Produktbild: Der Großinquisitor

Der Großinquisitor Tiefgründige Erzählung über die menschliche Seele, Macht und Glauben

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.01.2024

Verlag

Good Press

Seitenzahl

63 (Printausgabe)

Dateigröße

671 KB

Sprache

Deutsch

EAN

8596547797951

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

02.01.2024

Verlag

Good Press

Seitenzahl

63 (Printausgabe)

Dateigröße

671 KB

Sprache

Deutsch

EAN

8596547797951

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    25.10.2023

    eBook (ePUB)

    Advocatus diaboli

    ‘Der Grossinquisitor’ ist ursprünglich ein Teil des ‘Monumental-Werkes’ ‘Die Brüder Karamasow’. Auch als herausgelöste, eigenständige Erzählung überzeugt das Werk in seiner Aussage - und lässt einen schaudern! Da erscheint Christus im Spanien des 16. Jahrhunderts, wird von den Menschen, unter die er sich mischt, ob seiner Ausstrahlung erkannt und fasziniert aufgenommen. Der Grossinquisitor, der tags zuvor noch 100 Häretiker verbrennen liess, kommt in armseliger Mönchskutte dazu, als Christus soeben ein kleines Mädchen vom Tod erweckt - und setzt in sofort ihn Ketten. Nachts trifft sich der Grossinquisitor mit Christus im Kerker - und deckt ihn ein mit Vorwürfen, belehrt ihn ‘eines Besseren’. - Entlang der Perikopen des Turmbaus von Babel und (v.a.) der Versuchung Jesu in der Wüste, zeigt der Inquisitor Christus auf, wie er die damalige Situation und den Menschen komplett falsch ein-, ja überschätzt und ihn so überfordert hat - und dass die Herrschaft des Teufels an sich die bessere ist, weil sie den Menschen entmündigt - und ihm so die Last der Freiheit abnimmt. Zitat: Nichts ist verführerischer fü den Menschen als Gewissensfreiheit, aber es gibt auch nichts Quälenderes. Mit manchen der Aussagen scheint der Inquisitor durchaus recht zu haben - zieht aber letztendlich doch die falschen Schlüsse. - Zudem verdreht er ganz subtil die Bibelzitate, um seine Thesen zu untermauern. - Dostojewski konnte zu seiner Zeit damit rechnen, dass die genannten Bibelzitate von seinen Lesern gekannt wurden - auch in ihrem urspründlichen Wortlaut. Da diese Voraussetzung heutzutage bei vielen fehlt, gibt der Inselverlag in seiner Ausgabe Hinweise, WO die Zitate zu finden sind und WIE sie eigentlich lauten - und welche der Zitate nichts als ‘fake’ sind. Wertvoll ist zudem in dieser Ausgabe das Nachwort des Übersetzers Wolfgang Kasack. Er entschlüsselt die hinter- und untergründige Bedeutung des Werkes in seiner Entstehungszeit. Der Text hat in seinen Aussagen nichts von seiner Aktualität eingebüsst! Und es lohnt sich, ihn auch heute noch zu bedenken.

  • Mario Pf.

    aus Oberösterreich

    5/5

    17.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein überwältigender Dialog

    ... auch wenn es so aussieht als ob nur einer spricht. Der Großinquisitor ist und bleibt ein Kapitel aus Dostojewskijs Die Brüder Karamasow. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Werken der Literaturgeschichte vermag er für sich selbst zu stehen. Die Dichtung vom Großinquisitor ist im Grunde ein Dialog im Dialog der beiden Brüder Iwan und Alosha Karamasow. Iwan teilt seinem Bruder mit dass er sich eine Dichtung erdacht hat, die er ihm gerne vortragen möchte und diese Dichtung ist die Geschichte vom Großinquisitor. Die Geschichte beginnt damit, dass Jesus unter die Menschen zurückgekehrt ist und das zur Zeit der spanischen Inquisition. Er trifft dort auf den greisen Großinquisitor, der ihn höchstpersönlich zu seinem Gefangenen macht und dem Scheiterhaufen überantworten möchte. Doch zuvor möchte der Großinquisitor den gefangenen Jesus noch verhören, wenn er ihn auch dabei kein Wort sprechen lässt, was auch nicht nötig ist, denn er hatte zu seiner Zeit bereits ja alles gesagt was wichtig ist, wie der Großinquisitor dies auch anführt. Er hält ihm vor, seine Kirche im Stich gelassen zu haben und dass es nun an ihm und den Klerus ist die Kirche und damit die Menschheit unter Kontrolle zu halten, denn ohne sie wäre der Mensch ja nicht fähig zu leben. Freiheit, so der alternde Mann, sei nicht in der Natur des Menschen verankert, sie würde nur Chaos verursachen. Menschen brauchen Hirten, denn sie sind wie Schafe und so müssen eben jene Kardinäle und Inquisitoren die schwere Bürde auf sich nehmen über die Menschen zu richten. Dostojewskij erlaubt mit seiner Dichtung hierbei tiefe Einblicke in das menschliche Wesen und stellt unverblümt die dunkelsten Abgründe unserer Lebensphilosophie dar. Sein tiefgründiger Blick auf die chaotischen Grundlagen des Menschen mag ihm dann wohl auch den Titel des grausamen Philosophen eingebracht haben. Am Besten sollte man dieses Buch selbst lesen, denn nur dann wird man es gegebenenfalls verstehen und zu schätzen wissen oder auch nicht.

