Florenz, 1482: Die 18-jährige Mira harrt seit einer Verschwörung gegen die Familie der Medici in einem Kloster aus. Als man sie zurück nach Florenz ruft, unterstützt sie den Maler Sandro Botticelli bei seinem neuen Gemälde »Primavera«. Während der Arbeit daran lernt sie den Gardisten Riccardo kennen, der ihr Herz wider Willen höherschlagen lässt, denn Mira soll einen Cousin von Lorenzo de Medici heiraten. Aber nicht nur die Liebe gibt Mira Rätsel auf, sondern auch das Vorbild der schönen Venus und der Tod einer der drei Grazien …
Die spannende Geschichte hinter dem berühmten Botticelli-Gemälde »Primavera«
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
aus Stadthagen
5/5
15.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannender historischer Roman aus dem Umfeld der Medici
Pia Rosenberger entführt uns ins Florenz der Medici- und in die Entstehung eines der Werke des Meisters Sandro Botticellis: Primavera. Florenz, 1482: Die 18-jährige Semiramide Appiano, von allen Mira, genannt, harrt seit einer Verschwörung gegen die Familie der Medici in einem Kloster aus. Überraschend ruft man sie zurück nach Florenz, Mira soll einen Cousin von Lorenzo de Medici heiraten. Doch lässt ein Gardist aus der Leibgarde ihres zukünftigen Ehemanns ihr Herz höherschlagen und dazu gibt es eine Verschwörung, der sie auf die Spur kommt. Hervorragend recherchiert, viel Atmosphäre und eine spannende Handlung sorgen für ein exquisites Lesevergnügen. Für mich ein Highligt!
hasirasi2
aus Dresden
4/5
19.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Der Tanz des Todes
„Wie gerne würde sie bleiben. Das Kloster war der beste Platz für eine gelehrte Frau wie sie.“ (S. 12)
Frühling 1482: Mira (Semiramide d’Appiano d’Aragona) hat 4 Jahre in einem Kloster gelebt, um sich vom Pazzi-Attentat auf die Medicis erholen, bei dem sie verletzt wurde und ihren Verlobten verlor. Im Kloster hat man ihr Zeichentalent entdeckt und sie als Illustratorin ausgebildet. Vor allem Pflanzen haben es ihr angetan. Sie würde gern im Kloster bleiben, aber als Prinzessin hat sie sich dem Willen der Familie zu beugen und Enzo, einen Cousin von Lorenzo de Medici heiraten. Bis zur Hochzeit wird sie in Lorenzos Haushalt aufgenommen. Enzo scheint sich nicht für sie zu interessieren, aber auch er muss sich Lorenzos Willen beugen.
Als Mira hört, dass Botticelli für sein neues Gemälde „Primavera“, das in ihrem zukünftigem Haus hängen wird, Anregungen für die Pflanzen sucht, bietet sie ihre Dienste an. Dabei wird sie gebeten, für eine der drei tanzenden Grazien Model zu stehen, weil das dafür vorgesehene Mädchen nicht gekommen ist. Sie muss ausgerechnet mit Riccardo posieren, einer von Lorenzos Wachen, den sie eh schon anziehend findet. Und dann wird das vermisste Mädchen ermordet aufgefunden ...
Pia Rosenbergers „Das Geheimnis der Venus“ ist ein sehr komplexer, hervorragend recherchierter historischer Roman zu Botticellis berühmten Gemälde, gepaart mit einem spannenden Kriminalfall, in den alle Protagonisten irgendwie verstrickt zu sein scheinen.
Da ist zum eine Mira, eine starke, selbständige, kluge, neugierige, junge Frau, die sich dem Willen der Familie zwar in Bezug auf ihr Leben und ihre Ehe beugt, sich aber auch auf die Suche nach den verschwundenen Modellen macht (es bleibt nicht bei dem ersten) und dadurch mehrfach in Lebensgefahr gerät.
Ihr Bräutigam Enzo wirkt farblos und uninteressiert, gehorcht scheinbar ohne Widerspruch in allem seinem Cousin, verfolgt insgeheim aber eigene Pläne. Auch er will die Hochzeit eigentlich nicht.
Sein bester Freund Riccardo ist in Mira verliebt (und sie in ihn), würde ihm aber nie die Frau ausspannen, zumal er weit unter ihren Stand steht.
Lorenzo de Medici ist erst 33, herrscht aber mit eiserner Hand über die Familie und die Stadt, sein Wort ist Gesetz. Er will unbedingt wissen, wer in das Pazzi-Attentat verwickelt war und hofft vergebens, dass Mira sich endlich erinnert. Mira vermutet, dass er sie auch als Lockvogel aus dem Kloster geholt hat, um die Attentäter von damals aufzuscheuchen.
Dann ist da dieses Gemälde voller Deutungsmöglichkeiten. Stellt es den Frühling dar, die Stadt Florenz oder ist es ein Hinweis auf Enzos Hochzeit mit Mira? Und nicht zuletzt verschwinden die jungen Frauen, die dafür Modell stehen, und tauchen zum Teil tot wieder auf. Will jemand das Gemälde verhindern oder sind das nur Zufälle?
Neben der darauf abgebildeten Venus gibt es auch noch eine echte aus Fleisch und Blut, der Mira mehrfach begegnet und die sich in ihr Leben einzumischen scheint. Was bezweckt sie damit?
