Ein sonniger Freitag in München. Seit Tagen bläst ein starker Föhn von den Alpen her. Die Stimmung der Menschen in München ist deshalb reichlich aggressiv und aufgekratzt. Exkommissar Max Raintaler und der Leiter der Mordabteilung, Hauptkommissar Franz Wurmdobler, lernen auf dem Viktualienmarkt zwei sympathische Urlauberinnen kennen. Noch am selben Abend verschwinden beide Frauen spurlos. Max und Franz machen sich auf die Suche nach ihnen.
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großartige Unterhaltung
Mattisbuecherecke aus Detmold am 03.08.2021
Bewertungsnummer: 1543901
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mord am Viktualienmarkt ist der insgesamt zwölfte Fall rund um Ex-Kommissar Max Raintaler aus der Feder von Michael Gerwien.
Obwohl ich die vorherigen Fälle nicht kenne, und es somit mein erstes Buch des Autors war, hatte ich keine Probleme, die Rahmenbedingungen der Handlung zu erfassen.
Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Gmeiner Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
Meine Meinung
Die Geschichte klang für mich nach dem studieren der Inhaltsangabe sehr interessant, und es war auch überhaupt kein Problem, in die Strukturen der Reihe hineinzufinden.
Ich mag ja Ermittler, die noch richtige Typen sind. Und das trifft definitiv auf Ex-Kommissar Max und seinen besten Freund und zugleich auch Kriminalhauptkommissar Franz zu. Fälle werden da auch immer wieder bei der ein oder anderen Halben Weißbier besprochen, was das Ganze sehr urig macht.
Aber auch der aktuelle Fall ist interessant konstruiert, gerade auch, weil die beiden Ermittler noch kurz vor der Tat mit dem Opfer beieinander gesessen haben.
Hinzu kommt noch ein völlig durchgeknallter Kommissar, der die Ermittlungen mit seiner eigenmächtigen Einmischung erschwert.
Fazit
Ich habe das Buch als Abendlektüre begonnen, und hätte nicht erwartet, dass ich es in einem Rutsch durchlesen würde. Das sagt natürlich schon einiges über den Unterhaltungswert aus.
Ich hatte eine große Freude beim Lesen, und es war definitiv nicht der letzte Fall der beiden Ermittler, den ich gelesen habe.
Eine ganz große Leseempfehlung von mir.
Endlich ist er wieder da – Max Raintaler
gaby2707 aus München am 18.07.2021
Bewertungsnummer: 1529417
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nach einem netten Geplänkel mit 2 Dortmunderinnen an einem Biertisch im Biergarten am Viktualienmarkt, wo Ex-Kommissar Max Raintaler und sein Freund Hauptkommissar Franz Wurmdobler, Leiter der Mordabteilung K11 der Kripo München einen abgeschlossenen Fall feiern, verschwindet Mathilde Maier, die nur kurz telefonieren wollte, spurlos. Ihre Freundin Dagmar Siebert und Max machen sich auf die erfolglose Suche nach ihr. Am nächsten Tag wird sie in einem nahen Hinterhof gefunden – tot.
Die Kripo München hat einen neuen Fall.
Ich verfolge die Fälle von Max Raintaler und Franz Wurmdobler nun schon viele Jahr lang und hab mich riesig gefreut, dass ich nun mal wieder mit ihnen ermitteln darf.
Alle, die ich schon als richtige Freunde empfinde, sind wieder mit dabei: natürlich Max und seine Teilzeitlebensgefährtin Monika Schindler mit ihrer kleinen Kneipe am Tierpark; sein bester Freund Franz mit seiner Sandra; seine nette betagte Nachbarin, die ihn jeden Freitag mit Gulasch bekocht; Monis beste Freundin Anneliese Rothmüller, die in der kleinen Kneipe immer einspringt, wenn Not an der Frau ist und Max´ Freund Josef Stirner vom FC Kneipenluft, der der Kripo hier wieder als „Berater“ zur Verfügung steht. Auch mein absoluter Lieblingsverein TSV 1860 München „die Löwen“ findet wieder eine kurze Erwähnung.
Dieser Fall ist etwas verzwickt, da keine Spuren zum Täter führen, niemand etwas gesehen hat und alle Verdächtigen Alibis haben. Dazu kommt Ärger mit Karl Freisinger, dem Neuen im Team, Neffe vom obersten Chef, der so einen an der Klatsche hat…
Dazu weht den Münchnern gerade der Föhn um die Nase, der ihnen ihre Freundlichkeit und Gelassenheit nimmt. Monika bekommt es im Biergarten ihrer kleinen Kneipe mit einigen unliebsamen Zeitgenossen zu tun und könnte die Unterstützung von ihrem Max gerade sehr gut brauchen.
Ich liebe die Leichtigkeit, die Lebendigkeit, den charmanten Witz und die Dialoge mit denen Autor Michael Gerwien die Menschen in dieser Geschichte agieren lässt. Es zieht mich von Anfang an in den Fall hinein und als langjährige Münchnerin kenne ich mich an den meisten Schauplätzen aus. Das verschafft mir noch mehr Bilder im Kopf und ich fühle mich wie live dabei. Die Auflösung hatte ich so ähnlich schon mal im Hinterkopf, habe mich durch falsche Spuren aber wieder davon abbringen lassen. Klasse finde ich auch die dauernden Perspektivwechsel, die so eingesetzt werden, dass ich einfach immer weiter lesen musste.
Wenn Jemand einen knallharten Krimi mit Action, Blutvergießen und Spannung auf Höchstniveau sucht, der wird hier nicht bedient. Wer aber einen interessanter Fall sucht, gepaart mit privaten Einblicken, sowohl bei Max als auch bei Franz, und vielen authentischen Personen, der ist hier genau richtig. Ich konnte wieder mit rätseln und mit ermitteln und mich hat der „Mord am Viktualienmarkt“, der 12. Fall für Raintaler und Wurmdobler, sehr gut unterhalten.
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