Produktbild: Das große Spiel

Das große Spiel Roman. »Was für ein Roman - klug, fesselnd und ein bisschen beunruhigend. Richard Powers ist ein begnadeter Erzähler.« Dörte Hansen

94

12,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

14246

Erscheinungsdatum

02.10.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Dateigröße

3350 KB

Originaltitel

Playground

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

EAN

9783641321994

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ePUB

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Verkaufsrang

14246

Erscheinungsdatum

02.10.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Dateigröße

3350 KB

Originaltitel

Playground

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

EAN

9783641321994

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  • Micha_W

    4/5

    22.06.2025

    eBook (ePUB)

    Botschaft angekommen?

    Wenn es in unseren Zeiten ein schreibendes Gewissen gibt, dann trägt es den Namen Richard Powers. Es gab in den letzten Jahren kein heißes gesellschaftliches Eisen, das dieser Autor mit seiner intellektuellen Vielseitigkeit nicht angefasst hätte. Seine beruflichen Tätigkeiten als Lehrer an einer internationalen Schule in Bangkok und später als Programmierer sowie seine Studiengänge in Physik und Literatur waren neben seiner unbestreitbaren literarischen Begabung hervorragende Voraussetzungen, um naturwissenschaftliche und philosophische Themen für eine breite Leserschaft aufzuarbeiten. Erkenntnisse der Gehirnforschung und ihre psychologischen Implikationen zeigt er in „Das Echo der Erinnerung“ am Beispiel eines hirnverletzten Unfallopfers auf. In „Klang der Zeit“ verknüpft er seine Kritik am amerikanischen Rassismus und seine Sympathie mit der Bürgerrechtsbewegung geschickt mit einer Familiensage und breitet gleichzeitig seine fundierte Begeisterung zur Musik aus. In „Die Wurzel des Lebens“ kämpfen neun Protagonisten um den Schutz der Bäume vor Abholzung. Und nun „Das große Spiel“.  Wieder hat sich Powers großen Themen verschrieben – der Rettung der Meere und der Künstlichen Intelligenz. Die Freunde Rafi und Todd kann während ihrer Studienzeit nichts trennen, vor allem die Begeisterung für geistig herausfordernde Spiele wie Schach und Go schweißt sie zusammen. Daran ändert sich auch zunächst nichts, als die Polynesierin Ina Aorita zu Rafis Freundin wird. Erst als Ina sich bei Todd eine Brust zum Ausheulen sucht, Todd kurz danach mit der Erfindung eines Internet-Spiels zum Multimillionär wird (Mark Zuckerberg dürfte Modell gestanden sein) und Rafi an der Idee finanziell partizipieren möchte, geht die Freundschaft in die Brüche. Parallel dazu schildert Powers den Lebenslauf der Ozeanografin und begeisterten Taucherin Evelyn, die sich bis ins hohe Alter in den Tiefen des Ozeans am wohlsten fühlt. Auf der Südsee-Insel Makatea kommt es zu einer Art Showdown, weil dieses polynesische Eiland als Sprungbrett und Basis für die Besiedelung des Ozeans durch überdimensionale Plattformen auserkoren wurde. Man merkt diesem Buch wie allen anderen Powers-Romanen an, dass hier ein Mann mit Sendungsbewusstsein unterwegs ist. Hier will jemand etwas bewegen, will aufzeigen, will Verständnis wecken, will aufwühlen, will aufrütteln. Powers selbst wollte Ozeanograf werden. Er brilliert mit einem exzellenten Fachwissen über die Weltmeere und ihre Bewohner, die einen ein ums andere Mal in den Bann ziehen. Er lässt seitenlang Fische, Plankton und Kraken auftreten, beschreibt ihre Farben, ihre Eigenarten, ihr Verhalten. Das Buch wird zum Ozean oder zumindest zum Aquarium. Da muss wohl auch dem letzten klar werden - diese Ozeane muss man retten und nicht noch weiter zerstören. Die Meere spielen ökologisch und flächenmäßig so eine große Rolle, das dieser Planet nach Powers eigentlich nicht „Unsere Erde“ heißen dürfte, sondern „Unser Ozean“. Und den gilt es mit allen Mitteln zu retten. Okay, Botschaft angekommen. Trotz des subtil erhobenen Zeigefingers kann Powers wie immer auch unterhalten. Genau das ist es ja, was einen mitzieht. Da sind die schön entwickelten Beziehungsgeflechte, die zwischenmenschlichen Konflikte, die scharf gezeichneten Charaktere.  Manchmal wirken die Plots jedoch etwas hölzern, etwas zu sehr konstruiert, sodass man sich als (kritischer) Leser unweigerlich die Frage stellt, was Powers wohl beim Schreiben wichtiger war - die Story oder die Message. Allzu oft scheint das Manöver leider etwas zu durchsichtig. Da ist dann doch wieder der Lehrer Richard Powers, der für seine Schüler/Leser den Stoff der heutigen Stunde in nette Geschichten gepackt hat. Aber das ist zugegebenermaßen ein Klagen auf hohem Niveau. Einen faktischen Kritikpunkt kann man dem Autor - sorry, Richard! - jedoch bei diesem Roman nicht ersparen. Leider kommen immer wieder verwirrende und/oder störende Logikfehler vor. Warum soll Rafi für eine in einem belanglosen Gespräch fallen gelassene Randbemerkung Rechtsansprüche auf Todd’s Gewinn haben? Und sehr abstrus: Eher nebenbei erwähnt Powers, dass Rafi und Evelyn eigentlich schon lange tot sind, bevor sich alle auf Makatea dann doch treffen. Lebendig? Tot? Alles Fiktion durch KI? Oder wie jetzt? Auch ein Globus namens Ozean kommt nicht ohne Logik aus und gerade davon hat eine KI manchmal mehr als ein enthusiastisch-idealistischer Autor.

