Produktbild: Die Schwabengängerin

Die Schwabengängerin Erinnerungen einer jungen Magd aus Vorarlberg 1864 - 1874

3

34,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.01.2023

Herausgeber

Bernhard Tschofen

Verlag

Limmat Verlag

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

8366 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783038552598

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

02.01.2023

Herausgeber

Bernhard Tschofen

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Limmat Verlag

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

8366 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783038552598

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  • Bewertung

    5/5

    09.12.2024

    eBook (ePUB 3)

    Beeindruckend und sehr spannend

    Regina Lampert hat so geschrieben, dass ich als Leserin mich beim Lesen fühlte als würde ich als unsichtbarer Geist hinter ihr stehen und ihr Leben mitverfolgen können. Ein sehr beeindruckendes Buch, welches einen einmaligen und sehr persönlichen Einblick in das Leben von ihr gibt aber auch in das Leben und Denken der damaligen Zeit.

  • SimoneF

    5/5

    24.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein einzigartiges Zeitzeugnis!

    Da sich meine Urgroßeltern ebenfalls ab dem Kindesalter als Magd und Knecht auf einem schwäbischen Bauernhof verdingen mussten (wenn auch erst um 1915), interessierten mich die Lebenserinnerungen der „Schwabengängerin“ Regina Lampert sehr. Es ist beeindruckend, wie lebendig und inhaltlich detailliert Regina Lampert noch über 60 Jahre später ihre Erlebnisse erinnert und in insgesamt acht Heften zu Papier bringt (Das neunte Heft ist nicht Teil dieses Buches). Dass hierbei nach so langer Zeit an mancher Stelle die zeitliche Abfolge etwas durcheinander gerät und nicht genau mit den historisch überprüfbaren Fakten aus den Matrikelbüchern und Chroniken übereinstimmt, ist nur allzu natürlich. Sehr erstaunt war ich über die Hilfsbereitschaft der Leute damals – stets fand Regina einen Fuhrmann, der sie umsonst mitfahren ließ, und die Familien halfen sich bei Notlagen gegenseitig aus. Oft erhielt Regina großzügige Kleiderspenden, Speis und Trank, auch selbst bedachte sie stets Freunde und Verwandte, sooft es ihr möglich war. Reginas Erinnerungen zeugen von der harten Arbeitsbedingungen, denen bereits Zehnjährige ausgesetzt waren, fernab der Heimat und ohne Freizeit. Auch der enorme Einfluss der katholischen Kirche und die feste Verankerung des Glaubens im Alltag werden deutlich. Regina Lamperts Erinnerungen sind trotz des schweren Arbeitsalltags geprägt von Zuversicht und Lebensfreude, und ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass sie sich bei der Niederschrift vor allem an die guten Erlebnisse erinnern wollte. Die negativen Erfahrungen werden häufig nur angedeutet oder in wenigen kurzen Sätzen abgehandelt, etwa die Drangsalierungen der Schwabenkinder durch die älteren Knechte am Hof oder die freudlose und grausame Zeit als Magd im Kloster. Auch das wohl schwierige Verhältnis zum Vater, für den hauptsächlich Reginas Arbeitskraft zählte und der sehr streng gewesen zu sein scheint, klingt nur leise an. Ausführlicher geschildert werden vor allem die schönen Erlebnisse, insbesondere in den ersten der insgesamt acht Hefte. Die aktuelle Neuausgabe wurde behutsam editiert und ausführlich kommentiert, auch ein Glossar mit einigen Dialektausdrücken fehlt nicht. Das sehr ausführliche Vorwort und die interessanten Erläuterungen zu Regina Lamperts Manuskript helfen, die Lebenserinnerungen richtig einzuordnen und geben wertvolle Hintergrundinformationen. „Die Schwabengängerin“ ist ein einzigartiges Zeitzeugnis und äußerst lebendig, informativ unterhaltsam geschrieben. Unbedingt lesenwert!

