Produktbild: Der Köder

Der Köder Roman | »Besser als Sally Rooney« Die Zeit

1

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2024

Verlag

MÄRZ Verlag

Seitenzahl

234

Maße (L/B/H)

20,4/12,5/2,4 cm

Gewicht

355 g

Farbe

Graugrün / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

The Bloater

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7550-0033-4

Beschreibung

Rezension

»Es geht um Flirten als Methode der Selbstorganisation und um Verliebtheit als Methode der Selbstquälerei. Und doch ist der gesamte Text von ›Der Köder‹ – und damit meine ich jeden einzelnen Satz – lustig.« Audrey Wollen, The New Yorker
»Leidenschaft und Abscheu, Zärtlichkeit und Grausamkeit, weltliche Kultiviertheit und schulmädchenhafte Naivität – ganz anders als in klassischen Kommen-sie-zusammen-oder-nicht-Erzählungen liegt Tonks’ Stärke in der Kombination gegensätzlicher Kräfte: hieraus bezieht der Roman sowohl seine Spannung als auch seine Leichtigkeit.« Madelaine Lucas, Astra
»Außergewöhnlich gut.« The Guardian
»Eine spritzige, amüsante und widerspenstige Liebeskomödie.« Sunday Times
»Der perfekte Aperitif. Dieses Buch wärmt von innen, es macht beschwingt und sorgenlos und sehr, sehr viel glücklicher.« The Times
»Das It-Buch des Sommers!« MDR Kultur, Katrin Schumacher

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2024

Verlag

MÄRZ Verlag

Seitenzahl

234

Maße (L/B/H)

20,4/12,5/2,4 cm

Gewicht

355 g

Farbe

Graugrün / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

The Bloater

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7550-0033-4

Herstelleradresse

März Verlag GmbH
Göhrener Straße 7
10437 Berlin
DE

Email: info@maerzverlag.de

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spannende Wiederentdeckung

Bewertung am 05.05.2024

Bewertungsnummer: 2194137

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Rosemary Tonks hat der Märzverlag eine Autorin ausgegraben, die eine ähnlich interessante Lebensgeschichte hat, wie die Fotografin Vivian Maier. In den 60er Jahren war Tonks eine Nummer im Literaturbetrieb. Sie machte sich einen Namen als Lyrikerin, Romanautorin und Kritikern, aber in den 70er Jahren löste sie sich in Luft auf wie Cheshire-Cat. Der Legende nach wurde Tonks fundamentale Christin. Sie lehnte jede Literatur außer der Bibel ab, verbrannte ihre Manuskripte und sorgte dafür, dass ihre Literatur nicht mehr zu finden war. Wenn sie ein veröffentlichtes Buch von sich fand, soll sie es verbrannt haben. Eine traumatische Kindheit und daraus resultierende Bindungsstörungen werden der Autorin angedichtet, die als Kind von Kolonialisatoren im Motherland England in Internaten aufwuchs. Ihre Karriere, ihre für die Zeit ungewöhnlich selbstbewußt-unangepasste Art, die Scheidung, ihre exzessive Literatur, ihr Hang zu Spiritualität, die Hinwendung zum fundamentalen Christentum, die Zerstörung aller aus der kolonialen Herkunft ihrer Familie ererbten Raubkunstobjekte und ihre kontinuierliche Verweigerung von Interviews oder Neueveröffentlichungen, lesen sich ebenso spannend, wie der Roman selbst, der 1968 herauskam und 2022 mit viel Aufmerksamkeit posthum neu veröffentlicht wurde, da nun ihre Hinterbliebenen zustimmten. Das 40seitige Nachwort des Verlegers Neil Astley, der immer wieder versuchte an Tonks heranzukommen, umkreist die Legendenumwobene Autorin. Fast möchte ich dazu raten, es vor dem Roman zu lesen, denn es unterstreicht die Besonderheit der Autorin und ihres Schaffens. Doch das Werk Tonks steht für sich selbst. »Der Köder« ist ein heiteres Lustspiel mit giftigen Spitzen. In feinen Teegesellschaften, Opernabenden und Empfängen Londons lokalisiert, bewegt sich »Der Köder« zwischen »Menschen im Hotel« und der komischen Verdi-Oper »Falstaff«. Die eigenwillige Protagonistin Min tut alles für ihre Zerstreuung. Ihren Ehemann hält sie für so unscheinbar, dass sie versehentlich das Licht ausmacht, als sie den Raum verlässt, dabei sitzt er noch am Tisch und isst. Sie wettstreitet mit anderen Frauen um die besten Liebhabergeschichten, ist verknallt in den geschiedenen Billy, den sie auch erobert, während ein berühmter Opernsänger, der Kugelfisch, sie gekonnt umwirbt. Doch Min weiß noch nicht, ob sie selbst lieber die Angel auswirft oder gefangen werden will. Im verhalten-exzessiven Sound der 60er Jahre hält »Der Köder« die Spannung zwischen konservativem Gefangensein und dem selbstbewußten Ausbruch einer nach Zerstreuung suchenden Frau. » . ̈ , , , , ̈« behauptet The Times und ich behaupte, dass das von Barbara Kalender gestaltete Cover noch glücklicher macht, es ist nicht so instagrammable, wie es sein könnte, aber wenn ihr im Buchladen seid, fragt doch mal danach, fasst es an und lest bei der Gelegenheit rein.

