Produktbild: Die vulnerable Gesellschaft
Band 4608

Die vulnerable Gesellschaft Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung der Freiheit

Aus der Reihe Beck Paperback
4

11,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

189 (Printausgabe)

Dateigröße

1171 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406814631

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PDF

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Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

C.H.Beck Digital

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189 (Printausgabe)

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1171 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406814631

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  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    03.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine ehrliche und erhellende Analyse unserer Gesellschaft

    In "Die vulnerable Gesellschaft. Die neue Verletzlichkeit als Herausforderung für die Freiheit" analysiert Frauke Rostalski – Professorin für Strafrecht an der Universität Köln und Mitglied des Deutschen Ethikrates – auf rund 180 Seiten ein zentrales Phänomen unserer Gegenwart: den gesellschaftlichen Umgang mit Verletzlichkeit. Rostalski beschreibt, wie „Diskursvulnerabilität“ zunehmend den öffentlichen und politischen Raum prägt. Gemeint ist eine Haltung, die den Schutz vor möglichen Kränkungen, Risiken und Belastungen immer stärker in den Vordergrund stellt. Was zunächst empathisch und fürsorglich wirkt, führt nach ihrer Analyse langfristig zu problematischen Folgen. Denn je mehr Verantwortung an staatliche Instanzen delegiert wird, desto weniger trauen sich Individuen und gesellschaftliche Gruppen selbst zu, mit Konflikten, Unsicherheiten und Zumutungen umzugehen. Besonders überzeugend ist dabei Rostalskis Argument, dass eine überbetonte Schutzlogik nicht stärkt, sondern schwächt: Freiheit setzt Verantwortung, Urteilskraft und die Fähigkeit zur Auseinandersetzung voraus. Werden diese Kompetenzen systematisch ausgelagert, drohen Orientierungslosigkeit und eine schleichende Erosion gesellschaftlicher Resilienz. Treffend hat der ZEIT-Journalist Peter Neumann diesen Prozess als eine Form der „Selbstverzwergung“ beschrieben – ein Begriff, der das zentrale Problem dieser Entwicklung sehr anschaulich auf den Punkt bringt. Das Buch ist klar strukturiert, gut verständlich geschrieben und kommt ohne alarmistische Zuspitzungen aus. Auch Leser:innen ohne juristischen Hintergrund können den Gedankengängen gut folgen. Die vulnerable Gesellschaft ist ein kluger, streitbarer und hochaktueller Beitrag zur Debatte um Freiheit, Verantwortung und den Zustand unserer demokratischen Kultur.

  • Bewertung

    5/5

    08.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr gut

    Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so begeistert hat. Unabhängig von der eigenen Meinung in diversen Streitpunkten bleibt die Erkenntnis, dass wenn der Staat uns vor allem schützt, er auch unser aller Freiheit einschränkt. Das geht gerne vor lauter gut gemeinter Einzelmaßnahmen verloren, dass wir am Ende keine demokratische Gesellschaft mehr sind, weil wir nicht mehr miteinander diskutieren können.

  • yellowdog

    4/5

    26.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Diskursvulnerabilität und die Gefahren

    Es handelt sich um ein interessantes Buch. Zunächst wird der Begriff der Vulnerabilität im Kontext gesetzt, besonders nach den Erfahrungen der Pandemiezeit und wie sich die Verletzlichkeit seitdem verschoben hat. Das wird zusätzlich durch Zitate verdeutlich z.B. von Byung Chul Han oder Svenja Flaßpöhler. Die Berücksichtigung der Vulnerabilität kann dem Freiheitsempfinden entgegenwirken, die Risikobereitschaft und Widerstandskraft sinkt ggf. Die Autorin Frauke Rostalski widmet sich auch dem Begriff der Diskursvulnerabilität am Beispiel der Diskussionen um den Ukrainekrieg und Waffenlieferungen sowie der Klimawandeldebatte. Dieser umfassende Ansatz ist überzeugend. Wenn es stimmt, dass die Verletzlichkeitsempfindungen in der Gesellschaft zunehmen, sind Einschränkungen der individuellen Freiheit und vermehrt staatliche Überregulierungen wahrscheinlich. Es ist wichtig, sich dem Bewusst zu sein und das gesellschaftlich zu diskutieren. Man muss damit umgehen. Dieses Buch trägt dazu bei, auch wenn es nicht gerade ein Plädoyer für die Schutzrechte der Vulnerablen ist.

  • Juti

    aus HD

    3/5

    23.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    teilweise juristisches…

    teilweise juristisches Schwarzbrot *** Das erste Kapitel verdeutlicht die Problemstellung: Wenn immer mehr Menschen sich verletzt fühlen (vulnerabel) und nach dem Gesetzgeber rufen, wird die Freiheit eingeschränkt. *** Das haben wir verstanden. Und Kapitel zwei beschäftigt sich mit der Historie. Noch in den 70ern wäre es denkbar gewesen, dass auf immer mehr Gesetze verzichtet wird. *** Dann folgt Risikovorsorge und juristisches Schwarzbrot im Strafrecht. Aber Kapitel befriedigt den Nichtjuristen. Es wird ohne Paragraphen auf die Verrohung der Debattenkultur in der Corona-Zeit hingewiesen. Andere Meinung sind zu tolerieren, wie z.B. Josua Kimmich, der sich wegen fehlender Langzeitstudien nicht impfen lassen wollte. Auch die Klimakleber haben mit ihrer Meinungsdiktatur übertrieben. Die Autorin weist daraufhin, dass auch das Bundesverfassungsgericht das Problem erkannt hat, aber bislang keine Lösung kennt. *** Wenn ich das Büchlein nochmal lesen würde, dann finge ich im Kapitel 4 an. Deswegen und ich möchte fast sagen nur deswegen gibt es noch 3 Sterne.

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