Coriolanus Politische Tragödie aus dem antiken Rom über Stolz, Volksmacht, Verbannung und republikanische Anerkennung
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.12.2023
Verlag
Sharp InkSeitenzahl
260
Maße (L/B/H)
22,9/15,2/1,7 cm
Gewicht
563 g
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Dorothea Tieck
Sprache
Deutsch
ISBN
978-80-283-4409-2
Coriolanus ist Shakespeares späte römische Tragödie über Caius Martius, den unbezwingbaren Feldherrn, dessen militärische Größe an politischer Unfähigkeit und aristokratischem Stolz zerbricht. Nach seinem Sieg über die Volsker verlangt Rom von ihm öffentliche Demut; er verweigert die Sprache des Volkes und wird verbannt. In konzentrierter, herber Diktion entfaltet das Stück einen Konflikt zwischen Körper, Staat und Rhetorik. Im Kontext der Tragödien Shakespeares wirkt es ungewöhnlich nüchtern: weniger metaphysisch als Hamlet, weniger häuslich als King Lear, dafür scharf politisch und republikanisch gespannt. William Shakespeare, der Dramatiker des elisabethanisch-jakobäischen England, schrieb Coriolanus vermutlich um 1608, in einer Zeit sozialer Unruhen, Teuerungen und Debatten über Herrschaft, Gehorsam und Volksvertretung. Seine Quelle war vor allem Plutarchs Lebensbeschreibung, doch Shakespeare verdichtet den antiken Stoff zu einer Studie über Macht, Mutterschaft, Klassenangst und öffentliche Inszenierung. Die Figur Volumnia, Coriolans Mutter, zeigt dabei, wie familiäre Prägung und staatliche Ideologie ineinandergreifen. Dieses Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Shakespeare nicht nur als Dichter der Leidenschaft, sondern als Analytiker politischer Formen entdecken möchten. Coriolanus stellt unbequeme Fragen nach Demokratie, Elite, Kriegerruhm und der Zerbrechlichkeit öffentlicher Anerkennung. Gerade seine Strenge macht das Drama modern: Es bietet keine einfachen Helden, sondern eine präzise Anatomie des Stolzes.
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