  • Bewertung

    5/5

    17.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Macht- und Gesellschaftskritisches Excerpt

    Bei "Der Großinquisitor" handelt es sich um einen Auszug aus "Die Brüder Karamasow", eines von Dostojewskis größten Werken. Es dreht sich einerseits um die Thematik des ethischen Verfalls der Mächtigen durch Größenwahn und Nihilismus, andererseits um die bereitwillige Knechtschaft der Masse gegenüber den herrschenden Mächten.

  • buchwürmchen

    aus reutlingen

    5/5

    03.05.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Großinquisitor ist ein…

    Der Großinquisitor ist ein Teil des Romans: Die Gebrüder Karamasoff und gehört zur klassischen Weltliteratur, „… der großartigste Roman der je geschrieben wurde“ soll Sigmund Freud gesagt haben und da wag ich nicht zu wiedersprechen. Obwohl nicht einfach zu lesen, vermag die hier angegebene Sternenzahl diesem Werk nicht gerecht zu werden. Erzählt wird eine kurze Geschichte die sich in Spanien im Jahre 1500 nach Christus zur Zeit der Verbrennungen und Ketzereien abspielt. Gottes Sohn kehrt auf die Erde zurück und wird nach zwei vollbrachten Wundern vom ansässigen Großinquisitor in Gewahrsam genommen. Der Großinquisitor, ein alter und müder Mann, beginnt mit Jesus ein Gespräch das eigentlich keines ist, vielmehr ein Monolog im Dialog. Er stellt die Fragen und antwortet sogleich darauf. Er beschuldigt Jesus die Menschheit im Stich gelassen zu haben, als er den drei Versuchungen des Geistes wiederstand. Die Freiheit des Einzelnen, die Gott uns dafür schenkte, sei eine zu große Bürde für den Menschen, der lieber faul und geführt werden will. Und nun ist es Pflicht der Kirche den Menschen ihre verhasste Freiheit wieder zu nehmen. Jesus lässt den gesamten "Dialog" wortlos an sich vorbei laufen und Antwortet, als der Großinquisitor in dazu auffordert, mit einem Kuss. Wer schon immer wissen wollte, was die christliche Kirche eigentlich mit der Lehre Jesu zu tun hat, findet hier bereits eine Antwort. Dem Autor ist es hervorragend gelungen, die Kernbotschaft Jesu zu vermitteln, ohne seine Figur ein einziges Wort sprechen zu lassen. Großartig einzigartig!

  • Zitronenblau

    3/5

    16.03.2008

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurze Geschichte, viel Inhalt!

    Die Geschichte versteht man im Wesentlichen schon. Jesus kommt zurück auf Erden und wird prompt vom Großinquisitor nach einer langen "Ansage" fortgeschickt. Die Bezüge sind für den Laien nicht nachvollziehbar, aber einiges an Kritik lässt sich dem Ganzen doch entnehmen: der Materialismus des Menschen, der Vergleich mit Höherem (und seien es Götzen - bis hin zu ihrer Anbetung) sowie das Streben nach Einbindung in gemeinschaftliche Organisationen/Bewegungen. Kritik muss hier aber positiv wie negativ gesehen werden. So wie Jesus und Großinquisitor. Da ein Laie hier kein Vergnügen finden wird und entweder interessiert oder aber D.-Fan sein muss: 3 Sterne!

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