Ich war für ihn seine Prinzessin und ertrug seine Schläge. Die bewegende wahre Autobiografie einer Frau zwischen verschiedenen kulturellen Welten.
Als Daria den Ägypter Samy kennenlernt, glaubt sie, die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Die junge Frau ist fasziniert von seiner liebevollen, aufmerksamen Art. Er nennt sie Prinzessin, ist zärtlich, leidenschaftlich und stets an ihrer Seite. Natürlich wollen sie so schnell wie möglich heiraten. Samy ist bereits Vater zweier Kinder, deren Mütter allerdings keinerlei Interesse an ihrem Nachwuchs zeigen. Bald holt das Paar Samys kleine Tochter aus dem Kinderheim. Den noch sehr jungen Sohn nimmt die Großmutter mit nach Ägypten. Nach der Hochzeit glaubt sich Daria, nun selbst schwanger, am Ziel ihrer Träume. Doch dann verändert sich ihr geliebter Mann. Nicht nur der jungen Mutter gegenüber wird er gewalttätig, auch sein Sohn, den die Großmutter aus Ägypten zurückgebracht hat, erlebt die Brutalität. Die Ehe verwandelt sich in einen Alptraum ohne Rechte für Daria. Als sie sich endlich retten kann, gerät ihr Stiefsohn in große Gefahr.
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Was dieses Buch besonders macht, ist seine Wahrhaftigkeit.
Bewertung am 16.03.2026
Bewertungsnummer: 3079426
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Geschundene Prinzessin zwischen den Welten ist kein Roman, der den Leser an die Hand nimmt - es ist ein Buch, das ihn hineinzieht. In eine innere Landschaft, in biografische Brüche, in seelische Zwischenräume, in das Spannungsfeld von Identität, Herkunft, Trauma und Selbstbehauptung.
Dary Christine erzählt keine lineare Geschichte, sondern entfaltet ein vielschichtiges Geflecht aus Erfahrungen, Erinnerungen, inneren Monologen und existenziellen Fragen. Die Protagonistin bewegt sich zwischen Kulturen, Systemen, Abhängigkeiten und Machtstrukturen, und vor allem zwischen Selbstverlust und Selbstwerdung. Das Motiv der “Prinzessin” wird dabei nicht romantisiert, sondern dekonstruiert: Sie ist keine Märchenfigur, sondern eine verletzte, kämpfende, suchende Frau, deren Würde immer wieder infrage gestellt wird - von außen wie von innen.
Die Sprache ist dicht, poetisch, klar und zugleich schonungslos. Nichts wirkt effekthascherisch, nichts sentimentalisiert. Gewalt, Missbrauch, emotionale Verwahrlosung, Machtmissbrauch und seelische Abhängigkeit werden nicht spektakulär inszeniert, sondern leise, realistisch und dadurch umso eindringlicher erzählt. Gerade diese Zurückhaltung verleiht dem Text seine Kraft.
Was dieses Buch besonders macht, ist seine Wahrhaftigkeit. Es geht nicht um Opferinszenierung, sondern um Bewusstwerdung. Nicht um Anklage, sondern um Verstehen. Nicht um einfache Schuldzuweisungen, sondern um komplexe psychologische und soziale Dynamiken. Die Lesenden werden nicht belehrt, sondern eingeladen, hinzusehen, auch dorthin, wo es unbequem wird.
Geschundene Prinzessin zwischen den Welten ist ein literarisch anspruchsvolles, tiefgründiges Werk über Verletzlichkeit, Identität, Selbstentfremdung und Selbstermächtigung. Ein Buch, das nicht unterhält, sondern berührt. Nicht beruhigt, sondern aufwühlt. Nicht Antworten liefert, sondern Fragen stellt - und genau darin seine Stärke entfaltet.
Heny
makama aus hannover am 03.06.2026
Bewertungsnummer: 3157163
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Heny hat einen ägyptischen Vater und eine österreichischen Mutter - die Mutter lehnt das Kind ab - und der kleine Junge landet zusammen mit seiner älteren Halbschwester im Heim. Vater Samy hat inzwischen eine neue Partnerin (Daria, gerade mal 19 Jahre alt) --- nach der Scheidung wird geheiratet und Schwester Dalia zieht mit in die neue Famile - Heny lebt zunächst bei der Mutter des Vaters in Ägypten. Samy ist ein Tyrann und amcht der Familie das Leben schwer. nichtsdesto trotz zieht auch der kleine Heny bald in die Familie. Kein Wort deutsch sprechend muss er sich da zurechtfinden... Doch das geht zunächst gut, die Ehe scheitert und Daria erhält das Sorgerecht für alle drei Kinder, ihren eigenen Sohn und die zwei Stiefkinder. Erst geht es gut - doch der neue Partner , Mike ein Nigerianer, lent vorallem Heny ab. Nach einigen Jahren zieht Heny gezwungener Maßen zum Vater und Dalia lebt inzwischen bei der Mutter. Das ist der Anfang vom Ende ... Der sensible Heny rutscht ab --- und niemand will mehr was von ihm wissen...
Fazit und Meinung: Ein trauriges und dramitisches Schicksal - Daria hat nichts anderes gelernt als immer den Weg des geringsten Widerstand zu gehen - das bedeutet - dem Partner recht zu geben - umd nicht alleine dazustehen --- So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Das Bu uch ist eine LEbensgeschichte einer Famile, Von Heny und einen Geschwistern - Traurig und nicht leicht zu lesen. Daria hätte man manchmal schütten können - aber im Nachhinein ist es einfach zu sagen.... man selber steckte ja nicht in der Situation. Der Titel des Buches passt leider nicht - da wäre Heny besser. Von mir gibt es gute 4 Sterne für dieses Buch.
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