können, einige Personen waren doch sehr nervig. Aber vielleicht war das auch so gewollt.
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