Mit Leidenschaft hat die Familie Lindemann das Kino "Die Schauburg" in Leipzig betrieben. Bis sie nach dem Krieg enteignet wird. Besonders Mutter Ursula fällt es schwer, sich an die Vorgaben der neuen Machthaber zu halten. Ihr Mann Gerhard kommr versehrt von der Front zurück und versucht mühsam, wieder ins Leben zu finden. Auch ihre Tochter Sigrid, die sich kaum an Friedenszeiten erinnern kann, ist verunsichert. Ob die Ausbildung zur Lehrerin das Richtige für sie ist? Nur Stefan, der Sohn, hält an seinem alten Traum fest. Und um Filme machen zu können, beschließt er sogar, die Heimat hinter sich zu lassen und nach West-Berlin zu gehen. Schon bald merken die Lindemanns, wie schwer es ist, familiäre Bande aufrechtzuerhalten, wenn man getrennt ist durch den Eisernen Vorhang.
Authentisch und hochemotional: ein großes Familienepos während der deutschen Teilung.
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Sehr emotionale Geschichte
Martina aus Eschweiler am 21.10.2024
Bewertungsnummer: 2321849
Bewertet: Hörbuch-Download
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Die Hörbuchsprecherin hat eine angenehme Stimme, so dass man direkt in die Geschichte eintauchen kann. Die Bilder unseres Lebens erzählen von der Familie Lindemann, die ein Kino in Leipzig betreiben und dies ab 1945 bis zur Zeit der Wende. Es wird eine sehr schöne Familiengeschichte beschrieben, die auch die Höhen und Tiefen des Kinogeschäfts beschreibt. Der Werdegang der Familie Lindemann wird hier über mehrere Generationen erzählt und man fühlt sich, als ob man dabei gewesen ist.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und empfehle dieses Hörbuch jedem, der solche Geschichten die ab 1945 spielen mag.
Eine Familie, ein Kino, Ost-West
Evy aus Chemnitz am 06.03.2024
Bewertungsnummer: 2147292
Bewertet: Hörbuch-Download
Das Hörbuch „Die Bilder unseres Lebens“ von Ines Thorn fand ich wunderbar gelesen von Julia Kelz . Es ist sehr interessant und informativ. Zu hören ist die Familiengeschichte der Lindemanns im Zeitraum von 1945 bis zum Mauerfall 1989 über 5 Generationen. Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut und anfangs glaubte ich hier die wahre Geschichte der Lindemanns und deren Kino „Die Schauburg“ im Leipziger Westen zu hören. Mit Unterbrechungen habe ich die Lesung verfolgt, um ab und zu im Internet zu dem Kino und dem geschichtlichen Hintergrund zu recherchieren und Informationen zu erhalten. Dank der Erzählungen meines Opas, der in den 50iger Jahren zusammen mit zwei Studenten in einem Durchgangszimmer in der Brockhausstraße wohnte, konnte ich gewisse Parallelen zu seinen Erlebnissen und den Geschehnissen der erzählten 44 Jahre um und über Familie Lindemann erkennen. Allerdings fand ich keinen Hinweis, dass dieses Lichtspieltheater einer Familie gehört haben soll. Die Hauptprotagonistin ist Ursula Lindemann. Sie lebt mit ihren Schwiegereltern und den beiden Kindern Stefan und Sigrid in einer kleinen Wohnung am Adler. Ihr Mann Gerhard kommt als Kriegsversehrter aus dem Krieg und ist durch das Kriegstrauma völlig verändert. Ursula kämpft um ihr Kino, was der Familie weggenommen wurde und erreicht, dass sie es weiterhin leiten und die Filme vorführen darf. Im Laufe der Handlung werden dem Hörer der Alltag mit seinen Schwierigkeiten, wie das stundenlange Anstehen nach Lebensmitteln, die man nur mit den Lebensmittelkarten bekam, aber auch der Hoffnung auf ein besseres Leben, was sich Gerhard mit seinem Parteieintritt erhoffte, den Schwierigkeiten der Kinder in der Berufswahl nahegebracht. Familie Lindemann verkörpert sehr verschiedene Charaktere, sie zeigen unterschiedlichste Gefühle, sind von Ines Thorn sehr glaubhaft und realistisch dargestellt worden und stehen stellvertretend für die Menschen dieser Zeit, die im Laufe der Jahre emotional viel durchlebten. Wir hören vom Mauerbau, verfolgen die Flucht von Sohn Stefan nach Westberlin, erleben Tochter Sigrids Schulabschluss mit folgendem Lehrerstudium in Leipzig. Ab jetzt trennt die Familie die Mauer in Ost und West. Dass auch bei ca. 10 Stunden Hörzeit nicht die gesamte Geschichte von 44 Jahren aufbereitet werden kann, ist verständlich. Die Spannung ist anhaltend hoch, denn als Hörer möchte man unbedingt erfahren, wie es den Kindern, später auch Schwiegerkindern und Enkeln( von den Urenkeln kennt man nur die Namen) in Ost und West ergeht. Höhepunkt ist sicherlich der Beginn der Montagsdemonstrationen in Leipzig. Ich fand persönlich den Bezug zu den in den Jahren laufenden Kinofilmen, die Erwähnung von Schauspielern und Klassikern jeweils am Ende der Kapitel großartig. Auch die Programme im Fernsehen, die Erwähnung von Kinderliedern, Schlagersternchen oder dem schwarzen Kanal, weckten Kindheitserinnerungen. „Und im Kino lief…“, und das fand fast nebenbei in nüchterner sachlicher Sprache Erwähnung.
Das Cover sieht nach einem alten Foto aus den 30iger Jahren vom Leipziger Adler mit der Schauburg aus, im Vordergrund eine Frau mit einem kleinen Jungen. Es ist einfach gehalten, nichts lenkt ab.
Gelesen wurde das Buch von Julia Kelz, die mit ihrer einfühlsamen, sanften und vielseitig wandelbaren Stimme die Charaktere von Familie Lindemann und den anderen Personen, denen wir im Alltag begegnen einen Wiedererkennungswert gab und auch die Stimmungen gekonnt wiedergegeben hat.
Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es Stellen gab, an denen ich mir ein bisschen mehr Ausschmückung gewünscht hätte, auch kam die Gegendarstellung des Lebens in Ost und West etwas einseitig rüber, was aber sicherlich an der Unmenge an Informationen, die sonst noch hätten einfließen müssen, über 44 Jahre, geschuldet ist.
Mein Fazit: vom Hörbuch war ich begeistert und kann es denen empfehlen, die an der deutsch-deutschen Geschichte interessiert sind und vielleicht Gelegenheit haben über die Erzählung sich mit Zeitzeugen auszutauschen.
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