Verwirrender Klappentext und nicht so spannend, wie erhofft
Nach der Trennung und Scheidung vom ihrem Ex-Mann geht es Alice Evans sehr schlecht. Sie flüchtet aus dem grauen Großbritannien auf die sonnige, griechische Insel Korfu, um dort alles zu verdrängen, was ihr passiert ist. Unglücklicherweise wird sie auch noch polizeilich gesucht und erhofft sich durch ihre Flucht nicht sofort gefunden zu werden. Auf der Insel Korfu lässt sie die Geschichte von verschiedenen verschwundenen Frauen nicht los und sie findet zudem schnell Anschluss bei einer Gruppe Frauen und auch zu einem Mann, Nik, den sie beinahe Hals über Kopf heiratet. Aber die Geschehnisse und Geheimnisse sind damit noch lange nicht eindeutig gelöst…
Das Buch „Der Tag der Hochzeit“ stammt von der Autorin Sue Watson, die ich bisher noch nicht kannte. Das Cover finde ich schlicht, aber passend, jedoch war es der Klappentext, der mich direkt angesprochen hat. Leider erfüllt dieser aber so gar nicht die Erwartungen an das Buch, denn die überstürzte Hochzeit findet erst im 2.Teil des Buches statt. Bis dahin dauert es, bis die Charaktere der Geschichte eingeführt sind und sich die Handlung ein wenig aufgebaut wird. Dies bleibt allerdings sehr hinter den Erwartungen an einen Psychothriller zurück. Der Schreibstil ist modern und die Kapitel sind kurzweilig aber die Protagonistin Alice ist von Anfang an sehr nervig. Sie soll eine, doch schon vom Leben gebeutelte Mitvierzigerin, darstellen, aber sie benimmt sich leider wie 16. Sie ist sofort empfänglich für Avancen von angeblichen Freunden oder einem Freund, stürzt sich völlig naiv in ein quasi zweites Leben, ohne sich überhaupt um die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit zu kümmern. Einen Spannungsbogen erkenne ich daher am Anfang des Buches überhaupt nicht, wir erfahren hauptsächlich viel über Alice, was jetzt aber auch nicht sonderlich gelungen ist. Die Auflösung der Geschichte zum Ende heraus, ist dann doch spannender gehalten, obwohl ich tatsächlich die Zusammenhänge grob vorhersehen konnte, leider konnte ich nicht überrascht werden.
Leider hat das Buch absolut nicht punkten können. Die Idee, eine Braut und einen Bräutigam mit vielen Geheimnissen heiraten zu lassen, die dann erst stückweise ans Licht kommen, ist gelungen, aber doch nicht mit einer solchen schwachen, charakterlichen Darbietung. Die Ausführung ist durchweg mangelhaft und langweilig und lediglich die Idee des Buches sowie das relativ spannende Ende im Vergleich zum Geplänkel am Anfang erfüllen für mich die Vergabe von 2 Sternen
HeRu
aus Regensburg
2/5
28.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Irreführende Klappentext
Das Buch „Der Tag der Hochzeit von Sue Watson wird als spannender Psychothriller mit Plottwists beworben. Meiner Meinung nach ist der Klappentext irreführend und passt gar nicht zur Geschichte dieses Buches.
Inhalt:
Alice ist vor kurzem geschieden und flüchtet vor ihren Problemen nach Korfu. Dort möchte sie sich nicht nur erholen, sondern auch einem Geheimnis auf dem Grund gehen.
Fazit:
Die Protagonistin Alice war mit von Anfang an unsympathisch. Dies hat sich auch nicht während dem Buch geändert. Personen, die vor ihrem Problem weglaufen und keine Verantwortung übernehmen wollen, kann ich einfach nichts abgewinnen. Probleme im Alkoholzu ertränken, ist meiner Meinung nach auch keine Lösung. Am liebsten hätte ich Alice einmal richtig durchgeschüttelt um sie zur Vernunft zu bringen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir prinzipiell gefallen. Das Buch hat sich flüssig gelesen und die Länge der Kapitel war annehmbar. Da dies mein erstes Buch der Autorin ist, würde ich es trotzdem noch nicht ausschulen wieder ein Buch von Sue Watson zu lesen.
Es gab zwar einige Plottwists in diesem Buch, aber einiges war sehr vorhersehbar und nicht überraschend.
Heiki Rud
aus Regensburg
2/5
28.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Das Buch „Der Tag der…
Das Buch „Der Tag der Hochzeit von Sue Watson wird als spannender Psychothriller mit Plottwists beworben. Meiner Meinung nach ist der Klappentext irreführend und passt gar nicht zur Geschichte dieses Buches. Inhalt: Alice ist vor kurzem geschieden und flüchtet vor ihren Problemen nach Korfu. Dort möchte sie sich nicht nur erholen, sondern auch einem Geheimnis auf dem Grund gehen. Fazit: Die Protagonistin Alice war mit von Anfang an unsympathisch. Dies hat sich auch nicht während dem Buch geändert. Personen, die vor ihrem Problem weglaufen und keine Verantwortung übernehmen wollen, kann ich einfach nichts abgewinnen. Probleme im Alkoholzu ertränken, ist meiner Meinung nach auch keine Lösung. Am liebsten hätte ich Alice einmal richtig durchgeschüttelt um sie zur Vernunft zu bringen. Der Schreibstil der Autorin hat mir prinzipiell gefallen. Das Buch hat sich flüssig gelesen und die Länge der Kapitel war annehmbar. Da dies mein erstes Buch der Autorin ist, würde ich es trotzdem noch nicht ausschulen wieder ein Buch von Sue Watson zu lesen. Es gab zwar einige Plottwists in diesem Buch, aber einiges war sehr vorhersehbar und nicht überraschend.
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