Produktbild: Im Zeitalter der Identität
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Yascha Mounk

1. Im Zeitalter der Identität

Im Zeitalter der Identität Der Aufstieg einer gefährlichen Idee

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Alexander Gamnitzer

Spieldauer

13 Stunden und 8 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

197

Verlag

Lagato Verlag

Übersetzt von

Sabine Reinhardus + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783955672553

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Alexander Gamnitzer

Spieldauer

13 Stunden und 8 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

197

Verlag

Lagato Verlag

Übersetzt von

  • Sabine Reinhardus
  • Helmut Dierlamm

Sprache

Deutsch

EAN

9783955672553

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  • Tobias Krieg

    4/5

    01.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was hinter Phänomenen wie "Cancel Culture" und "Kulturelle Aneignung" steckt

    Yascha Mounk ist ein deutscher Politikwissenschaftler, der an der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland unterrichtet. Neben Forschung und Lehre ist er auch publizistisch tätig und betreibt den Podcast "The Good Fight". In seinem Buch "Im Zeitalter der Identität. Der Aufstieg einer gefährlichen Idee" (Erschienen bei Klett-Cotta; OT: "The Identity Trap. A Story of Ideas and Power in Our Time"), auf das ich durch eine kürzlich ausgestrahlte Folge der Sendung "Sternstunde Philosophie" aufmerksam wurde, befasst er sich mit Inhalten, Hintergrund und Auswirkungen einer aktuell v.a. in den USA sehr einflussreichen Ideologie, nach der Kategorien wie "Rasse" und "Gender" zur Basis aller gesellschaftspolitischen Entscheidungen werden sollen. Dieser Ideologie, zu deren Folgen u.a. Phänomene wie "Kulturelle Aneignung", "Cancel Culture", die Aufteilung von Schulklassen oder die Vergabe von Impfstoff nach Rassen, zählen, gibt er den Namen "Identitätssynthese". Die Identitätssynthese hat eine Vielzahl philosophischer Einflüsse und beruht auf drei grundlegenden Behauptungen: "1. Um die Welt zu verstehen, muss man sie hauptsächlich durch das Prisma von Gruppenidentitäten wie 'Rasse', Gender und sexueller Orientierung betrachten", "2. Angeblich universelle Werte und neutrale Regeln dienen lediglich dazu, die Dominanz priviligierter Gruppen über marginalisierte Gruppen zu verschleiern" und "3. Um eine gerechte Welt aufzubauen, müssen wir Normen und Gesetze einführen, welche die Art, auf der der Staat seine Bürger behandelt - und selbst die Weise, in der sie miteinander umgehen - ausdrücklich davon abhängig machen, zu welcher Identitätsgruppe diese gehören." (S.321ff) Nach der Einleitung ist das Buch in vier große Teile gegliedert. Teil eins befasst sich mit der intellektuellen Geschichte der Identitätssynthese. In Teil zwei geht es um die Frage, "welche politischen, soziologischen und technologischen Faktoren für die Popularisierung der Identitätssynthese verantwortlich sind" (S.42). Im dritten Teil widmet sich der Autor den Auswirkungen und Schwächen der Ideologie und schließt im vierten Teil das Buch mit einem Plädoyer für einen philosophischen Liberalismus mit dem Festhalten an universellen Werten ab. "Viele dieser Positionen [der Identitätssynthese] sind durch vernünftige Überlegungen und legitime Bedürfnisse motiviert. So sind etwa Mitglieder marginalisierter Gruppen tatsächlich Formen von Unrecht ausgesetzt, die die Mitglieder dominanter Gruppen leicht übersehen. Dennoch ist es ein Fehler zu glauben, man könnte den Mitgliedern historisch marginalisierter Gruppen zu ihrem Recht verhelfen, indem man Prinzipien wie die Redefreiheit und den Anspruch, einander trotz kultureller, ethnischer, oder 'rassischer' Barrieren zu verstehen, aufgibt. In diesem Teil des Buches werde ich die Ansicht vertreten, dass sich hartnäckiges Unrecht am besten durch ein neues Engagement für die Einhaltung der wichtigsten universellen Prinzipien bekämpfen lässt." (S.177) Yascha Mounks Darstellungen im Buch sind für mich gut nachvollziehbar (soweit das möglich ist, ohne sich selbst mit den unglaublich zahlreichen Quellen zu befassen - die Anmerkungen mit Quellenangaben haben einen Umfang von etwa 120 Seiten!) und wirken fundiert, schlüssig und ausgewogen. Die Auswirkungen der Identitätssynthese sind erschreckend und es erscheint mir evident, dass ein Fokus auf Gruppengleichheit ("Equity") schlussendlich zu Ingroup-Outgroup-Behavior und mehr Verteilungskämpfen führen wird. Sehr schön finde ich, dass am Ende jedes Kapitels die Kernpunkte noch einmal zusammengefasst werden. Negativ ist für mich, dass es weder einen Index noch ein Glossar gibt. Über einen Index würde man bestimmte Stellen im Nachhinein leichter wiederfinden können und ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen finde ich zur schnellen Auffrischung hilfreich. "Vor allem aber dürfen wir uns von der Identitätsfalle nicht dazu verführen lassen, den Glauben an eine bessere Zukunft aufzugeben - an eine Zukunft in der das, was wir gemeinsam haben, endlich wichtiger wird als das, was uns voneinander trennt." (S. 376) 4,5 Sterne

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