Manche Menschen sind wie Sternschnuppen in der Nacht. Für Willa ist es Elias, der ihre Dunkelheit durchbricht: Wo die Sterne uns sehen ist der erste Liebesroman der bewegenden New-Adult-Reihe Skyline von Justine Pust.Studentin Willa engagiert sich im Ehrenamt und leitet gleich mehrere Selbsthilfegruppen: Für andere da zu sein, bedeutet ihr alles - gleichzeitig gelingt es ihr nur so, ihr inneres Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Als Willa Elias im Gemeindezentrum bei der Rollstuhl-Basketballgruppe kennenlernt, fliegen zwischen ihnen die Funken. Mit ihm erscheint Willa alles einfach, doch was, wenn ihre Dunkelheit sein Licht verschluckt? Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr gerät Willas Kartenhaus ins Wanken - bis sie schließlich zu Mitteln greift, die nicht nur sie selbst verletzen ...Justine Pusts New-Adult-Roman Wo die Sterne uns sehen erzählt eine berührende Liebesgeschichte, die Mut macht - über Themen, die der Autorin sehr am Herzen liegen: Mental und Physical Health. Es ist der erste Band einer neuen New-Adult-Reihe, die in Frankfurt am Main spielt und in der Mental und Physical Health eine große Rolle spielen werden - ebenso wie die Frage, wie unsere Wünsche, Liebe und Freundschaft uns den Weg zeigen.Entdecke auch die gefühlvolle New-Adult-Reihe Belmont Bay von Justine Pust. Dazu gehören folgende Liebesromane: With you I dream, With you I hope und With you I heal.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Emma Zecka
5/5
14.04.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Kein typischer New Adult Roman
Die Studentin Willa hat eigentlich genug zu tun: Sie muss schauen, wie sie ihr Studium finanziert. Als sie dann im Gemeindezentrum, in dem sie halbtags arbeitet, auf Elias trifft, der eine Rollstuhlbasketballmannschaft trainiert, findet sie ihn auf Anhieb interessant. Nach und nach muss sie sich eingestehen, dass sie Zeit mit ihm verbringen und mehr über ihn erfahren möchte. Aber ganz ungefährlich ist es für sie nicht. Denn Leute kennenlernen bedeutet auch Nähe und sich zeigen.
Justine Pust hat mit diesem Hörbuch keinen typischen New Adult Liebesroman geschrieben. In dem Auftakt der Skyline-Reihe stehen vor allem schwierige Themen im Vordergrund: Es geht unter anderem um Depression und selbstverletzendem Verhalten, sowie die Frage wie man mit Lebenskrisen umgeht. Ist es wirklich eine gute Idee, sich Leuten anzuvertrauen? Oder ist es sinnvoller allein durch eine Krise zu gehen?
Justine Pust lässt hier zwei Figuren aufeinandertreffen, die eine psychische bzw. körperliche Behinderung haben. Normalerweise kenne ich es von Romanen so, dass entweder psychische oder körperliche Behinderungen thematisiert werden. Mich interessierte sehr, wie sie sich mit den Erkrankungen auseinandersetzt und wie die Handlung aussieht, die daneben besteht.
Justine Pust hat hier eine tolle Mischung in der Handlung geschaffen: Sie klärt einerseits über wichtige Klischees und Hilfesysteme auf, sorgt aber andererseits auch dafür, dass vieles alltäglich wirkt und der Fokus der Handlung nicht primär auf dem Thema Behinderung liegt.
Toll finde ich, dass das typische New Adult Setting nach Deutschland geholt wurde. Wir befinden uns in Frankfurt. Willa und Elias studieren Soziale Arbeit, ein wichtiges Studienfach, aber nicht so bekannt oder gesellschaftlich angesehen wie die klassischen Studiengänge wie z.B. Medizin oder Psychologie.
Selbstverständlich darf die Liebe im Hörbuch nicht fehlen. Schön fand ich, dass Justine Pust hier nicht das Klischee des Figuren müssen sich nur verlieben dann wird das alles schon wieder-Prinzips erfüllt hat, sondern die Liebesgeschichte leise und auch mit einem offenem Ende erzählt. Dadurch wirkt die Liebesgeschichte für mich realistisch und nicht konstruiert.
Das Hörbuch wurde ungekürzt und ausschließlich als Download im Argon Verlag produziert. Der Reihenauftakt wird von Regine Lange, die hier in der Rolle von Willa zu hören ist und Louis Friedemann Thiele gelesen, der für uns die Perspektive von Elias liest. Beide Personen haben mich durch ihre hellen Stimmfarben überzeugt, was dafür sorgt, dass sie sehr gut zu den jungen Hauptfiguren passen und sich stimmlich auch sehr gut ergänzen.
