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Produktbild: Carrie. Fiftieth Anniversary CLASSIC EDITION
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Carrie. Fiftieth Anniversary CLASSIC EDITION Fiftieth Anniversary CLASSIC EDITION with a new introduction by Margaret Atwood

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.03.2024

Verlag

Hodder And Stoughton

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,9/14/2,4 cm

Gewicht

363 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-1-399-73129-4

Beschreibung

Rezension

[A] genius for storytelling

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.03.2024

Verlag

Hodder And Stoughton

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,9/14/2,4 cm

Gewicht

363 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-1-399-73129-4

EU-Ansprechpartner

Ferdinand-Jühlke-Straße 7|99095|Erfurt|DE

Herstelleradresse

Hachette Ireland
Milton Road|OX11 7HH|Didcot|GB
info@hbgi.ie

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Kein Monster – nur ein Opfer

Mind on the Page (Mitglied der Book Circle Community) am 08.01.2026

Bewertungsnummer: 2696090

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Carrie erzählt die Geschichte von Carrie White, einem schüchternen, sozial isolierten Highschool-Mädchen, das unter der erdrückenden Kontrolle seiner zutiefst religiösen und missbräuchlichen Mutter aufwächst. In der Schule wird Carrie gnadenlos gemobbt, zu Hause lernt sie, ihren eigenen Körper, ihre Gefühle und die Welt um sie herum zu fürchten. Was kaum jemand weiss: Carrie verfügt über telekinetische Fähigkeiten – sie kann Dinge allein mit ihren Gedanken bewegen. Als kleine Grausamkeiten und gut gemeinte, aber fehlgeleitete Versuche von Mitgefühl aufeinandertreffen, geraten die Ereignisse unaufhaltsam ausser Kontrolle und steuern auf ein tragisches und unvergessliches Ende zu. Charaktere & Charakterdynamiken Was mich an Carrie besonders beeindruckt hat, ist, wie stark die Geschichte trotz ihrer übernatürlichen Prämisse von den Figuren getragen wird. Carrie White selbst ist eine zutiefst tragische Figur. Sie wird weder als Monster noch als klassische „rachsüchtige“ Protagonistin dargestellt. Vielmehr wirkt sie wie ein Mensch, der nie wirklich die Möglichkeit hatte, einen eigenen Willen oder eine eigene Identität zu entwickeln. Fast alles, was sie tut, ist eine Reaktion – auf Missbrauch, Demütigung, Angst oder fehlgeleitete Hoffnung. Ihre telekinetischen Kräfte sind weniger ein Fantasy-Element als vielmehr eine Metapher für unterdrückte Wut und emotionale Überforderung. Die Beziehung zwischen Carrie und ihrer Mutter ist für mich das wohl verstörendste Element des Romans. Margaret White ist eine religiöse Fanatikerin, die ihren Glauben als Werkzeug für Kontrolle, Schuldzuweisung und psychische Gewalt missbraucht. Die Dynamik zwischen Mutter und Tochter ist beklemmend, manipulativ und gnadenlos. Stephen King setzt hier nicht auf Schockeffekte, sondern auf Horror, der aus emotionalem Missbrauch entsteht – und genau das macht ihn so wirkungsvoll. Sue Snell und Tommy Ross heben sich als Nebenfiguren von Carries übrigen Mitschülern ab. Sie versuchen – wenn auch nicht fehlerfrei –, das Richtige zu tun. Besonders Sues von Schuldgefühlen getriebener Versuch, Mitgefühl zu zeigen, gehört zu den interessantesten moralischen Aspekten des Buches. Tragisch ist, dass selbst ihre guten Absichten letztlich zum Chaos beitragen. King zeigt hier eindrucksvoll, wie auch Freundlichkeit, wenn sie nicht aus echtem Verständnis entsteht, verheerende Folgen haben kann. Stil, Struktur & Pacing Carrie war mein erstes Buch von Stephen King, und besonders überrascht hat mich der experimentelle Aufbau des Romans. King wechselt ständig die Perspektiven – zwischen Carrie, ihren Mitschülern, Autoritätspersonen und der breiteren Öffentlichkeit. Dadurch bleibt das Tempo hoch und die Spannung konstant. Die Geschichte fühlt sich nie statisch an. Besonders wirkungsvoll ist der dokumentarische Ansatz: Zeitungsartikel, Polizeiberichte, Gerichtsprotokolle und fiktive wissenschaftliche Interviews zur Telekinese sind in die Handlung eingewoben. Diese fragmentierte Erzählweise lässt den Roman wie ein Puzzle wirken und erzeugt ein beklemmendes Gefühl der Unausweichlichkeit. Man weiss, dass etwas Schreckliches passiert ist – man beobachtet lediglich, wie sich die einzelnen Teile zusammenfügen. Obwohl Carrie in einer realistischen Welt spielt, verleiht dieser pseudo-wissenschaftliche Rahmen der Geschichte eine zusätzliche Ebene. Indem King aufzeigt, wie Telekinese untersucht, erklärt und gesellschaftlich bewertet werden könnte, erweitert er die Tragödie über Carrie hinaus und deutet grössere gesellschaftliche Konsequenzen an. Themen & Wirkung Im Kern ist Carrie nicht einfach eine Geschichte über übernatürlichen Horror. Es geht um Missbrauch, soziale Grausamkeit, Unterdrückung und die verheerenden Folgen davon, einen Menschen über lange Zeit zu entmenschlichen. Die emotionale Bodenhaftung macht den Horror so effektiv – er funktioniert, weil er glaubwürdig ist und weil das Leid, das ihm vorausgeht, zutiefst menschlich ist. Besonders bemerkenswert ist, wie gut der Roman gealtert ist. Themen wie Mobbing, religiöser Extremismus und moralische Panik wirken auch heute noch erschreckend aktuell. Fazit Carrie ist ein kurzes, scharfes und erschütterndes Buch. Es ist tragisch statt triumphal, verstörend statt klassisch unterhaltsam. Als Einstieg in Stephen Kings Werk empfand ich es als hervorragend: kompakt, strukturell interessant, emotional schwer und von der ersten Seite an fesselnd.

