"Robinson Crusoe" von Daniel Defoe, veröffentlicht im Jahr 1719, gilt als einer der ersten Romane der englischen Literatur. Die Handlung folgt dem Schicksal des Protagonisten Robinson Crusoe, der nach einem schiffsunglück auf einer unbewohnten Insel strandet. Defoes meisterhafter Erzählstil verbindet realistische Beschreibungen von Natur und Überlebensfähigkeiten mit tiefgründigen Reflexionen über Zivilisation, Selbstgenügsamkeit und den menschlichen Geist. Der Roman ist nicht nur ein Abenteuerbericht, sondern auch eine philosophische Auseinandersetzung mit Isolation und Identität, eingebettet in den Kontext der Aufklärung, der den Wert von Individualität und empirischer Erfahrung betont. Daniel Defoe, ein vielseitiger Schriftsteller, Journalist und Sozialkritiker des 18. Jahrhunderts, war stark beeinflusst von seinen eigenen Reisen und Erfahrungen. Seine Beobachtungen über die Gesellschaft und die menschliche Natur flossen in "Robinson Crusoe" ein. Defoe selbst durchlebte zahlreiche Abenteuer, teils als Kaufmann, teils als politischer Aktivist. Diese facettenreiche Lebensgeschichte ermöglicht es ihm, ein authentisches und glaubwürdiges Bild des Überlebens und der Selbstfindung zu zeichnen. Dieses zeitlose Werk ist nicht nur ein fesselnder Abenteuerroman, sondern auch eine tiefgehende Untersuchung der menschlichen Psyche und Gesellschaftsstrukturen. Leser, die an Themen wie Isolation, Selbstgenügsamkeit und der Suche nach Identität interessiert sind, werden in Defoes brillanter Prosa und dem eindringlichen Schicksal des Crusoe gefesselt sein. "Robinson Crusoe" ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Weltliteratur, der auch heute noch zum Nachdenken anregt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
07.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Robinson Crusoe - Daniel Defoe 1719
Daniel Defoe's Robinson Crusoe hat alles: Spannung, Abenteuer, Hoffnung und Dramatik.
In diesem Buch wird das Leben des Schiffbrüchigen Robinson Crusoe geschildert, der sich als Einziger auf eine nahe Insel retten und dort überleben kann. Sein erstes Ziel wird es, die noch brauchbaren Gegenstände vom Wrack zu bergen. Hierfür schustert er sich ein Floss zusammen, mit dem er mehrere Male hinüberfährt und zuerst den Laderaum und dann auch den Rest des Schiffes zerlegt und ausräumt. Alles wird gebraucht, jedes Stück Seil, jede Holzlatte. Mit seinen Schätzen auf der Insel errichtet sich Robinson dann ein Heim. Dies ist aber eher praktisch wie schön; für ihn gelten jetzt eh ganz andere Massstäbe wir für normale Menschen. Mit Kerben versucht er die Tage, Monate und Jahre zu zählen, die er schlussendlich auf der Insel verbringen wird. Robinson lebt sich ein, zähmt sogar wilde Ziegen und arbeitet landwirtschaftlich für sein täglich Brot. Seine Welt verändert sich aber drastisch, als er eines Morgens im Sand einen Fussabdruck bemerkt. Leben noch weitere Menschen auf der Insel? Sind sie eine Bedrohung? Warum hat er sie noch nie gesehen und wissen sie vielleicht schon von ihm? Unzählige Fragen beginnt er sich zu stellen. Er zieht sich Tage lang zurück, grübelt und verstärkt dann den Schutzwall um sein Haus. Trotz seiner Vorkehrungen wird er aber doch noch einen Eingeborenen treffen. Der Eingeborene wird sogar einen Namen tragen und Freundschaft mit ihm schliessen. Und von alle dem wird Robinson Crusoe den Leuten berichten, viele Jahre später...
Ein absolut lesenswerter Klassiker.
MaWiOr
aus Halle
5/5
30.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Der Roman „Robinson Crusoe“…
Der Roman „Robinson Crusoe“ des englischen Schriftstellers Daniel Defoe (1660-1731) gilt oft als Kinderabenteuerbuch, dabei ist er längst ein Klassiker der Weltliteratur geworden. 1719 veröffentlicht, Defoe war da bereits 59 Jahre, verarbeitete er darin die wahren Erlebnisse eines Seemanns, der sich auf einer Insel vor der chilenischen Küste für vier Jahre aussetzen ließ. Defoe erzählt dagegen die Geschichte eines Kaufmanns, der gegen den Willen seiner El-tern seine gesicherte Existenz aufgibt und zur See fährt. Er besteht einige Abenteuer und erleidet schließlich Schiffbruch, den er als einziger der Besatzung überlebt. 28 Jahre voller Abenteuer und Gefahren verbringt Robinson auf einer unbewohnten Insel. Mit einfachsten Mitteln muss sich der Gestrandete ein neues Leben fernab von aller Zivilisation aufbauen. Doch mit Ausdauer, Geschicklichkeit und Beobachtungsgabe sichert er sein Überleben. Detailliert schildert Defoe, wie sich Robinson mühsam auf der Insel einrichtet. Nach geraumer Zeit entdeckt er Fußspuren im Sand: auf der einsamen Insel leben auch „wilde Männer“, die gerade einen Mann töten wollen. Robinson rettet den Eingeborenen und gewinnt dadurch einen Freund, den er Freitag nennt. Nach 28 Jahren legt endlich ein Schiff an und Robinson kann mit Freitag in seine englische Heimat zurückkehren. In der Penguin Edition ist jetzt eine preiswerte Ausgabe des Klassikers erschienen, die von einem ausführlichen Nachwort des Herausgebers Hans Reisiger (1884-1968) ergänzt wird. Der Schriftsteller und Übersetzer beleuchtete darin die Biografie von Daniel Defoe und die historischen Hintergründe des Romans.
