1990er-Jahre: Als der wohnungslose, menschenscheue Harvey ein ausgesetztes Neugeborenes findet, will er nur eins: dass dieses kleine Wesen eine glücklichere Kindheit erlebt als er. Zaghaft nimmt er Kontakt mit der Zivilisation auf, damit dieser Wunsch Wirklichkeit werden kann …
Gegenwart: Ivy Rose liebt ihren Job als Sozialarbeiterin. Doch ihr Privatleben gestaltet sich weniger rosig. Als ihr Verlobter verhindert, dass sie rechtzeitig das Sterbebett ihrer über alles geliebten Großmutter erreicht, zieht Ivy die Reißleine und beendet die Beziehung. Mit ungeahnten Konsequenzen … Während sie im Haus ihrer Großmutter deren Nachlass ordnet und versucht, sich über ihre Zukunft klarzuwerden, springen Ivy immer mehr Puzzleteile ihrer Lebensgeschichte ins Auge, die nicht zueinanderpassen wollen. Zum Glück ist da noch Reese, ihr Freund aus Kindheitstagen, der von Grandma Pearl den Auftrag bekommen hat, ihr in alledem zur Seite zu stehen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Hopeandlive
5/5
11.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Was bedeutet Zuhause?
Die junge Ivy Rose lebt in einer amerikanischen Großstadt an der Westküste und sie liebt ihre Arbeit als Sozialarbeiterin an einer Privatschule. Es ist das, was Ivy schon immer tun wollte. Ihr Privatleben gestaltet sich jedoch etwas schwieriger, denn mehr und mehr hat sie das Gefühl von ihrem dominanten und selbstverliebten Verlobten fremdbestimmt zu sein, ohne dass sie eine Ahnung hätte, einen Ausweg zu finden.
Ein Anruf aus ihrem Heimatort in the Middle of nowhere ändert alles. Ivys geliebte Großmutter Pearl ist verstorben und da ihr Verlobter verhindert hat, dass sie rechtzeitig zurückkehrt, konnte sich Ivy nicht von Pearl verabschieden. Das bringt das Fass zum Überlaufen und Ivy beendet die Beziehung abrupt, was nicht ohne Blessuren abgeht. Im Haus ihrer Großmutter angekommen, versucht Ivy zur Ruhe zu kommen, zu trauern und den Nachlass zu ordnen. Ihr Jugendfreund Reese steht ihr zur Seite und bemerkt, dass Ivy ihm etwas Wichtiges verschweigt...
Pearl hat Ivy ein Tagebuch hinterlassen, in dem Ivy wichtige Informationen zu finden hofft, was ihre eigene geheimnisvolle Lebensgeschichte betrifft, die ihr bis zum heutigen Tag weder ihre Eltern, noch ihre Großmutter Pearl oder ihr Onkel Vee in Gänze erzählt haben und somit hat Ivy das Gefühl nirgendwohin zu gehören und es braucht Zeit, Liebe und Geduld bis Ivy erkennt wer wirklich ihre Familie ist und was ein Zuhause in Wahrheit ausmacht.
Die Autorin Amanda Cox versteht es einen Wohlfühlroman mit Tiefgang zu schreiben, in dem man sich trotz aller schwerer Themen dennoch geborgen fühlt. Sie nimmt uns mit auf die Entdeckungsreise, die ein adoptiertes Kind irgendwann antritt, herauszufinden, wo seine Wurzeln sind. Dabei geht der Leser auf Zeitreise, denn er erfährt schon von Anfang an, wen Gott ausgesucht hat, die kleine ausgesetzte Ivy zu finden und wie dieses kleine Baby so viele Leben auf eine gute und heilsame Weise beeinflusste. Da ist zum einen der junge obdachlose Harvey, der sich vom System der Menschen verabschiedete und im Wald lebte in der festen Annahme, niemals wieder einen Menschen an sich heranzulassen, doch es kam anders....da ist Großmutter Pearl, die ihrem Mann und ihren Sohn auf tragische Weise loslassen musste und der festen Meinung war, nie mehr für jemanden sorgen zu können, doch es kam anders....und nicht zu vergessen, das junge Pastorenehepaar Thomas und Miriam, die versuchen, sich damit abzufinden, niemals eigene Kinder zu bekommen, was ihre Ehe auf massive Art bedrohte, doch es kam anders...