Kein Monster – nur ein Opfer

Mind on the Page (Mitglied der Book Circle Community) am 08.01.2026
Bewertungsnummer: 2696090
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Carrie erzählt die Geschichte von Carrie White, einem schüchternen, sozial isolierten Highschool-Mädchen, das unter der erdrückenden Kontrolle seiner zutiefst religiösen und missbräuchlichen Mutter aufwächst. In der Schule wird Carrie gnadenlos gemobbt, zu Hause lernt sie, ihren eigenen Körper, ihre Gefühle und die Welt um sie herum zu fürchten. Was kaum jemand weiss: Carrie verfügt über telekinetische Fähigkeiten – sie kann Dinge allein mit ihren Gedanken bewegen. Als kleine Grausamkeiten und gut gemeinte, aber fehlgeleitete Versuche von Mitgefühl aufeinandertreffen, geraten die Ereignisse unaufhaltsam ausser Kontrolle und steuern auf ein tragisches und unvergessliches Ende zu. Charaktere & Charakterdynamiken Was mich an Carrie besonders beeindruckt hat, ist, wie stark die Geschichte trotz ihrer übernatürlichen Prämisse von den Figuren getragen wird. Carrie White selbst ist eine zutiefst tragische Figur. Sie wird weder als Monster noch als klassische „rachsüchtige“ Protagonistin dargestellt. Vielmehr wirkt sie wie ein Mensch, der nie wirklich die Möglichkeit hatte, einen eigenen Willen oder eine eigene Identität zu entwickeln. Fast alles, was sie tut, ist eine Reaktion – auf Missbrauch, Demütigung, Angst oder fehlgeleitete Hoffnung. Ihre telekinetischen Kräfte sind weniger ein Fantasy-Element als vielmehr eine Metapher für unterdrückte Wut und emotionale Überforderung. Die Beziehung zwischen Carrie und ihrer Mutter ist für mich das wohl verstörendste Element des Romans. Margaret White ist eine religiöse Fanatikerin, die ihren Glauben als Werkzeug für Kontrolle, Schuldzuweisung und psychische Gewalt missbraucht. Die Dynamik zwischen Mutter und Tochter ist beklemmend, manipulativ und gnadenlos. Stephen King setzt hier nicht auf Schockeffekte, sondern auf Horror, der aus emotionalem Missbrauch entsteht – und genau das macht ihn so wirkungsvoll. Sue Snell und Tommy Ross heben sich als Nebenfiguren von Carries übrigen Mitschülern ab. Sie versuchen – wenn auch nicht fehlerfrei –, das Richtige zu tun. Besonders Sues von Schuldgefühlen getriebener Versuch, Mitgefühl zu zeigen, gehört zu den interessantesten moralischen Aspekten des Buches. Tragisch ist, dass selbst ihre guten Absichten letztlich zum Chaos beitragen. King zeigt hier eindrucksvoll, wie auch Freundlichkeit, wenn sie nicht aus echtem Verständnis entsteht, verheerende Folgen haben kann. Stil, Struktur & Pacing Carrie war mein erstes Buch von Stephen King, und besonders überrascht hat mich der experimentelle Aufbau des Romans. King wechselt ständig die Perspektiven – zwischen Carrie, ihren Mitschülern, Autoritätspersonen und der breiteren Öffentlichkeit. Dadurch bleibt das Tempo hoch und die Spannung konstant. Die Geschichte fühlt sich nie statisch an. Besonders wirkungsvoll ist der dokumentarische Ansatz: Zeitungsartikel, Polizeiberichte, Gerichtsprotokolle und fiktive wissenschaftliche Interviews zur Telekinese sind in die Handlung eingewoben. Diese fragmentierte Erzählweise lässt den Roman wie ein Puzzle wirken und erzeugt ein beklemmendes Gefühl der Unausweichlichkeit. Man weiss, dass etwas Schreckliches passiert ist – man beobachtet lediglich, wie sich die einzelnen Teile zusammenfügen. Obwohl Carrie in einer realistischen Welt spielt, verleiht dieser pseudo-wissenschaftliche Rahmen der Geschichte eine zusätzliche Ebene. Indem King aufzeigt, wie Telekinese untersucht, erklärt und gesellschaftlich bewertet werden könnte, erweitert er die Tragödie über Carrie hinaus und deutet grössere gesellschaftliche Konsequenzen an. Themen & Wirkung Im Kern ist Carrie nicht einfach eine Geschichte über übernatürlichen Horror. Es geht um Missbrauch, soziale Grausamkeit, Unterdrückung und die verheerenden Folgen davon, einen Menschen über lange Zeit zu entmenschlichen. Die emotionale Bodenhaftung macht den Horror so effektiv – er funktioniert, weil er glaubwürdig ist und weil das Leid, das ihm vorausgeht, zutiefst menschlich ist. Besonders bemerkenswert ist, wie gut der Roman gealtert ist. Themen wie Mobbing, religiöser Extremismus und moralische Panik wirken auch heute noch erschreckend aktuell. Fazit Carrie ist ein kurzes, scharfes und erschütterndes Buch. Es ist tragisch statt triumphal, verstörend statt klassisch unterhaltsam. Als Einstieg in Stephen Kings Werk empfand ich es als hervorragend: kompakt, strukturell interessant, emotional schwer und von der ersten Seite an fesselnd.

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Carrie

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