Durch Regine Langes und Louis Friedemann Thieles Lesegeschwindigkeit haben es die beiden geschafft, die Dynamik der Handlung gut aufzufangen und in Worte fassen zu können. Obwohl der Inhalt nicht ganz einfach ist, hat es mir viel Spaß gemacht den beiden SprecherInnen zuzuhören.
Justine Pust hat mich mit ihrem Schreibstil überzeugt. Sie erzählt hier nicht eine oberflächliche Geschichte mit viel Drama, sondern arbeitet die verschiedenen Perspektiven der Konflikte gekonnt heraus und zwar so, dass es auch Hoffnung gibt und es nicht darum geht, schwierige Lebenssituationen auszukosten.
Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog
aus Damme
5/5
19.03.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Eine berührende Geschichte
Bei dem Cover musste ich sofort an Sternenstaub denken. Der Hintergrund ist dunkel mit kleinen helleren Bereichen, die wie Nebelschlieren wirken und darauf funkeln in gold ganz viele kleine Punkte passend zum Titel. Mich hat das Cover sofort angezogen, auch wenn ich durch das Bild keine Ahnung habe, worum es im Hörbuch wirklich geht.
Wo die Sterne uns sehen von Justine Pust erschien im Argon Verlag. Die Geschichte wurde von Regine Lange und Louis Friedemann Thiele eingelesen. Beide Sprecher übernehmen jeweils einen Ich- Erzähler. Elias ist im Gemeindezentrum im Rollstuhl Basketball Team und Willa arbeitet dort neben ihrem Studium und betreut Selbsthilfegruppen. Beim ersten Aufeinandertreffen hört man förmlich die Funken zwischen den beiden und freut sich einfach auf eine spannende Geschichte.
Zu Beginn des Hörbuchs wird auf eine Triggerwarnung am Ende hingewiesen, die ich hier inhaltlich nicht weiter benennen möchte. Vom Klappentext her bekommt man eine Ahnung in welche Richtung dieser Hinweis gehen könnte. Also entscheide am bestem mit Hilfe des Klappentextes, ob du die Triggerwarnung zuerst lesen bzw. hören möchtest oder erst zum Schluss, um keinen Spoiler zu erhalten.
Ich habe das Hörbuch in kurzer Zeit verschlungen. Und diesmal auch nicht an der Geschwindigkeit geschraubt, wobei ich sowohl Louis Freidemann Thiele, als auch Regine Lange schon mit einer Geschwindigkeit von 1.25 gehört und genossen habe. Doch ab und zu muss ein Hörbuch auch mal wieder in einfacher Geschwindigkeit sein und bei knapp elf Stunden ist das sehr gut machbar. Das Hörbuch hat mich quasi eine Arbeitswoche von Montag bis Donnerstag begleitet. Passend zum Titel habe ich mich in meine Sternendecke gekuschelt und einfach nur der Geschichte gelauscht.
So, nun möchtest du aber vielleicht doch noch ein wenig zu den Figuren und der Geschichte als solches erfahren. Wie oben schon erwähnt sind Elias und Willa die Protagonisten. Beide werden sehr genau beschrieben und so habe ich direkt ein Bild vor Augen. Wobei ich bei Elias nicht direkt einen jungen Mann im Rollstuhl sah, denn der Fokus wird nicht auf seine Einschränkung gelegt, sondern er ist einfach ein Student der Sozialen Arbeit und im Gemeindezentrum tätig. Dieser Aspekt hat mir richtig gut gefallen. Ich durfte zum Glück in einem sehr liberalen Umfeld aufwachsen, wo jeder genauso sein durfte wie er war und nicht über etwaige äußere Makel definiert wurde. Willa studiert ebenfalls Soziale Arbeit und versucht mit ihren Selbsthilfegruppen von ihren eigenen Problemen abzulenken. Dieses gelingt ihr mehr schlecht als recht und so nimmt sie mich mit in ihre dunkelsten Ecken der Gefühlswelt.
Das Miteinander der zwei ganz unterschiedlichen Figuren finde ich sehr gelungen. Auf der einen Seite Elias, mit seinem intakten Elternhaus und auf der anderen Willa, die schon früh auf sich selbst acht geben musste. Was sich hinter beiden Schicksalen verbirgt, musst du bitte selbst lesen bzw. hören. Ich möchte dir hier nicht zu viel vorweg nehmen. Lege dir auf jeden Fall ein paar Taschentücher parat, du wirst sie gebrauchen.