Mich hat diese Geschichte sehr berührt zu lesen, zu erleben, wie sich Menschen verändern können, wenn sie Gottes heilsame Kraft in ihrem Leben zulassen. Das hat die Autorin geschafft auf eine so feine und unaufdringliche Art zu schildern, dass sich in mir die Hoffnung verfestigt hat, dass auch tiefe Lebenswunden heilen können, wenn wir es zulassen, dass Gottes heilsame Liebe sie berühren darf.
Sehr lesenswert!
Nicola's Lesestube
5/5
28.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Inspirierend, wunderschön
In den 1990ern: Harvey ist ein menschenscheuer junger Mann der keine schöne Kindheit hatte. Als er ein ausgesetztes Neugeborenes findet nimmt er dennoch Kontakt zu einem Pfarrer auf. Er möchte dem Baby unbedingt eine bessere Kindheit ermöglichen als er sie selbst hatte..
Gegenwart: Ivy Rose ordnet den Nachlass ihrer geliebten Großmutter Pearl und findet darin Hinweise in bezug auf ihre Vergangenheit, die nicht zueinander zu passen scheinen. Mit ihrem Jugendfreund Reese geht sie der Sache auf den Grund...
Das Cover wirkt einladend, ruhig und friedvoll. Aber wer weiß was sich hinter der Tür alles abspielt..
Ein Buch über Angst, Verlust, den Glauben, Fehler, Veränderung, Vertrauen.
Ehe, Adption, Elternschaft und Freundschaft sind zentrale Themen.
Die Geschichte hat mich sehr berührt, noch weit mehr als "Der Laden der vergessenen Träume", mein erstes Buch von Amanda Cox. So viel Gefühl, Erkennen und Liebe, verwoben in einer Erzählung, die einen nachdenklich zurück lässt.
Die Autorin hat eine Art zu schreiben, das man das Buch kaum aus der Hand legen mag.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
21.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Wunderschöne Geschichte aus dem Leben
Mich hat schon das Buchcover sehr angelockt und ich konnte dem Buch und schlussendlich der ganzen Geschichte nicht widerstehen. Das Buch handelt von einer Geschichte, die sich in der Vergangenheit und in der Gegenwart abspielt. Anfangs hatte ich etwas Mühe, reinzukommen, da die beiden Varianten sich in jedem Kapitel abwechseln und ich lieber einen Teil der Geschichte fertig gelesen hätte. Aber als die Spannweite immer kleiner wurde und man ganz in der Gegenwart angekommen war, da wurde mir bewusst, wie gut es war, dass das Buch so aufgebaut war.
Ich bin wirklich überwältigt über die Aussagen, die in diesem Buch versteckt sind. Mir wurde bewusst, was die unglaublich herzliche, ältere Dame Pearl für ein grosses Herz hat und was es ausmacht, wenn man bereit ist, etwas weiterzugeben. Oder auch wie es Harvey geschafft hat, aus seinem Lebensmuster auszusteigen und etwas Neues zu wagen, auch wenn es ihn so viel Überwindung gekostet hat. Oder wie sich eine mutige Idee des neuen und noch jungen Pastors einer Kirche bewährt hat und wie Gott schlussendlich alles zum Guten zusammengeführt hat.
Mich hat diese Geschichte wirklich sehr berührt und sie hat mir aufgezeigt, was es bedeutet, Familie zu sein, ohne dass man unbedingt verwandt sein muss. Dass der Glaube den Personen in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt, merkt man schnell und genau das hat vieles verändert.
Ich freue mich auf mehr Bücher dieser noch jungen Autorin.
