Die Eroberung Tschetscheniens durch das Russische Zarenreich. Der Konflikt in Tschetschenien als Sonderstellung innerhalb der zaristischen Nationalitä
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
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Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
29.01.2024
Verlag
GRINSeitenzahl
26 (Printausgabe)
Dateigröße
592 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783964874207
Dafür wird zunächst ein Überblick über die russisch-imperiale Nationalitäten- und Islampolitik erstellt, und die gängige Eingliederungspraxis im russischen Vielvölkerstaat erörtert. Anhand dessen soll ein Muster sichtbar gemacht werden, auf welches anschließend, bei der Fallbetrachtung der Tschetschenen, zur vergleichenden Analyse zurückgegriffen wird. Bei dieser Darstellung werden sich drei Faktoren herauskristallisieren, welche verantwortlich dafür waren, dass der tschetschenische Widerstand gegen das Zarenreich anders ausartete als bei den vorherigen Eroberungen des Imperiums und Russland dazu veranlasste, von seiner traditionellen Nationalitätenpolitik abzuweichen.
Bei diesen Faktoren handelt es sich um soziokulturelle Besonderheiten der Tschetschenen (und weiterer Völker der Region), die geographische Komponente des nordkaukasischen Gebirges, welche aus militärstrategischer Sicht relevant ist, und die religiöse Strömung des sufischen Islams, die dem Kampf gegen Russland eine ideologische Grundlage verlieh. Im Zuge dessen liegt der Fokus auf den Tschetschenen und ihrem langen Konflikt mit Russland, ohne jedoch dort, wo die interkulturelle Verflechtung es sinnvoll und erforderlich macht, die Einbettung in den gesamtkaukasischen Kontext zu vernachlässigen. Auch soll sich nicht auf die Jahre 1785 bis 1861, jene in denen Tschetschenien de facto unabhängig war, beschränkt werden. Diese sind zentrales Anliegen dieser Arbeit, aufgrund des weiterhin schwierigen Verhältnisses zwischen Russland und Tschetschenien, geprägt von militärischen Auseinandersetzungen, werden jedoch auch die Jahre nach 1861 nicht ignoriert.
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