Hast du Lust auf eine berührende Geschichte mit ernsten Themen? Dann schalte „Wo die Sterne uns sehen“ von Justine Pust an und lausche den bezaubernden und berührenden Worten von Elias. Die Emotionen werden von den Sprechern perfekt übermittelt und so hatte ich das Gefühl, direkt mit Elias und Willa zu kommunizieren. Ich habe mit ihnen geweint und im Planetarium zu den Sternen geschaut. Für mich ein gelungener Auftakt der Skyline Reihe der Autorin, ich bin gespannt wie es weitergeht. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- bzw. Hörempfehlung für alle, die durch die Triggerwarnung nicht abgehalten werden.
Woods Buchtipps
5/5
12.03.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Super Geschichte
Cover: Es ist blau mit goldenen Sprenkeln und erinnert damit passend zum Titel an einen Sternenhimmel.
Sprecher: Beide Sprecher lesen sehr gut und mit einer angenehmen Betonung.
Charaktere/Inhalt: Willa ist Studentin und sozial sehr engagiert. Sie will anderen Helfen, macht ehrenamtliche arbeitet und leitet eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit psychischen Problemen im Gemeindezentrum.
Dort trifft sie auf Elias, der eine Gruppe für Rollstuhlbasketball leitet.
Zwischen den beiden fliegen die Funken, aber Willa kämpft mit den Folgen ihrer Vergangenheit und ihrer eigenen psychischen Verfassung.
Fazit: Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und die Sprecher lesen auch beide super. Das wichtigste Thema in diesem Buch ist die psychische Gesundheit und das finde ich super umgesetzt. Absolute Lese- und Hörempfehlung von mir.
Sonja
aus Freiburg
5/5
15.02.2024
Hörbuch-Download (MP3)
New Adult / Trauma
Willa studiert in Frankfurt Sozialarbeit, hat eine tolle WG mit Martha und Ada und einen Job im Gemeindezentrum, ihr fehlt nur noch die Masterarbeit und sollte glücklich sein, doch der Bafög-Antrag für das neue Semester sorgt dafür, dass ihre Mutter ihre Nummer bekommt und alte Wunden aufreist. Elias studiert auch Sozialarbeit und trainiert seit Kurzem die Rollstuhl-Basketball-Gruppe. Er möchte ein neues Projekt aufbauen und braucht dafür Willas Hilfe. Doch als er mehr möchte, zieht sie sich zurück. Nun ist er kein Mensch, der aufgibt, wie nach dem Unfall vor zwei Jahren beginnt er zu kämpfen. Aber was, wenn die andere Person schon aufgeben hat?
Die beiden wechseln sich in den Kapiteln ab und Regine Lange hat diesen Schmerz und die Angst von Willa sehr gut eingefangen und auch wenn man mitleidet, ist es zu keinem Zeitpunkt nervig. Das hat sie perfekt umgesetzt. Zu Louis Friedmann Thiele brauch ich fast nichts mehr sagen, er gehört zu meinen Lieblingssprechern und auch hier hat er das gut umgesetzt.
Willa hat etwas erlebt, was sie zutiefst geprägt hat und sie weiß sich nur mit einer Sache zu helfen. Das wird sehr gut dargestellt. Und was Justine Pust hier schafft, ist bewundernswert, denn sie erklärt uns Willas Reaktionen ohne den Leser/Hörer zu nerven. Klar würde man sie gerne manchmal schütteln und manchmal umarmen, aber es ist nicht zu viel und verständlich.
Elias ist klasse, trotz der Rückschläge in seinem Leben, geht -Verzeihung- rollt er immer weiter und lässt sich nicht aufhalten. Und auch wenn es im Gegensatz zu Willa etwas gemein sein könnte, da auf ihn die Aussage „positiv denken dann bist du glücklich“ zutrifft, wirkt er zu keinem Zeitpunkt perfekt. Denn auch er hat Selbstzweifel, aber eben nicht auf die Behinderung. Und das hat mir sehr gut gefallen.
Die Sprache ist dem Thema angemessen und mir gefällt auch sehr der Umgang mit der „Krankheit“.
Die Vorbereitung der Charaktere für die Folgebände ist dazu auch sehr gut gelungen, Ada und Diez, aber auch Martha. Ich kann nur 5 von 5 Sternen geben.
Diana E
aus Moers
5/5
13.02.2024
Hörbuch-Download (MP3)
wunderbar geschriebenes, hochemotionales und tief berührendes Buch
Justine Pust – Wo die Sterne uns sehen
Neben ihrem Studium arbeitet Willa ehrenamtlich für verschiedene Selbsthilfegruppen. Diese Arbeit beruhigt sie und bringt Struktur in ihr Leben, auch wenn sie kaum Zeit für andere Dinge hat.