MeineKleineBuecherecke
5/5
27.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein wunderschöner Roman! Absolute Herzensempfehlung!
Ein wunder, wunderschöner Roman! Zutiefst berührend und definitiv mein bisheriges Jahreshighlight! ❤️
Ich kann jeden verstehen, der bis jetzt so von diesem Buch geschwärmt hat und möchte es einem jeden ans Herz legen, der es noch nicht gelesen hat.
Einfühlsam, tiefgehend, lebensverändernd. Das beschreibt für mich die Geschichte von Pearl, Harvey und der kleinen Ivy Rose. ❤️
Harvey ist so ein lieber Mensch. Herzensgut. Wie er sich um die kleine Ivy kümmert - so liebevoll und zärtlich! Wie froh ich bin, dass seine Wege sich mit denen von Thomas und Pearl gekreuzt haben.
Die Art und Weise, wie sich Pastor Thomas und die verwitwete Pearl dem obdachlosen Harvey annehmen, hat mich zutiefst berührt. Ich erwischte mich mehrmals während des Lesens dabei, mich zu fragen, wie anders wohl meine Umgebung aussehen könnte, wenn ich mit der selben offenen Art und bedingungslosen Liebe auf die Menschen um mich herum zugehen würde.
Gottes Liebe, Güte und nie endene Gnade wird durch Pastor Thomas und Pearl so stark spürbar, dass es mir nicht nur einmal die Tränen in die Augen getrieben hat.
Gottes Liebe und Annahme verändert Menschen. Sie heilt uns und setzt uns frei. Wir dürfen durch Seine Gnade jederzeit einen Neuanfang wagen, auch wenn es unmöglich erscheint und die Geister der Vergangenheit hinter uns lassen- ein für allemal.
Und dann dürfen wir anderen helfen, das auch zu erkennen. Wie wunderbar ist das?
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Ich habe das Buch - kein Scherz - in einem Tag gelesen.
Ich könnte so viel zu diesem Buch sagen, doch dann würde es viel zu lang werden. Daher habe ich mich entschieden, lieber mit euch zu teilen, was mich besonders berührt und angesprochen hat. Absolute Herzensempfehlung! ❤️
PS. Wie sympathisch ist bitte Reese? Konnte ihn einfach nicht unerwähnt lassen. ☺️
Kathrin Wagner von Katis-Buecherwelt
aus Witten
5/5
16.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch was mich tief bewegte, mich hoffen und bangen ließ und mich nicht mehr losgelassen hat.
Zum Cover:
Das Coverbild erscheint friedvoll, doch so manch tragisches Geheimnis kann sich dahinter verbergen, wie auch in dieser Geschichte. Es erweckt aber auch eine idylische Atmosphäre, nach Ankommen und einem sichere Hafen. Die Gestaltung gefällt mir richtig gut und es erscheint, als würde plötzlich die Tür geöffnet und man wird herzlich begrüßt: Herzlich Willkommen in Ivy's Geschichte!
Meine Meinung:
"Zusammen sind wir Zuhause" von Amanda Cox schlich sich ab der ersten Seite in mein Herz und eroberte mich auf allen Gefühlsebenen zu meinem Monatshighlight! Diese Geschichte sollte man unbedingt gelesen haben und lässt mich so schnell nicht wieder los.
In den 1990er Jahren lebt Harvey im Wald in einem Unterschlupf in der Nähe einer Autobahn, als er ein Neugeborenes im Gestrüp findet und sich der Aufgabe stellt, dieses Kind zu beschützen. Wider seiner Privilegien nimmt Harvey erste Kontakte zur Zivilisation auf - versucht zu betteln ohne Erfolg, um für das Baby Nahrung und Kleidung zu kaufen, wo er sich jahrelang als Selbstversorger nie zu diesem Schritt ergeben hat. Doch beim Versuch in einer Sozialkammer Babynahrung und Kleidung zu stehlen, wird er vom Pastor Thomas erwischt. Dieser reagiert allerdings ganz anders als erwartet und Harvey hat plötzlich einen Job an der Kirche. Wird er so dem Baby helfen können und wie lange kann er es beschützen?
