Produktbild: Auslöschung

Auslöschung Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.02.2024

Verlag

Fontis

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

1462 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783038484530

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

01.02.2024

Verlag

Fontis

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

1462 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783038484530

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  • Bewertung

    5/5

    06.04.2024

    eBook (ePUB)

    „Ein Roman, der den Terror des Lebens und der Menschen zeigt, zugleich das Wunder der Liebe“ (Zitat)

    Nur 128 Seiten zählt der Roman aus der Feder des Schweizer Journalisten und Schriftstellers Giuseppe Gracia – diese 128 Seiten haben es jedoch in sich! Der im Jahr 2024 veröffentlichte Roman thematisiert religiösen Radikalismus und nimmt sehr aktuell Bezug auf den Hamas-Terrorismus im Oktober 2023. Als Rahmenhandlung dient eine fiktive Kulturveranstaltung in Berlin, die durch islamistische Terroristen gestürmt wird. Hier treffen der Ich-Erzähler (ein Schriftsteller), sein Schwager Lichtenberger (ein Theaterregisseur), Hamed S. (ein Islamist, der in Deutschland aufgewachsen ist) und Veronika (die verstorbene Ehefrau des Erzählers) aufeinander. Im Spannungsfeld der vier verschiedenen Weltanschauungen kommt es zum Blutbad und zu Grenzerfahrungen an der Schwelle des Todes. Erinnerung und Realität sind vom Erzähler kaum mehr voneinander zu unterscheiden. In 16 Kapiteln reflektiert der Autor die „westeuropäische Kulturreligion“ und ihre Dogmen. Er beleuchtet typische Biografien emanzipierter Intellektueller und versucht die Argumentation islamistischer Radikaler zu ergründen, die ebenfalls in der westeuropäischen Kultur sozialisiert wurden. Immer wieder wird der Blick aus dem europäischen Kokon gelöst und der „getarnte Egoismus“ angesprochen. In den Antwortversuchen des Autors schimmern autobiographische Züge hindurch, denn der Ich-Erzähler hat so einige Gemeinsamkeiten mit Gracia selbst. Das Buch ist keine leichte Kost. Die geschilderte Brutalität des Überfalls geht unter die Haut. Ebenso ist die häufig erwähnte Suizid-Thematik herausfordernd. Stilistisch kann ich als Leserin der Lektüre sehr gut folgen. Die Wortwahl ist kernig, teils auch bissig. Die Grenze zum Sarkasmus wird mehr als einmal überschritten, Giuseppe Gracia ist ein begabter Erzähler. Das Cover in den Farben rot und weiß zeigt zwei fallende Menschen: Die dargestellte Frau identifiziere ich als die schwarzhaarige Veronika, die vor sechs Jahren durch Suizid starb. Der Mann, der nach ihrer ausgestreckten Hand greift, ist wohl ihr Ehemann und damit der Ich-Erzähler des Buches, der gesellschaftsüberdrüssig eine Todessehnsucht spürt. Die gewählte Schriftart für den Titel „Auslöschung“ erinnert an arabische Schriftzeichen. Der Schattenriss einer Kalaschnikow über dem Titel vervollständigt das ungewöhnliche Cover, das im Rückblick betrachtet absolut stimmig ist. „Auslöschung“ ist eine Lektüre, die ich sehr empfehlen kann (gerne zwei Mal lesen!), die aber auch Herausforderungen birgt, deren man sich bewusst sein sollte. Leser, die sich mit der Thematik des religiösen Radikalismus und Fundamentalismus auseinandersetzen möchten und die auch die europäische Sichtweise in Frage stellen, finden hier großartige Anregungen. Ich bewerte mit 4,5 Sternen.

  • InesB

    aus 33803

    5/5

    27.03.2024

    Buch (Paperback)

    Eine Pflichtlektüre in diesen Tagen

    Der Leser begleitet den Protagonisten, einen schweizer Journalisten, auf eine Kulturveranstaltung, die von islamistischen Terroristen gestürmt wird. Dort meint er seine verstorbene Frau zu sehen und kann Realität und Vorstellung nicht mehr voneinander unterscheiden. Der Journalist durchlebt verschiedene Etappen seiner Vergangenheit, sein Überdruss am „fortschrittlichen“ Leben wird deutlich, das letzten Endes alle in ihren ausweglosen Strudel zieht. Als ich das Cover sah, war mir klar: das wird eine bittersüße Erfahrung, ein Nachjagen nach etwas, das längst verloren ist. Und als ich dann die Beschreibung laß, war ich sowieso hin und weg. Hoffnungslosigkeit vereint mit Gesellschaftskritik, die aktueller nicht sein könnte! Gleichwohl das gezeichnete Bild im Roman erschreckend ist, könnte es meisterhafter nicht geschrieben sein. Ich fühle mich viel zu sehr von dieser Lebensmüdigkeit abgeholt. Gracia ist mit den großen Dichtern und Denkern deutscher Literaturgeschichte zu vergleichen und eine Bereicherung für die deutsche Literaturlandschaft - was auch erklärt, warum ich nicht früher auf seine Werke gestoßen bin. Es würde mich nicht wundern, wenn das Buch, wie jede andere gute Literatur leider viel zu spät, im Deutschunterricht behandelt würde - sofern es den dann noch gibt. Denn wer sich mit dem Islam befasst hat, weiß, dass das Bild ein zutreffendes ist. Eine Pflichtlektüre in diesen Tagen, für jeden sich ach so gesellschaftskritisch schimpfenden Menschen.