  • Bewertung

    5/5

    11.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ernsthaft schön

    Ozeane sind Heimat für etwa 90% der Biosphäre. Das Buch stand auf der Longlist von Booker Prize 2024 und ich wage zu behaupten, dass Jury den Text einfach nicht gelesen hat, weil es so viele Seiten (über 500) umfasst. Nur so kann ich mir die fehlende Shotlist-Nominierung erklären. Wir begleiten vier Hauptcharaktere auf ihrem Lebensweg: -Evelyne Beaulieu– eine Ozeanforscherin, die das Verhalten von Riesenmantas untersucht. -Ina Aroita– eine Künstlerin, die an den Stränden nach Materialien für ihre Skulpturen sucht. -Rafi Young– ein Bücherliebhaber, der von einer neuen Welt träumt. -Todd Keane– ein visionärer Computerexperte, der an einer revolutionären Idee arbeitet Alle sind in ihrer Ernsthaftigkeit und innerer Komplexität absolut ungewöhnlich und einmalig. Sie sind hochbegabt und nehmen ihrer Welt anders wahr als die meisten Menschen. Ihr persönlicher Weg ist nicht nur miteinander sondern auch mit der Natur selbst und mit der Natur der Dinge schicksalhaft verbunden. Auch wenn das Buch den Begriff „Spiel“ in sich trägt, sollte man sich nicht täuschen lassen. Es geht um das große Spiel im philosophischen Sinne. Dazu nur ein Zitat: „Ein endliches spiel wird in der Absicht, zu gewinnen gespielt, ein unendliches, um das Spiel in Gang zu halten“. Eine absolute Leseempfehlung. Ihr werdet wirklich eine tolle Zeit mit diesem Buch haben und vielleicht auch wie ich bis zu Tränen gerührt sein.

  • Bewertung

    5/5

    17.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefgang und Spannung

    „Das große Spiel“ ist mein erster Roman von Richard Powers und wir mit Sicherheit auch nicht mein letzter bleiben. Ich hatte glücklicherweise auch die Chance den Autor persönlich bei einer Lesung zu treffen, in welcher er noch einmal über seinen Schreibprozess und die verschiedenen Themen gesprochen hat. Ein wirklich sehr interessanter und intelligenter Mensch. Mit einer gelungenen Mischung aus Spannung und Tiefgang beleuchtet der Pulitzer-Preisträger die Ausbeutung unserer Welt in all ihren Facetten: Umweltzerstörung, Kolonialismus, Kapitalismus, KI und menschliche Beziehungen. Die vielschichtige Erzählweise über verschiedene Perspektiven und Zeitebenen bleibt dennoch leicht zugänglich. Ein beeindruckendes Werk, das mich tief bewegt hat und für welches ich eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen kann!

  • Bewertung

    5/5

    27.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atemberaubend!

    "Das große Spiel" ist ein atemberaubender Roman, der so komplex wie wunderschön ist. Vielschichtig und mit malerischen Beschreibungen erzählt Powers die Geschichte der Insel Makatea und der Charaktere. Themen wie KI und Umweltzerstörung, die auch in unserer Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden, sind hier auf ergreifende Art eingebaut. Ein fesselndes und bewegendes Leseerlebnis!

  • anushka

    aus Berlin

    5/5

    24.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eingängiger Roman über die…

