Künstliche Intelligenz und Algorithmen erleichtern in Form von Navis, Rechtschreibprogrammen, Suchergänzungen oder Kaufempfehlungen schon lange unseren Alltag. Aber sie hinterlassen oft auch ein mulmiges Gefühl, weil wir nicht so recht verstehen, was da passiert. Katharina Zweig, IT-Expertin für Sozioinformatik und vielfach ausgezeichnete Informatikprofessorin, erklärt mit Witz und anhand einfacher Beispiele und Illustrationen, was Algorithmen eigentlich genau sind, wie sie funktionieren, welche völlig harmlos sind und welche uns tatsächlich Sorgen bereiten sollten. Damit wir wissen, worauf wir achten müssen, wo wir uns einmischen und Politik und Wirtschaft genauer auf die Finger schauen müssen, wenn wir diese Technik in menschlicher Hand behalten, ihre positiven Eigenschaften nutzen und die negativen kontrollieren wollen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
5/5
22.12.2019
eBook (ePUB)
Algorithmen, Big Data, KI - Komplizierte Themen anhand vieler Beispiele einfach & sympathisch erklärt
Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Algorithmus ist ein Begriff, den man immer öfter hört und vielleicht ganz grob weiß, wo so etwas verwendet wird, aber eigentlich hat man als Otto-Normal-Verbraucher überhaupt keine Ahnung und es gibt auch nicht viele Quellen, die einem das Thema interessant und verständlich erklären. Und genau da setzt dieses Buch an.
Die Autorin ist selbst Algorithmus-Designerin und kennt sich mit dem Thema richtig gut aus. Sie erklärt sympathisch und mit einer Prise Humor komplizierte Dinge in einfacher Sprache mit Hilfe von vielen Alltagsbeispielen. Die Zeichnungen im Buch sind ebenfalls eine große Hilfe. Sie fasst die einzelnen Themen am Ende der Kapitel und auch am Ende des Buches nochmal zusammen und es gibt auch ein Glossar, welches komplizierte Begriffe nochmal extra erklärt. Alle Behauptungen werden mit Quellen belegt.
Ich fühlte mich an die Hand genommen und bin mit einem Grinsen im Gesicht durch den staubigen unbekannten Maschinenraum geführt worden. Ich habe einige neue Erkenntnisse mitgenommen und mir wurden in einigen Bereichen auch die Augen geöffnet. Es ist unglaublich erstaunlich, wie krass unsere Welt schon von Algorithmen beherrscht wird. Gerade deshalb finde ich es enorm wichtig, sich mit Begriffen wie Algorithmus, Big Data, künstliche Intelligenz etc. auseinander zu setzen. Die Vor- und Nachteile zu kennen. Und diese auch zu hinterfragen, wenn es um krasse, den Menschen betreffende, Entscheidungen geht. "Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl" ist für mich die perfekte Lektüre zu dem Thema. Ich muss zugeben, dass es die Einzige ist, die ich dazu gelesen habe, aber ich fühle mich gut informiert und habe deshalb auch nicht das Bedürfnis, nach weiteren Büchern zum Thema zu suchen. Wenn das Thema in Zukunft aber aufkommt, kann ich mitreden.
Bewertung
aus Halle
5/5
20.12.2019
Buch (Taschenbuch)
Verständlich auch für nicht Informatiker
Mal ein etwas anderes Buch, es handelt sich um ein wichtiges und aktuelles Thema , es wird debatiert und erklärt und dennoch ist ein vorwissen von informatik nicht nötig. Katharina Zweig ist Professorin und als Student kennt man es nur alzugut, dass etwas versucht wird zu erklären auf eine Art und weise das nur leute mit Vorwissen daran teilhaben können. Dies ist hier nicht der Fall! Das Buch ist verständlich und in einer wirklich schönen Form geschrieben, das Glossar ist kurz beinhaltet jedoch eine Menge an Informationen zu einzelnen Begriffen und erhöht somit das verständniss. Ich habe mich beim Lesen sehr aufgenommen gefühlt und konnte verstehen was geschrieben und mir erklärt wurde. Die Autorin steigt sanft in das thema ein indem sie einen Überblick pber die wichtigsten begriffe gibt und aufbauende kapitel nutzt. Ich habe das Buch noch nicht zuende gelesen, jedoch die Intention dazu und genau dies sollte ein Buch bewirken.