  • Bewertung

    aus Bargteheide

    5/5

    16.03.2024

    Buch (Paperback)

    Im Strudel der wichtigsten Lebensfragen

    Der Roman „Auslöschung“ von Giuseppe Gracia erzählt die Geschichte eines Schweizer Journalisten, der bei einer Kulturveranstaltung in Berlin mit den anderen Gästen von einem islamischen Terrorkommando gefangen genommen wird. Man wird Zeuge seiner Lebensgeschichte, wie er über den Selbstmord seiner Frau in einen Abwärtsstrudel gerät und über die grundsätzlichen Fragen seines Lebens wie Glaube, Kultur, Liebe nachdenkt und über seinen Versuch sich Rat zu holen. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang des Buches über die Handlung ziemlich verstört war, um das Buch dann doch in einem Rutsch durchzulesen. Der hohe Spannungsbogen hält einen gefesselt. Die Gedanken der Hauptperson haben mir als Leser einen Spiegel vorgehalten. Wie behütet lebe ich? Was ist mir in diesem Leben wichtig? Woran glaube ich? Mein Kopf füllte sich beim Lesen mit Fragen, auf die ich Antworten im Gebet suchen muss. Ein superspannendes, aktuelles Buch, das einen in den Bann zieht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Schneiderlein

    4/5

    21.03.2024

    Buch (Paperback)

    Packend, unerbittlich und von aktueller Brisanz

    „Auslöschung“ – so heißt der neueste Roman von Giuseppe Gracia – und schon der Titel lässt erahnen, dass es sich um ein spannendes Buch handeln muss. Wer oder was soll ausgelöscht werden? Der Leser wir in diesem Buch mit hinein genommen in ein Gedankenkonstrukt des Protagonisten. Dieser erzählt seine Geschichte. Er hat einen Roman über das Verhältnis Westeuropas zum Islam und zu den eigenen christlichen Wurzeln geschrieben und wird dann als Gast auf einem Kulturanlass in Berlin von islamistischen Terroristen als Geisel festgehalten. Dieser Terror wird live ins Internet übertragen. Mir persönlich war die Schilderung des Terrors etwas zu krass und brutal, das hätte meiner Meinung nach nicht unbedingt so extrem sein müssen. Und oft ist nicht ganz klar, was Realität und was sich nur in der Gedankenwelt des Journalisten abspielt - klar ist jedoch, dass das Buch einen sehr schnell in seinen Bann zieht. Und nicht nur das, sondern der Leser wird mit sehr unbequemen, aber wichtigen Lebensfragen konfrontiert, die zum Reflektieren der europäischen Gegenwart und des eigenen Lebens animieren. Das Buch ist auf alle Fälle lesenswert und sehr herausfordernd, könnte aber noch etwa konkreter Hoffnung in Form von Gottes Liebe und seinem Heilsplan mit dieser Welt vermitteln.

  • Maggy

    aus Görlitz

    2/5

    31.10.2024

    Buch (Paperback)

    Zwischen Verwirrung und Spannung - ein Buch voller offener Fragen

    Ich sag’s gleich vorweg: Während des Lesens war ich oft völlig verwirrt, und ehrlich gesagt bin ich mir auch jetzt noch nicht sicher, was ich von der Geschichte halten soll. Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen und vielen offenen Fragen zurückgelassen. Der Schreibstil ist zwar flüssig und leicht verständlich, und durch die relativ geringe Seitenzahl liest es sich recht schnell, dennoch konnte mich die Handlung nicht überzeugen. Besonders der Zusammenhang zwischen dem Terrorakt und dem Selbstmord seiner Frau blieb für mich unklar. Wichtige Themen wie das Attentat wurden leider nur oberflächlich behandelt, was es schwer machte, die Bedeutung oder die Motivation dahinter zu verstehen. Optisch gefällt mir das Buch aber sehr, und das Cover fängt die düstere Stimmung des Inhalts gut ein. Insgesamt habe ich das Buch jedoch mit einem Gefühl der Ratlosigkeit beendet, ohne wirklich schlauer aus der Geschichte geworden zu sein.

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