Bewertung
5/5
22.06.2021
eBook (ePUB)
E Reader
Ich bin mit meinem Tolino ausserordentlich zufrieden und würde ihn nicht mehr hergeben.
Bewertung
5/5
02.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Bestellung Robinson Crusoe
Möchte mich vor allem für die professionelle Verpackung meiner Bestellungen bedanken.Bleibe Ihr Kunde und freue mich auf weiteres Stöbern in Ihrer Bibliothek.
Stefan Heidsiek
aus Darmstadt
4/5
01.03.2012
Buch (Taschenbuch)
Eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur
Robinson Crusoe ist Bildungs- und Entwicklungsroman zugleich, vereint die unterschiedlichen Formen der zeitgenössischen Literatur wie Abenteuerroman, Reisebericht, Utopie, Bekehrungsliteratur und Seelentagebuch zu einem für damalige Zeit völlig neuem Ganzen. Besonders bei jüngeren Generationen genießt das Buch eine große Beliebtheit, in dessen Vorwort sich Defoe nur als Herausgeber präsentiert, um Anspruch auf die Authentizität des Geschilderten zu erheben und den Roman explizit von der bis dato üblichen Form der fiktiven Romanze abzugrenzen. Anhand verschiedenster Quellen lässt sich die Geschichte auf das wahre Leben des schottischen Seefahrers Alexander Selkirk zurückführen, der über vier Jahre lang einsam auf der Pazifikinsel Juan Fernandez lebte und somit wohl als Vorbild für Robinson diente. Diese Authentizitätsfiktion hat sich seit diesem Werk zu einem entscheidenden Merkmal des Romans entwickelt.
Die vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen auf der Insel, welche durch 28 Jahre führen, offenbaren dem Leser die seelische Wandlung und den Reifeprozess des Hauptprotagonisten Robinson. Im autobiographischen Stil verfolgt man den Weg dieses romantischen und risikofreudigen jungen Mannes, welcher der behütenden Geborgenheit des Elternhauses und einer bürgerlichen Laufbahn entfliehen will und durch diese Entscheidung unglücklicherweise in die Isolation und Einsamkeit einer Insel getrieben wird. Heraus kommt ein nüchterner, von Pragmatismus geprägter Mensch, der inmitten einer martialischen und spartanischen Welt bei seinem Kampf ums Überleben gleichsam das so lang gesuchte Glück findet. Gut möglich, dass Defoe, der mit einiger Bitternis auf seine missratene Karriere zurückblickte, sich absichtlich einen Helden schuf, mit dem er auf einer fernen Insel von neuem und unter freieren Bedingungen beginnen konnte.
Darüber hinaus versteckt sich hinter dem Roman eine gut versteckte Gesellschaftskritik, wirft grundlegende Fragen des Menschen und der Zivilisation auf. Kann ein Mensch auf Dauer alleine leben? Was braucht der Mensch wirklich, um überleben zu können? Was macht den Menschen aus und wofür ist er geschaffen? Diese Fragen verleihen dem Roman eine große Dynamik. Sie regen zum Philosophieren und Nachdenken an. In seine Abenteuergeschichte flocht Defoe vielerlei weitere Motive ein, die zur allgemeinen Attraktivität beitragen. Die Ambivalenz von Mensch und Natur, Erziehung und Politik, Wissen und Bildung, aber auch Spiritualität und Romantik. Bestimmte Arbeitsprozesse und Kompetenzen werden von Defoe minutiös beschrieben. Der "Bau" einer kleinen Festung, das Anbauen von Getreide, die Ziegenzucht, die Herstellung von Kleidern. Arbeiten, die den Menschen am Ursprung zeigen und dem Autor, muss es ein großes Anliegen gewesen sein, dass man sie nachvollziehen kann. Und nicht zuletzt führt Robinson Crusoe als zentrales Thema vor Augen, dass der Mensch mithilfe von Gottvertrauen, Ausdauer, Tat- und Willenskraft, die Widerstände der Natur überwinden kann.
Bis heute bleibt dieses Werk ein lesenswerter Klassiker, der auch in der zweiten, sich in Europa abspielenden Hälfte des Romans, nichts von seiner Faszination verliert, und trotz manch langatmiger Passage durch seine berührende Tiefe längerfristig im Gedächtnis haften bleibt. Das haben bereits damals Autoren wie Jules Verne und Robert Louis Stevenson erkannt, welche sich von Defoe stark inspirieren ließen.
Insgesamt ist Robinson Crusoe ein Meilenstein in der Geschichte der Literatur, der mich nachhaltig beeindruckt und nachdenklich gemacht hat.
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