Produktbild: Nachtblaue Blumen

Nachtblaue Blumen Roman

17

27,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Limmat

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

19,4/12,4/2 cm

Gewicht

199 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-074-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Limmat

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

19,4/12,4/2 cm

Gewicht

199 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03926-074-4

EU-Ansprechpartner

GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung
Postfach 2021|37010|Göttingen|DE
info@gva-verlage.de

Herstelleradresse

Limmat Verlag AG
Quellenstrasse 25|8031|Zürich|CH
mail@limmatverlag.ch

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  • Jürg K.

    5/5

    31.03.2024

    Buch (Paperback)

    Eindrücklich und interessant

    Die Klinik Salpêtrière, nannte man in Paris der Jahrhundertwende die «weibliche Hölle». Eine Cabaret-Tänzerin wird in die Nervenheilanstalt Salpêtrière eingeliefert. Um die Krankheit «Hysterie» zu beweisen, werden durch den Nervenarzt Vorführungen vor internationalem Publikum durchgeführt. Dabei bewegen sich die Patientinnen unkontrolliert und brechen vor den Zuschauern zusammen. Als Fallbeispiele dienen die Tänzerin und deren Freundin Cléo. Warum verschlimmert sich bei ihnen die Krankheit stetig? Die Tänzerin hält alles in einem Notizbuch fest, um nicht den Verstand zu verlieren. Dieser Roman ist kurz, aber sehr intensiv. Ich habe diese Geschichte mehr als eine Aufzeichnung einer Patientin in einer Nervenklinik. Der Leser erfährt so einiges über ihren Alltag, den Ärzten und den mit Patientinnen. Bald einmal hatte ich das Gefühl in den Gängen dieser Klinik zu gehen. Die Geschichte hat mich in den Bann gezogen und fasziniert. Das Buch zu lesen habe ich nicht bereut, es bietet einen Einblick in einen Alltag, den man selten findet. Empfehlenswertes Buch.

  • literaturwohnung

    5/5

    28.02.2024

    Buch (Paperback)

    „Die Blüten nachtblau, fast…

    „Die Blüten nachtblau, fast schwarz, in der Luft schwebend wie von Geisterhand.“ (Pos.71) Die Geschichte spielt um 1890 in Paris. In dieser geht es um eine junge Cabaret-Tänzerin die in die Nervenheilanstalt Salpêtrière eingeliefert wird. Ein Nervenarzt hat vor, der rätselhaften Krankheit „Hysterie“ auf die Schliche zu kommen. Um den Beweis dafür zu erlangen, veranstaltet er in der Klinik Vorführungen vor internationalem Publikum. Doch die Patientinnen verhalten sich komisch, bekommen Medikamente und sind nicht die, die sie einst waren. In Paris nannte man es zur Jahrhundertwende die „weibliche Hölle.“ Um den Verstand nicht gänzlich zu verlieren, hält die Tänzerin alles in einem Notizbuch fest. Die Geschichte ließ sich leicht und schnell lesen. Es war spannend zu sehen, wie ein Nervenarzt die jungen Frauen durch seine Art, aber auch durch die medikamentöse Behandlung, verändern. Manchmal kam mir deren Verhalten, dass sie an den Tag legten, gespielt und überhaupt nicht echt vor. Ich wusste nicht, ob die Figur sich tatsächlich so verhält oder ob sie nur so tut, um als hysterisch und krank zu gelten - oder auch um dem Arzt zu imponieren. Zwischendurch gibt es Sätze der jungen Dame, über die man schmunzeln muss und auch das Gespräch zwischen dem Arzt und ihr sorgt für „menschliche“ Momente, bei denen sich im Denken des Arztes Abgründe auftun - die gar nicht zu dem Bild passen, das man von ihm hat. Und dennoch hat man kein Vertrauen in diese Person. Zumal er ihnen auch immer wieder zu nahe kommt.  Auf der einen Seite hat mir die Geschichte unheimlich gut gefallen, weil sie die Abgründe der Menschheit aufzeigt und mich an die Verschickungskinder erinnert hat. Nur dass es sich hier lediglich um junge Frauen handelt, die der Hysterie betitelt werden. Manche Sätze waren für mich lehrreich, gerade als es um das Gespräch zwischen der Tänzerin und dem Arzt ging - sie stimmten mich nachdenklich. Bei anderen musste ich schmunzeln. Im Großen und Ganzen lässt einen die Geschichte gefühlt rastlos zurück - doch sie gibt einem so viel zum Nachdenken und Reflektieren. Wenn man die Geschichte zwischen den Zeilen liest, wird man fündig.

  • Karola Dahl

    4/5

    09.07.2026

    Buch (Paperback)

    Als Frau machtlos ausgeliefert.