  • dracoma

    aus LANDAU

    5/5

    11.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein Lese-Eindruck: 1929:…

    Mein Lese-Eindruck: 1929: Eine 75jährige setzt sich hin und schreibt Tag für Tag ihre Erinnerungen nieder, bis sie nach vier Jahren schließlich über 1500 Seiten gefüllt hat und sie der Graue Star am Weiterschreiben hindert. Was herauskommt, ist ein einzigartiges Dokument einer untergegangenen Zeit. Regina Lampert hatte tatsächlich viel zu erzählen. Regina Lampert ist eines der sog. Schwabenkinder gewesen: Kinder aus armen, kinderreichen Bergbauernfamilien in den rauen Bergregionen Österreichs (Vorarlberg und Tirol), der Schweiz und auch Südtirol, deren kleiner Hof die Familien nicht mehr ernähren konnte. Tausende von Kindern mussten tagelange und beschwerliche Fußmärsche auf sich nehmen, um auf den reichen Höfen Schwabens vom Frühjahr bis in den Herbst zu arbeiten, um mit dem Erlös das Überleben ihrer Familien zu sichern. Regina Lampert schreibt ihre Erlebnisse nieder, als wären sie gerade erst passiert. Mit einer unglaublichen Genauigkeit und Lebendigkeit beschreibt sie ihre ersten Gänge ins Schwabenland. Sie war im Jahre 1864 erst 10 Jahre alt, ihr Bruder Anton sogar erst 8, als sie von Schnifis im Vorarlberg im März aufbrachen. In dem Zug waren noch kleinere Kinder dabei, alle mit einem Wanderstock, aber nicht unbedingt mit wetterfester Kleidung ausgestattet. Tagelang waren die Kinder unterwegs, bis sie schließlich in Ravensburg auf dem sog. Kindermarkt vermittelt werden konnten. Die kleine Regina hatte, wenn man ihre Aufzeichnungen liest, offenbar Glück mit dem reichen Bauernhof, so empfindet sie es. Sie war von klein auf die harte und tägliche Arbeit auf dem kleinen Bauernhof der Eltern gewöhnt, und sie wurde wie ihre sieben Geschwister auch zur Heimarbeit eingespannt. Insofern war Arbeit, wohl aber Spiel und Freizeit, kein Fremdwort für sie. Sie nahm die harte Arbeit daher als selbstverständlich hin. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, wie groß die Belastungen für die Kinder waren. Aufstehen um 4 Uhr in der Früh, in der Erntezeit auch noch früher, und Vieh hüten bis 10 Uhr, „bei dunkler Nacht, bei gutem und schlechtem Wetter“. Schläge von den Knechten, nicht immer ausreichend Essen, lange Fußmärsche mit schwerem Gepäck, und auch am Sonntag muss gearbeitet werden. Regina weint viel, leidet unter Heimweh, und manchmal ist sie recht verzagt: „Mir kommt es vor, als müsse ich immer mehr arbeiten, oft fast über meine Kräfte. Ich bin manchmal so müd, so traurig müde, so dass ich nur schlafen möchte.“ Die Freude an der Natur und vor allem die Freude, Eltern und Geschwistern Geld mitbringen zu können, überwiegt ihre Erschöpfung. Sie erlebt auch andere Freuden, z. B. den Proviant, den ihr eine mitfühlende Frau mitgibt – noch nach den vielen Jahren erinnert sie sich an jeden Eierwecken und jedes Stück Schinken. Regina erzählt nicht nur von ihren Schwabenjahren, sondern auch von ihren Erlebnissen an anderen Dienststellen, u. a. in einem Kloster, vor dessen unerträglichen Arbeitsbedingungen und Strafmaßnahmen sie schließlich floh. Sie schreibt so lebhaft, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, und es ist dem Überarbeiter sehr schön gelungen, ihre urwüchsige und dialektal geprägte Sprache beizubehalten und nur dann einzugreifen, wenn die Verständlichkeit in Gefahr gerät. Ein lohnender Blick in die Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts!

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