Als sie Elias kennenlernt, ein Sportass im Rollstuhl mit sonnigem Gemüt, unterstützt sie ihn bei den Vorbereitungen seines Projektes.
Immer schneller schleicht sich Elias in Willas Herz. Doch obwohl auch Willa immer mehr für Elias empfindet hält sie ihn auf Abstand, um nicht verletzt zu werden und vor allem, um ihre Vergangenheit nicht mit ihm zu teilen.
Ein weiterer Tiefschlag zwingt Willa sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, wird die junge Liebe daran zerbrechen?
Ich habe von der Autorin bisher nur "With you I dream" als Hörbuch gehört und dieses Buch hat mich seinerzeit tief berührt. Auf "Wo die Sterne uns sehen" bin ich in den sozialen Medien aufmerksam geworden und war neugierig.
Ich habe das Hörbuch, eingelesen von Regine Lange und Louis Friedemann Thiele aus dem Argon Verlag gehört. Die Laufzeit für das ungekürzte Hörbuch beträgt ca 10 Stunden und 43 Minuten.
Beide Synchronsprecher machen einen wirklich guten Job, lassen die Figuren lebendig werden und erschaffen eine gute, emotionale Tiefe. Dadurch war es leicht nicht nur der Geschichte zu folgen, sondern sich auch den Figuren nahe zu fühlen.
Es gibt einige Triggerwarnungen für das Buch, diese sollten im Vorfeld beachtet werden, da die psychische Gesundheit der beiden Hauptfiguren und deren Traumata in der Vergangenheit in den Fokus gerückt wurden.
Gerade die Vergangenheit und diese eine Szene mit Willas Mutter hat mich extrem wütend gemacht und ich musste das Hörbuch für einige Stunden zur Seite legen, weil es mich so aufgewühlt hat.
Die Autorin hat einen angenehmen, modernen Erzählstil und schreibt die Geschichte so dermaßen lebendig und realitätsnah, dass ich mich sofort im Buch/Hörbuch zurecht finden und mich den Charakteren nahe fühlen konnte.
Die beiden Hauptfiguren Willa und Elias, aber auch einige der Nebenfiguren wie Dietz oder die beiden Freundinnen von Willa habe ich schnell in mein Herz schließen können. Das Figurenensemble erschien mir sehr gut gewählt, da sich die Figuren gut ergänzen, aber doch auch jede:r auf ihre Weise "zerbrochen" ist und mit seinen/ihren Dämonen kämpft. Aber sie ergänzen sich auch in ihren Stärken, was mir ebenfalls sehr gut gefiel.
Dieses Buch hebt sich aus der breiten Masse heraus. Ich habe viele Bücher gelesen, wo die psychische Gesundheit der Hauptfigur angeschlagen ist, aber selten habe ich ein Buch gelesen, das so sensibel mit den verschiedenen Themen umgeht ohne das sie kleingeredet oder auseinandergepflückt werden. Dadurch, dass einige Dinge nur angedeutet wurden, hat das Buch eine besondere Wirkung, einen besonderen Schrecken, und dennoch schafft die Autorin es, Lichtpunkte zu setzen und dadurch Hoffnung zu vermitteln.
Was mir hier ebenfalls sehr gut gefiel, war der Zeitfaktor. Heilung braucht Zeit und passiert nicht im Tagestakt.
Ich habe geweint und ich war traurig, aber ich habe auch mit den beiden Figuren mitgehofft. Willa und Elias haben schwere Zeiten durchgemacht, wobei Elias in seiner Entwicklung sicher weiter vorangeschritten war, obwohl auch ihn einiges aus der Bahn wirft. Er ist fürsorglich und ein Kämpfer, genau wie Willa, die hier aber für den Moment mehr zu kämpfen hat und einen Rückschlag nach dem anderen verkraften muss.
"Wo die Sterne uns sehen" ist ein wunderbares, hochemotionales und tief berührendes Buch über Hoffnung, Verlust, Trauer, Änge und mentale Gesundheit, über Bewältigung der Vergangenheit und das sich ins Leben zurückkämpfen. Mich hat es beim hören durch sämtliche Emotionen der Gefühlspalette geschickt und auch jetzt noch, Tage später, hängt mir die Geschichte von Elias und Willa nach.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Das Cover ist hübsch und passt sowohl zum Titel und zum Inhalt des Buches, wo die Sterne eine große Rolle spielen.
Fazit: wunderbar geschriebenes, hochemotionales und tief berührendes Buch. 5 Sterne.
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