    Undatierte, handschriftliche Aufzeichnungen einer unbekannten, jungen Cabaret-Tänzerin um 1890 bilden hier eigentlich keinen Roman. Zufällig entdeckt in der Bibliothek des berühmten Neurologen Jean-Martin Charcot an der Sorbonne in Paris geben sie dennoch einen lebhaften Eindruck wieder von der Situation von Frauen, die eigenwillig in ihrem Handeln und Denken den Herren nicht gefielen. Über die eigentlich gesunde Ich-Erzählerin, 16 und Waise, die nur partout nicht mehr tanzen will, erfährt man mehr über den Arbeitgeber, ihren Patron, und das kleine Cabaret Le Voltage. Funktionierte man nicht so, wie allgemein erwünscht, wurde Frauen dann einfach eine Erkrankung des Geistes, Hysterie, angedichtet und in die Nervenheilanstalt der Salpêtrière weggesperrt. Im Dialog mit ihrer Freundin Cléo, einer geschickten Kleptomanin, kommt auch deren Leben an der Seite des erfolgreichen Magiers Damien zur Sprache. Sie schafft es schließlich wie auch die Tänzerin Jane Avril, sich aus dieser Anstalt zu entfernen. Bei Vorführungen in dieser Klinik vor internationalem Publikum dienten die Tänzerin wie auch Cléo als Fallbeispiele, schauspielerisch gut dargestellt. Auch Sigmund Freud mag die Hypnose-Therapie mit Traumdeutung ebenso in Frage gestellt haben wie französische Mitstreiter, die den hypnotischen Zustand bei Patientinnen nur durch Suggestion hervorgebracht sahen. Vor versammeltem, männlichem Publikum im Auditorium präsentiert zu werden, in Katalepsie zu erstarren, zu tanzen, zu krampfen etc. gilt als Privileg und schürt Konkurrenzdenken unter den nur teils vermeintlich kranken, aber sicher eingesperrten Frauen. All diese unsortierten, historischen Aufzeichnungen geben sehr interessante Aufschlüsse über das vorgetäuschte Wissen der Mediziner wieder, die mit der Psyche der ihnen ausgelieferten Frauen herum experimentierten. Ein informativ gut aufbereitetes Werk, in einfühlsame Atmosphäre aus dem Französischen übertragen zwischen Fiktion und Historie.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    27.08.2024

    Buch (Paperback)

    Die Frau und die Salpêtrière

    Wieder ein Roman über die Salpêtrière, wieder ein Roman über den Umgang mit der Weiblichkeit. Schon in „Die Tanzenden“ von Victoria Mas wird ein Blick auf diese Nervenheilanstalt geworfen. Nur ist der Blick der Mas etwas unterhaltender, als der Blick von Alexander Kamber. Alexander Kamber gelingt hier ein düsterer Blick, ein intensiver Blick, ein fast etwas surreal anmutender Blick.  Dieses Dunkle und Verworrene passt meines Erachtens sehr gut zur Geschichte der Salpêtrière. Paris, im späten 19. Jahrhundert. Männer versuchen an Frauen herumzudoktern, weil sie nicht mehr funktionieren, weil sie in ihrem Handeln und Denken den Herren der Schöpfung ein Dorn im Auge sind. Gut, daran hat sich heute nichts geändert, also am Dorn im Auge. Nur darf man als Frau nicht mehr in irgendwelche Anstalten gesperrt werden, wenn man den Herren der Schöpfung nicht mehr passt. Dies ist durchaus etwas, was für uns Frauen ein Grund zum Feiern ist/sein sollte.  Alexander Kamber wirft hier in seinem Buch einen düsteren und atmosphärisch-surrealen Blick auf die Vergangenheit. Doch ist dies wirklich die Vergangenheit und wir können uns beruhigt zurücklehnen? Mitnichten. Auch heute gibt es diese Strömungen nach wie vor, die uns Frauen diffamieren und uns am liebsten wieder an den Herd bringen würden, als perfekte Haushaltsroboter und Haushaltssklaven und Gebärmaschinen. Ich sag nur, sei schlau und wähl demokratisch und nicht den Hass. Alexander Kamber wirft einen beklemmenden und düsteren Blick auf dieses Gestern. Margaret Atwood wirft diese düsteren Blicke auf ein Morgen.  Die Leserschaft sollte diese Blicke konsumieren und diese Blicke genießen, aber sich darüber bewusst sein, dass aus dem Gestern auch schnell ein Heute und ein Morgen werden kann.  Polemik schafft diese einfachen Sichten und der Morbus Untertan verfällt diesen einfachen Slogans, denn dann muss er ja auch nicht über das eigene Tun nachdenken und sich eventuell einige graue Haare mehr wachsen lassen.  Dennoch ist Alexander Kamber hier ein wunderbares Buch gelungen, welches sehr atmosphärisch eine dunkle Geschichte präsentiert. Lesen.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    20.08.2024

    Buch (Paperback)

    Roman einer unbekannten Schreiberin

    Paris Ende des 19. Jahrhunderts: Eine junge Tänzerin wird in die Nervenheilanstalt eingeliefert, wo diverse Versuche zur mysteriösen Krankheit “Hysterie” gemacht werden. In kurzen Tagebuchartigen Einträgen erfährt man sehr viel darüber, was zur damaligen Zeit hinter geschlossenen Türen passierte. Wie die Patientinnen und Patienten den angehenden ¨Arzten vorgeführt wurden, zum anderen wie sie im Allgemeinen behandelt wurden. Auch das frühere Privatleben einzelner Personen wird geschildert. Die Tagebucheinträge sind sehr kurz und lesen sich wie ein spannender Roman mit humorvollen wie auch tiefgründigen Einträgen. Das Buch liest sich sehr leicht und ich kann es daher allen sehr empfehlen.

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