Mir hat Pia Rosenbergers Buch gut gefallen, ich hätte mir aber aufgrund der vielen Protagonisten ein Personenregister gewünscht.
hasirasi2
aus Dresden
4/5
19.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Der Tanz des Todes „Wie gerne…
Der Tanz des Todes „Wie gerne würde sie bleiben. Das Kloster war der beste Platz für eine gelehrte Frau wie sie.“ (S. 12) Frühling 1482: Mira (Semiramide d’Appiano d’Aragona) hat 4 Jahre in einem Kloster gelebt, um sich vom Pazzi-Attentat auf die Medicis erholen, bei dem sie verletzt wurde und ihren Verlobten verlor. Im Kloster hat man ihr Zeichentalent entdeckt und sie als Illustratorin ausgebildet. Vor allem Pflanzen haben es ihr angetan. Sie würde gern im Kloster bleiben, aber als Prinzessin hat sie sich dem Willen der Familie zu beugen und Enzo, einen Cousin von Lorenzo de Medici heiraten. Bis zur Hochzeit wird sie in Lorenzos Haushalt aufgenommen. Enzo scheint sich nicht für sie zu interessieren, aber auch er muss sich Lorenzos Willen beugen. Als Mira hört, dass Botticelli für sein neues Gemälde „Primavera“, das in ihrem zukünftigem Haus hängen wird, Anregungen für die Pflanzen sucht, bietet sie ihre Dienste an. Dabei wird sie gebeten, für eine der drei tanzenden Grazien Model zu stehen, weil das dafür vorgesehene Mädchen nicht gekommen ist. Sie muss ausgerechnet mit Riccardo posieren, einer von Lorenzos Wachen, den sie eh schon anziehend findet. Und dann wird das vermisste Mädchen ermordet aufgefunden ... Pia Rosenbergers „Das Geheimnis der Venus“ ist ein sehr komplexer, hervorragend recherchierter historischer Roman zu Botticellis berühmten Gemälde, gepaart mit einem spannenden Kriminalfall, in den alle Protagonisten irgendwie verstrickt zu sein scheinen. Da ist zum eine Mira, eine starke, selbständige, kluge, neugierige, junge Frau, die sich dem Willen der Familie zwar in Bezug auf ihr Leben und ihre Ehe beugt, sich aber auch auf die Suche nach den verschwundenen Modellen macht (es bleibt nicht bei dem ersten) und dadurch mehrfach in Lebensgefahr gerät. Ihr Bräutigam Enzo wirkt farblos und uninteressiert, gehorcht scheinbar ohne Widerspruch in allem seinem Cousin, verfolgt insgeheim aber eigene Pläne. Auch er will die Hochzeit eigentlich nicht. Sein bester Freund Riccardo ist in Mira verliebt (und sie in ihn), würde ihm aber nie die Frau ausspannen, zumal er weit unter ihren Stand steht. Lorenzo de Medici ist erst 33, herrscht aber mit eiserner Hand über die Familie und die Stadt, sein Wort ist Gesetz. Er will unbedingt wissen, wer in das Pazzi-Attentat verwickelt war und hofft vergebens, dass Mira sich endlich erinnert. Mira vermutet, dass er sie auch als Lockvogel aus dem Kloster geholt hat, um die Attentäter von damals aufzuscheuchen. Dann ist da dieses Gemälde voller Deutungsmöglichkeiten. Stellt es den Frühling dar, die Stadt Florenz oder ist es ein Hinweis auf Enzos Hochzeit mit Mira? Und nicht zuletzt verschwinden die jungen Frauen, die dafür Modell stehen, und tauchen zum Teil tot wieder auf. Will jemand das Gemälde verhindern oder sind das nur Zufälle? Neben der darauf abgebildeten Venus gibt es auch noch eine echte aus Fleisch und Blut, der Mira mehrfach begegnet und die sich in ihr Leben einzumischen scheint. Was bezweckt sie damit? Mir hat Pia Rosenbergers Buch gut gefallen, ich hätte mir aber aufgrund der vielen Protagonisten ein Personenregister gewünscht.
Philiene
aus Süsel
4/5
20.07.2024
eBook (ePUB 3)
Renaissance
Das Gehen der Venus ist die Geschichte der jungen Mira die nach Jahren im Kloster nach Florenz zurück kommt. Hier hat Lorenzo die Medici einen Bräutigam für sie gesucht . Mira lernt den Maler Botticelli kennen und ist fazienierz von dessen Kunst. Als dann die Leiche eines der Modelle für Botticellis Gemälde ermordet wird ,wird es spannend...
In einem zweiten Erzählstrangg folgen wir dem Straßenkind Orazio und durch ihn tauchen wir in die dunkle Welt der schillernden Stadt ein.
Der Roman hat alles was ein gefühlvoller historischer Roman braucht. Eine starke Protagonistin die uns mitten in die Welt der Schönen und Reichen führt. Dazu Orazio das genaue Gegenstück. Historisches Einblicke in die Welt der Medici und die Werkstatt Botticellis. Ein bisschen Romantik und einen Mord der Spannung hineinbringt.
Der Roman hat mich ab der ersten Seite in die Renesance hineingezogen.. Orte und Menschen waren lebendig beschrieben und die Geschichte mit alltäglichen Situationen aufgelockert. Jede Figur die aufgetaucht ist war liebevoll beschrieben ob nun die quirligen Töchter von Lorenzo oder die Modelle von Botticelli ob nun die Straßenkinder oder eine Schneiderin.
Ein wunderschöner Roman rund um ein wunderschönes Gemälde.
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