Bewertung
aus Schloß Holte-Stukenbrock
5/5
18.12.2019
Buch (Taschenbuch)
KI für alle
Als ich auf der Innenseite des Umschlags den Werdegang der Autorin Katharina Zweig las, war ich beeindruckt und fühlte mich zugleich etwas entmutigt hinsichtlich der Frage, ob ich das Buch auch nur ansatzweise verstehen werde. Immerhin schreibt hier eine Prof. Dr. !!! Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ihr Buch leicht verständlich geschrieben ist und sie damit jedem Leser die Möglichkeit gibt, einen Blick hinter die Begriffe der digitalen Welt, z.B. von Big Data, Algorithmen und künstlicher Intelligenz zu werfen. Katharina Zweig schreibt unterhaltsam und humorvoll. Sie schafft es, Wissen zu scheinbar komplizierten und komplexen Sachverhalten anschaulich zu vermitteln und ermöglicht es dem Leser zu verstehen, worum es geht und welche Chancen und Risiken künstliche Intelligenz bietet. Zeichnungen und Abbildungen lockern dies auf.
Ich empfehle das Buch wirklich jedem, der Interesse an den oben genannten Themen hat. Dabei ist es vollkommen egal ob man dazu bereits Vorkenntnisse mitbringt oder nicht.
Bewertung
4/5
22.12.2019
Buch (Taschenbuch)
Vom „Dichten und Richten“ der Maschinen
Täglich begegnen sie uns, die Algorithmen. Doch was ist eigentlich ein Algorithmus und wie funktioniert er? Was hat es mit der künstlichen Intelligenz auf sich? Diesen Fragen widmet sich Katharina Zweig in ihrem Buch. Durch viele anschauliche und persönliche Beispiele wird dem Leser ein Blick hinter die Kulissen der Informatik gewährt. Das Buch ist in drei Teile gegliedert und enthält viele Bilder und Grafiken. Kurze Zusammenfassungen ermöglichen dem Leser, das eben Gelesene noch einmal Revue passieren zu lassen sowie die Informationen zu verarbeiten und zu festigen. Für mich ein aufschlussreiches Buch, welches meinen Horizont in einem neuen Fachbereich erweitert hat.
Elisabeth
aus Donaueschingen
4/5
16.12.2019
Buch (Taschenbuch)
Eine kritische Auseinandersetzung mit der künstlichen Intelligenz
Die meisten von uns bedienen sich ihrer tagtäglich: In Navigationssystemen zeigen sie uns den Weg, beim Onlineshopping unterbreiten sie uns auf uns abgestimmte Angebote, ja selbst Nachrichten werden von ihnen vorsortiert – Algorithmen. Ihnen zu entkommen ist all denen, die digitale Medien nutzen, heute kaum noch möglich. Und wie immer gilt: Des einen Freund, des andern Feind. Was die einen als Errungenschaft der modernen Gesellschaft feiern, beäugen andere – und zu denen zähle ich mich – eher kritisch. In ihrem 320-seitigen Sachbuch „Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl. Wo künstliche Intelligenz sich irrt, warum uns das betrifft und was wir dagegen tun können“, erschienen im Oktober 2019 bei Heyne, lässt Katharina Zweig Laien hinter die Kulissen der künstlichen Intelligenz blicken, erklärt, was sich hinter Begriffen wie „Algorithmus“, „Big Data“ oder „Computerintelligenz“ verbirgt, und gibt Leserinnen und Lesern Handwerkszeug mit auf den Weg, mit dieser Entwicklung mündig umzugehen.