    Eingängiger Roman über die Gefahren unserer Zeit Evie Beualieu ist eine der ersten Meeresbiologinnen und eine der ersten mit Tauchgerät. Rafi Young ist ein schwarzamerikanischer Junge, dem seine Intelligenz Türen öffnet. Todd Keane ist Multimilliardär, der durch die Entwicklung eines sozialen Netzwerks reich geworden ist und den nun eine unheilbare Krankheit dahinrafft. Ina Aroita ist Halbinsulanerin und stammt von der polynesischen Insel Makatea. Ihrer aller Schicksale laufen auf der Insel Makatea zusammen, vor der Todds Firma die ersten schwimmenden Städte bauen will. Makatea soll als Basis für die Produktion und Zusammenfügung der Module fungieren. In einem Referendum wollen die knapp 90 Einwohner:innen Makateas darüber entscheiden. "Das große Spiel" ist ein komplexes Gefüge aus vor allem menschlichen Beziehungen. Viel wird erzählt von Evie und ihrem Werdegang, ihrer Beziehung zum Ozean und der faszinierenden Unterwasserwelt. Eine noch tragendere Rolle spielt aber die Freundschaftsbeziehung zwischen Rafi und Todd. Beide lernen sich schon zu Schulzeiten kennen. Todd ist Kind reicher Eltern und dennoch mit dysfunktionalem Elternhaus. Rafi kommt aus noch schlechteren Verhältnissen. Beide liefern sich immer wieder erbitterte Kämpfe im Schach und später im chinesischen Spiel Go. Während Rafi seiner Leidenschaft für Literatur nachgeht, begeistert sich Todd für das Programmieren und ist an vorderster Front als das Internet aufkommt. Ina Aroita stößt im Studium dazu und mischt die Freundschaft gehörig auf. Auch wenn der Klappentext sich sehr auf die schwimmenden Städte fokussiert, sind diese letztlich nur eine Randnotiz, ein Auslöser für die Erzählungen von der Insel Makatea, die bereits einmal von anderen Ländern für Phosphor ausgebeutet und zerstört zurückgelassen wurde. Auch über die Geschichte dieser Insel erfährt man viel. Hat man sich jedoch auf eine dystopische Geschichte über das Leben in schwimmenden Städten gefreut, wird man enttäuscht werden. Dennoch ist "Das große Spiel" ein sehr gelungenes Buch. Der Schreibstil ist flüssig und einfühlsam. Gerade in die Unterwasserwelt kann man sehr tief eintauchen, alles wirkt greifbar und überaus gut recherchiert. Die Freundschaftsgeschichte von Todd und Rafi hat die ein oder andere Länge, ist aber dennoch weitestgehend fesselnd, weil man verfolgt, wie auch die technischen Entwicklungen die Freundschaft beeinflusst, wenn der eine sagt, eine Maschine könne niemals so gut werden, um einen Menschen in Go zu schlagen, und der andere alles daran setzt, genau diese Maschine zu erfinden. Und nicht zuletzt erlebt man ein starkes Mitfühlen mit einer Insel und ihrer Gemeinschaft, die Traum aller Meeres- und Südseeenthusiast:innen ist, aber von der Welt asugenutzt und dann vergessen wurde, nur im jetzt wieder in den Mittelpunkt kapitalistischer Träume zu rücken. Die Vielfalt der Themen lässt sich schwer zusammenfassen. Powers greift letztlich viele Probleme unserer Zeit auf und während vordergründig die zahlreichen ökologischen Probleme thematisiert werden, wird im Hintergrund die Gefahr durch Künstliche Intelligenz immer greifbarer. Die Interpretation dieses Buches ist sehr individuell und auf vielen Ebenen möglich. Schon allein der Vielzahl der Meinungen im deutschen und englischen Feuilleton macht deutlich, dass jede Person, die dieses Buch gelesen hat, den Schwerpunkt anders legt. Und das finde ich die größte Überraschung an diesem sehr gelungenen und eingängigen Buch.

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  • Zum Bewerterprofil von Claudia Settele

    Claudia Settele

    Thalia Linz – Landstraße

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    5/5

    11.01.2025

    eBook (ePUB)

    Im Mittelpunkt der Ozean

    Dieser vielschichtige Roman umspannt die großen Fragen unserer Zeit mit einer unglaublichen Themenvielfalt - eine packende Geschichte über Freundschaft, Konflikte, Umweltzerstörung, Künstliche Intelligenz, Kapitalismus und der Faszination des Spielens. Im Mittelpunkt aber steht der Ozean: die Faszination der Unterwasserwelt und die großartigen Naturbeschreibungen während zahlreicher Tauchgänge waren mitunter die schillerndsten und beeindruckendsten Passagen des Buches. Spannend und berührend war für mich nicht nur der Wettstreit zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen auf die Welt, sondern vor allem das Ende. Es löste bei mir fast den Wunsch aus, mit dem nunmehrigen Wissen das Buch nochmals von vorne zu beginnen...
  • Zum Bewerterprofil von Danijela Turkijevic-Zauner

    Danijela Turkijevic-Zauner

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    3/5

    02.08.2025

    eBook (ePUB)

    Sprachlich herausragend, aber kompliziert.

    Wie man es bereits von anderen Werken des Autors kennt, beeindruckt auch diese Erzählung durch ihre herausragende Sprachkunst. Faszinierende Darstellungen des Lebensraums Meer und tiefgründige Einblicke in die Seelen der Protagonisten. Meiner Meinung nach werden in dieser Erzählung jedoch zu viele Themen behandelt, was es schwierig macht, der Handlung zu folgen. Wer jedoch bis zum letzten Drittel durchhält, wird letztendlich belohnt. Da fügen sich die einzelnen Lebensgeschichten und unterschiedliche Erzählstränge zu einem guten Ende zusammen.

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