Gegenwärtig gerät Ivy's Leben aus der Bahn - nachdem sie ihrem Freund das Ende ihrer Beziehung verkündet.Sie verliert nicht nur ihren Wohnsitz und fahrbaren Untersatz, sondern auch ihre Anstellung als Sozialarbeiterin in einer Schule. Da ihr Ex-Freund die Spendengelder für die Schule gestrichen hat, um ihr zu zeigen, wie gut sie es doch bei ihm hatte. Ivy kommt bei ihrer Kollegin unter bis sie zum Haus ihrer Großmutter reist, um dort ihren Nachlass zu ordnen und entdeckt dabei Ungereimtheiten zu ihrer Lebensgeschichte. Mit der Hilfe ihres Freundes Reese aus Kindheitstagen versucht sie alle Puzzleteile zusammenzusetzen.
Als Leser wurde ich direkt ins Geschehen geworfen und befand mich abwechselnd in der Vergangenheit und Gegenwart wieder, in der sich die einzelnen Erzähl- und Handlungsstränge immer dichter zusammen fügten. Es beginnt sehr düster & beklemmend und dennoch wurde ich zärtlich und emotional abgeholt. Amanda Cox schaffte es nach nur wenigen Seiten mich komplett fallenzulassen und in die Handlungen hineindenken- und fühlen zu lassen. Es gab viele Szenen, die mein Herz in Stücke brach, ebenso herzerwärmende und ergreifende Momente, in denen ich so manche Tränen vergoß. Ich war der Geschichte so nahe, als wäre es meine eigene.
Die Charaktere wurden facettenreich und authentisch beschrieben. Harvey ein herzensguter Mensch, bescheiden mit sich selbst und fürsorglich. Für Ivy hätte er alles getan, egal was vorher war, in welcher finanziellen oder häuslichen Lage er sich befindet, hauptsache dem Baby geht es gut und überlebt. Ivy und Reese schloss ich direkt ins Herz und ich fieberte ihre Suche nach ihrer Herkunft mit und durfte sie auf ihrem Weg begleiten. Besonders die Nebencharaktere Pearl, Ivys Großmutter, gefiel mir ganz besonders mit ihrem offenen Herzen, das Gute im Menschen zu sehen, ihren Mut und ihrer Glaubensstärke, obwohl ihr ein großer Verlust widerfahren ist. Zu gern hätte ich manchmal auch gern eine Person wie Pearl an meiner Seite - die mir den Halt gibt und den richtigen Weg zeigt.
Die Geschichte umfasst die Thematisierungen dem Verlassenwerden und Loslassen, der Trauerbewältigung & Vergangenheitsbewältigung, sowie über Schuld, Vergebung und Versöhnung und einem wohl dosiertem christlichen Hintergrund, der mich oftmals zum nachdenken animierte und mir neue Ansichten vor Augen führte.
Nur schwer konnte ich das Buch zur Seite legen und im Alltag nahm mich die Story ebenfalls sehr ein, so kreisten meine Gedanken immer wieder zu Harvey, Ivy, Reese und Pearl. Ein Weiterlesen mit großer Vorfreude über den ganzen Tag hinweg! Diese Geschichte wird mich noch sehr lange beschäftigen und ich freue mich auf weitere Bücher von Amanda Cox.
Fazit:
"Zusammen sind wir Zuhause" von Amanda Cox ist eine hoch emotionale Geschichte, die in der Gegenwart und Vergangenheit tief miteinander verknüpft ist. Ein Buch was mich tief bewegte, mich hoffen und bangen ließ und mich nicht mehr losgelassen hat.
~ authentische und sympathische Charaktere ~ herzergreifend geschrieben ~ Verlust, Schuld und Vergebung ~ Verlassenwerden und Loslassen ~ Trauerbewältigung und Vergangenheitsbewältigung ~ Adoptionsthematik ~ Lesehighlight!
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