Das Buch besteht aus insgesamt drei Teilen, ergänzt durch einen umfangreichen Anhang, bestehend aus „Anmerkungen“ und „Glossar“. Im ersten Teil gibt die Autorin den Leser/innen Werkzeug mit auf den Weg, anhand dessen es möglich sein sollte zu entscheiden, an welchen Stellen wir als Menschen beim Einsatz von Computerintelligenz einschreiten sollten. Im zweiten Teil, betitelt mit „Das kleine ABC der Informatik“, werden grundlegende Begriffe aus der Informatik sowie ihre Arbeitsweise erklärt. Abschließend beschäftigt sich die Autorin in einem dritten Teil mit den ethischen Fragen beim Einsatz von Algorithmen: Wo können sie uns helfen, unser Leben erleichtern? An welchen Stellen haben sie ihre Grenzen? Wie steht es um ihre „Moral“? In diesem letzten Teil gibt die Autorin uns Leser/innen auch ein m.E. wertvolles Tool, die sog. „Risikomatrix“, mit auf den Weg, anhand dessen man überprüfen kann, wie sinnvoll und vor allem gefährlich bestimmte Entscheidungssysteme sind. Hier stehen vor allem Systeme im Fokus, die schädlich für den einzelnen Menschen und das soziale Miteinander sind. Und hier sieht die Verfasserin auch den Punkt, an dem der Einfluss künstlicher Intelligenz auf jeden Fall eingeschränkt oder vermieden werden sollte, nämlich wenn es darum geht, „über Menschen“, „über Ressourcen, die Menschen betreffen“ oder „die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten von Personen“ (S. 25) zu entscheiden.
Katharina Zweigs Sprache ist leicht verständlich, und sie schafft es, auf den ersten Blick komplizierte Inhalte verständlich und kurzweilig zu kommunizieren. Anhand von Grafiken, vor allem aber von der Comic-Figur „KAI“ (der Name ist eine Zusammensetzung aus den Begriffen „künstliche Intelligenz“ und „artificial intelligence“), die mir allerdings gerade wegen ihres Comic-Stils weniger zusagt, wird das Geschriebene illustriert und verdeutlicht. Außerdem unterstützen zahlreiche Beispiele, beginnend mit Navigationssystemen bis hin zu Software wie „COMPAS“, die in den USA tatsächlich in Gerichten eingesetzt wird und Rückfälligkeitsvorhersagen von Strafgefangenen machen soll, Einblicke in die Möglichkeiten und Grenzen vom Einsatz vermeintlich intelligenter Computersysteme.
Letztlich haben Zweigs Ausführungen mich darin bestätigt, was ich schon immer geahnt habe: Eine „starke Computerintelligenz", die menschlichen Fähigkeiten entspricht oder diese gar überbietet, gibt es (bis jetzt) noch nicht. Alle Systeme sind so gut oder schlecht wie die Menschen und Daten, die dahinterstehen. Was auf der einen Seite beruhigen (oder einige auch frustrieren) mag, birgt auf der anderen Seite Gefahren in sich, nämlich die, dass Menschen durch solche Systeme in ihrer Freiheit und in ihrem Entwicklungspotenzial eingeschränkt und zum Spielball von Interessen anderer werden. Genau hier sollten wir als Menschen uns einmischen und wehren, wenn wir merken, dass dieses der Fall sein könnte.
Insgesamt präsentiert Katharina Zweig mit „Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl“ ein informatives, gut lesbares Buch, dass auch technisch weniger versierten Menschen einen Einblick in die Welt der künstlichen Intelligenz bietet und sie somit animiert, sich kritisch mit dem Thema auseinanderzusetzen und dort einzugreifen, wo es nötig scheint. Allen, die dieser Entwicklung nicht hilflos gegenübertreten möchten, kann ich nur dazu raten, zu diesem Buch zu greifen.
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