spannende Wiederentdeckung

Bewertung am 05.05.2024
Bewertungsnummer: 2194137
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit Rosemary Tonks hat der Märzverlag eine Autorin ausgegraben, die eine ähnlich interessante Lebensgeschichte hat, wie die Fotografin Vivian Maier. In den 60er Jahren war Tonks eine Nummer im Literaturbetrieb. Sie machte sich einen Namen als Lyrikerin, Romanautorin und Kritikern, aber in den 70er Jahren löste sie sich in Luft auf wie Cheshire-Cat. Der Legende nach wurde Tonks fundamentale Christin. Sie lehnte jede Literatur außer der Bibel ab, verbrannte ihre Manuskripte und sorgte dafür, dass ihre Literatur nicht mehr zu finden war. Wenn sie ein veröffentlichtes Buch von sich fand, soll sie es verbrannt haben. Eine traumatische Kindheit und daraus resultierende Bindungsstörungen werden der Autorin angedichtet, die als Kind von Kolonialisatoren im Motherland England in Internaten aufwuchs. Ihre Karriere, ihre für die Zeit ungewöhnlich selbstbewußt-unangepasste Art, die Scheidung, ihre exzessive Literatur, ihr Hang zu Spiritualität, die Hinwendung zum fundamentalen Christentum, die Zerstörung aller aus der kolonialen Herkunft ihrer Familie ererbten Raubkunstobjekte und ihre kontinuierliche Verweigerung von Interviews oder Neueveröffentlichungen, lesen sich ebenso spannend, wie der Roman selbst, der 1968 herauskam und 2022 mit viel Aufmerksamkeit posthum neu veröffentlicht wurde, da nun ihre Hinterbliebenen zustimmten. Das 40seitige Nachwort des Verlegers Neil Astley, der immer wieder versuchte an Tonks heranzukommen, umkreist die Legendenumwobene Autorin. Fast möchte ich dazu raten, es vor dem Roman zu lesen, denn es unterstreicht die Besonderheit der Autorin und ihres Schaffens. Doch das Werk Tonks steht für sich selbst. »Der Köder« ist ein heiteres Lustspiel mit giftigen Spitzen. In feinen Teegesellschaften, Opernabenden und Empfängen Londons lokalisiert, bewegt sich »Der Köder« zwischen »Menschen im Hotel« und der komischen Verdi-Oper »Falstaff«. Die eigenwillige Protagonistin Min tut alles für ihre Zerstreuung. Ihren Ehemann hält sie für so unscheinbar, dass sie versehentlich das Licht ausmacht, als sie den Raum verlässt, dabei sitzt er noch am Tisch und isst. Sie wettstreitet mit anderen Frauen um die besten Liebhabergeschichten, ist verknallt in den geschiedenen Billy, den sie auch erobert, während ein berühmter Opernsänger, der Kugelfisch, sie gekonnt umwirbt. Doch Min weiß noch nicht, ob sie selbst lieber die Angel auswirft oder gefangen werden will. Im verhalten-exzessiven Sound der 60er Jahre hält »Der Köder« die Spannung zwischen konservativem Gefangensein und dem selbstbewußten Ausbruch einer nach Zerstreuung suchenden Frau. » . ̈ , , , , ̈« behauptet The Times und ich behaupte, dass das von Barbara Kalender gestaltete Cover noch glücklicher macht, es ist nicht so instagrammable, wie es sein könnte, aber wenn ihr im Buchladen seid, fragt doch mal danach, fasst es an und lest bei der Gelegenheit rein.

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Der Köder

von Rosemary Tonks

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